Log in

Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 14.Juli 2020

(0 Stimmen)
Neues Rathaus Hannover (C) Ulrich Stamm Neues Rathaus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

 

500.000 Euro vom Land Niedersachsen für Hannovers Kulturhauptstadtbewerbung

500.000 Euro vom Land Niedersachsen für Hannovers Kulturhauptstadtbewerbung (C) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur 500.000 Euro vom Land Niedersachsen für Hannovers Kulturhauptstadtbewerbung (C) Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Hannover bekommt 500.000 Euro vom Land Niedersachsen in der heißen Bewerbungsphase um den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025. Den Zuwendungsbescheid über die Summe hat Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler Oberbürgermeister Belit Onay bei einem Besuch überreicht, der sich für die Unterstützung des Landes bedankte.

Bei dem Geld handelt es sich um die im Dezember 2019 versprochene Unterstützung des Landes an die niedersächsischen Bewerberstädte Hannover und Hildesheim, die es beide in der zweiten Runde des nationalen Wettbewerbs geschafft haben.

Das Bewerbungsteam Hannover 2025 schreibt zurzeit intensiv am 2. Bid Book, um eine europäisch besetzte Jury davon zu überzeugen, dass Hannover das Zeug dazu hat, Kulturhauptstadt zu werden. Die endgültige Entscheidung, welche der fünf deutschen Städte, die noch im Wettbewerb sind, sich in 2025, neben einer slowenischen Stadt, Kulturhauptstadt Europas, nennen darf, fällt am 28. Oktober.

 

Künstler*innen bieten Führungen in der „Grenzgänger“-Ausstellung in der Open-Air Sahlkamp-Galerie an

Auf 39 großformatigen Bannern zeigt die Sahlkamp-Galerie bis Ende September die Ausstellung „Grenzgänger“ mit Werken von Sergen Pasalilar, Malerei, und Dr. Wjahat Waraich, Fotografie.

In Führungen wollen die beiden jetzt ihr Anliegen, ihre Inspiration und ihre Idee einem Publikum näherbringen. Die erste Führung mit Sergen Pasalilar und Dr. Wjahat Waraich ist am Freitag (17. Juli) um 19.30 Uhr. Die zweite Führung gibt es am 17. September um 18 Uhr entlang der Sahlkamp-Galerie. Treffpunkt für beide Führungen ist am Sahlkampmarkt.

Zur Ausstellung „Grenzgänger“:

 

Verschiedene Banner fordern die Menschen im Stadtteil auf, selbst aktiv zu werden, sich selbst, eigene Kunstwerke oder persönliche Lieblingsorte im Sahlkamp oder Vahrenheide in die Sahlkamp-Galerie, die auch auf Instagram zu finden ist, miteinzubringen. Die Bilder der Ausstellung thematisieren aktuell gesellschaftlich und sozial relevante Themen, die den Künstlern wichtig sind, wie Vielfalt, Bildung, Gegensätze, Zusammenhalt, Armut, Reichtum und Familie.

Eine Dokumentation des Projektes mit Originalwerken der beiden Künstler wird im Anschluss, voraussichtlich im Oktober, im Neuen Rathaus in Hannover zu sehen sein.

Die Galerie ist in Zusammenarbeit mit dem Bereich Stadtteilkultur entstanden, die die Menschen in vielfältiger Form dabei unterstützt, Ideen umzusetzen. Gemeinsam mit der professionellen Kuratorin Maya Brockhaus und den Künstlern wurde die Idee der outdoor-Galerie erarbeitet. Sie bildet den Auftakt für weitere Kunstprojekte in den beiden Stadtteilen.

 

Die Künstler*innen:

Dr. Wjahat Waraich und Sergen Pasalilar sind im Sahlkamp und in Vahrenheide aufgewachsen, leben dort und sind fest mit den Stadtteilen verwurzelt.

