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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 10.Oktober 2020

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Blick auf das Messegelände Hannover (C) Ulrich Stamm Blick auf das Messegelände Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER

Michael Rose soll neuer Geschäftsführer der Metropolregion werden

Der Aufsichtsrat der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH hat sich an diesem Freitag in einer Videokonferenz darauf verständigt,  Michael Rose zum Geschäftsführer zu bestellen.

Rose übernimmt die Position in Nachfolge von Raimund Nowak, der seit der Gründung der Metropolregion GmbH Teil der Geschäftsführung war. Nowak geht in den Ruhestand. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, Ulrich Markurth, dankte Nowak für seine Impulse, die er der Metropolregion gegeben hat. „Raimund Nowak hat zur Profilbildung der Metropolregion beigetragen und besonders die Elektromobilität vorangetrieben. Dafür gebührt ihm Anerkennung“, sagte Markurth.

Für den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden, Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, soll eine starke Metropolregion in Zukunft noch intensiver dazu beitragen, die „wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Metropolregion national und international zu sichern“. „Mit Michael Rose holen wir einen erfahrenen Manager mit internationalem Background in die Geschäftsführung, der viele Erfolge in der Projektarbeit sowie in der Verbands- und Öffentlichkeitsarbeit nachweisen kann“, sagte Onay.

Michael Rose ist bei der Deutschen Messe AG angestellt und wird die Aufgaben bei der Metropolregion neben seiner Tätigkeit bei der Messegesellschaft übernehmen. Die Geschäftsführung ist gleichberechtigt mit Kai Florysiak, seit 2013 Geschäftsführer der Gesellschaft. Gemeinsam sollen die Aufgaben der Metropolregion in naher Zukunft geschärft werden. Die neue Geschäftsführung wird ein Arbeitsprogramm für die nächsten fünf Jahre erarbeiten und den Gremien vorschlagen.„Metropolregionen sind aus der Idee eines starken Europas mit vielfältigen regionalen Identitäten entstanden. Mit unserer Metropolregion stärken wir unseren Stellenwert in Deutschland und in Europa und sichern Arbeitsplätze, Innovationen und Zukunftsperspektiven“, beschreibt Michael Rose die Akzente, die er in den kommenden Monaten setzen möchte.In der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg leben rund vier Millionen Menschen auf einer Fläche von 19.000 km². Das Gebiet reicht vom Heidekreis im Norden über Nienburg (Weser) und das Schaumburger Land bis zur hessischen Landesgrenze und dem Harz sowie den Landkreis Helmstedt. Es sind in erster Linie die wirtschaftliche Stärke, die exzellente Wissenschaftslandschaft und die Lage an bedeutenden europäischen Verkehrsachsen, die die Region um die Städte Hannover, Braunschweig, Göttingen und Wolfsburg zur Metropolregion von europäischer Bedeutung machen.

Die Metropolregion hat sich als Entwickler, Träger und Partner von innovativen Projekten auf der regionalen, nationalen und internationalen Ebene etabliert. Mobilität, Gesundheitswirtschaft und Standortmarketing wurden als zentrale Handlungsfelder der Metropolregion GmbH definiert. Der Fokus liegt auf Internationalisierung und Wissensvernetzung. Aber auch die Verbesserung der Stadt-Land-Kooperation ist ein wesentliches Element der Arbeit der Metropolregion.

 

Dokumentation zur Sahlkamp-Galerie eröffnet

Den Sahlkamp und Vahrenheide künstlerisch nach vorne bringen - das ist die Idee der Sahlkamp-Galerie. Ein Zeichen zu setzen über die Stadtteile hinaus und aufzuzeigen, welche Potenziale und Talente in ihnen stecken. Seit Juni und noch bis Ende Oktober 2020 ist im Stadtteil Sahlkamp diese größte Open-Air-Galerie Hannovers zu sehen. Die Künstler Sergen Pasalilar (Malerei) und Dr. Wjahat Waraich (Fotografie) zeigen dort im Rahmen der Ausstellung „Grenzgänger“ auf 39 großformatigen Bannern ihre Arbeiten. Heute haben beide gemeinsam mit Bürgermeisterin Regine Kramarek und Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg eine Dokumentation zur Sahlkamp-Galerie im Bürgersaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, eröffnet. Sie ist dort bis zum 27. Oktober ausgestellt.

