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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 25.Januar 2021

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover © Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Reiseverkehr in den Harz an diesem Wochenende vorbildlich Bundespolizeiinspektion Hannover sehr zufrieden mit Einsatz auf den erixx-Zügen

Nach dem letzten Wochenende, an dem die erixx-Züge zwischen Hannover und Bad Harzburg mehr als ausgelastet waren, war dieses Wochenende ein "ganz Normales". Die Bundespolizeiinspektion hatte in Absprache mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen erixx die relevanten Züge an den Vormittagen und Nachmittagen durch Polizeibeamte begleitet, um Szenarien wie am letzten Wochenende zu unterbinden.

Dort war es neben überfüllten Zügen zu Alkoholkonsum, Beleidigungen und Nötigungen gegenüber dem Zugpersonal durch Tagesausflügler gekommen. Laut Berichten der eingesetzten Beamten zwischen Hannover und Bad Harzburg verliefen die Fahrten unauffällig bei relativ geringer Zugauslastung.

Die Reisenden verhielten sich in der Masse vorbildlich - Abstände wurden eingehalten, Mund-Nasenschutz getragen und kein Essen zu sich genommen. Genuss von Alkohol wurde nicht erkannt. Vielleicht hat das im Gegensatz zum letzten Wochenende eher trübe Wetter oder die bundesweit angekündigte Polizeipräsenz zu diesem zufriedenstellenden Ergebnis geführt.

 

Marienwerder: Wer hatte Grün? Polizei sucht Zeugen zu einem Unfall

Zur Aufklärung eines Verkehrsunfalls mit einem leicht verletzten Autofahrer (64 Jahre alt) am Samstag, 23.01.2021, gegen 15:45 Uhr bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. An der Einmündung der Stöckener Straße zur Bundesstraße (B) 6 kam es zu einem Zusammenstoß zweier Pkw, wobei beide Fahrer angaben, bei Grün gefahren zu sein.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover fuhr ein Volvo XC 40 auf der B 6 aus Garbsen kommend in Richtung der hannoverschen Innenstadt.

Zur gleichen Zeit fuhr ein Audi Q3 aus Letter kommend auf der Stöckener Straße und bog nach links auf die B 6 ein, um seine Fahrt in Richtung Garbsen fortzusetzen. Im Einmündungsbereich stießen beide Autos zusammen, wodurch der 64-jährige Audi-Fahrer leicht verletzt wurde. Ein Rettungswagen transportierte den Senior in ein Krankenhaus. Im Audi befanden sich neben ihm seine 59-jährige Frau und ein Kind (5 Jahre). Sie blieben wie der 22-jährige Volvo-Fahrer unverletzt. Der Geländewagen der Marke Audi war nicht mehr fahrbereit. Die Polizei schätzt den Schaden insgesamt auf etwa 14.000 Euro. Während der Unfallaufnahme wurde der Verkehr im Wechsel an der Unfallstelle vorbei geleitet. Es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang und zur Ampelschaltung geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter Telefon 0511 109-1888 zu melden. Hilfreich sind insbesondere die Angaben eines derzeit unbekannten Ersthelfers.

 

Partys mit Corona- und Drogenverstößen

Am vergangenen Wochenende ist die Polizei Hannover verschiedenen Hinweisen auf illegale Partys und dem Konsum von Betäubungsmitteln nachgegangen. In einer Kleingartenkolonie und in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses trafen die Beamten jeweils sieben Personen an, die gemeinsam Alkohol und Drogen konsumierten.

In Döhren wurde eine Wohnung eigens zum Zweck einer gemeinsamen Feier angemietet. Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Döhren gab es am Freitagabend, 22.01.2021, gegen 20:55 Uhr einen Hinweis auf eine Corona-Party mit mindestens zwölf Teilnehmern in einer Gartenkolonie im hannoverschen Seelhorst. In einer Gartenlaube nahe der Straße Döhrbruch stellte die Polizei sieben männliche Personen fest, die gemeinsam Marihuana konsumierten.

Sie leitete gegen die Feiernden (19, 18, 18, 18, 18, 17 und 17 Jahre alt) Ermittlungen ein wegen Verstöße gegen das Betäubungsmittel- sowie gegen das Infektionsschutzgesetz. Durch die Polizei wurde die Party beendet und die Eltern benachrichtigt.

Am Samstag, 23.01.2021, löste die Polizei in Linden-Nord eine weitere lautstarke Corona-Party an der Nedderfeldstraße auf. Gegen 22:20 Uhr ging ein entsprechender Hinweis ein, dem die Polizei nachging. In der Wohnung einer 28-jährigen Frau trafen sie auf insgesamt sieben Personen (35, 31, 30, 25, 19 sowie 19 Jahre alt) sowie eine Indoor-Plantage mit fünf großen Marihuana-Pflanzen.

