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Fahrradclub spricht sich für die Loccumer Straße als Sackgasse aus

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Die Loccumer Straße im Stadtteil Wülfel leidet unter Durchgangsverkehr Jens Schade Die Loccumer Straße im Stadtteil Wülfel leidet unter Durchgangsverkehr

HANNOVER. Jetzt hat sich der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) offiziell in die Diskussion um die Loccumer Straße in Wülfel eingeschaltet. Ein Vertreter des Clubs nahm kürzlich an der Ortsbegehung mit Anliegern, Bezirksratsmitgliedern und Verwaltungsleuten teil (der Stadtreporter berichtete). Nun übersandte der Radfahrerverein den Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie einigen Anliegern der Straße ein Konzept, wie nach Ansicht der Radlerlobby die Zukunft der Loccumer Straße aussehen könnte.

Der ADFC schlägt gleich ein ganzes Maßnahmebündel vor: Am südlichen Ende soll die Straße zur Sackgasse werden. Statt einer Einmündung in die Straße Am Mittelfeld regen die Radler eine Entsiegelung und die Anlage eines kleines „Dorfplatzes mit Bäumen an. Daneben soll die Claudiusstraße am südlichen Ende einen sogenannten „Modalfilter“ erhalten, den nur noch Fußgänger und Radfahrer passieren können. Um den Gewerbeverkehr durch die Völgerstraße zuleiten, soll diese Route „durch Einengung und Aufpflasterung am Abzweig Völgerstraße sowie Einrichtung einer “abknickenden Vorfahrt” durch Einbau eines Bordsteins auf der Nordseite der Aufpflasterung“ betont werden.

Auf der Oktober-Sitzung des Bezirksrates Döhren-Wülfel hatten die Sozialdemokraten einen Antrag auf Ausweisung der Loccumer Straße als Fahrradstraße und einem Prüfauftrag wegen einer Sperre für den Durchgangsverkehr zurückgezogen, weil sich in der Diskussion im Plenum keine Mehrheit für den Vorstoß abzeichnete. Doch nun erhält die SPD-Fraktion nachträglich Schützenhilfe. Nach Ansicht des ADFC würde eine Fahrradstraße für sich allein zwar nicht viel bringen, aber, so der Radfahrerclub: „Perspektivisch hält der ADFC die Einrichtung einer Fahrradstraße nach baulicher Herausnahme des Schleichverkehrs dennoch für sinnvoll, insbesondere wenn durch eine neue weiterführende Schule noch mehr Radverkehr hinzukommt. Diese sollte in eine Stadtteilroute im Radwegenetz eingebunden sein.“

Die Straßenverkehrsbehörde hat einen Termin für einen weiteren „Runden Tisch“ mit Anliegern und Bezirksratsmitglieder noch in diesem Jahr versprochen. Dann soll weiterdiskutiert werden und vielleicht kommt der Antrag zur Fahrradstraße danach wieder auf die Tagesordnung des Bezirksrates.

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