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Das Bürgeramt in Döhren steht auf dem Prüfstand

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Geschlossen: Bürgeramt in Döhren Jens Schade Geschlossen: Bürgeramt in Döhren

HANNOVER. Ob das Bürgeramt Döhren jemals wieder seine Türen öffnen wird, steht in den Sternen. Die Stadtverwaltung stellt jedenfalls die Einrichtungen in den Stadtteilen auf den Prüfstand. Dies erfuhren jetzt die Mitglieder des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel in einem Rundschreiben aus dem Rathaus.

Die Ortspolitiker hatten in einem interfraktionellen Antrag die unverzügliche Wiedereröffnung der einstigen Ordnungsamt-Nebenstelle an der Peiner Straße und deren dauerhaften Erhalt im Stadtteil gefordert. Beide Wünsche wurden dem Bezirksrat nun abschlägig beschieden.

Solange das Corona-Virus grassiert, bleibt das Bürgeramt auf jeden Fall dicht. „Hintergrund ist, dass sich die Abstandsregeln in den Wartebereichen, auf den Laufwegen und an den Bedien- und Arbeitsplätzen auch mit technischen Änderungen wie Hygienewänden nicht umsetzen lassen“, heißt es dazu in der städtischen Mitteilung. Ob aber nach dem Abklingen der Pandemie hier wieder Anträge auf Pässe und Personalausweise entgegengenommen werden, ist indes ebenfalls fraglich.

Die Arbeit in den Bürgerämtern, so die Stadt,  werde sich in Zukunft stark verändern. „Eine effektive Aufgabenwahrnehmung und ein zukunftsfähiges Service- und Dienstleistungsangebot kann in sehr kleinen Bürgerämtern nicht realisiert werden. Zukünftige Bürgerämter werden eine bestimmte Mindestgröße und eine bestimmte Mitarbeiterzahl haben müssen, um den Ansprüchen der Bürger gerecht zu werden. Die Verwaltung wird vor diesem Hintergrund im Jahr 2021 ein Zielkonzept für die zukünftige Struktur der Bürgerämter entwickeln. Dabei wird die Zukunftsfähigkeit aller Bürgerämter im Stadtgebiet ohne Vorfestlegungen kritisch untersucht werden“, schreibt die Verwaltung und stärkt damit nicht gerade die Hoffnung auf ein bürgernahes Serviceangebot für Döhren-Wülfel in der Zukunft. 

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