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Abriss der letzten Reste von „Wichmann“: Bezirksrat fragte nach

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Jetzt auch abgerissen: Letzter Teil des Fassade der historischen Gastwirtschaft Wichmann in Döhren Jens Schade Jetzt auch abgerissen: Letzter Teil des Fassade der historischen Gastwirtschaft Wichmann in Döhren

HANNOVER. Endspurt für den bisherigen Bezirksrat Döhren-Wülfel. Am vergangenen Donnerstag (7. Oktober) trafen sich zum letzten Mal die Ortspolitiker in der bisherigen Zusammensetzung im Saal des Freizeitheims Döhren. Die fünfjährige Wahlperiode endet mit Ablauf des Monats. Und auch auf dieser Sitzung hatten sich die Bürgervertreter wieder einmal eine volle Tagesordnung gegeben. 

Der Abriss der letzten Reste der ehemaligen Gastwirtschaft „Fritz Wichmann“ hat nicht nur die Gemüter der Döhrener Bevölkerung in Wallung gesetzt. Auch die SPD-Fraktion griff das Thema in einer Anfrage auf. „Aus welchem Grund wurden nun die letzten Fassadenteile abgebrochen und nicht wiederverwendet? Wird die äußere Fassade des Neubaus entsprechend der überkommenden Ansicht wieder rekonstruiert?“, wollen sie beim Oktobertreffen des Bezirksrates wissen.

Die Antwort der Verwaltung: Weil der neue Bauantrag einen vergrößerten Keller vorsieht, hätte dieser nur mit unvertretbarem Aufwand unter den verbliebenden Wandfragmenten errichtet werden können. Aber, so das Versprechen der Stadt: „Die Fassade wird wieder entsprechend rekonstruiert.“ Wann allerdings mit dem Bau tatsächlich begonnen wird, konnte Verwaltungssprecherin Gundula Ohlhorst auf Nachfrage nicht sagen.

In einem interfraktionellen Antrag forderte der Bezirksrat später dann einstimmig, zeitnah den Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel über den aktuellen Stand der Planungen für den Neubau der ehemaligen Gastwirtschaft Fritz Wichmann in Döhren zu informieren. „Damit wir nicht erst wieder alles im Nachhinein aus der Zeitung erfahren“, hieß es.

Besorgte Bürger hatten sich an die Sozialdemokraten gewandt. Ein Hundebesitzer soll seinen Kampfhund am Fiedelerplatz und am alten Friedhof an der Fiedelerstraße ohne Maulkorb spazieren führen. Eine Beißattacke auf einen anderen Hund ist bereits bekannt. Rainer Zitzke (SPD) : „Viele Kinder, ihre Erziehungsberechtigten, aber auch Hundebesitzer meiden mittlerweile aus Angst diese Plätze.“ Stadtbezirksmanager Sven Berger bestätigte, dass die Gefährlichkeit des Hundes mittlerweile festgestellt worden sei. Der Hundehalter habe aber nun nach § 8 des Niedersächsisches Hundegesetzes eine Erlaubnis zum Halten gefährlicher Hunde beantragt. Dieser Antrag werde nun geprüft. „Das kann doch nicht sein, dass bis dahin nichts geschieht!“ war die Meinung der Politik dazu.

 Nur zur Kenntnis nahm der Bezirksrat eine Verwaltungsvorlage zur Umstrukturierung im Familienzentrum Gnadenkirche.  Danach sollen die bisherigen 20 Hortplätze in eine Krippengruppe in Ganztagsbetreuung umgewandelt werden. „Das ist doch bereits längst ohne unsere Zustimmung geschehen“ rügte Gabi Jakob von der CDU und stufte die Beteiligung der Bürgervertretung nur als nachträgliche Alibifunktion ein. Die anderen Bezirksratsmitglieder sahen es auch so und stimmten über die Drucksache nicht mehr ab. 

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