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Kopfsteinpflaster, Mehrgenerationen-Spielplatz und „Döhren-Wülfel first“

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Kopfsteinpflaster in Alt-Döhren: Zum wiederholtem Male Thema im Bezirksrat. Jens Schade Kopfsteinpflaster in Alt-Döhren: Zum wiederholtem Male Thema im Bezirksrat.

HANNOVER.  Bunte Themenmischung im November beim Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel. Von Abfall bis Straßenpflaster war alles im Programm.

 In einem interfraktionellen Antrag  forderten die Ortspolitiker auf ihrer Sitzung gestern Abend (7. November) im Freizeitheim, dass der Stadtbezirk zum Modellbezirk für ein Projekt „Gelbe und blaue Tonne statt Säcke“ wird. Der gemeinsame Vorstoß entstand in Abwandelung eines CDU-Antrages aus dem vorangegangen Treffen der Bürgervertreter. Ob das wirklich so passiert? Die Entscheidung dazu liegt beim Abfallwirtschaftsbetrieb Aha.

 Die drei Einzelvertreter von der FDP, den Linken und der PARTEI wollten den Grundsatzbeschluss des Bezirksrates zum Erhalt von Kopfsteinpflasterstraßen kippen. Das hat nicht geklappt. Auch die SPD konnte sich mit einem Änderungsantrag – erst einmal Experten dazu hören – nicht durchsetzen. Mehrheitlich wurde stattdessen ein Änderungsantrag der Grünen angenommen, nachdem im begründeten Einzelfall statt Pflaster auch Asphalt verwendet werden kann.

 Satire? Unter der Überschrift „Döhren-Wülfel first“ forderte der Einzelvertreter der „PARTEI“ die Einverleibung von Teilen des Gebietes des Stadtbezirks Kirchrode-Bemerode-Wülferode. Eine Mehrheit fand der Vorschlag im Gremium aber nicht. Die PARTEI sei ja als Satirepartei angetreten, aber es sei schon schwer, den „Fips Asmussen der Politik im Bezirksrat“ zu spielen, meinte dazu der Fraktionsvorsitzende der SPD. Zumal der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel im Bereich „Realsatire“ schon Spitze sei. „Das will erst einmal getoppt werden.“

 Streit und anschließend ein gemeinsamer Antrag: Die Christdemokraten verlangten, dass der Bezirksrat einen Mehrgenerationen-Spielplatz am Nachbarschaftstreff Mittelfeld fordert. „Das haben wir doch 2016 bereits beschlossen“, sagte die SPD und konterte mit einem Änderungsantrag. Ziel: die alten Pläne sollten nun endlich von der Verwaltung umgesetzt werden. Nach einer längeren Diskussion kamen die Politiker zu dem Schluss, dass ja eigentlich alle dasselbe wollten und so wurde letztendlich ein interfraktioneller Antrag  zum Thema verabschiedet. Das Rathaus soll nun Vorschläge machen, wie das Ganze bezahlt werden kann.

 Einstimmig ohne Streit wurde hingegen ein SPD-Vorschlag beschlossen. Die Verwaltung wurde gebeten, „zu prüfen, ob es möglich ist, die Verkehrsinsel Brückstraße in Höhe der "Döhrener Masch" im Randbereich mit solarbetriebenen LED-Leuchten auszustatten.“  Begründung:  Die Verkehrsinsel sei bei Dunkelheit nicht besonders gut zu erkennen.

 

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