Die Dokumentation führt die Besucher*innen in einem Rundgang durch die Geschichte der Sahlkamp-Galerie – von der Idee über die Umsetzung bis zum Fazit. Sie zeigt nicht nur die in der Open-Air-Galerie ausgestellten Werke, sondern auch Fotos von den begleitenden Aktionen. Teil des Begleitprogramms waren Führungen durch die Galerie und Workshops, etwas zur Malerei mit Kindern der Grundschule Hägewiesen. Vor der Kulisse der Galerie gab es Begegnungen und Gespräche und ein „Büro im Grünen“ des Stadtteiltreffs Sahlkamp. Es entstanden künstlerische Werke und Riesenseifenblasen und es wurde mit Lehrer*innen über Bildungsgerechtigkeit gesprochen. Aber nicht nur vor Ort war und ist die Sahlkamp-Galerie ein gefragter Treffpunkt, auch in der digitalen Welt ist sie verortet. Auf dem Instagram-Kanal @sahlkampgalerie zeigen die Künstler Malereien, Zeichnungen und Fotografien, die Menschen zum Thema „Lieblingsorte im Sahlkamp und in Vahrenheide“ einsenden. Den Statements und Interaktionen ist ein Teil der Dokumentation gewidmet, so ist das Lob von „Steffi“ via Instagram zu lesen: „Ich finde es toll…danke für Euer Engagement…das macht die Welt ein bisschen schöner“.

Diesem positiven Fazit schließen sich die Künstler Pasalilar und Waraich an: „Als Künstler sind wir zufrieden mit der Sahlkamp-Galerie, mit dem Verlauf und der Unterstützung der Stadtteilkultur der Landeshauptstadt Hannover. Und vor allem sind wir überwältigt vom positiven Feedback vieler Menschen. Kunst und Kultur sind wesentlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit diesem Projekt konnten wir einiges dazu beitragen, worauf wir stolz sind.“

Die Künstler

Dr. Wjahat Waraich und Sergen Pasalilar sind im Sahlkamp und in Vahrenheide aufgewachsen, leben dort und sind fest mit den Stadtteilen verwurzelt.

Dr. Wjahat Waraich

Wjahat Ahmed Waraich wurde 1987 als ältestes von fünf Kindern in Hannover geboren. Seine Eltern flohen in den 1980er Jahren aufgrund religiöser Verfolgung aus Pakistan und erhielten in Deutschland Asyl. Er wuchs in einfachen Verhältnissen in Sahlkamp und Vahrenheide auf, besuchte die Fridtjof-Nansen-Schule, die Orientierungsstufe Sahlkamp sowie die Herschelschule in Hannover. Dort legte er sein Abitur als einer der Jahrgangsbesten ab. Er erhielt eine Auszeichnung für Zivilcourage und den Herschelpreis. Im Anschluss studierte er Medizin an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, erhielt ein Stipendium und schloss sein Studium sowie die Promotion mit Bestnoten ab. Wjahat Waraich hat damit als erste Person aus seiner Familie einen akademischen Abschluss erreicht. Bereits als Student engagierte sich Wjahat ehrenamtlich in Afrika und Asien. Seit 2010 hielt er sich mehrmals in der Republik Bénin, São Tomé und Príncipe, Indien und Pakistan auf, um die Bewohner*innen vor Ort unentgeltlich medizinisch zu versorgen. Während dieser Aufenthalte begann er, seine Eindrücke zu dokumentieren und die Menschen in ihrer Lebenswelt zu fotografieren. Wjahat Waraich arbeitet als Krankenhausarzt in der Gynäkologie und Geburtshilfe und lebt im Sahlkamp. Er spricht von „meinen Kiez“, wenn es um Sahlkamp und Vahrenheide geht.

