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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 18.Mai 2022

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Misburger Bad - Visualisierung von oben © Krieger Architekten / Ingenieure GmbH, Velbert Misburger Bad - Visualisierung von oben © Krieger Architekten / Ingenieure GmbH, Velbert

HANNOVER.

Special Olympics World Games: Hannover begrüßt italienische Delegation

Im Vorfeld der im kommenden Jahr stattfindenden Olympics World Games 2023 in Berlin begrüßt die Landeshauptstadt Hannover die rund 150-köpfige Delegation aus Italien. Das hat das Organisationskomitee heute in der Bundeshauptstadt bekanntgegeben.

Das Konzept der Spiele im Juni 2023 sieht vor, dass jeder der 190 internationalen Delegationen von einer Stadt, einer sogenannten „Host Town“, begrüßt wird. Der Gedanke dahinter ist, dass die Teilnehmenden und Begleitenden aus den Nationen Deutschland näher kennenlernen, in einen interkulturellen Austausch kommen und die Athlet*innen die Zeit zur Akklimatisierung und Wettbewerbsvorbereitung nutzen. Vom 12. bis 15. Juni des kommenden Jahres wird die italienische Delegation in Hannover betreut. Geplant ist ein Programm bestehend aus Bewegung, Kultur und Austausch.

Angesichts einer großen italienischen Gemeinschaft in unserer Stadt freuen wir uns sehr, die Delegation dieser bedeutenden Sportnation Italien begrüßen zu dürfen und die Beteiligten auf die tollen Spiele einstimmen zu können. Wir wollen für unvergessliche Tage in Hannover sorgen“, sagt Hannovers Sportdezernentin Konstanze Beckedorf.

Im Vorfeld des viertägigen Aufenthalts der italienischen Delegation in Hannover sucht die Landeshauptstadt noch sogenannte Volunteers zur Unterstützung. Wer sich vorstellen kann, die Verwaltung bei dieser Aufgabe freiwillig zu unterstützen, kann sich per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

 

11. „Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft“ vergeben

Zum elften Mal hat die Landeshauptstadt Hannover den „Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft“ vergeben. Der Preis, dotiert mit insgesamt 10.000 Euro, geht in diesem Jahr an das hannoversche Unternehmen Pro Beruf Service gGmbH.

 „Wir freuen uns sehr, nach zwei Jahren Corona-Pandemie, die diesjährige Preisträgerin wieder in einer Präsenzveranstaltung zu ehren und die Leistungen des Unternehmens in Bezug auf die Inklusion im Betrieb in den Fokus zu stellen“, betont Anja Ritschel, Wirtschafts- und Umweltdezernentin der Landeshauptstadt Hannover.

„Der ‚Förderpreis Inklusion in der Wirtschaft‘ gibt Unternehmen eine Plattform, die barrierefreie Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen und erhalten. Damit ermöglichen die Betriebe ihnen ein selbstbestimmtes Arbeitsleben – und das mit viel Kreativität und Engagement“, unterstreicht Andrea Hammann, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Hannover.

„Der Preis zeigt, dass es kein Widerspruch ist, sich aktiv für Inklusion im Betrieb zu engagieren und gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Damit hat der Inklusionspreis eine wichtige Vorbildfunktion“, ergänzt Ritschel.

Sie würdigt auch die einstimmige Entscheidung der Jury. Dieser gehörten an: Sigrid Lübbers, Selbstbestimmt Leben e.V. und Mitglied des Runden Tisches für Menschen mit Behinderungen, Monica Plate, Ratsfrau und Vertreterin der Vorsitzenden des Sozialausschusses, Andrea Hammann, Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt Hannover, Arne Hirschner, Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK) und Andreas Fritz, stellvertretender Sachgebietsleiter Wirtschaftsförderung der LHH.

