Logo
Diese Seite drucken

Ende einer Ära: Hauke Jagau tritt als Regionspräsident nicht mehr an

(0 Stimmen)
Viele Jahre lang führte Hauke Jagau (hier ein Archivbild) die Region Hannover. Nun will er im nächsten Jahr nicht erneut für das Amt des Regionspräsidenten kandidieren. Jens Schade Viele Jahre lang führte Hauke Jagau (hier ein Archivbild) die Region Hannover. Nun will er im nächsten Jahr nicht erneut für das Amt des Regionspräsidenten kandidieren.

HANNOVER. Die Hannoveraner aus Stadt und Land wählen im nächsten Jahr einen neuen Regionspräsidenten. Doch es werden neue Gesichter auf den Wahlplakaten zu finden sein. Denn der bisherige Amtsinhaber Hauke Jagau (SPD) wird nicht mehr erneut für das Amt des Regionschefs kandidieren. Das gab er heute (23. September) in einer persönlichen Erklärung bekannt.

 „Ich bin jeden Tag gerne Repräsentant und Verwaltungschef der Region Hannover. Ich bin auch nicht amtsmüde. Trotzdem habe ich mich entschieden, im nächsten Jahr zur Kommunalwahl nicht erneut anzutreten“, sagte Jagau laut einer jetzt von seiner Partei verbreiteten Pressemitteilung. „Mein eigener Anspruch war und ist es, immer zur Verfügung zu stehen, wenn ich gebraucht werde“, heißt es dort und weiter: „ Es ist ein Teil von mir, dass ich mich einmische, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas schiefläuft oder besser gehen könnte. Das führt nicht nur zu Harmonie und setzt auch voraus, nicht nur bei Schönwetter sichtbar zu sein. Ich möchte auch weiterhin meine eigenen Erwartungen an die Amtsführung erfüllen. Deshalb habe ich entschieden, am 31. Oktober 2021 aufzuhören und nicht noch eine letzte Runde bis 65 zu drehen‘. Meine Sorge wäre, dass ich meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann.“

 Die Sozialdemokraten in der Region Hannover äußerten ihr Bedauern über diese Entscheidung. Die SPD-Parteivorsitzende Claudia Schüßler: „Hauke Jagau steht wie kaum ein anderer für den Fortschritt und die Verlässlichkeit in unserer Region. Gerade in der Corona-Pandemie hat er sein ganzes Können unter Beweis gestellt und auch in einer solch schwierigen Phase stets den Überblick behalten. Mit einem Bild kann man sagen: Er ist der Kapitän, der auch bei Sturm für uns auf der Brücke steht! Seine Entscheidung – nun nicht erneut zu kandidieren – verdient daher den größten Respekt.“

 Der SPD-Parteivorstand will sich nun auf die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für das Amt des Regionspräsidenten machten.

@StadtReporter. Alle Rechte vorbehalten.