Sergen Pasalilar

Sergen Pasalilar wurde 1999 als jüngstes von fünf Kindern in Bremen geboren. Seine Eltern siedelten in den 1970er Jahren aus der Türkei nach Deutschland um. Er ging in Bremen zur Grundschule und zog im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Vahrenheide. Dort besuchte er die IGS Vahrenheide/Sahlkamp und legte anschließend sein Abitur an der gymnasialen Oberstufe der IGS Büssingweg ab. Für besondere Leistungen im Fach Deutsch wurde er im Rahmen seines Abiturs geehrt. Ab der siebten Klasse nahm er regelmäßig an Theater-AGs teil und ist seit vielen Jahren als Statist an der Jungen Oper sowie der Staatsoper Hannover engagiert. Bereits als Kind begann er DVD-Cover abzuzeichnen und entwickelte daraufhin ein großes Interesse an Kunst. Sergen Pasalilar malt leidenschaftlich abstrakt expressionistisch mit Öl und Acryl meist auf Leinwand und findet so einen Ausdruck für seine Art des Sehens, Denkens und Fühlens. Er ist Mitglied in der Kestnergesellschaft und bei den Jungen Freunden des Sprengel Museum Hannover. Seit 2019 studiert er Rechtswissenschaften an der Leibniz Universität in Hannover und lebt in Vahrenheide.

Die Sahlkamp-Galerie

Die Galerie ist in Zusammenarbeit mit dem Bereich Stadtteilkultur entstanden, die die Menschen in vielfältiger Form dabei unterstützt, Ideen umzusetzen. Gemeinsam mit der professionellen Kuratorin Maya Brockhaus und den Künstlern wurde die Idee der Outdoor-Galerie erarbeitet. Sie bildet den Auftakt für weitere Kunstprojekte in den beiden Stadtteilen.

 

Neues Fitnessgerät lädt zum Sport im Wald ein

Ein neues Fitnessgerät in der Eilenriede lädt seit heute (9. Oktober) zum Sport ein. Die neue Anlage am Rodelberg nahe Kleestraße ersetzt ein altes Spielgerät auf dem Spielplatz, das in die Jahre gekommen war. Die moderne Gerätekombination ist zum Klettern, für Krafttraining und zum Balancieren geeignet und kann von jüngeren und älteren Menschen gleichermaßen genutzt werden. Die Kosten für das neue Fitnessgerät, das in den vergangenen vier Wochen aufgebaut wurde, betrugen rund 37.000 Euro.

Die neue Anlage ergänzt die bereits in der Eilenriede vorhandenen sportlichen Angebote: Die nördliche Eilenriede bietet Trainingsmöglichkeiten für Sportbegeisterte am „Fitnessparcours Lister Turm“ (Eröffnung 2019), Trimm-Dich-Pfad (Überarbeitung in 2019), auf Inliner-Strecken sowie mehrere Laufstrecken. Die benachbarte südliche Eilenriede bietet ebenfalls vielfältige Anlaufstellen für Freizeitsportler*innen: Lauf- und Inliner-Strecken, die „Fitnesswiese am Schmachteberg“ und den Mountainbike-Parcours. „Gerade für Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor geschlossene Räume meiden möchten, können diese Einrichtungen in Hannovers Stadtwald kostenlose Alternativen zum Sporttreiben sein“, betonte Beate Butsch, Leiterin des Bereichs Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz (im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün), bei der offiziellen Freigabe der Anlage nahe dem Pferdeturm.

 

Veranstaltungsreihe "Klartext" des Kommunalen Senioren Service (KSH) zum Thema Altersarmut

Was bedeutet Altersarmut für die Betroffenen? Gibt es trotzdem eine positive Lebensqualität und Chancen, die Situation zu beeinflussen? Diese und weitere Fragen stehen auf der Agenda der Veranstaltungsreihe "Klartext" zum Thema "Altersarmut" des Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH). Der Termin findet am 20. Oktober um 15 Uhr im Veranstaltungszentrum des KSH, Ihmepassage 5 (Eingang Blumenauer Str.), statt. Mit dabei sind die Expert*innen Dr. Claudia Vogel vom Deutschen Zentrum für Altersfragen und der Philosoph Prof. Dr. Peter Nickl. Die Moderation übernimmt die Journalistin und Schauspielerin Hanna Legatis. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist unter Telefon 168-45195 erforderlich. Gegen 16.30 Uhr endet die Veranstaltung. 

 

Stadionbad bleibt am 25.Oktober geschlossen

Am Sonntag, den 25. Oktober findet zwischen Waspo98 und Spandau Berlin der "Wasserball-Supercup" statt. Das Stadionbad und die Sauna bleiben daher an diesem Tag für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen.

