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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 15.Juni 2022

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v.l.n.r Meret Kopanski, Assistenz der Produktionsleitung, Musikzentrum Hannover, ; Sabine Busmann, Geschäftsführerin Musikzentrum und Projektleitung; Ralf Sonnenberg; Fachbereichsleitung Sport, Bäder und Eventmanagement Landeshauptstadt Hannover; Konstanze Beckedorf, Kulturdezernentin Landeshauptstadt Hannover; Mesut Simsek, Dance Community Hannover © LHH v.l.n.r Meret Kopanski, Assistenz der Produktionsleitung, Musikzentrum Hannover, ; Sabine Busmann, Geschäftsführerin Musikzentrum und Projektleitung; Ralf Sonnenberg; Fachbereichsleitung Sport, Bäder und Eventmanagement Landeshauptstadt Hannover; Konstanze Beckedorf, Kulturdezernentin Landeshauptstadt Hannover; Mesut Simsek, Dance Community Hannover © LHH

HANNOVER.

90 gemeinnützige Organisationen präsentieren sich auf der Freiwilligenbörse in Hannover

 

Werbung fürs Ehrenamt: Annette Reus, Landeshauptstadt Hannover, Corinna Weiler, Projektleitung Queeres Zentrum und CSD Hannover, Stefan Rose, Geschäftsführer Serve the City Hannover, und Sozialdezernentin Sylvia Bruns präsentieren das Programm der Freiwilligenbörse © LHH

 

Zum neunten Mal laden das Netzwerk Bürgermitwirkung und die Landeshauptstadt Hannover zur „Hannoverschen Freiwilligenbörse“ ein. „Engagement. Vielfalt. Vor Ort.“: So heißt das Motto der Veranstaltung am Sonnabend, 18. Juni, von 11 bis 17 Uhr, im Kulturzentrum Pavillon.

Interessierte finden hier bei über 90 gemeinnützigen Organisationen in den vier Themenbereichen Soziales, Umwelt, Kultur und Sport unterschiedlichste Möglichkeiten, sich ehrenamtlich für Stadt und Gesellschaft einzubringen. Workshops und eine Vielzahl interaktiver Aktionen ergänzen das Programm. Oberbürgermeister Belit Onay hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. Der Eintritt ist frei.

„Unzählige Ehrenamtliche machen mit ihrem freiwilligen Engagement unsere Stadt lebenswert und verleihen ihr ein buntes, humanes und nachhaltiges Gesicht. Dafür gebührt ihnen unsere Wertschätzung und unser Dank. Denn gerade große Krisen wie der Krieg in der Ukraine zeigen, dass die Unterstützung der zahlreichen ehrenamtlichen Aktiven unverzichtbar ist“, hob Sozialdezernentin Sylvia Bruns bei der Vorstellung des Programms am 14. Juni 2022 hervor. „Wie auch immer man sich einsetzt: Man bewegt etwas – und bereichert nicht nur Andere, sondern auch das eigene Leben“, betont Bruns.

Durch die Pandemie waren gemeinnützige Initiativen und das ehrenamtliche Engagement sehr gefordert und zeitweise auch ausgebremst. Nach dieser langen Phase haben die Vereine und Initiativen eine hohe Motivation, wieder  durchzustarten und neue Aktive für ihre vielfältigen Projekte zu suchen.

Die Freiwilligenbörse ist längst zum zentralen Forum für das Ehrenamt geworden. 5.000 Gäste bei der  Veranstaltung im Jahr 2019 zeigen das große Interesse. Das Potenzial für Bürger*innen-Engagement in Hannover ist beachtlich: Schätzungsweise sind mehr als 150.000 Menschen auf irgendeine Weise freiwillig aktiv. Umfragen zufolge würden sich etwa weitere 30 Prozent der Einwohner*innen freiwillig engagieren.

