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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 13.August 2020

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Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. 

Wasser zum Überleben: Stadtverwaltung intensiviert die Pflege von Straßenbäumen

In der derzeitigen, schon länger andauernden Trockenperiode intensiviert die Stadtverwaltung die Bewässerung von Bäumen. Mit mehreren Maßnahmen stellt der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün sicher, dass die Straßen- und Grünflächenbäume mit der notwendigen Flüssigkeit versorgt werden. Neben regelmäßiger Wassergabe gehören immer mehr auch Wassersäcke und Gießringe dazu. „Andauernde Trockenperioden sorgen nicht nur bei Jungbäumen für Probleme, sondern betreffen zunehmend auch den Altbestand, bei dem besondere Methoden eingesetzt werden“, erläutert Manuel Kowalski, Sachgebietsleiter Grünflächenpflege im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. „Ziel ist es, die trockenheitsbedingten Schäden an Hannovers Bäumen so gering wie möglich zu halten. Deshalb werden je nach Witterungslage bis auf weiteres – bis auf Verkehrssicherungspflichten – alle Mahd- und Pflegearbeiten zurückgestellt und alle vorhandenen Personalkapazitäten für die Bewässerung von Bäumen eingesetzt.“

Schädlinge befallen geschwächte Altbäume

Die vergangenen niederschlagsarmen Jahre mit erhöhten Durchschnittstemperaturen haben dazu geführt, dass es im gesamten Stadtgebiet vermehrt ältere Bäume sind, die Schaden nehmen und absterben. Zu beobachten sind starke Trockenschäden und Ausfälle vor allem bei den Baumarten Birke, Buche und Ahorn. Aufgrund der Schwächung sind viele Bäume auch von sogenannten Sekundärschädlingen wie der Rußrindenkrankheit (Pilz) an Ahornen betroffen. Vor allem viele Exemplare mit einem Alter von zum Teil mehr als 50 Jahren sind gefährdet. Im Mai 2020 musste etwa im Von-Alten-Garten in Linden an einer großen Buche mit einem Stammumfang von über 400 Zentimetern ein Kronensicherungsschnitt durchgeführt werden, eine Fällung im Winter wird unumgänglich sein.

Die Bodenschichten sind zum Teil bis in rund drei Metern Tiefe ausgetrocknet. Aus diesen Bereichen ziehen viele Bäume ihre Nährstoffe und das notwendige Wasser. Ein weiteres Problem für alte Bäume, die in der Nachkriegszeit gepflanzt wurden, stellt der an manchen Standorten noch im Boden enthaltene Trümmerschutt dar. Diese Untergründe können zusätzliche negative Auswirkungen auf die Wasser- und Nährstoffaufnahme haben.

Um das Absterben der Altbäume zu verhindern, bewässern die Fachleute der Landeshauptstadt Hannover diese gezielt. Weil nicht alle Exemplare betroffen sind und auch eine Versorgung aller Stadtbäume nicht möglich ist, werden vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün regelmäßig die Standorte und die Vitalität der Bäume kontrolliert und eine Prioritätenliste der besonders gefährdeten Bäume angelegt. Diese derzeit rund 500 bis 600 Bäume werden durch eigenes Personal und an Fachfirmen vergebene Bewässerungsaufträge besonders versorgt.

„Die Bewässerung der besonders durch Trockenheit gefährdeten Bäume ist in vielen Fällen sehr aufwändig und schwierig“, unterstreicht Manuel Kowalski und führt weiter aus: „Durch die dichten und hoch anstehenden Wurzeln und die vorherrschende Bodenverdichtung können die Bäume nicht einfach mit einem Schlauch bewässert werden.“ Spezielle Methoden seien notwendig – so etwa das „Tree-life-Verfahren“, einer Tiefenbewässerung mittels einer Drucklanze. Dabei werden Wasser und Nährstoffe tief in den Boden eingebracht und gleichzeitig wird die Bodenverdichtung in Teilen aufgebrochen. Andere Methoden sind zum Beispiel ein häufiges Wässern mit geringen Wassermengen oder die Nutzung temporärer Wasserbarrikaden wie Sandsäcke (etwa am Georgsplatz). Für einen Bewässerungsvorgang am Baum werden, je nach Größe, zwischen 100 und 500 Liter Wasser benötigt.