 

Ab Montag Online-Terminvergabe in der Ausländerbehörde möglich

Zur besseren und effizienteren Erledigung von Vorsprachen bei der Ausländerbehörde der Landeshauptstadt Hannover und insbesondere um die Wartezeit für Kund*innen vor und im Gebäude des HannoverServiceCenters (HSC) drastisch zu reduzieren, wird in der kommenden Woche ein Formular online geschaltet, mit dem sich Kund*innen zeitnah eine Zugangsberechtigung für das HSC geben lassen können.

Seit dem 3. August hat die Ausländerbehörde der Landeshauptstadt Hannover unter Beachtung geltender Infektionsschutzregeln neben der Beratung ihrer Terminkund*innen etwa 4.500 spontane Vorsprachen ermöglicht. Kund*innen ist damit die Möglichkeit gegeben worden, in kleinen Gruppen eigens umgestaltete Wartebereiche zu betreten und ohne vorherige Anmeldung Angelegenheiten zu erledigen, wenn auch unter Inkaufnahme von Wartezeit. Nur sehr wenige Städte in Deutschland haben einen vergleichbaren Service angeboten.

Zu Verbesserung der Wartesituation sind ab kommender Woche, 12. Oktober, keine spontanen Vorsprachen mehr möglich. Kund*innen können sich stattdessen im Internet für eine Vorsprachemöglichkeit in der Folgewoche zu registrieren. Das übersichtliche Formular ist über die Webseite der Ausländerbehörde der Landeshauptstadt Hannover erreichbar, www.hannover-abh.de , Kund*innen vor Ort werden entsprechend informiert. Es ist damit zu rechnen, dass die Nachfrage das vorhandene Angebot noch einige Zeit lang übersteigen wird. Durch diese Maßnahme kann jedoch auch die Bedienkapazität leicht erhöht werden, damit können weitere Ressourcen in die Abarbeitung der Coronarückstände investiert werden.

„Hannover hat als eine der ersten Städte überhaupt ihre Ausländerbehörde für Spontankund*innen wieder geöffnet. Angesichts des enormen Andrangs erfolgte diese Öffnung allerdings unter für die Kund*innen sehr schwierigen und belastenden Rahmenbedingungen. Mit der neuen Onlineterminvergabe schaffen wir ein Angebot, um die Schlangen in Regen, Kälte und Nachtzeiten vor der Ausländerbehörde zukünftig zu vermeiden. Wir arbeiten fortlaufend an einer weiteren Optimierung des Systems“, sagt dazu der zuständige Finanz- und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe.

Dass Bereiche mit starkem Publikumsverkehr nur nach vorheriger Anmeldung betreten werden können, hat sich sowohl im Arbeitsablauf als auch aus Infektionsschutzgesichtspunkten und zur Einhaltung geltender Corona-Regeln bereits in anderen Servicebereichen als sinnvoll erwiesen. Mit der Entwicklung und Onlinestellung der EDV-gesteuerten Lösung für Kund*innen der Ausländerbehörde agiert die Stadt damit einerseits unter Beachtung der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen verantwortungsvoll und kann gleichzeitig die Warte- und Bedienzeiten für ihre Kund*innen verbessern.

 

Hinweis zur Website: www.hannover-abh.de ist der Internetauftritt der Ausländerbehörde, der weiterführende Pfad zur Terminbuchung ist erst ab Montag, 12.Oktober geschaltet.

 

Sperrung in der Straße Am Lindener Hafen

Die Straße Am Lindener Hafen erhält im Bereich der WABCO eine neue Fahrbahndecke und ist deshalb von Montag (12. Oktober) bis voraussichtlich Donnerstag (15. Oktober) in diesem Teilabschnitt für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Das westliche WABCO-Gelände kann von Norden her erreicht werden. Die Umleitung für den Durchgangsverkehr verläuft in Richtung Norden über die Fössestraße und den Westschnellweg (B6) und in Richtung Süden über die Zimmermannstraße und den Westschnellweg (B6). An der Kreuzung Fössestraße werden Rad- und Gehwege umgeleitet.

