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Silvesterkonzert der Hannoverschen Hofkapelle in der Galerie Herrenhausen: Tickets ab sofort erhältlich

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Silvesterkonzert der Hannoverschen Hofkapelle in der Galerie Herrenhausen: Tickets ab sofort erhältlich Hannoversche Hofkapelle (C) Hannoversche Hofkapelle

HANNOVER. LA NOTTE - Die Sterne lauter Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument. (Christian Morgenstern)“

Unter diesem Motto lädt die im Jahre 2014 mit einem ECHO–KLASSIK ausgezeichnete Hannoversche Hofkapelle das Konzertpublikum zum elften Mal in Folge zu ihrem Silvesterkonzert am 31.12.2017 um 17 Uhr in die Galerie Herrenhausen ein, um sich besinnlich und spannend vom Jahr zu verabschieden und das neu beginnende Jahr 2018 zu begrüßen. Der Vorverkauf im Künstlerhaus hat bereits begonnen.

Das diesjährige Silvesterkonzert der Hannoverschen Hofkapelle mit Werken von Händel, Vivaldi, Fux, Corelli und Rameau steht ganz im Zeichen von Nachtmusiken und barocken Klängen aus der arabischen Welt, dem Inbegriff von Tausendundeiner Nacht.

Auch in diesem Jahr rezitiert Schauspieler und Hannover-Ur-Gestein Ernst-Erich Buder Besinnliches, Listiges, Friedliches und Feinsinniges von Storm, Meyer und aus den Märchen aus Tausendundeiner Nacht.

Zum Programm:

Georg Friedrich Händels Oper „Xerxes“, entstanden im Jahre 1738 in London, beschreibt die Geschichte des persischen Königs und Heerführers Xerxes, in der es um die Rivalität von Xerxes und seinem Bruder Arsamene um die Liebe von Romilda geht. Die Handlung der Oper ist eine erfundene Hofintrige, die Figur des Xerxes sowie sein Bruder Arsamene sind historisch belegt. In diesem Konzert werden Arien, instrumental besetzt, sowie festliche Aufzüge aus dieser Oper zu hören sein.

Der Italiener Antonio Vivaldi war mit seinen fast 500 Kompositionen ein unermüdlicher und fleißiger Vertreter seiner Zunft. Dazu gehören neben 240 noch erhaltenen Werken für Violine auch einige Konzerte für Violoncello sowie diverse Solokonzerte für Holzblasinstrumente wie Blockflöte oder Fagott.

In dem Konzert für Blockflöte, Streicher und Basso continuo mit dem Titel LA NOTTE schildert Vivaldi musikalisch sehr eindringlich die nächtliche Furcht der Menschen vor dem Unheimlichen, vor Gespenstern und Spuk. Dieses Gefühl der Beklemmung hat keineswegs einen realen Hintergrund, sondern spiegelt die Empfindungen der  Menschen des 18.Jahrhunderts wieder. Erst im Schlußsatz des Konzertes darf der Mensch, zumindest musikalisch, seinen ruhigen Schlaf wiederfinden – die bösen Geister weichen, die Morgenröte steigt auf.

Johann Joseph Fux war seit 1711 Hofkapellmeister am Wiener Hof und darüber hinaus einer der herausragenden Kompositionslehrer seiner Zeit. Sein breit gefächertes musikalisches Werk umfasst Opern, Kirchen- und Instrumentalmusik. 

LA TURCARIA, ein Stück im „vermeintlichen“ Stil des Orients, beschreibt musikalisch die Belagerung der Stadt Wien durch die Türken. Die Türken oder, besser gesagt, die Osmanen waren über mehrere Jahrhunderte lang eine Bedrohung für die österreichische Metropole gewesen und ließen eine Reihe von Mythen entstehen. Nichtsdestotrotz: Die osmanische Kultur mit ihren Serails und ihren Klängen faszinierte! Prominente Beispiele finden sich neben dieser Komposition von Fux auch bei Schmelzer oder bei Mozart … Kriegerische Klänge!

Der Einfallsreichtum und die Eleganz des italienischen Komponisten Arcangelo Corelli machten ihn zum einflussreichsten Instrumentalkomponisten und einem der größten Violinvirtuosen seiner Zeit.

Er „erfand“ und etablierte neben der Kammersonate die neue Musikform des Concerto grosso, die in der Sammlung unter op. 6: 12 Concerti grossi (Amsterdam 1714) veröffentlicht wurde. Die Besonderheit dieser Musikform besteht darin, dass mehrere Soloinstrumente, meist 2 Violinen und ein Violoncello, sich konzertierend aus dem Orchester herausheben. Das wohl bekannteste dieser Werke ist das Concerto grosso op.6, Nr.8, auch bekannt unter dem Titel „Weihnachtskonzert“, „fatto per la notte di natale“.

Jean-Philippe Rameau, französischer Komponist, Cembalovirtuose, Organist und Musiktheoretiker, schrieb im Jahr 1735 in Paris die Ballettoper LES INDES GALANTES. Sie war die erste von insgesamt 6 Ballettopern. Thematisch ist sie geradezu eine musikalische Weltreise: Neben dem „großmütigen Türken“, den „Inkas in Peru“, einem wilden Eifersuchtsdrama mit anschließender friedvoller Auflösung und Liebesbekundungen anlässlich eines Gartenfestes im Orient spielt die Oper auch im Wilden Westen, in den Wäldern der Neuen Welt, und zeigt unter dem Titel „Die Wilden“ die Auseinandersetzungen zwischen dem französisch-spanischen Heer und den nordamerikanischen Indianern.

Den Schlusspunkt des diesjährigen Silvesterkonzertes bildet eine Suite von Sätzen, Balletts und Arien, instrumentiert, aus der im 19. Jahrhundert fast vergessenen Oper, die zu Recht heute zu den berühmtesten und beliebtesten Opern Jean-Philippe Rameaus zählt.

Eintrittskarten sind zu Preisen von 20 bis 50 Euro bzw. ermäßigt 15 bis 45 Euro bei der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus Sophienstraße 2, 30159 Hannover, Tel. 0511/16841222, Mo.-Fr. 12-18 Uhr, sowie online unter www.vvk-kuenstlerhaus.de erhältlich.

Sie beinhalten freien Eintritt in die Herrenhäuser Gärten am Silvestertag. Die Abendkasse öffnet um 16 Uhr im Arne-Jacobsen-Foyer. Das Faltblatt zum Silvesterkonzert liegt im Künstlerhaus, bei den Herrenhäuser Gärten sowie in vielen Kultur- und Tourismuseinrichtungen der Stadt und Region Hannover aus.

Informationen im Internet sind unter den Adressen www.herrenhaeuser-gaerten.de und www.vvk-kuenstlerhaus.de zu finden.

Veranstaltungsort: Galerie Herrenhausen, Herrenhäuser Gärten, Herrenhäuser Straße 3a, 30419 Hannover

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