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Südschnellweg: Planfeststellungsbeschluss liegt in Kürze aus

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Statt auf einer Brücke soll der Verkehr entlang der Willmerstraße in Zukunft in einem Tunnel durch Döhren fließen Jens Schade Statt auf einer Brücke soll der Verkehr entlang der Willmerstraße in Zukunft in einem Tunnel durch Döhren fließen

HANNOVER. Die Neubaupläne für den Südschnellweg zwischen den hannoverschen Stadtteilen Döhren und Ricklingen sind nun einen Schritt weiter. Die Region Hannover als zuständige Behörde hat jetzt einen sogenannten Planfeststellungsbeschluss erlassen. Dieser Beschluss und die dazugehörigen Unterlagen liegen in der Zeit vom 28. Oktober 2021 bis zum 10. November 2021 in der Bauverwaltung der Landeshauptstadt Hannover und im Rathaus der Stadt Hemmingen zur Einsicht aus. Auch im Internet können die Dokumente unter www.hannover.de/Bekannmachungen und https://uvp.niedersachsen.de aufgerufen werden.

Das Bauvorhaben für die Bundestraße 3 reicht vom Landwehr-Kreisel im Westen bis zum Trog der Eisenbahnbrücken im Osten. Vier von neun der Südschnellwegbrücken auf dieser Strecke werden nicht mehr lange den Verkehr verkraften können, sie weisen, wie es im Amtsdeutsch heißt, „hohe Tragfähigkeitsdefizite“ auf. Ersatzneubauten sind deshalb erforderlich.

Insbesondere Döhren gewinnt durch die Pläne: Im Bereich Hildesheimer Straße und der Willmerstraße wird die B 3 zukünftig in einem innerstädtischen Tunnel verlaufen. Dies dürfte vermutlich auch zu Wertsteigerungen bei den alten Wohnhäusen (erbaut um die Wende zum 20. Jahrhundert und kurz danach) entlang der Willmerstraße führen. Bislang rauschten die Autos dort quasi durchs Wohnzimmer.  Mit einer unterirdischen Bundesstraße lässt es sich hier in Zukunft gemütlicher und ruhiger wohnen.

„Die Region Hannover hat dem Träger der Straßenbaulast – Bundesrepublik Deutschland vertreten durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – in ihrem lanfeststellungsbeschluss umfangreiche Auflagen insbesondere zum Naturschutz und zur Landschaftspflege, zum Schutz der Oberflächen- und Grundwasserkörper, zum Artenschutz, zum Hochwasserschutz, zum Bodenschutz, zum Schutz der Nachbarschaft vor Bau- und Betriebslärm während der Bauphase, zum Denkmalschutz und zur Begrenzung von zeitweisen und dauerhaften Flächeninanspruchnahmen erteilt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Behörde.

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