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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 18.Juni 2021

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Mohnblumen am Kronsberg in Hannover © Ulrich Stamm Mohnblumen am Kronsberg in Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER. 

Grabmal der Familie Gauß auf dem Engesohder Friedhof wieder am alten Standort

Bürgermeister Thomas Hermann hat am Donnerstag (17.06.2021) das Grabmal der Familie Joseph Gauß an seinem neuen, alten Standort auf dem Engesohder Friedhof enthüllt.

Dem Landvermesser und Planer von Betriebsanlagen für die hannoverschen Eisenbahnen, Carl Joseph Gauß (1806-1873), hat das damalige Königreich Hannover wesentlich mit zu verdanken, dass es zwischen 1821 und 1844 vollständig vermessen wurde und die Residenzstadt Hannover seit Mitte der 1850er Jahre per Eisenbahn mit Göttingen und Kassel verbunden ist. Die besonderen mathematischen Fähigkeiten zum Landvermessen wurden Carl Joseph von seinem berühmten Vater Carl Friedrich Gauß (1777-1855) in die Wiege gelegt. Dieser war in Göttingen Mathematiker, Physiker, Astronom und Geodät, der das System zum Landvermessen entwickelt hatte, um Entfernungen von einem Ort zum anderen berechnen zu können. Friedrich Gauß unterrichtete als Professor an der Universität in Göttingen und leitete dort fast 50 Jahre lang die Sternwarte. Noch heute werden die Gauß-Krüger-Koordinaten genutzt, mit denen jeder Punkt der Erde über Dreiecksberechnungen verortet werden kann.

Das Grabmal von Joseph Gauß und seiner Ehefrau Sophie (1818-1883) ist zum zweiten Mal umgezogen und zwar zurück auf seine ursprüngliche Stelle auf dem Stadtfriedhof Engesohde.

Bis 1938 kümmerten sich Angehörige um die Grabstätte, danach fiel sie an die Stadt zurück und hätte eingeebnet werden können. Aufgrund der Verdienste von Joseph Gauß für Hannover ließ die Friedhofsverwaltung das Grabmal lange Zeit stehen, wollte es in den 1970er Jahren, als die Friedhöfe große Platznot hatten, aber doch abräumen lassen. Um die Grabstätte zu erhalten, stellte Prof. Werner Köhler (1910-2003, Ehemann von Christa Köhler, geb. Gauß, 1912-2011) einen Antrag auf Widmung zum Ehrengrab, der jedoch abgelehnt wurde. Zusammen mit Karl Gauß, geb. 1936, Nachfahre in 5. Generation von Carl Friedrich Gauß, engagierte sich Prof. Köhler für den Erhalt des Grabmals, was auch gelang. Die Friedhofsverwaltung unterstützte den Wunsch der Gauß-Nachfahren und ließ auf deren Kosten im Jahr 1981 das Grabmal in die Nähe des Eingangs an die Schiffgrabenmauer umsetzen, wo es noch bis zur vergangenen Woche in Nachbarschaft der historisch ebenfalls bedeutsamen Grabstätten Culemann, Wallbrecht, Laves und Kestner stand.

Nun lässt sich das imposante Grabmal wieder an seinem alten Platz bewundern: Erneut ist es dem Engagement von Karl Gauß zu verdanken, dass das Grabmal wieder an seinen ursprünglichen Ort zurückkehren konnte. Mit der finanziellen Unterstützung der Gauß-Gesellschaft aus Göttingen, die das wissenschaftliche Andenken an Carl Friedrich Gauß erhält und sich auch dem Erhalt der Göttinger Grabstätte der Familie Gauß verpflichtet fühlt, wurde das Projekt 2020 angeschoben. Mit der Unterstützung der Friedhofsverwaltung und nach denkmalrechtlicher Genehmigung beauftragte die Gauß-Gesellschaft eine Göttinger Firma für Natursteinverarbeitung, die in der vergangenen Woche die Umsetzung des circa eine Tonne schweren Grabmals fachgerecht vornahm.

