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Haushaltsplan: Bezirksrat will mehr Geld ausgeben

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Die Stadt soll in der "Neuen Kapelle" auf dem Seelhorster Friedhof ein Kolumbarium bauen - fordert der Bezirksrat Döhren-Wülfel Jens Schade Die Stadt soll in der "Neuen Kapelle" auf dem Seelhorster Friedhof ein Kolumbarium bauen - fordert der Bezirksrat Döhren-Wülfel

HANNOVER. Einen ganzen Strauß von Wünschen hat der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel für den kommenden Zwei-Jahreshaushalt der Stadt Hannover. Extra wegen des neuen Haushaltsplanes 2021/22 trafen sich die Ortspolitiker heute Abend (14. Januar) zu einer Sondersitzung im Saal des Freizeitheims Döhren. CDU, Grüne und SPD brachten eine ganze Reihe von Änderungsanträgen zu dem Verwaltungsvorschlag ein. Dabei ging es um weitere Ausgaben, die die Bürgervertreter für dringend notwendig erachteten. Alle Anträge konnten nach gut zwei Stunden als beschlossen abgehakt werden; die meisten Vorschläge wurden sogar einstimmig abgesegnet; nur in wenigen Fällen konnte die Protokollführerin ledig „mehrheitlich angenommen“ notieren.

Unter den Zusatzwünschen waren wieder viele Evergreens, Anträge, die auch schon in Haushaltsplanberatungen vergangener Jahre zur Debatte standen. Die Forderung nach Geldern für den Neubau des Freizeitheims Döhren brachten sowohl SPD als auch CDU wieder aufs Tapet. Schließlich wurde die Formulierung der Sozialdemokraten zu einem geschlossen angenommenen interfraktionellen Antrag umgewandelt. Auch die von der SPD angeregten Mittel für ein Kinder- und Jugendparlament mündeten ebenso in einem interfraktioneller Antrag wie die Vorschläge der Grünen und der Christdemokraten zu einer weiteren Personalstelle für den DLRG-Jugendtreff. in Wülfel Von Anfang an als gemeinsamer Vorstoß aller Parteien auf die Tagesordnung gebracht waren die Forderungen nach Ausstattung der Politiker mit Tablets und die Fortsetzung des Programms „Ökologische Umgestaltung von Schulhöfen und Spielplätzen“.

Erwartungsgemäß kontrovers wurde hingegen der SPD-Vorstoß diskutiert, im Stadtbezirk Döhren-Wülfel eine IGS zu errichten. Mit Mehrheit, aber gegen die Stimmen der CDU, passierte der Antrag dann aber doch das Gremium. Geschlossen folgte demgegenüber der Bezirksrat einen anderen SPD-Antrag. Die Stadt solle Gelder für den Umbau der Neuen Kapelle des Seelhorster Friedhofes zu einem Kolumbarium bereitstellen. „Der Bedarf ist da und das Vorhaben hat sich nach ein paar Jahren rentiert“, argumentierten die Genossen und überzeugten ihre Mitstreiter.

Weitere finanziellen Forderungen aus dem Bezirksrat:

  • Öffentliches W-Lan in allen städtischen Gebäuden (CDU)
  • Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Wülfel (SPD)
  • Sanierung und Erweiterung der Grundschule Beuthener Straße (CDU)
  • Keine Kürzung der Zuschüsse für den Mittelfelder Verein SchMitt e.V. (Grüne)
  • Unterstützung des sog. Lückekinderprojektes in Mittelfeld (Grüne).

Insgesamt standen 26 Änderungsanträge der Parteien zur Diskussion und Abstimmung.

 

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