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Politiker diskutierten über kaputte Zäune, über Verkehrsrowdys in der Olberstraße bin hin zu einem eingeschränkten Halteverbot und der Zukunft des Freizeitheims

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Überflüssig? Halteverbot in der Helenenstraße in Döhren Jens Schade Überflüssig? Halteverbot in der Helenenstraße in Döhren

HANNOVER. Loch im Zaun zum Zweiten. Weil die Fraktion der Grünen in der Septembersitzung des Bezirksrates eine besondere Dringlichkeit der Sache verneinte, kam der SPD-Antrag nun erst im Oktober zur Abstimmung in der Bürgervertretung. Die Sozialdemokraten hatten eine Gefahrenquelle im Stadtteil Seelhorst ausgemacht. „An mehreren Stellen ist der Zaun am Bahndamm Hoher Weg vollständig offen. Dadurch könnten z.B. spielende Kinder die Gleisflächen ohne Hindernisse betreten. Die Bahnstrecke hat an dieser Stelle sehr viele Gleise mit starkem Zugverkehr“ heißt es in dem einstimmig beschlossenen Antrag, in dem nun die Stadt aufgefordert wurde, „sofern sie Eigentümerin des betreffenden Grundstücks ist, die sofortige Reparatur des Zaunes am Bahndamm Hoher Weg zu veranlassen; andernfalls die Deutsche Bahn aufzufordern, ihre Gleisanlagen unverzüglich wieder zu sichern.“ Doch die Deutsche Bahn hat bislang auf einen Vorstoß der Stadt noch nicht reagiert.

Ein weiteres Thema der Sozialdemokraten: Das eingeschränkte Halteverbot in der Helenenstraße (Döhren). „Die Verwaltung wird gebeten, das in der Helenenstraße vor den ehemaligen Redaktionsräumen des Maschseeboten angeordnete zeitweise eingeschränkte Halteverbot (Zeichen 286 StVO) zu überprüfen und ggf. das entsprechende Verbotsschild zu entfernen“, beschloss auf ihren Vorschlag hin der Bezirksrat bei nur einer Gegenstimmen des Linken-Einzelvertreters. Das zeitweise eingeschränkte Halteverbot wurde seinerzeit angeordnet, um die Belieferung der Redaktionsräume des Maschseeboten zu gewährleisten. Nachdem die Redaktion verlegt wurde, könnte möglicherweise, so die SPD, das Verbot aufgehoben werden.

„Anwohner der Olbersstraße beobachten schon länger regelmäßige schnelle Durchfahrten durch die Olbersstraße sowohl von Pkw‘s als auch von Motorrädern bis in die späten Nachmittagsstunden hinein. Dadurch kam es nach den Beobachtungen der Anwohner zu sehr gefährlichen Situationen: u.a. auch für die Schulkinder der Heinrich-Wilhelm-Olbers-Grundschule“, berichte Rainer Zitzke (SPD) und stellte für seine Fraktion den Antrag, „Die Verwaltung wird gebeten, zeitnah Maßnahmen zu prüfen, um den Verkehr in der Olbersstraße zu beruhigen; insbesondere das zu schnelle Fahren zu unterbinden und bei der Planung auch die Anlieger der Straße mit einzubeziehen.“ Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

„Entlang des Lenzbergweges sind die Bebauungspläne 1105 (südlich der Bahnlinie bis an die Wohnbebauung Johannisbleek bzw. den Südschnellweg) und 1109 (nördlich der Bahnlinie bis an die Eilenriede) rechtsverbindlich. In den beiden Geltungsbereichen sind neben der Verkehrsfläche des Lenzbergweges nur Dauerkleingärten und eine Erwerbsgärtnerei zulässig. Die Grundstücke zwischen den Wohngebäuden an der Köcherstraße und dem Lenzbergweg gehören nicht zum Geltungsbereich des B-Plans 1109. Hier ist die Zulässigkeit von Bauvorhaben nach § 35 (Außenbereich) zu bewerten. Wohnungsbau oder Gewerbebau sind daher auf diesen Grundstücken unzulässig. Der behördenverbindliche Flächennutzungsplan (vorbereitende Bauleitplanung) weist für alle Flächen entlang des Lenzbergweges "Kleingartenfläche" aus“, erfuhren die Bezirksratsmitglieder daneben auf eine Anfrage der CDU-Fraktion

Die Grünen beschäftigten sich in einer Anfrage mit dem Freizeitheim Döhren. Sie wollten wissen, wie es nach der jetzt erfolgten Bürgerbeteiligung weitergeht. „Die Kosten für den Neubau des Stadtteilzentrums Döhren/Wülfel mit Jugendzentrum, Stadtteilbibliothek und Bürgeramt wurden im Investitionsmemorandum 500+ berücksichtigt. Die Durchführung des Beteiligungsverfahrens ist eine vorbereitende Maßnahme zur Umsetzung des Ratsauftrags. Zum konkreten Zeitpunkt einer möglichen Umsetzung wird die Verwaltung nach Auswertung der Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens und nach Klärung aller weiteren Rahmenbedingungen eine entsprechende Drucksache vorlegen. Konkrete Überlegungen oder gar Entscheidungen zu einem möglichen Standort des neuen Stadtteilzentrums gibt es derzeit noch nicht. Im Beteiligungsverfahren werden u.a. Fragen zum Stadtteil und damit zum optimalen Standort eines Stadtteilzentrums und dessen ortsspezifischen Voraussetzungen gestellt“, antwortete die Stadt.

Außerdem auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossen: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob es an der Leineinsel Standorte gibt, an denen weitere Sitzbänke mit Papierkörben aufgestellt werden können.

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