 

Dr. Wjahat Waraich

Wjahat Ahmed Waraich wurde 1987 als ältestes von fünf Kindern in Hannover geboren. Seine Eltern flohen in den 1980er Jahren aufgrund religiöser Verfolgung aus Pakistan und erhielten in Deutschland Asyl. Er wuchs in einfachen Verhältnissen in Sahlkamp und Vahrenheide auf, besuchte die Fridtjof-Nansen-Schule, die Orientierungsstufe Sahlkamp sowie die Herschelschule in Hannover. Dort legte er sein Abitur als einer der Jahrgangsbesten ab. Er erhielt eine Auszeichnung für Zivilcourage und den Herschelpreis. Im Anschluss studierte er Medizin an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, erhielt ein Stipendium und schloss sein Studium sowie die Promotion mit Bestnoten ab. Wjahat Waraich hat damit als erste Person aus seiner Familie einen akademischen Abschluss erreicht. Bereits als Student engagierte sich Wjahat ehrenamtlich in Afrika und Asien. Seit 2010 hielt er sich mehrmals in der Republik Bénin, São Tomé und Príncipe, Indien und Pakistan auf, um die Bewohner*innen vor Ort unentgeltlich medizinisch zu versorgen. Während dieser Aufenthalte begann er, seine Eindrücke zu dokumentieren und die Menschen in ihrer Lebenswelt zu fotografieren. Wjahat Waraich arbeitet als Krankenhausarzt in der Gynäkologie und Geburtshilfe und lebt im Sahlkamp. Er spricht von „meinen Kiez“, wenn es um Sahlkamp und Vahrenheide geht.

 

Sergen Pasalilar

Sergen Pasalilar wurde 1999 als jüngstes von fünf Kindern in Bremen geboren. Seine Eltern siedelten in den 1970er Jahren aus der Türkei nach Deutschland um. Er ging in Bremen zur Grundschule und zog im Alter von zehn Jahren mit seiner Familie nach Vahrenheide. Dort besuchte er die IGS Vahrenheide/Sahlkamp und legte anschließend sein Abitur an der gymnasialen Oberstufe der IGS Büssingweg ab.

Für besondere Leistungen im Fach Deutsch wurde er im Rahmen seines Abiturs geehrt. Ab der siebten Klasse nahm er regelmäßig an Theater-AGs teil und ist seit vielen Jahren als Statist an der Jungen Oper sowie der Staatsoper Hannover engagiert. Bereits als Kind begann er DVD-Cover abzuzeichnen und entwickelte daraufhin ein großes Interesse an Kunst.

Sergen Pasalilar malt leidenschaftlich abstrakt expressionistisch mit Öl und Acryl meist auf Leinwand und findet so einen Ausdruck für seine Art des Sehens, Denkens und Fühlens. Er ist Mitglied in der Kestner Gesellschaft und bei den Jungen Freunden des Sprengel Museum Hannover. Seit 2019 studiert er Rechtswissenschaften an der Leibniz Universität in Hannover und lebt in Vahrenheide.

 

Stadtplatzprogramm „Schweriner Platz“: Umgestaltung der westlichen Platzseite

Ab Donnerstag (16. Juli) soll die westliche Platzkante des Schweriner Platzes neu gestaltet werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende August andauern. Während der gesamten Bauzeit bleibt der Bereich vor der Schule von Crappiusstraße bis Stenhusenstraße voll gesperrt.

Der Verkehr wird über die östliche Platzseite umgeleitet. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen können die Baustelle weiterhin wechselseitig passieren. Der Zugang zur Schule für die Ferienbetreuung ist nur über den Hof erreichbar. Die Anfahrt kann über die Crappiusstraße erfolgen, fußläufig ist eine Erreichbarkeit über die Ludolf-Ahrens-Straße möglich.

 

Erhöhung der Sicherheit und Aufenthaltsqualtiät

Der Ausbau umfasst im Wesentlichen den Bereich vor der Grundschule im Kleefelde sowie die südliche Nebenanlage des Schweriner Platzes. Hier sollen funktionale und gestalterische Defizite beseitigt werden. Der Querungsbereich vor der Schule wird optisch hervorgehoben. Durch eine Gehwegaufweitung in Länge des Eingangsportals sollen Schüler*innen bei parkenden Autos besser gesehen werden.

Die Pflasterung des Querungsbereiches soll dazu führen, dass die Fahrgeschwindigkeit verringert wird. Die Aufenthaltsqualität soll durch neue Bänke, eine Verbreiterung des vorhandenen Baumstreifens sowie eine ergänzende Bepflanzung mit niedrigen Schnitthecken und Staudenbeeten zwischen den Straßenbäumen verbessert werden.

Schreibe einen Kommentar