Der Stein wurde nun heute enthüllt. Neben Grußworten mit Anekdotischem von Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne konnte auch die Leiterin der städtischen Friedhofsverwaltung, Cordula Wächtler, den Anwesenden Interessantes zur Geschichte des Grabmales und des Friedhofes mitteilen.

 

Beteiligungsverfahren für Stadtteilzentrum Döhren abgeschlossen – Ergebnisse werden präsentiert

Das Beteiligungsverfahren für den Neubau des Stadtteilzentrums Döhren wurde Ende 2020 abgeschlossen. Die Ergebnisse hat das niederländische Büro aatvos in einer umfassenden Studie zusammengestellt und in diesem Frühsommer vorgelegt. Aufgrund der aktuellen Situation ist eine öffentliche Präsenzveranstaltung nicht möglich. Daher wird aatvos die Ergebnisse des Verfahrens am Freitag (18. Juni) in der gemeinsamen Sitzung von Kulturausschuss und Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel via Zoom präsentieren. Eine Zusammenfassung der Studie ist im Anschluss daran unter dem Suchbegriff Freizeitheim Döhren auf Hannover.de verfügbar.

 

Vier Institutionen unter einem Dach

Das Stadtteilzentrum soll mit den vier Institutionen Freizeitheim, Stadtteilbibliothek, Jugendzentrum und Bürgeramt neu konzipiert werden und perspektivisch alle Funktionen unter einem Dach vereinen. Im vergangenen Jahr wurden dafür die Bürger*innen und Nutzer*innen des Stadtbezirks Döhren-Wülfel in den Prozess einbezogen. Über verschiedene Beteiligungsformate (Straßeninterviews, Workshops, Kartenspiele, Fokusgruppen) wurden Wünsche, Erfordernisse und Bedürfnisse der Bürger*innen und Nutzer*innen abgefragt. Darüber hinaus gab es ausführliche Befragungen lokaler Interessenvertreter*innen. Die Erkenntnisse der Befragung wurden anschließend mit den Beteiligten der vier Institutionen und Vertreter*innen der Stadt diskutiert und Kernaspekte herausgearbeitet.

Nach der Sommerpause des Rates wird die Verwaltung den zuständigen Ratsgremien eine Drucksache zum weiteren Verfahren auf dem Weg zur Realisierung des neuen Stadtteilzentrums vorlegen.

 

Organisations- und Personalausschuss tagt öffentlich

Am Mittwoch, 23. Juni, findet um 14 Uhr, im Ratssaal, Neues Rathaus, Trammplatz 2, eine öffentliche Sitzung des Organisations- und Personalausschusses statt.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang in die Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Schulbiologiezentrum Hannover: Sonntagmorgen-Veranstaltungen für Groß und Klein starten wieder am 20. Juni

Das Schulbiologiezentrum Hannover startet ab Sonntag (20. Juni) wieder mit seinen beliebten Sonntagmorgen-Veranstaltungen. Groß und Klein sind von 10.30 bis 12 Uhr im Botanischen Schulgarten Burg, Vinnhorster Weg 2, zu Entdeckungsreisen in der Natur eingeladen.

Da nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmer*innen auf das Gelände darf, gibt es weniger Workshop-Angebote als üblich. Auf dem Programm stehen ein Gartenrundgang für Erwachsene zum Thema Aussaat und Pflanzungen mit Horst Labitzke und eine Energie-Schatzsuche für Kinder von sechs bis zehn Jahren mit Lili Löwenmaul und Claudius Immergrün. Außerdem können zehn Teilnehmer*innen ab sechs Jahren mit Dr. Irene Jacks-Sterrenberg einen Fledermauskasten bauen; hierfür sind Materialkosten in Höhe von 5,50 Euro zu entrichten

Grundsätzlich gelten die in der jeweils gültigen Corona-Verordnung beschriebenen Vorgaben.

