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Die SPD-Bezirksratsfraktion Döhren-Wülfel bekennt sich zur geplanten Sanierung des Südschnellwegs

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Baustelle am Südschnellweg: Die Autostraße soll in einen Tunnel verlegt werden. Jens Schade Baustelle am Südschnellweg: Die Autostraße soll in einen Tunnel verlegt werden.

HANNOVER. Nun gibt es auch eine offizielle Stellungnahme der SPD-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel zur Südschnellweg-Diskussion. Etwas versteckt auf der Homepage des örtlichen SPD-Ortsvereines stellen die sozialdemokratischen Politiker klar, dass sie die Ausbaupläne für die Verkehrsverbindung zwischen Döhren und Ricklingen so wie im gültigen Planfeststellungsbeschluss abgesegnet, weiterhin befürworten. Sie bleiben damit auf der schon in früheren Sitzungen des Bezirksrates vertretenen Linie.

Einige führende Genossen der hannoverschen SPD, wie etwa der Regionspräsident Steffen Krach und der hannoversche SPD-Chef und Bundestagsabgeordneter Adis Ahmetovic hatten angesichts von Äußerungen seitens der Grünen plötzlich das beschlossene Projekt wieder in Frage gestellt. Ahmetovic äußerte als Stadtverbandsvorsitzender gegenüber einer hannoverschen Tageszeitung sogar, dass „dass seine Partei „alles versuche“, um das Projekt zu stoppen“.

 Zu dem betreffenden Beitrag auf der Homepage des SPD-Ortsvereins geht es hier:

https://spd-doehren-wuelfel.de/meldungen/faktencheck-der-landesbehoerde-fuer-den-strassenbau-sachliche-argumente-statt-stimmungsmache

 

Kommentar

Es wurde Zeit, dass sich die örtlichen Politiker aus Döhren-Wülfel, zu Wort meldeten.

Ein In-Frage-Stellen dier geplanten Schnellweg-Sanierung könnte zu erheblichen Nachteilen für den Stadtteil Döhren führen. Die geforderte Neu-Planung des Südschnellweges im Bereich der Südlichen Leineaue würde zwangsläufig dazu führen, dass die gesamte Planung einschließlich der Planfeststellungsverfahrens von vorn beginnen muss. Denn der Tunnel und die weitere oberirdische Führung des Schnellweges sind aufeinander abgestimmt. Jede Verzögerung würde daher die Tunnellösung im Bereich Döhrens gefährden. Die Anwohner der Willmerstraße müssen schon seit über 60 Jahren mit der stark belastete Schnellwegfahrbahn direkt vor ihren Wohnungsfenstern leben. Nur die vorgesehene Führung des Schnellweges in einem Tunnel kann die Lebensqualität der Menschen in Döhren wieder erhöhen.

Zudem besteht bei einem Stopp des Vorhabens die Gefahr, dass die vorhandenen maroden Schnellwegbrücken zumindest für den Lastkraftwagenverkehr gesperrt werden müssen. Die LKWs müssten sich dann durch die Wohnstraßen von Döhren quälen. Dies bedeutet weitere Belastungen der Döhrener mit Verkehrsabgasen und Lärm.

Selbstverständlich ist es um jeden einzelnen Baum in der Leineaue schade, der gefällt werden muss. Fakt ist jedoch, dass unabhängig von der geplanten Breite des späteren Schnellweges die Bäume weichen müssen. Denn nur so lassen sich die erforderlichen Baustellenflächen und ihre Zufahrten einrichten. Ein geforderter engerer Querschnitt des Schnellweges würde deshalb nicht dazu führen, dass der derzeitige Baumbestand im Umfeld der Straße erhalten bleibt.

Überdies ist der derzeitige Querschnitt zu eng, um im Ernstfall ein schnelles Vorankommen von Rettungsfahrzeugen zu ermöglichen. Die kritisierten Planungen entsprechend nicht nur den gesetzlichen Vorgaben, sie sind auch in diesem Umfang zur Rettung von Menschenleben erforderlich.

Die niedersächsische Straßenbauverwaltung hat über viele Jahre hinweg eine vorbildliche Bürgerbeteiligung durchgeführt. Die jetzigen Kritiker hatten die Möglichkeit gehabt, ihre Bedenken und Überlegungen einzubringen. Sie haben diese Möglichkeit nicht genutzt.  Auch die Landeshauptstadt Hannover unter dem Oberbürgermeister Belit Onay hat in ihrer Stellungnahme seinerzeit keine entsprechenden Einwände erhoben. Jetzt im Nachhinein sich gegen die Sanierungspläne zu positionieren und zu versuchen, auf den längst abgefahrenen Zug aufzuspringen, stellt reinen Populismus dar.

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