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Aufregung um Straßensperrung: Wolfstraße stand mehrmals auf der Tagesordnunggleich

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Die Wolfstraße: Wegen Straßenbauarbeiten ist sie jetzt gesperrt Jens Schade Die Wolfstraße: Wegen Straßenbauarbeiten ist sie jetzt gesperrt

HANNOVER. Gleich drei Mal stand die Straßensanierung der Wolfstraße (Waldheim) auf der Tagesordnung der Septembersitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel im Freizeitheim Döhren. Die SPD hatte zwei Anfragen und einen Antrag zum dem Thema gestellt.

In dem gegen den Widerstand der Grünen – aber mit Unterstützung der Christdemokraten – beschlossenen Antrag, wird die Stadtverwaltung aufgefordert, umgehend verkehrslenkende Maßnahmen gegen den zunehmenden Schleichverkehr in Waldheim vorzunehmen und die Einhaltung der Regelungen für die gesamte Dauer der Baumaßnahme auch zu überwachen. „Es mehren sich Anlieger-Beschwerden über einen zunehmenden Schleichverkehr in den engen Straßen von Waldheim“, so Willi Lindenberg von der SPD-Fraktion. Die Grünen fanden hingegen den Antrag unnötig und enthielten sich der Stimme. Doch die Mehrheit der Bürgervertreter folgte der Initiative der Sozialdemokraten.

„Weshalb wird bei der Sanierung der Wolfstraße statt einer Vollsperrung nicht die Alternative einer halbseitigen Sperrung mit Ampelregelung realisiert, mit der die Erreichbarkeit der Grundstücke und die Anbindung an den ÖPNV besser gewährleistet werden könnte?“ wollte die SPD in einer der beiden Anfragen wissen. Die Antwort der Verwaltung: „Im Rahmen der Bauvorbereitung wurde eine mögliche Ausführung der Wolfstraße unter halbseitiger Sperrung eingehend geprüft. Aufgrund der gesetzlichen Mindestanforderungen an die Arbeitsraumbreiten und zur Sicherung von Arbeitsstellen ist die verbleibende Fahrbahnbreite für eine halbseitige Sperrung nicht ausreichend. Durch die erforderliche Vollsperrung verkürzt sich die Gesamtbauzeit deutlich.“

In einer zweiten SPD-Anfrage ging es um den Zugang zu den Grundstücken in der gesperrten Wolfstraße. „Im Rahmen der Bauvorbereitung wurde festgelegt, die Erneuerung der Wolfstraße für die bessere Erreichbarkeit der Grundstücke in drei Bauabschnitten auszuführen. Dadurch sind die Wege entlang der Baustelle für die Anlieger kurz“, teilte nun die Stadt mit und weiter: „Die fußläufige und barrierefreie Erreichbarkeit zu den Grundstücken ist über die Gehwege während der gesamten Baumaßnahme gewährleistet. Die Erreichbarkeit der Grundstücke mit PKW ist in direkter Abstimmung mit der Baufirma auch innerhalb der einzelnen Bauabschnitte möglich. Ausnahmen bilden der Asphalteinbau (3 Werktage) und die Arbeiten direkt vor den Grundstückseinfahrten (ca. 2 Werktage). Über die Einschränkungen werden die Anlieger direkt oder per Posteinwurf durch die Baufirma vorab informiert. Die Bushaltestellen entlang der Wolfstraße sind gesperrt. Ersatzweise wurden Haltestellen in der Zeißstraße und der Salzburger Straße durch die Üstra eingerichtet. Der Ausbau des Abschnitts vor dem Pflegeheim beginnt in ca. 6 Wochen. Mit dem Pflegeheim findet in der 37. Kalenderwoche ein gemeinsamer Abstimmungstermin zur Erreichbarkeit während der Bauzeit statt.“

Auf irritierende Hinweisschilder an der Straße „Am Schafbrinke“ machte ein Bürger den Vorsitzenden der SPD-Fraktion aufmerksam. Zwar wird mit den Schildern auf die Sperrung der Wolfstraße hingewiesen; ein Pfeil zeigt jedoch geradeaus. Für Ortsunkundige ein Wegweiser, der in eine Sackgasse führt. Denn die Straße geht entgegen dem Pfeil nicht gerade aus weiter. Dort beginnt nämlich die Eilenriede und Waldbäume machen jedem Autoverkehr ein Ende.


Verwirrendes Hinsweisschild: An der Wolfstraße geht es nicht geradeaus weiter

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