Als gemeinsame Veranstaltung mit dem „Netzwerk Bürgermitwirkung“ wird die Börse von der Stadt koordiniert und organisiert. Für die Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit sowie Beteiligung an der Börse dankt Bruns dem Netzwerk, stellvertretend Corinna Weiler vom Andersraum, Oksana Janzen vom MiSO-Netzwerk und Stefan Rose von Serve the City Hannover. Auf der Veranstaltung zeigen die mehr als 90 gemeinnützigen Organisationen auf dem Projektemarkt Möglichkeiten, sich ehrenamtlich einzubringen. Neben klassischen Engagement-Bereichen stehen auch viele aktuelle Tätigkeiten im Fokus wie zum Beispiel Flüchtlings- und Obdachlosenhilfe, Umwelt- und Klimaschutz, Sport und digitales Engagement, Kultur- oder stadtteilbezogene Projekte.

Es gibt vier räumlich getrennte Themenbereiche, damit die Besucher*innen sich vor Ort nach ihren Interessen orientieren können: Soziales, Umwelt, Kultur und Sport. Darüber hinaus sind im Pavillon sowie auf der Wiese des Weißekreuzplatzes verschiedene Aktionsformate der beteiligten Organisationen geplant, beispielsweise „Mikro-Engagements zum Abreißen“, ein mobiler „Lob-o-mat“, Virtual-Reality- Formate, Rikscha-Testfahrten, ein Bau-Workshop für alle, die gerne anpacken, ein soziales Raumschiff und vieles mehr.

Das Rahmenprogramm beinhaltet verschiedene Workshops – zum Beispiel zum Engagement für Geflüchtete. Es gibt ein Mitmach-Video-Projekt. Eine Coaching-Zone unterstützt Interessierte bei der Suche nach einem passenden Ehrenamt. Im Nachgang zur Freiwilligenbörse gibt es im Rahmen einer Aktionswoche die Möglichkeit, eine oder mehrere Organisationen live und vor Ort kennenzulernen und sich im Rahmen eines Schnupper-Engagements aktiv einzubringen.

 

Information und Kontakt:

Wichtige Kontaktdaten sowie alle Detail-Informationen zum Netzwerk Bürgermitwirkung und zur Freiwilligenbörse gibt es im Internet unter www.freiwillig-in-hannover.de/fwb

 

Hannover feiert Fête de la Musique 2022

Am 21. Juni ist es wieder so weit: Auf 33 Bühnen bringen rund 800 Musiker*innen die Innenstadt von Hannover von 13 bis 23 Uhr zum Klingen.

 

„Hannover feiert eine Fête de la Musique – ohne Einschränkungen, zum Miterleben, zum Mitfühlen, zusammen mit 800 Musiker*innen an 33 Standorten, unterstützt von 84 Organisationen. Sie ist ohne Frage nicht nur eine der größten, sondern auch eine der lebendigsten und buntesten Veranstaltungen Hannovers,“ betont die Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, Konstanze Beckedorf. „Seien Sie dabei, wenn Hannover dieses weltweite Musikfest zur Völkerverständigung und Toleranz feiert!“

Die Fête de la Musique wäre ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. In diesem Jahr beteiligen sich insgesamt 84 Organisationen am Musikfestival, unter anderem ist der Cirque Électrique mit drei Bühnen und einem Programm aus elektronischer Musik auf der Wiese vor dem Landtag dabei. Zum ersten Mal in der Geschichte der Fête de la Musique gibt es eine Bühne, auf der sich alles – buchstäblich – um das Tanzen dreht. Die Dance Community Hannover vereint alle Tanzschulen der Stadt unter einem Dach und somit auch alle Tanzstile und Kulturen. Über 26 verschiedene Tanzschulen, Vereine und Formationen bieten von 13 bis 22 Uhr ein Nonstop-Programm auf der Goseriede. Dies ist die hannoversche Premiere der Fête de la Danse.

„Die UNESCO-City-of-Music Hannover ist kreativ, bunt und vielfältig. Die alljährlich stattfindende Fête de la Musique mit über 800 beteiligten Musiker*innen und einem hohen bürgerschaftlichen Engagement bildet das hervorragend ab“, freut sich Sabine Busmann, Produktionsleitung der Fête de la Musique und Geschäftsführerin des MusikZentrum.

