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Bezirksrat Döhren-Wülfel: Blaue Brücke soll breiter werden

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Engpass in der Leineaue: Die blaue Brücke zwischen Döhren und dem Dreiecksteich Jens Schade Engpass in der Leineaue: Die blaue Brücke zwischen Döhren und dem Dreiecksteich

HANNOVER. „Der Bezirksrat Döhren-Wülfel fordert die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover auf, die „Blaue Brücke“ über die Leine entweder zu verbreitern oder eine neue breitere Brücke an dieser Stelle zu errichten.“ Das forderte einstimmig der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel in seiner November-Sitzung am vergangenen Donnerstag im Freizeitheim Döhren. Willi Lindenberg, der für die SPD-Fraktion diesen Antrag einbrachte: „Der Fuß- und Radweg über die „Blaue Brücke“ ist eine wichtige Verbindung zwischen Döhren und Ricklingen. Diese Brücke wird deshalb sehr stark von Fuß- und Fahrradfahrern frequentiert. Auf Grund der geringen Breite kommt es zu gefährlichen Konstellationen zwischen Fußgängern und Radfahrern die ihr Rad schieben, bzw. auch zwischen den schiebenden Radfahrern die sich aus den verschiedenen Richtungen auf der Brücke begegnen.“

Die Grünen brachten das Obdachlosenprojekt in der Cäcilienstraße in Döhren auf die Tagesordnung. Dort sind, so Claudia Meier, „seit geraumer Zeit Obdachlose untergebracht, jeweils bis zu drei Monaten, in denen geklärt werden soll, wie es nach dieser Zeit für die untergebrachten Personen weitergehen soll. In letzter Zeit kam es mehrfach zu Polizeieinsätzen, hauptsächlich wegen Ruhestörung, zumindest in einem Fall soll allerdings auch eine leere Weinflasche aus einem der Fenster auf den Bürgersteig bzw. die Straße geworfen worden sein. Die Nachbarn haben den vormals gemeinsamen Garten wieder mit Zäunen unterteilt, um ihre Gärten zu schützen.“ Die Antwort aus dem Rathaus: „Die Verwaltung steht im regelmäßigen Austausch mit der Betreiberfirma und der Region Hannover, um über solche Einzelfälle innerhalb der Unterkunft zu sprechen und Lösungen zu erarbeiten.“ Abschließend wurde darauf hingewiesen, „dass viele der Hilfebedürftigen aus dem unterzubringenden Personenkreis insbesondere unter Suchterkrankungen leiden und genau diese spezielle Beratung aufsuchen, um Hilfe bei der Bewältigung zu erhalten.“

Wenig zu frieden waren die Ortspolitiker auch mit einer Antwort auf eine SPD-Anfrage. An der Kreuzung Mainzer Straße /Wolfsstraße (Waldheim) endet der nördliche Fußweg vor einem Gebüsch. Nur ein Radweg führt weiter bis zum ampelgeregelten Überweg. „Es liegen sichere Wegeführungen vor. Eine Kennzeichnung ist nicht erforderlich“, lautete die Verwaltungsantwort. „Das kann es doch nicht sein“, meinten hingegen die Sozialdemokraten. Es müsste vielmehr ein gemeinsamer Fuß- und Radweg ausgeschildert werden.

Wie geht es mit der Planung zum Neubau des Freizeitheims Döhren weiter? Schon lange hat der Bezirksrat von dem Projekt nichts wieder gehört. Nunmehr verabschiedeten die Bürgervertreter auf Vorschlag der SPD den Antrag, dass eine schriftliche und mündliche Stellungnahme gegenüber dem Bezirksrat Döhren-Wülfel zum Stand des Neubaus des Freizeitheimes Döhren erfolgt. Ebenfalls ein SPD-Antrag: Die Stadt soll prüfen, ob auf der Bregenzer Straße in Waldhausen Tempo 30 eingeführt werden kann.

Schon mehrmals hatte sich der Bezirksrat Döhren-Wülfel (seinerzeit auf Initiative der SPD) mit den durch die Straßenbauarbeiten in der Ziegelstraße verursachten Problemen für dort ansässige Gewerbetreibende beschäftigt. Nun griff die CDU das Thema erneut auf. „An welche beratende Stelle können sich Geschäftsinhaberinnen und –inhaber wenden, wenn aufgrund von Bauarbeiten langfristige Zugangsbeschränkungen zu ihren Geschäften drohen? Welche Unterstützungsangebote halten die Landeshauptstadt oder andere öffentliche Stellen vor, um den Umsatzverlust der betroffenen Geschäfte abzufedern?“, fragten die Christdemokraten.  „Im Zusammenhang mit Straßenbaumaßnahmen steht der Bürgerservice des Fachbereichs Tiefbau zur Verfügung“, wurde daraufhin mitgeteilt. Weiter: „Die Landeshauptstadt Hannover ist grundsätzlich immer bemüht, Einschränkungen durch Straßenbaumaßnahmen zu minimieren und Verkehre trotz Baustellensituationen zu ermöglichen. Dazu gehört auch eine vorlaufende Koordinierung der Maßnahmen, eine laufende Bauüberwachung sowie die zügige Freigabe fertiggestellter Straßenabschnitte. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es zu Verzögerungen im Bauablauf beispielsweise aufgrund unvorhergesehener Ereignisse und Entwicklungen oder aufgrund von nicht verfügbaren Materialien kommen kann.“ Haushaltsmittel zum Ausgleich von Umsatzverlusten stehen allerdings nicht zur Verfügung.

Interfraktionell wurde zudem beschlossen, dass der Stadtbezirksrat aus eigenen Mitteln eine Zuwendung in Höhe bis zu 4.000,00 € zur Anschaffung und Aufstellung eines neuen Bücherschrankes im Stadtteil Seelhorst bereitstellt.

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