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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 17.Juli 2021

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Auf der Georgstraße in Hannover © Ulrich Stamm Auf der Georgstraße in Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

 

Kronsrode: Baustart für Nord-Areal in Niedersachsens größtem Wohnbauprojekt steht kurz bevor

Am südöstlichen Stadtrand von Hannover entstehen mit dem Neubaugebiet Kronsrode in den nächsten Jahren die drei selbstständigen Wohnquartiere Nord, Mitte und Süd, in denen rund 9.000 Menschen ein neues Zuhause finden werden. Mit der Siegerausstellung des dritten und letzten Architekturwettbewerbs für das Areal Kronsrode-Nord stehen nun alle Planer*innen fest, die dem Quartier seine architektonische Gestalt verleihen werden. Noch in diesem Jahr sollen die Bagger anrollen.

 

Hannover erhält Förderzusage für Smart City-Konzept „Restart: #HANnovativ“

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat die ausgewählten Projekte der dritten Staffel der „Modellprojekte Smart Cities“ bekanntgegeben. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) ist mit ihrem Smart City-Konzept mit dem Titel „Restart: #HANnovativ“ eine der geförderten Kommunen.

Die LHH hatte im März dieses Jahres Fördermittel in Höhe von 8,5 Millionen Euro bei einem vom Rat der Stadt genehmigten Gesamtprojektvolumen von gut 13 Millionen Euro beantragt. Die tatsächliche Förderhöhe und die Förderquote werden im Rahmen des in den kommenden Monaten anschließenden Antragsverfahrens mit und bei der KfW Bankengruppe festgelegt.

„Wir freuen uns über den positiven Bescheid aus Berlin. Unser Konzept hat überzeugt. So können wir dazu beitragen Hannover und unsere Innenstadt mit Smart City-Lösungen fit für die Zukunft machen. Gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wollen wir digitale Möglichkeiten nutzen, um unsere Stadt effizienter, resilienter und nachhaltiger zu gestalten. Auch die wertvollen Erkenntnisse, die wir durch den aktuell laufenden Innenstadtdialog gewinnen, sollen in die Projektumsetzung einfließen“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Smarte, digitale Anwendungen und Konzepte sollen während der Projektlaufzeit in den kommenden fünf Jahren entscheidend dazu beitragen, Hannover als lebenswerte und attraktive Stadt zu stärken. Dabei steht der Mensch und nicht die Technik im Mittelpunkt. Der räumliche Fokus der Smart City-Aktivitäten des Förderprojekts liegt zunächst auf dem hannoverschen Zentrum. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist der Handlungsdruck hier besonders hoch.

Grundlage der geplanten Maßnahmen sind in vielen Bereichen digitale Infrastruktur und aussagekräftige Daten, die erfasst und ausgewertet werden müssen. Aber auch Klimafolgeanpassungen wie die Schaffung ausreichender Schattenplätze oder intelligentes Regenwassermanagement sind projektierte Ziele. Im Verbund mit dynamischer Flächenbewirtschaftung und klugen Logistiklösungen soll ein Mehrwert für die gesamte Innenstadt entstehen. 

Bereits bestehende smarte Konzepte und Projekte wie die Verwaltungsstrategie zur Digitalisierung der LHH, das 3-D-Modell der Stadt als “digitaler Zwilling“, das Verkehrsmanagementsystem „HannoVerKehr“ oder die Initiativen „Urbane Logistik Hannover“ und „Lust auf Fahrrad“ gilt es nun weiterzuentwickeln und zukunftsorientiert zu erweitern.

 

Der Aufruf des BMI steht unter dem Leitthema „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“. Auf den Aufruf hatten sich 94 Städte, Kreise und Gemeinden sowie interkommunale Kooperationen aus ganz Deutschland beworben, von denen 28 ausgewählt wurden. Für die dritte Staffel stehen 300 Millionen Euro Programmmittel zur Verfügung. Die Bundesregierung hatte mit dem Konjunktur- und Zukunftspaket im Juni 2020 beschlossen, die Förderung der Modellprojekte Smart Cities fortzusetzen und auf insgesamt 820 Millionen Euro aufzustocken.

Mit den Modellprojekten Smart Cities unterstützt die Bundesregierung Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten, nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung zu gestalten. Die Modellprojekte Smart Cities entwickeln und erproben sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft. Die geförderten Projekte sollen aufzeigen, wie die Qualitäten der europäischen Stadt in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen werden können.