Am Hauptbahnhof befindet sich in diesem Jahr die internationale Bühne mit Bands aus den UNESCO-City-of-Music-Städten Liverpool (Michael Aldag), Tallin (Around the Sun) und den Partnerstädten Posen (Au Cinéma) und Rouen (Adélys). Alle vier Bands proben fünf Tage lang gemeinsam mit der hannoverschen Band Serpentin. Während der Proben werden die Songs aller Bands geschüttelt und neu gemischt, sodass sich die Musiker*innen gegenseitig inspirieren und über die Ländergrenzen hinweg durch die Sprache der Musik verbinden. Das Ergebnis des „Band Mash Ups“ ist bei der Fête de la Musique ab 17 Uhr zu hören.

Der niedersächsische Chorverband feiert seinen 75. Geburtstag mit einem bunten Programm unter der Beteiligung von 19 Chören auf dem Opernplatz. Der Nachtgesang mit „Der Mond ist aufgegangen“ gehört natürlich zu den Highlights.

Women* in music hannover (w*im) bietet am Kröpcke einen Vorgeschmack auf das Lineup-Festival, das im September auf der Gilde Parkbühne stattfindet. Das Bühnenprogramm auf der w*im- Bühne ist ein rein weiblich gelesenes Line-Up - mit dabei ist unter anderem Ronja Maltzahn. Balkon Beatz bringt mit dem Freundeskreis Hannover ein besonderes Programm im Hinterhof der VHS Hannover auf die Beine.

Auf dem Hannah-Arendt-Platz gibt es von 14 bis 18 Uhr Clownerie, Geschichten und Musik für die Kleinsten. Außerdem bietet hier das Musikland Niedersachsen Workshops zum Thema Instrumentenbau aus Müll an.

Der international renommierte Pianist, Sebastian Knauer, präsentiert gemeinsam mit Musiker*innen der NDR Radiophilharmonie das musikalische Projekt „Aus der Stille in den Klang“ mit Schüler*innen, die ein Cochlea-Implantat tragen. Dieses bundesweit einzigartige Projekt wird von Aktion Kindertraum mit einer neuartigen von Elena Kondraschowa (Musikwissenschaftlerin, Pädagogin und Konzertviolinistin) entwickelten Methodik des Musikunterrichts unterstützt.

Ein weiteres Highlight des diesjährigen Musikfestivals ist die fahrende Bühne der ÜSTRAin Kooperation mit Radio Hannover. Die Fahrten starten um 21 Uhr, die Strecke führt vom ZOB zum Goetheplatz. Cyril Krüger und Band unterhalten die fahrenden Gäste. Ein Zustieg ist alle 30 Minuten möglich.

Und last, but not least: Die traditionelle „Ode an die Freude“ wird wieder deutschlandweit, in allen Fête-de-la-Musique-Städten, im Laufe des Tages von verschiedenen Interpret*innen gesungen.

Das komplette Programm der diesjährigen „Fête des la Musique“ in Hannover ist unter www.fete-hannover.de zu finden.

40 Jahre „Fête de la Musique”

Die "Fête de la Musique", das größte Musikfest der Welt, findet immer am längsten Tag des Jahres bzw. in der kürzesten Nacht statt. In diesem Jahr feiert die Fête ihr 40-jähriges Jubiläum. Menschen kommen an diesem Tag zusammen, machen Musik, spielen dabei ohne Gagen und tauchen die Stadt in ein einziges, nicht-kommerzielles Festival. Die "Fête de la Musique" entstand 1982 als Fest der Straßenmusik in Frankreich und wird in Hannover seit 2008 jedes Jahr zum Sommeranfang (21.Juni) gefeiert. Bands, Chöre, DJs, Solist*innen und Orchester aller Art erklären die gesamte Innenstadt zu ihrer Bühne.

 

Stadt saniert Quartierpark Jakobskamp - Pflanzung von 165 neuen Bäume geplant

Die Stadt entsiegelt und saniert die Flächen im Quartierpark Jakobskamp am Kronsberg (Stadtteil Bemerode). Start der bis Ende des Jahres geplanten Arbeiten ist an diesem Donnerstag (16. Juni). Während der Bauzeit bleibt der Park für die Öffentlichkeit gesperrt. Hintergrund ist, dass der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün im Februar auf dem Gelände 91 abgestorbene und stark geschwächte Bäume (Mehlbeeren) fällen musste, die sich aufgrund von „Trockenstress“ infolge des Klimawandels und durch die schwierigen Standortbedingungen am Kronsberg (Mergelboden) nicht mehr regenerieren konnten.