 

Kriminalitätsverteilung in Hannover 2015 bis 2019 – Vorstellung des dritten Sicherheitsberichts 

In diesem Jahr veröffentlichen Polizei und Stadt Hannover bereits zum dritten Mal den Sicherheitsbericht für die Landeshauptstadt. Dabei werden die aktuellen Kriminalitätszahlen – aufgeschlüsselt für die Stadtteile – für das Jahr 2019 präsentiert. Damit setzen beide Institutionen ihren Weg einer größtmöglichen Transparenz sowie eines intensiven Austauschs mit kommunalen Gremien fort.

Für das Jahr 2019 sind die Fallzahlen der gesamten Straftaten für die Landeshauptstadt Hannover im Vergleich zum Jahr 2018 leicht zurückgegangen. Damit setzt sich ein rückläufiger Trend fort, der seit dem Jahr 2016 festzustellen ist.

Im Jahr 2019 flossen im gesamten Stadtgebiet 69.613 Straftaten in die Polizeiliche Kriminalstatistik ein, von denen 63.404 den 13 Stadtbezirken bzw. 51 Stadtteilen zugeordnet werden konnten.

Da der Sicherheitsbericht ausschließlich Delikte beleuchten soll, die einen Bezug zum öffentlichen Raum haben und/oder das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger vor Ort im besonderen Maße beeinflussen, werden folgende Straftaten in der Statistik veröffentlicht:

  • Gesamtstraftaten (ohne Staatsschutz- und Verkehrsdelikte)

  • Raubdelikte gesamt, davon Straßenraub

  • Körperverletzungen

  • Diebstahldelikte gesamt, davon Wohnungseinbruchdiebstahl, Diebstahl von Kraftfahrzeugen (ohne Motorräder) und Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen

  • Sachbeschädigungen

  • Rauschgiftdelikte

Bei den zuletzt erwähnten Rauschgiftdelikten ist zu beachten, dass diese im starken Maße von der Kontrollintensität der Polizei abhängig sind. Diese Zahlen lassen jedoch keine Rückschlüsse auf die räumliche Verteilung der Taten zu, sondern dokumentieren vielmehr die Örtlichkeiten der polizeilichen Feststellungen.

Außerdem wird in dem Sicherheitsbericht erneut umfangreiches Zahlenwerk zum städtischen Ordnungsdienst der LHH veröffentlicht. Demnach haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2019 unter anderem über 26.000 Bürgergespräche geführt, 4.347 Platzverweise ausgesprochen und 30.456 Ordnungswidrigkeiten zur Anzeige gebracht. Erstmalig werden diese städtischen Maßnahmen nun auch bis auf die Ebene der Stadtteile dargestellt.

Seit im Jahr 2012 die technischen Voraussetzungen für eine statistische Erfassung von Straftaten, heruntergebrochen auf die 51 hannoverschen Stadtteile, geschaffen worden waren, hat die Polizei Hannover unmittelbar mit der Erfassung der Datensätze begonnen. Um eine valide, aussagekräftige sowie vergleichbare Veröffentlichung der registrierten Delikte gewährleisten zu können, musste zwingend ein Betrachtungszeitraum von fünf Jahren abgewartet werden. So konnte schließlich im November 2018 der erste, gemeinsame Sicherheitsbericht im Rahmen einer Pressekonferenz einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. Dabei betonten alle Beteiligten ausdrücklich, dass mit der Veröffentlichung nicht das Ziel eines Vergleichs zwischen den einzelnen Stadtteilen und somit ggf. einer Stigmatisierung verfolgt wird. Ein Vergleich ist aufgrund individueller Einflussfaktoren wie z.B. Fläche, Einwohnerzahl, Infrastruktur oder unterschiedlicher Veranstaltungsdicht nicht möglich. Hinzu kommen erhebliche Schwankungsbreiten in den kleinräumigen Bereichen – teilweise bewegen sich die veröffentlichten Zahlen im einstelligen Bereich – in Bezug auf Fallzahlen, Aufklärungsquoten und Steigerungsraten. Vielmehr soll das Hellfeld der Kriminalitätsentwicklung anhand der statistischen Daten abgebildet und dadurch eine größtmögliche Transparenz erreicht werden.

 

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