Die Förderentscheidung beruhte auf einem mehrstufigen Prüfprozess. Alle Bewerbungen wurden von je zwei externen Fachgutachtern anhand der veröffentlichten zwölf Kriterien und des Leitthemas bewertet. Auf dieser Basis entschied eine elfköpfige Jury unter Vorsitz von Bau-Staatssekretärin Anne Katrin Bohle. Der Jury gehörten Vertreter*innen der Wissenschaft, der Politik und der kommunalen Spitzenverbände an.

Mit der fachlichen Begleitung der Modellprojekte Smart Cities und der Einrichtung einer Koordinierungs- und Transferstelle hat das BMI ein Konsortium aus DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt), Fraunhofer, Difu (Deutsches Institut für Urbanistik), Creative Climate Cities und Prognos sowie weiteren Partner*innen beauftragt. Damit wurden nun auch die Voraussetzungen für den Ausbau des Wissenstransfers in die Breite der kommunalen Landschaft geschaffen.

 

Akademie der Spiele in den Herrenhäuser Gärten: Große Talentschau mit barocker Inspiration

 

170 Jugendliche in 14 Workshops: Schüler*innen der IGS Roderbruch erleben den Großen Garten als Raum für Experimente und Perspektiven

  

Begeisterung fürs eigene aktive und spielerische Gestalten: Die Akademie der Spiele ist ein Kaleidoskop der Impulse aus Handwerk, Kunst, Kultur und Geschichte. 170 Schüler*innen des achten Jahrgangs der IGS Roderbruch waren an fünf Tagen in 14 Workshops aktiv. Vom 12. bis zum 16. Juli erlebten die 13- bis 15-Jährigen den Großen Garten als bunten Schatz der Inspiration auf dem Weg ins eigene Berufsleben. „Die Akademie der Spiele ist wie ein riesiges Labor, in dem sich die Jugendlichen ausprobieren und selbst entdecken“, betont Projektleiterin Christina Fricke, die bei den Herrenhäuser Gärten den Bereich Vermittlung für Kinder und Jugendliche leitet. „Dabei bewegen wir uns im Geiste des Philosophen und Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz – der wandelte seinerzeit mit Kurfürstin Sophie durch den Großen Garten und legte schon damals den gedanklichen Grundstein zu einer Akademie der Spiele.“

Begeisterndes „Großes Fest“ zum Abschluss

Die Erfahrungen und Kenntnisse aus der Projektwoche mündete am Abschlusstag im kreativen Höhepunkt: dem „Großen Fest“ im historischen Gartentheater. Hier stieg die prachtvoll inszenierte Show der Ergebnisse aus den Workshops. Zum stillen Publikum der goldenen, barocken Figuren gesellten sich zahlreiche Eltern der teilnehmenden Schüler*innen. Die Organisation der Abschlusspräsentation selbst wurde im Laufe der Woche im Workshop „Ihr setzt den Schlusspunkt!“, Veranstaltungsmanagement und -technik, vorbereitet. Exkurse führten die Schüler*innen dabei ins Staatstheater Hannover und ins Musikzentrum Hannover, wo es spannende Backstageluft zu schnuppern gab.

Hand in Hand mit Expert*innen aus der Praxis

Das Grundprinzip der Begleitung durch Spezialist*innen aus der beruflichen Praxis wurde in allen vermittelten Disziplinen zum Erfolgsrezept: „In den Workshops trafen die Teilnehmenden auf Künstler*innen, Handwerker*innen, Techniker*innen und weitere Expert*innen aus Musik, Bildender Kunst, Theater, Architektur oder Pyrotechnik. Hier entdeckten sie ihre Stärken und Interessen und lernten an Orten kultureller Bildung verschiedenste Berufe kennen. Vielleicht ja auch Berufe, die für das Berufsorientierungspraktikum im Jahrgang neun interessant sind“, unterstreicht Brigitte Naber, Schulleiterin der IGS Roderbruch.  

Wo sonst als im Großen Garten?

Der Große Garten erwies sich für die Projektwoche als großartige Spielwiese der Möglichkeiten: "Auch wenn die Themen der Workshops sich auf die Welt des Barocks beziehen, sind sie doch zugleich brandaktuell. Da ging es zum Beispiel um moderne Architektur, um Energiegewinnung, Songwriting und Mediengestaltung“, so Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten. Beeindruckende Erkenntnisse gewannen die Schüler*innen auch beim Workshop „Transformation - Abfall von heute wird zur edlen Kunst von gestern“. Hier verwandelten sie scheinbaren Müll in kunstvolle und nützliche Gegenstände und fanden die Erklärung dafür, warum in diesem Zusammenhang von Wertstoffen die Rede ist. Ermöglicht wurde dieser Workshop durch die Unterstützung von aha, dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover, der zu Exkursionen auf die Deponie Lahe und zum Upcycling in die Werk-statt-Schule einlud.