Zu Beginn der Sanierung sind nun in einem ersten Schritt umfangreiche Bodenarbeiten auf der oberen Parkebene erforderlich, um die Standortbedingungen für die neu zu pflanzenden Bäume zu verbessern. Dafür wird die bestehende Oberflächenbefestigung aus wassergebundener Wegedecke abgetragen und der darunterliegende Mergelboden durch verbesserten Oberboden vom nahegelegenen Baugebiet Kronsberg-Süd ausgetauscht, um den Wurzelraum für die neuen Bäume zu erweitern. Das Kunstobjekt „4x28 Worte“ von Dieter Froelich wird für die Bauarbeiten entfernt und später nach den Vorgaben des Künstlers neu gesetzt.

Nach dem Bodenaustausch, der bis Ende August abgeschlossen sein soll, ist eine Bauunterbrechung geplant. In dieser Zeit kann sich der Boden setzen. Voraussichtlich im November beginnen die Pflanzarbeiten. Auf der oberen Parkebene sind 120 Bäume vorgesehen, weil im Zuge der Maßnahme auch die seit längerem bestehenden Lücken im Bestand durch bereits in früheren Jahren gefällte Bäume geschlossen werden. Als Ersatz sind, neben den bereits vorhandenen Mehlbeeren, mit Feldahorn, Vogelkirsche, Scharlach-Kirsche, Spanischer Eiche, Zierapfel, Gewöhnlichem Judasbaum und Weiß-Esche sieben weitere klimarobuste und insektenfreundliche Baumarten vorgesehen. Um die Biodiversität zu fördern, wird eine regionale Blühwiesenmischung auf den Flächen um die Bäume angelegt. Sie hat auch eine zweite Funktion: Wegen der dortigen Hanglage soll sie dafür sorgen, dass das Regenwasser in den Flächen gehalten wird.

Die große Rasenfläche auf der unteren Parkebene erhält mit 45 Neupflanzungen 42 zusätzliche Bäume. Dort kommen unter anderem Weichselkirsche, Wildapfel, Dreilappiger Ahorn, Birke und Blumenesche zum Einsatz. Diese Baumarten sind für Insekten attraktiv und sollen später Schatten spenden. Insgesamt werden im Quartierpark Jakobskamp 165 Bäume gepflanzt. Mit 17 verschiedenen Arten wächst dabei das Spektrum.

Die ursprüngliche Gestaltungsidee des zur Zeit der EXPO 2000 vom Landschaftsarchitekturbüro Lohaus & Carl entworfenen Parks bleibt dabei erhalten. Das im Park bereits vorhandene Mobiliar wird um zwölf Sitzbänke, eine Tischtennisplatte und vier Auflagen für die Sitzstufen ergänzt. Nach der Sanierung erhält die Parkanlage ihre Ästhetik zurück und ist wieder vollumfänglich für Erholung, Spiel und Freizeit nutzbar.

 

Hannovers Beitrag zur documenta: Schüler*innen schicken Fossilien-Kunstwerk per Schiff nach Kassel

In den Mergelgruben in Anderten liegen im weichen Gestein zahllose Belemniten - pfeilförmige Überreste urzeitlicher Tintenfische. Gemeinsam mit Schüler*innen der Oberschule Pestalozzischule Hannover sucht das Künstler*innen-Kollektiv Art Ashram am 21. Juni nach diesen Fossilien und setzt sich im Anschluss mit Fragen um ihre Herkunft, Form und Bedeutung für die Zukunft auseinander. In zwei Projekttagen sammeln und entwickeln Schüler*innen und Künstler*innen gemeinsam Formen der Überlieferung, die mit einem selbstgebauten Schiff zur Kunstausstellung documenta fitfeen nach Kassel reisen und dort präsentiert werden. Das Kulturbüro Misburg-Anderten unterstützt das Projekt.