  • Der Eingang ist ausschließlich im Vinnhorster Weg 2.
  • Die Anmeldung erfolgt vor Ort (hinter der Mauer mit dem Willkommensschild).
  • Die Workshopplätze sind begrenzt.
  • Wenn die Workshops voll sind, können sich die weiteren Besucher*innen dem Rundgang anschließen oder auf dem Gelände spazieren gehen.
  • Ein medizinischer Mund- und Nasenschutz (MNS) muss grundsätzlich in allen Gebäuden getragen werden; während der Workshops oder Führungen auch draußen, wenn der notwendige Abstand nicht eingehalten werden kann.
  • Kinder unter sechs Jahren müssen keinen MNS tragen.
  • Die Datenerhebung erfolgt ausschließlich für die Zwecke des Infektionsschutzgesetzes.

Es muss kein negatives Corona-Testergebnis vorgelegt werden.

 

Internationaler Weltflüchtlingstag | Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung – ZeitZentrum Zivilcourage zeigt Film

ZeitZentrum Zivilcourage präsentiert zum 20. Juni filmische Collage zu historischen Fluchtgeschichten.

 

Der 20. Juni ist seit 2015 in Deutschland ein Gedenktag. Ein doppelter, denn dieser Tag ist gleichzeitig der deutsche Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung und der von der UN 2001 beschlossene internationale Weltflüchtlingstag. Die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie ließ die Planung einer persönlichen Begegnung in größerem Umfang im neu eröffneten ZeitZentrum Zivilcourage noch nicht zu. Aus diesem Grund gibt es zum Weltflüchtlingstag 2021 ein Videogrußwort von Oberbürgermeister Belit Onay und eine filmische Collage mit virtuellen Einblicken in einige der im ZeitZentrum erzählten historischen Fluchtgeschichten. Am Schluss der filmischen Collage spricht der neue Direktor des ZeitZentrums, Dr. Jens Binner. Der Film wird zum 20. Juni auf die Webseite des ZeitZentrums Zivilcourage unter hannover.de/das-zhochgeladen und dort dauerhaft zu sehen sein.

 

Fahrrad-Aktionstag am Neuen Rathaus am 19. Juni

„Mit Sicherheit Spaß haben“ – Das ist das Motto des Fahrrad-Aktionstages am „Tag der Verkehrssicherheit“ auf dem Trammplatz. Zwischen 11 und 19 Uhr bietet der Initiator eichels: Event vielfältige kostenfreie Service- und Mitmachangebote. Die städtische Initiative „Lust auf Fahrrad“ ist mit einem kostenlosen Rad-Check vertreten.

 

Schul- und Bildungsausschuss tagt öffentlich

Am kommenden Mittwoch (23. Juni) findet um 16.15 Uhr eine öffentliche Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, statt. Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Landeshauptstadt unterstützt Corona-Antikörperstudie

Mehrere Tausend Menschen aus Hannover haben in den vergangenen Tagen vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) eine Einladung zur Teilnahme an einer Corona-Antikörperstudie erhalten. Ziel der MuSPAD-Studie ist es,  den Anteil der Bevölkerung zu bestimmen, der Antikörper  gegen SARS-CoV-2  im Blut hat und somit vermutlich bereits mit dem Virus infiziert war oder eine Impfung erhalten hat. MuSPAD steht für "Multilokale und Serielle Prävalenzstudie zu Antikörpern gegen SARS-2-Coronavirus in Deutschland".