120 Liter Wasser für junge Bäume

Neben alten Bäumen werden rund 4.000 Neupflanzungen aus den vergangenen drei bis vier Jahren in den warmen Monaten regelmäßig bewässert, davon etwa 1.600 Bäume durch beauftragte Firmen. Die jungen Straßenbäume werden dann, je nach Witterungsverlauf, rund zweimal im Monat mit Wasser versorgt. Bei einer durchschnittlichen Wassergabe je Baum und Wässerungsgang werden circa 120 Liter Wasser benötigt. Auf 4.000 Bäume hochgerechnet sind dies insgesamt 480 Kubikmeter Wasser (480.000 Liter) pro Wässerung aller jungen Straßenbäume.

Vermehrt wird bei jungen Gewächsen ein Gießrand verwendet. Dabei wird bereits bei der Pflanzung ein grüner Kunststoffring an die Baumverankerung (Dreibock) befestigt und einige Zentimeter in das Erdreich eingelassen. So wird das Gießwasser (circa 120 Liter je Wässerungsgang) direkt im Wurzelbereich gehalten und kann dort zielgerichtet versickern und den Baum mit Wasser versorgen, ohne in die seitlichen Flächen abzulaufen.

Eine weitere Maßnahme mit zunehmender Bedeutung ist die Anbringung von Wassersäcken an neu gepflanzten, aber zum Teil auch an alten Bäumen. Diese grünen Säcke werden mit 60 bis 120 Litern Wasser gefüllt, das dann in einem Zeitraum von bis zu neun Stunden gleichmäßig in den Wurzelbereich der Bäume abgeführt wird.

Zunehmend klimaangepasste Arten gepflanzt

Um dem umfangreichen Bewässerungsaufwand mittel- bis langfristig entgegenzuwirken, werden bei neuen Baumpflanzungen bereits neue Standards durch den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover angewendet. Diese betreffen unter anderem die Auswahl der Baumarten, die an die jetzigen und zukünftigen Klimabedingungen angepasst sind. Diese Exemplare sind weniger anfällig für Baumkrankheiten und können auch Trockenperioden besser überstehen. Bei der Auswahl, zum Beispiel Amberbaum oder spezielle Sorten von Eichen und Linden, orientiert sich der Fachbereich neben den eignen Erfahrungen und Erkenntnissen unter anderem an den Empfehlungen der Straßenbaumliste der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK) oder der „KlimaArtenMatrix“ für Stadtbaumarten.

Weitere neue Standards betreffen die Herstellung des Baumstandortes vor einer Bepflanzung. Dabei wird, vor allem für die Pflanzung von Straßenbäumen, auf einen durchwurzelbaren Raum von mindestens zwölf Kubikmetern geachtet. Die eingebauten Baumsubstrate müssen dabei nicht nur tragfähig für den Verkehr sein, sondern gleichzeitig auch noch Wurzelraum, Wasser und Nährstoffe für den Baum bieten. Durch Schutzmaßnahmen an den Baumscheiben, zum Beispiel den Einbau von Absperrbügeln gegen das Befahren und Parken von Fahrzeugen, wird zusätzlich die Verdichtung der Baumscheiben verhindert.

 

„Blind Date Kultur“ - hingehen, entdecken, staunen und genießen

Überraschung: Einfach mal hingehen, entdecken, staunen und genießen! Das ist das Motto der Veranstaltungsreihe „Blind Date Kultur“. Die Idee dahinter ist eine außergewöhnliche Begegnung von Kunst, Kultur und Menschen an einem Ort im Stadtteil, wo diese so üblicherweise nicht stattfindet.