Die Skelette früherer Kopffüßer sind für Art Ashram Ausgangspunkt für eine Befragung des Anthropozäns, das „Zeitalter des Menschen“. Ziel ist es, eine junge Generation für die Einwirkung des Menschen zu sensibilisieren. Was ist Mergel und wofür wird er gebraucht? Wie können wir uns die Zeit vorstellen in der die gefundenen Fossilien noch gelebt haben? Produziert unser Wohlstand und der Wunsch nach Mehr die Fossilien von morgen?

An zwei Projekttagen bearbeiten die Schüler*innen die steinernen Hülsen bildnerisch und literarisch. Vor Millionen von Jahren lebten die gesammelten Versteinerungen unter Wasser und waren Weichtiere, den Kalmaren ähnlich. Mit den Auswüchsen prähistorischer Tintenfische in den Händen entsteht eine Fantasie dafür, was wir heute bewahren wollen, für das, was den Menschen überdauert. Es wird sich um Objekte handeln, die Heilung versprechen, Waffen dekonstruieren, Tierwesen imitieren, Objekte, die zwischen Organischem und Anorganischem changieren, die unseren Umgang mit Ressourcen kritisch und spielerisch widerspiegeln.

Das Ergebnis der Kunstaktion wird Ende Juni an der Schleuse Anderten an Bord eines Schiffes gehen. Das schwimmende Kunstprojekt des Zentrums für Kunst und Urbanistik Berlin (ZK/U) „citizenship - Vom Dach zum Boot!” nimmt das Fossilien-Kunstwerk aus Anderten mit auf seine ressourcenschonende Wasserreise nach Kassel zur documenta fifteen.

Ankunft auf der documenta fifteen in der Futur Fossil Factory

Auf der documenta angekommen, werden die Arbeiten der Schüler*innen Teil der internationalen Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst und erzählen über das Boot und seine Reise. Die verspielten Formen der Schüler*innen bilden das Pendant zu der seriellen Produktion in der „Futur Fossil Factory“. An der Anlegestelle betreibt Art Ashram eine Pop-Up-Küche, in der Belemniten aus Mergel produziert werden. Stoffhüllen, groß wie menschliche Körperteile, werden kollektiv mit Mergel gefüllt und gepresst. Die feuchten Rohlinge werden von Besucher*innen auf ein schillerndes Display gelegt. Die vergrößerten Rostren mutieren allein durch diesen Transport zu neuen Wesen: den Futur Fossils. Dazu Art Ashram: „Im Zentrum steht die Formauflösung eines Gegenstandes, der brennglasartig die Problematiken des Anthropozäns in sich vereint. Wir bilden eine Versuchsanordnung um zu verstehen, was den Menschen zum planetarischen Gestaltenden macht und wie die Transformationskraft auf das System Erde als Individuum im Kollektiv zum Tragen kommt.“

Allein das „citizenship“ ist ein Kunstwerk

Der Versammlungs- und Veranstaltungsort des ZK/U ist die ehemalige Lagerhalle des Güterbahnhofs, mit einem aufgeständerten hölzernen Satteldach. Demontiert und um 180 Grad gedreht, wurde das Dach zu einem Boot umgebaut — der schützende Unterstand wird zum widerstandsfähigen Schwimmkörper. Dieses mit Ideen und Impulsen aufgeladene Dach wird als Beitrag des ZK/U in das documenta fifteen eingebracht - metaphorisch und konkret zugleich. In einer mehrwöchigen Reise vom angrenzenden Westhafen in Berlin wird das Boot auf Flüssen und Kanälen (Havel, Mittellandkanal, Weser und Fulda) quer durch die mitteldeutsche Landschaft gerudert und sammelt Kunstprojekte: ein schwimmendes künstlerisches Forschungsprojekt auf dem Weg zur documenta fifteen.

Für The Future Fossil Factory kooperiert das Künstler*innen-Kollektiv Art Ashram, in der Besetzung aus Klara Adam, Nelli David, Markus Zimmermann und Florian Dietrich, mit der Bildenden Künstlerin Verena Seibt und der Autorin und Dramatikerin Sina Ahlers. Das Kulturbüro Misburg-Anderten unterstützt das Projekt vor Ort in Hannover.

Die documenta fifteen findet vom 18. Juni bis 25. September in Kassel statt und wird vom indonesischen Künstler*innen-Kollektiv ruangrupa kuratiert.

 

 

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