Pro Beruf Service gGmbH – Betriebskantine der Region Hannover

Die Pro Beruf Service gGmbH betreibt seit Herbst 2018 die Betriebskantine der Region Hannover in der Hildesheimer Straße. Die Küche steht für Regionalität, Frische und den fast vollständigen Verzicht auf Convenienceprodukte. Seit Ende 2021 haben verschiedene Warengruppen eine Biozertifizierung. Dem Unternehmen ist es wichtig, Menschen mit Behinderungen die Chance zu geben, auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig zu sein. Der Inklusionsbetrieb legt bei der Besetzung seiner Stellen daher einen Schwerpunkt auf Menschen mit Behinderungen und beschäftigt sowohl Mitarbeitende als auch Auszubildende. Eine Einschränkung bezüglich der Behinderungsart bestünde nicht. Das Prinzip Inklusion wird hier konsequent umgesetzt, durch eine entsprechende Einarbeitung zu Beginn der Beschäftigung, Schulungen im weiteren Verlauf der Tätigkeit und regelmäßige Wechsel in den Aufgabenzuschnitten. So könnten nahezu alle Mitarbeiter*innen fast alle Aufgaben ausführen und es entstünde ein gutes Gemeinschaftsgefühl. Einige der Mitarbeitenden werden zu „Fachpraktiker*innen Küche“ ausgebildet und erhalten ergänzend Stütz- und Förderunterricht sowie pädagogische Begleitung. Die gemischten Teams, Mitarbeitende mit und ohne Behinderungen, werden entsprechend ihrer Fähigkeiten und Interessensschwerpunkte eingesetzt und mit Ausnahme der Betriebsleitung und den beiden Köchen gleich entlohnt. Das Team sei stets bereit, neue Ideen zur Umsatzsteigerung und zum Erhalt der Gästezufriedenheit mit viel Engagement umzusetzen und weiterzuentwickeln. Das Unternehmen hat die Jury mit ihrem Konzept überzeugt und ist damit verdiente Preisträgerin des diesjährigen Förderpreises für Inklusion in der Wirtschaft.

Bisherige Preisträger*innen:

2011 - Novuprint, Agentur für Mediendesign, Werbung, Publikationen GmbH, und John + Bamberg GmbH & Co.KG, Orthopädische Werkstatt

2012 - AfB gGmbH, Arbeit für Menschen mit Behinderungen

2013 - Daimler AG, Mercedes-Benz Niederlassung/Logistik Center Hannover

2014 – amara, Schulen für Naturheilkunde und Heilpraxis GmbH

2015 – Kretschmar GmbH, Moderne Schaumstoffverarbeitung in jeder Form

2016 – „DIE PRAXIS“ NeuroConcept, Krankengymnastik und Physiotherapie, Massage und

            „FreuDie“, Freudenberg Dienstleistungen

2017 - CM Systemhaus GmbH - IT-Dienstleister

2018 - INDIVIDUAL Automobilsysteme c/o European Van Service GmbH und 

            Klauenberg GmbH, Bau- und Möbeltischlerei

2019 - Bäckerei Göing und Volkswagen Nutzfahrzeuge

2020 – Anna Blume gem.GmbH – Inklusives Kulturcafé Anna Blume und

essBAr GmbH & Co.KG

 

Grundstein für Misburger Bad gelegt

Erstmals seit rund 30 Jahren baut die Stadt Hannover ein neues Schwimmbad: das Misburger Hallenbad. Gleichzeitig werden die Freibadaußenbecken saniert. Nun nimmt das Projekt Fahrt auf: Oberbürgermeister Belit Onay hat heute gemeinsam mit Sportdezernentin Konstanze Beckedorf sowie Michael Truthmann, Geschäftsführer der Industriebau Wernigerode GmbH, offiziell den Grundstein für das Bauvorhaben gelegt. Voraussichtlich bis November 2023 soll das 26,1 Millionen teure Projekt abgeschlossen werden. Der Neubau entsteht im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) durch die Industriebau Wernigerode GmbH (Niederlassung Schönebeck).

„Der Bau eines neuen Schwimmbades ist ein besonders seltenes, aber auch besonders wichtiges Ereignis. Deshalb freue ich mich, dass wir den Grundstein für die neue Anlage legen können“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay bei dem Termin und führte weiter aus: „Schwimmen zählt altersübergreifend nach wie vor zu den beliebtesten Sportarten aller Hannoveraner*innen. Zudem ist es wichtig, für Kinder Möglichkeiten zu schaffen, damit sie schwimmen lernen können. Auch die hiesigen Sportvereine, für die die neuen Wasserflächen ein neues ‚Zuhause‘ sein werden, bekommen mit dem Bau gute Angebote. “

