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Noch einmal: Polleralarm im Bezirksrat

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Eine Anwohnerinitiative wendet sich gegen die Poller, andere Anlieger sind froh darüber: Absperrmaßnahmen in der Güntherstraße Jens Schade Eine Anwohnerinitiative wendet sich gegen die Poller, andere Anlieger sind froh darüber: Absperrmaßnahmen in der Güntherstraße

HANNOVER. Schon wieder war die Güntherstraße Gegenstand hitziger Diskussionen im Bezirksrat: In der Juli-Sitzung des Gremiums im Freizeitheim Döhren gab es erneut Polleralarm: Die CDU-Fraktion brachte das Thema mit einer Anfrage und einem Antrag für eine Ortsbegehung wieder auf die Tagesordnung. Doch der Antrag der Christdemokraten auf einen Termin vor Ort wurde von allen anderen Parteien abgelehnt. Die Verwaltung war längst vor Ort gewesen und hatte sich die Sache angeschaut. Und wir haben uns die Poller auch schon angesehen“, lauteten die Gegenargumente.

 Wie berichtet, hatte die Stadt einen kaputtgefahrenen Grünstreifen und den östlichen Fußgängerweg mit Pollerstangen abgesperrt, weil immer wieder dort Autos illegal geparkt wurden. Während die CDU darauf hinwies, dass die Anlieger durch die Stangen das Straßenbild für verschandelt hielten, meldete sich ein Bewohner der Güntherstraße in der bürgerfragestunde zu Wort. Er begrüßte demgegenüber die Poller, weil offenbar nur so das wilde Parken zu verhindern sei.

 Ebenfalls zum wiederholten Male Thema im Bezirksrat: Die Baupläne für die Brachfläche an der Hildesheimer Straße an der Stadtgrenze zu Laatzen. Der Investor bekam Gelegenheit, seine Pläne für das Gelände schräg gegenüber der Haltestelle „Am Brabrinke“ vorzustellen. Er signalisierte den Pächtern der dortigen Gärten ein gewisses Entgegenkommen, doch die Laubenpiper wollen ihr Grabeland stattdessen lieber behalten und nicht weichen. Trotz des Einwandes eines der Gärtner, dass er dort offiziell gemeldet sei, betonte eine Vertreterin der Verwaltung: „Wohnung ist dort baurechtlich illegal.“ Ein Bebauungsplan für das Gebiet befindet sich im Aufstellungsverfahren. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung werden alle Einwohner Gelegenheit haben, ihre Ansicht zu den Plänen zu äußern. Die letzte Entscheidung liegt aber beim Rat der Stadt; der Bezirksrat muss lediglich zuvor angehört werden.

 

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