 

„Die Landeshauptstadt unterstützt die Studie des HZI, da sie einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebewältigung leistet“, betont Oberbürgermeister Belit Onay. „Ich appelliere an die Angeschriebenen, an der Studie teilzunehmen.“ Onay betont: „Wir benötigen die Erkenntnisse aus dem Projekt dringend – im Kampf gegen die derzeitige Pandemie, aber auch mit Blick auf kommende gesundheitliche Krisenlagen.“  Es freue ihn, so der OB, dass  Hannover Teil des Studienprojektes sei. „Aus meiner Sicht korrespondiert das mit der herausragenden  Bedeutung unserer Stadt als Medizin- und Wissenschaftsstandort.“ Hannoverimpuls,  die gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft von Landeshauptstadt und Region Hannover, unterstützt die Studie finanziell.

Das Helmholtz-Zentrum kombiniert die Antikörper-Studie mit der NAKO, Deutschlands größter Gesundheitsstudie. Seit 2014 nehmen insgesamt 10.000 Hannoveraner*innen an der NAKO teil – sie werden regelmäßig untersucht und umfassend befragt. 3000 von ihnen haben nun die Möglichkeit, an der Corona-Antikörper-Untersuchung teilzunehmen.  

Die MuSPAD-Studie startete im Juli 2020 in Reutlingen, dann folgten Freiburg, Aachen, Osnabrück, Magdeburg, Chemnitz und Greifswald. Bisher wurden mehr als 35.000 Menschen aus verschiedenen Altersgruppen, alle jeweils zufällig ausgewählt, untersucht. „Wir möchten mit der Studie die tatsächliche Verbreitung von Infektionen mit SARS-CoV-2 untersuchen und die entsprechende Immunität in verschiedenen Bevölkerungsgruppen in Deutschland zuverlässiger bestimmen“, erklärt Prof. Dr. Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und Koordinator der Studie. Der nächste Standort von MuSPAD wird vom 16. Juni bis 13 Juli Hannover sein.

Die Besonderheit in Hannover ist, dass hier ausschließlich NAKO-Teilnehmende für die Corona-Antikörperstudie MuSPAD vorgesehen sind. Aufgrund der umfassenden Daten, die von den NAKO-Teilnehmenden aus den Voruntersuchungen der letzten Jahre vorliegen, bieten sich dem HZI zufolge exzellente Analysemöglichkeiten. So entsteht ein genaueres Bild der bereits erworbenen Immunität und der Pandemieentwicklung in Hannover.

 

Stadt beschafft Schnelltests für Kindergärten – Verteilung startet in Kürze

Die Landeshauptstadt Hannover wird voraussichtlich ab der 25. Kalenderwoche für rund 15.500 Kindergartenkinder Tests auf SARS-CoV-2 zur Verfügung stellen. Damit wird die Zeit bis zum Eintreffen der vom Land Niedersachsen für August in Aussicht gestellten Tests überbrückt.

Die Tests werden für Kinder in den städtischen Kindergärten sowie in den Kindergärten der freien Träger beschafft und in die Kitas geliefert. Es handelt sich dabei um sogenannte „Lolli-Tests“. Die Probeentnahme erfolgt über den Speichel mittels Abstrich im Mundraum.

„Der regelmäßige Einsatz von Tests sichert den Aufenthalt in der Kita zusätzlich ab. Gemeinsam mit den übrigen Infektionsschutzmaßnahmen spannen wir damit ein Sicherheitsnetz. Der Selbsttest kann durch seine Schnelligkeit und die einfache Durchführung einen weiteren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Jede Kita soll mit Test-Kits für eine Testung von Kindern im Kindergartenalter im Umfang von zwei Tests pro Woche und über einen Zeitraum von zwei Monaten ausgestattet werden.

Die Testungen der Kinder sollen freiwillig durch die Eltern zu Hause durchgeführt werden können. Die dafür benötigten Test-Kits erhalten die Eltern in der Kita. Sie dürfen nur zu diesem Zweck verwendet werden.

 

Sitzung des Sozialausschusses

Am Montag (21. Juni) findet um 15.00 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses eine öffentliche Sitzung des Sozialausschusses statt.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de

 

 

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