Schwimmhalle mit Sauna, Freibad mit neuen Angeboten

Die Schwimmhalle wird ein 25 Meter langes Sportbecken mit sechs Bahnen und einer Sprunganlage bieten. Die Sprunganlage besteht dann aus einem Ein-Meter-Brett und einer Drei-Meter-Plattform. Hinzu kommen ein Lehrschwimmbecken mit einem Hubboden sowie ein Kleinkindbecken. Die Sauna bietet künftig drei Schwitzräume: finnische Sauna, Biosauna und Erdsauna im Außenbereich. Der umzäunte Saunagarten wird Sitz- und Liegemöglichkeiten in einer vor Einblicken geschützten Gartenlandschaft vorhalten.

Das Freibad erhält ergänzend einen circa 500 Quadratmeter großen Kinderspielbereich, bestehend aus Kletter- und Abenteuerspielplatz, Wasserspielplatz sowie Sand- und Matschspielplatz. Im hinteren Grundstücksteil wird ein etwa 600 Quadratmeter großer, multifunktionaler Fitness- und Sportbereich mit angrenzenden Rasenflächen und einer ruhigen Liegewiese angelegt. Dieses Areal lässt sich durch eine Zaunanlage zum Freibad so abtrennen, dass es außerhalb der Freibadesaison durch Bürger*innen genutzt werden kann.

Foyer mit großer Glaswand

Das Hallenbad entsteht an der Stelle des früheren Gebäudes. Die künftigen Schwimmgäste betreten das Bad an der Ludwig-Jahn-Straße/Ecke Seckbruchstraße über das Foyer, das mit einer großflächigen Glaswand Einblick in die Schwimmhalle mit dem Sportbecken bieten wird. Die Badeplatte des Hallenbads wird gegenüber dem Bestand deutlich abgesenkt und befindet sich nun auf der Ebene der Badeplatte der vorhandenen Freibadbecken. Die Zuwegung vom öffentlichen Straßenraum zum Haupteingang des Schwimmbads erfolgt über eine zentrale etwa vier Meter breite Rampe. Alle den Badegästen zugänglichen Bereiche des Hallenbads sind barrierefrei gestaltet.

Die Fassaden aus grauen Faserzementtafeln werden in Analogie zur historisch bedeutenden Zementindustrie des Stadtteils Misburg gestaltet. Ein Fassadenrücksprung kennzeichnet den Zugang deutlich und bietet zugleich einen überdachten und witterungsgeschützten Außenbereich. Die im Bestand durch Pkw-Stellplätze geprägte Grundstücksecke wird in einen Vorplatz mit Sitzmöglichkeiten als attraktiver Treffpunkt und Wartebereich für Badegäste umgestaltet.

Begrüntes Dach mit Photovoltaikanlage

Das Gebäude wird konventionell in Massivbauweise ausgeführt, wobei die Gebäudehülle Passivhauskomponenten aufweisen wird. Auf dem extensiv begrünten Dach des Hallenbads befindet sich künftig eine Photovoltaikanlagemit einer Leistung von 99 Kilowatt-Peak. Zudem erzeugt ein Blockheizkraftwerk weiteren Strom für den Eigenbedarf. Die Abwärme wird für die Wassererwärmung und Heizung des Gebäudes genutzt. Eine auf dem Dach des Hallenbads befindliche, 500 Quadratmeter große Solarabsorberanlage erwärmt im Sommer die Freibadbecken.

 

Zahlen und Fakten kompakt:

Hallenbad:

  • Auftraggeber: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement
  • Projektsteuerung: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement
  • Bauherr/ ÖPP: Industriebau Wernigerode GmbH, Niederlassung Schönebeck
  • Generalplanung: Krieger Architekten / Ingenieure GmbH, Velbert

Außenanlagen:

  • Projektsteuerung: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün
  • Planung: Schröder Landschaftsarchitekten & Ingenieure, Essen   
  • Baubeginn: Oktober 2021 (Abriss)
  • voraussichtliche Fertigstellung: November 2023

Fläche:

  • Hallenbad: 5.409 Quadratmeter (Netto-Raumfläche) 
  • Freibad: 1.033 Quadratmeter (Netto-Raumfläche)
  • Baukosten: 26,12 Millionen Euro

 

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