Auch in diesem Jahr bieten elf Stadtteilkultureinrichtungen in den unterschiedlichsten Stadtteilen das beliebte Format von August bis Oktober an. Musik, Literatur, Theater, Malerei, Tanz und vieles mehr kann sich hinter den einzelnen Veranstaltungen verbergen. Treffpunkt und Uhrzeit werden bekannt gegeben, alles andere erfährt das Publikum erst vor Ort.

Termine für August bis Oktober - nur mit Anmeldung

28. August, 18 bis 20 Uhr, Freizeitheim Döhren, Telefon 168-49112, Treffpunkt vor dem FZH Döhren

1. September, 17.30 bis ca. 19.30 Uhr, Stadtteiltreff Sahlkamp, Telefon 168-48052, Treffpunkt Haltestelle Bahnstrift, Stadtbahnlinie 2

4. September, 19 bis 21 Uhr, Bereich Stadtteilkultur, Telefon 168-45873, Treffpunkt Duve-Brunnen, Leibnizufer

6. September, 16 bis 18 Uhr, Stadtteilzentrum Ricklingen, Treffpunkt vor dem STZ Ricklingen, Telefon 168-49595 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

9. September, 18 bis ca. 20 Uhr, Kulturtreff Plantage, Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Telefon 496417 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

11. September, 16.30 bis ca. 18.15 Uhr, Kulturtreff Bothfeld, Treffpunkt vor der St. Nicolai-Kirche, Sutelstraße, Telefon 6476262

12. September, 18.30 bis 20.30 Uhr, Stadtteilzentrum Lister Turm, Treffpunkt vor dem STZ Lister Turm, Telefon 168-42402 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

16. September, 19 bis 20.30 Uhr, Kulturbüro Südstadt, Treffpunkt Tierärztliche Hochschule, Braunschweiger Platz, Telefon 8077311

18. September, 19 bis 20.30 Uhr, Freizeitheim Linden, Treffpunkt Kulturbüro Linden-Süd, Allerweg 5?7, Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

24. September, 17.30 bis 19 Uhr, Stadtteilzentrum KroKuS, Treffpunkt vor dem STZ KroKuS, Telefon 168-34250 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

23. Oktober, 16.30 bis 18.30 Uhr, Freizeitheim Vahrenwald, Treffpunkt Haltestelle Werderstraße, Stadtbahnlinie 1+2, Anmeldung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

In der Rehre: Zweiter Bauabschnitt hat begonnen

Beim Neubau der Straße In der Rehre hat der zweite Bauabschnitt begonnen, der sich von der Straße Auf dem Sohlorte bis zur Bergfeldstraße erstreckt. Zunächst wird auf der nördlichen Nebenanlage eine provisorische Fahrbahn entlang der Straße In der Rehre hergestellt. Hiermit wird gewährleistet, dass während nahezu der gesamten Bauzeit der Verkehr in beide Richtungen aufrechterhalten bleiben kann.

Der Geh- und Radverkehr zwischen der Bergfeldstraße und der Göttinger Chaussee ist während der gesamten Bauzeit möglich. Anfangs wird der südliche Geh-/Radweg zwischen Poggendiek und Auf dem Sohlorte kurzzeitig gesperrt, Fußgänger*innen und Radfahrer*innen werden dann über Nachtbleek umgeleitet. Für unvermeidbare Verkehrsbehinderungen und Belästigungen bittet der Fachbereich Tiefbau um Verständnis.

Der erste Bauabschnitt zwischen dem Anschluss zur Bundesstraße 3 und der Straße Auf dem Sohlorte ist abgeschlossen. Die Straße ist wieder durchgängig für den Kraftfahrzeugverkehr befahrbar, die Sperren im Wohnquartier in Oberricklingen wurden entfernt. Der Abschluss der gesamten Baumaßnahme ist für Ende Dezember 2020 vorgesehen.

 

 

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