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Bezirksrat informierte sich über den Stand des Neubauprojektes Südschnellweg

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Die ersten Bauarbeiten für den Neubau des Südschnellweges einschließlich eines Tunnels in Döhren haben begonnen, Jens Schade Die ersten Bauarbeiten für den Neubau des Südschnellweges einschließlich eines Tunnels in Döhren haben begonnen,

HANNOVER. Auf einer Sondersitzung des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel am heutigen Donnerstag (16. Juni) informierten Vertreter der Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Saal des Freizeitheims Döhren über den Stand der Arbeiten zum Neubau des Südschnellweges. Im Bereich des Stadtteiles Döhren ist geplant, die Schnellstraße in einem Tunnel unter der Erde verschwinden zu lassen und die heutige marode Brückenkonstruktion abzureißen.

Derzeit sind vorbereitende Baumaßnahmen im Bereich der Kreuzung zur Hildesheimer Straße und der Willmerstraße im Gange. Stadtentwässerung, Enercity und Telekom müssen Leitungen verlegen, um Platz für den Tunnel zu schaffen. Bei der Straßenbauverwaltung wird unterdessen gerade das Vergabeverfahren für die eigentlichen Bauarbeiten durchgeführt. Sebastian Tacke vom Straßenbauamt brachte dabei eine frohe Kunde für die Döhrener mit in den Sitzungssal. Verdachtspunkte zu Weltkriegsblindgängern hätten sich als harmlos herausgestellt; Kampfmittel seien nicht gefunden worden.

Bis 2023 soll eine Behelfsbrücke nördlich des jetzigen Schnellweges als provisorischer Ersatz gebaut werden. Ein Jahr später ist anschließend der Abbruch der bisherigen Südschnellwegbrückenkonstruktion vorgesehen. In den Jahren 2025 bis 2028 wird dann der Tunnel in offener Bauweise gegraben. Für die Stadtbahn ist im Kreuzungsbereich eine Gleisbrücke geplant. Dafür muss wohl an einigen Wochenenden die Strecke gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Auch mit dem Linksabbiegen könnte es zeitweise Probleme geben. Erfreulich aber: Außerhalb des Tunnels ist, so Vertreter der Landesbehörde, eine „aufwendige Lärmschutzkonstruktion“ vorgesehen.

Neben durchaus sachlichen Fragen und Anmerkungen einer Reihe von Bürgern (Belastung der Helmstedter Straße als Schleichweg, möglichen Grundwassergefahren und zur Funktion eines geplanten Betriebsgebäudes) wollten andere Zuhörer die Bezirksratssitzung zur grundsätzlichen Kritik an dem Vorhaben nutzen, zitierten mehrmals eine „Verkehrswende“ und rügten einen vermeintlich "autobahnähnlichen Ausbau" des Schnellweges im Bereich der Ricklinger Leineaue.

Die SPD-Fraktion im Bezirksrat stehe hinter den Planungen, bezogen die Sozialdemokraten daraufhin Position. Ihr Fraktionschef Schade wies daraufhin, dass der Bezirksrat nur innerhalb der Grenzen seines Stadtbezirks agieren und Stellung nehmen könne. Und hier würde der geplante Tunnel für Döhren nur Gutes bringen. Im Übrigen habe die Stadt Hannover – seinerzeit bereits unter einem grünen Oberbürgermeister und Verwaltungschef - die Pläne der Landesstraßenbauverwaltung in einer Stellungnahme ebenfalls abgesegnet.

Auch die Christdemokraten im Bezirksrat hielten an ihrer Zustimmung zu dem Projekt fest. Ellen Maschke-Scheffler: „Die CDU ist mit der Planung einverstanden!“

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