Aufgrund der Verstöße gegen die aktuell geltende Corona-Verordnung wurden sieben Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Vier Personen entließ die Polizei nach Abschluss der Maßnahmen. Die Wohnungsmieterin und ihre zwei männlichen 35- und 31-jährigen Mitbewohner müssen sich jedoch wegen des illegalen Anbaus von Betäubungsmitteln verantworten. Bei einer weiteren Ruhestörung aufgrund einer Feier am heutigen Sonntagmorgen, 24.01.2021, um 06:10 Uhr suchten Polizeibeamte eine Wohnung an der Brückstraße in Döhren auf.

In der angemieteten Wohnung lösten sie eine Party mit acht Personen auf, die Feiernden versuchten zunächst zu fliehen oder versteckten sich vor der Polizei. Keiner der anwesenden Männer und Frauen (27, 26, 24, 25, 28, 22, 21 und 21 Jahre alt) trug eine vorgeschriebene Mund-Nase-Bedeckung.

Sie alle stammten aus verschiedenen Haushalten in Hannover und wurden aus der Wohnung verwiesen. Wegen der Verstöße gegen die gültige Corona-Verordnung leitete die Polizei entsprechende Verfahren ein. Die 50-jährige Vermieterin hatte die Wohnung nach eigenen Angaben zu Fortbildungszwecken vermietet. Zunächst wird jedoch auch sie sich wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten müssen.

 

Lehrte: Männer überfallen Dunkelhäutigen, Polizei sucht Zeugen

Beim Einsteigen in eine S-Bahn der Linie S3 am Hauptbahnhof Hannover haben Unbekannte am Freitag, 22.01.2021, gegen 19:35 Uhr einen dunkelhäutigen Mann wegen seiner Hautfarbe mehrfach beleidigt. Nach seiner Ankunft in Lehrte griffen vermutlich dieselben Personen den 25-Jährigen an und verletzten ihn durch Schläge und Tritte leicht. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizeidirektion Hannover bestieg der dunkelhäutige Mann am Freitag gegen 19:35 Uhr am Hauptbahnhof Hannover eine S-Bahn in Richtung Hildesheim. Bereits im Eingangsbereich der von ihm genutzten Tür hielt sich eine vier-köpfige Personengruppe auf, die ihm zunächst keinen Platz machte.

Nachdem der 25-Jährige die Gruppe hinter sich ließ, beleidigte ihn einer der drei anwesenden Männer mit den Worten "Scheiß Schwarzer!". Nachdem der Beleidigte sich umdrehte, um sie zur Rede zu stellen, sagte ein anderer aus der Gruppe heraus: "Verpiss dich, du Nigger!" Die einzige Frau aus der Gruppe versuchte, die verbale Auseinandersetzung zu unterbinden. Um eine Eskalation zu vermeiden, entfernte sich der Dunkelhäutige von der Gruppe und setzte sich abseits hin. In Lehrte stieg der 25-jährige Mann an einer anderen Tür aus und entfernte sich zu Fuß vom Bahnhof. Währenddessen hörte er Musik über seine Kopfhörer. Noch auf der angrenzenden Poststraße - kurz hinter dem Postgebäude - erhielt er überraschend einen starken Schlag von hinten in den Nacken, sodass er zu Boden ging.

Mindestens drei verschiedene Personen traten dann mehrfach gegen seinen Körper, wobei sie ihn mehrfach beleidigten. Sie entfernten sich im Anschluss in eine unbekannte Richtung. Der Verletzte erstattete noch am Abend Strafanzeige beim Polizeikommissariat Lehrte. Der Angegriffene geht davon aus, dass es sich bei seinen Peinigern um die Männer aus dem Zug handelt. Die drei Männer sollen etwa 1,90 Meter groß sein mit einer kräftigen bis dicken Statur. Alle trugen dunkle Kleidung sowie Mützen und je eine dunkle Mund- und Nasenbedeckung aus Stoff. Ihr Alter wird geschätzt auf 30 bis 40 Jahre. Die Frau in der Gruppe trug ebenfalls dunkle Kleidung und Mund- und Nasenbedeckung. Das Polizeikommissariat Lehrte leitete Ermittlungen wegen Volksverhetzung sowie wegen einer gefährlichen Körperverletzung gegen die gesuchten Männer ein. Die Kriminalpolizei Hannover sucht nun Zeugen zu beiden Vorfällen. Wer kann Hinweise zur Identität der gesuchten Personen geben und zur Aufklärung der Sachverhalte geben? Zeugen werden gebeten, sich an den Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

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