„Besonders interessant ist die digitale Technik“

Schülerin Ella Walker hat sich in ihrem Workshop mit dem Thema Journalismus beschäftigt. Unter dem Titel „Ein medialer Maßanzug für die Akademie der Spiele“ war Sie mit ihren Mitschüler*innen an Kamera und Mikrofon, Tablet und Notizblock unterwegs, um über alle Workshops in Wort und Bild zu berichten. Die Ergebnisse werden unter anderem in einer Schüler*innenzeitungzeitung und im Schüler*innenblog Yellowpost der IGS Roderbruch veröffentlicht. „Ich schreibe sehr gern und fand die Interviews für die Podcasts besonders spannend“, so die 14-Jährige, die sich den Journalismus auch für ihre berufliche Zukunft vorstellen kann. „Vielleicht mache ich nächstes Jahr ein Praktikum in diesem Bereich.“

Sebastian Weidemann und Stephanie Hahner haben den Medien-Workshop als Lehrer*innen begleitet. Sie freuten sich, dass „die Jugendlichen motiviert dabei waren und wertvolle Einblicke ins Berufsleben gewinnen konnten. Die digitale Technik erwies sich als besonders interessant. Viele waren überrascht, wieviel Aufwand auf dem Weg zum fertigen Video wartet. Die meisten Schüler*innen haben jetzt noch keine konkreten Berufswünsche, sind noch in der Sondierung. Die Akademie ist eine gute Vorbereitung aufs Praktikum.“

Starke Förderer für Wissensvermittlung und berufliche Orientierung

Die diesjährige Akademie nahm die im Rahmen des Pilotprojekts 2019 und 2020 gemachten Erfahrungen auf und setzte neue Maßstäbe in der Vermittlungsarbeit von Gartenkunst und Gartenkultur. Bei diesem dauerhaft angelegten Vermittlungsprogramm bietet vor allem die Einbindung vieler regionaler Partner neue Chancen zur Wissensvermittlung und beruflichen Orientierung. Maßgebliche Unterstützung kommt dabei von den Förderern Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, der Nord LB Kulturstiftung und der VHV Stiftung. „Und ohne die Finanzierung einzelner Workshops wäre eine Akademie der Spiele in diesem Format nicht möglich“, so Projektleiterin Christina Fricke. Im Einzelnen waren dies die Hörregion Hannover, die Klosterkammer Hannover, der enercity Fonds Pro Klima sowie der Verein IGSolar.

Diese Unternehmen und Institutionen unterstützen die Akademie der Spiele als Förderer:

VHV Stiftung

Nord/LB Kulturstiftung

Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung

Enercity Pro Klima

Hörregion Hannover

Klosterkammer Hannover

 

Die Kooperationspartner der Akademie der Spiele:

aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover

Architektenkammer Niedersachsen, Lavesstiftung

BIU Bürgerinitiative Umweltschutz e.V.

Büro für Naturetainment

Haus der Jugend Hannover, Zirkus Salto

Herrenhäuser Gärten

Historisches Museum Hannover

IGS Roderbruch

Kind Hörgeräte

Landeshauptstadt Hannover, Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Jugend und Familie, Bereich Kinder- und Jugendarbeit

Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V.

Musikzentrum Hannover

Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege

Staatstheater Hannover

 

Tiergartenfest fällt aus

Das für den 9. Oktober geplante Tiergartenfest muss auch in diesem Jahr ersatzlos ausfallen. Nach den aktuellen länderübergreifenden Vorgaben sind Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie nur unter strengen Hygieneauflagen durchzuführen. Beim Tiergartenfest mit bis zu 25.000 Besucher*innen können weder an den Eingängen noch auf den Wegen oder an den zahlreichen Stationen die notwendigen Abstände eingehalten werden. Zudem ist die Dynamik der Delta-Variante des Corona-Virus derzeit nicht absehbar. Daneben ist zu berücksichtigen, dass die Gäste des Festes im Wesentlichen Kinder sind. Diese werden aus heutiger Sicht bis zum Veranstaltungstag zu großen Teilen noch nicht geimpft sein.

Die normalerweise im Sommer beginnenden Planungen können vor diesem Hintergrund nicht aufgenommen werden. Nicht ausfallen soll hingegen die herbstliche Sammlung von Kastanien und Eicheln, mit der Kinder Jahr für Jahr die Winterfütterung im Tiergarten unterstützen. Auch werden die fleißigen Sammler*innen in diesem Jahr wieder mit der beliebten, stets besonders gestalteten Baumscheibe belohnt. Die Sammlung soll wie gewohnt Ende September starten. Details werden rechtzeitig bekanntgegeben.

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