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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 19.Januar 2021

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Das Neue Rathaus von Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm Das Neue Rathaus von Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Bürgeramt Schützenplatz bleibt geschlossen, Bürgeramt Aegi öffnet mit Einschränkungen

Aufgrund von Corona-Fällen in der Belegschaft und damit verbundener Quarantäne-Anordnungen bleibt das Bürgeramt Schützenplatz im HannoverServiceCenter vorerst weiterhin bis zum 22. Januar geschlossen. Alle Kund*innen, die in dieser Woche einen Termin im Bürgeramt Schützenplatz haben, werden gebeten neue Termine zu vereinbaren. Alle Kund*innen, die zwischen den 25. Januar und dem 29. Januar einen Termin im Bürgeramt Schützenplatz haben, werden gebeten sich kurz vor dem Termin auf der Website www.bürgeramt-hannover.de zu informieren. Nur das Abholen von fertigen Dokumenten bleibt im Bürgeramt Schützenplatz möglich.

Das Bürgeramt Aegi nimmt ab Dienstag,19. Januar grundsätzlich wieder den Betrieb auf. Allerdings gibt es bis zum 22.Januar Einschränkungen. Aufgrund der Quarantäneanordnungen und der damit verbundenen geringen Personalausstattung müssen mehrere Termine in dieser Woche gezielt abgesagt werden. Alle betroffenen Kund*innen werden direkt informiert und erhalten ein Ersatzangebot.

Aufgrund der Schließung des Bürgeramtes Schützenplatz und sehr begrenzten Kapazitäten im Bürgeramt Aegi sind leider keine Ausweichtermine in anderen Bürgerämtern möglich.

 

Verein "IcanDo" erhält hohe Auszeichnung - Oberbürgermeister Onay gratuliert

Der Sportverein "IcanDo e.V." aus Hannover hat mit dem "Großen Stern des Sports" in Gold die bedeutendste Auszeichnung erhalten, die im deutschen Breitensport vergeben wird. Mit dieser Auszeichnung ehrt der Deutsche Olympische Sportbund jedes Jahr in einem bundesweiten Wettbewerb das gesellschaftliche oder ehrenamtliche Engagement eines Vereins. " ICanDo" gründete die Initiative «IcanDo@School! », mit der Grundschulen spezielle Spiel- und Sportangebote gemacht werden, damit dort auch während der Pandemie Bewegung unter Einhaltung der Abstandsregeln möglich ist.

Oberbürgermeister Belit Onay übermittelte am Montag in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Vereins die Glückwünsche der Landeshauptstadt Hannover. "Die Auszeichnung für den IcanDo e.V. stellt die Würdigung einer besonderen, sportlichen und sozialen Leistung für das herausfordernde Jahr 2020 dar – insbesondere für den Vereinssport, der sehr mit den Corona-Einschränkungen zu kämpfen hatte. Hierauf können alle an dem Erfolg Beteiligten zu Recht stolz sein", so Onay.

Onay führte weiter aus: "Über diesen schönen Erfolg freue ich mich zusammen mit vielen Hannoveraner*innen sehr. Das Unterstützungsprojekt IcanDo@School an Grundschulen zum Thema Nähe und Distanz ist in dieser Form einzigartig und hat viele Kinder zu Bewegung und Gemeinschaft aufgerufen. Ihr Plan ist aufgegangen!"

 

Oberbürgermeister Onay begrüßt das Verbot von Atomwaffen

Am 22. Januar tritt der von den Vereinten Nationen im Jahr 2017 verabschiedete Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Atomwaffen sind ab jetzt völkerrechtlich geächtet und verboten.

Das von Hannovers Partnerstadt Hiroshima geführte, weltweite Städtebündnis Mayors for Peace mit rund 8.000 Mitgliedern, darunter 700 Städte in Deutschland, begrüßt das Inkrafttreten des Vertrags. Als Zeichen ihrer Unterstützung hisst Hannover – wie auch etliche deutsche Mitgliedsstädte – am 22. Januar die Mayors-for-Peace-Flagge. Denn Städte mit ihrer wichtigen Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungszahl gelten nach wie vor als vorrangige Ziele im Falle eines nuklearen Angriffes.

 

Oberbürgermeister Belit Onay:

„Als Partnerstadt Hiroshimas und Vizepräsident der Mayors for Peace begrüßen wir ausdrücklich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages. Der Vertrag ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu Global Zero. Er wird der Debatte um nukleare Abrüstung neue Impulse verleihen. An der Seite Hiroshimas werden wir uns auch weiterhin entschieden für die Abschaffung der Kernwaffen einsetzen. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne Atomwaffen gestalten.“

Noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise rund 13.400 Nuklearwaffen. Derzeit investieren die Nuklearwaffenstaaten wieder massiv in die Modernisierung und Einsatzfähigkeit ihrer Atomwaffenarsenale.

 

Nukleare Technologie als Prestigeobjekt: Vortrag als Zoom-Videokonferenz

Bereits am Tag vor Inkrafttreten des Vertrages bieten die IPPNW-Studierendengruppe Hannover und ICAN (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen) in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover eine digitale Veranstaltung zum Thema „Der Sprengstoff für die Bombe – Atomkraft als Wegbereiter-Technologie für Atomwaffen“ an. Dr. Alex Rosen, Vorsitzender der IPPNW – Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs, Ärzt*innen in sozialer Verantwortung, erläutert die Verbindungen zwischen militärischer und ziviler Nutzung der Atomkraft.

Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 21. Januar, um 19 Uhr. Bitte melden Sie sich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

Auf der Website www.mayorsforpeace.de werden zudem weitere Vorträge zu den Themen „Frieden erzwingen?“, „Patriarchat und internationale (Ab-)Rüstung“ sowie „We are the Bomb – Zur Finanzierung nuklearer Rüstungskonzerne“ als Aufzeichnung angeboten.

 

Hintergrund zur Entstehung des Atomwaffenverbotsvertrages

Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen (TPNW) wurde von den Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 mit 122 Stimmen angenommen, am 20. September wurde er zur Unterschrift freigegeben. Nach der am 24. Oktober 2020 erfolgten 50. Ratifizierung tritt der Vertrag gemäß seinem Artikel 15 (1) am 22. Januar 2021 in Kraft. 51 Staaten haben ihn bislang ratifiziert, 86 unterzeichnet. Die Atommächte sind dem Vertrag nicht beigetreten. Auch Deutschland ist nicht dabei.

In dem völkerrechtlich bindenden Vertrag verpflichten sich die Unterzeichnenden, "nie, unter keinen Umständen" Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Darüber hinaus verpflichten sich die Mitgliedsstaaten, Personen, die von Kernwaffentests oder –einsätzen betroffen sind, umfassende Hilfe zu leisten und geeignete Maßnahmen zur Umweltsanierung der kontaminierten Gebiete in ihrem Hoheitsgebiet zu ergreifen. Auch nach Inkrafttreten des Vertrages ist ein Beitritt weiterer Staaten möglich.

Der zivilgesellschaftlich auf den Weg gebrachte Vertrag geht auf die Aktivitäten der internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zurück, die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Die Mayors for Peace sind eine der rund 500 Partnerorganisationen von ICAN.

Weitere Informationen und den Originaltext des Vertrages finden Sie unter:

https://www.un.org/disarmament/wmd/nuclear/tpnw/

 

Wer sind die Mayors for Peace?

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Städtenetzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.000 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter 700 Städte in Deutschland.

Weitere Informationen unter: www.mayorsforpeace.de

 

Spielplatz am Dieter-Oesterlen-Weg wird erneuert – Arbeiten starten

Die vorbereitenden Arbeiten für die Neugestaltung des Spielplatzes am Dieter-Oesterlen-Weg (Stadtteil Kirchrode) haben heute (18. Januar) begonnen. Wenn die Baustelle mit Bauzäunen eingerichtet und gesichert ist, werden in Kürze drei Sträucher (Hartriegel) gerodet und ein Baum (Esche) gefällt. Zudem werden alle Brombeersträucher zurückgeschnitten und die Fläche wird insgesamt gesäubert. Diese Arbeiten sind aus funktionalen Gründen zur Vorbereitung der umfangreichen Erneuerungsmaßnahmen im Umfang von rund 310.000 Euro auf dem rund 3.100 Quadratmeter Areal erforderlich. Die Fertigstellung des weiterhin großen grünen Spielplatzes ist für den Sommer 2021 geplant.

Der Platz ist in seiner jetzigen Form in vier unterschiedliche Terrassen gegliedert. Dieses inspirierte das für die Umplanung des Spielplatzes beauftragte Landschaftsarchitekturbüro „chora blau“ aus Hannover dazu, auf den neu zu schaffenden Spielflächen das Thema „Berglandschaft“ umzusetzen. Jede der bereits vorhandenen Terrassen bekommt einen eigenen Charakter und die dazu passenden Spielgeräte für verschiedene Altersgruppen.

Im Süden des Areals befindet sich die unterste Terrasse. Diese wird zu einer „Almwiese“ mit Sandspielbereich und „Sandbar“, mit vielfältigen Sandspielangeboten (Sieb, Kran) und Backtisch sowie einer Nestschaukel. In diesem Segment sollen vor allem jüngere Kinder ihren Spielbereich finden.

Zwischen der „Almwiese“ und der danebenliegenden Terrasse wird die Form eines bereits vorhandenen Hügels angepasst, der dann mit Holzskulpturen, die die Form von Gämsen haben, die Kinder auf die nächste Terrasse locken soll. Dieser Bereich widmet sich den Themen Klettern und Hüpfen und besteht aus einer Kletterspielkombination mit Seilkonstruktionen, Kletterwänden, einer Rutsche und einem „kleinen Bergsee“ in Form eines Trampolins. Ein besonderes „Highlight“ ist das Spielplatztelefon, mit dem „Notrufe“ von einer Seite einer gestalteten „Felswand“ zur anderen Seite abgesetzt werden können.

Daran anschließend liegt eine offene Rasenfläche, die sich für verschiedene Ballspiele eignet und die schließlich zum „Gipfel“ führt. Seitlich neben dem „Gipfel“, der das höchste Areal der vier Terrassen ist, kann mit einer Seilbahn dann wieder ins Tal gefahren werden. Um die Seilbahn einbauen zu können, muss die kleine Esche gefällt werden. Ersatz dafür ist im Bereich der „Almwiese“ vorgesehen. Dort werden als zukünftige Schattenspender drei neue Bäume (eine Esche und zwei Hainbuchen) gepflanzt. Eine weitere Esche wird zukünftig am Rand der offenen Rasenfläche stehen. Die Ränder des gesamten Spielplatzes werden mit einer Blühmischung aufgewertet.

Auf der obersten Terrasse - an der Fußwegeverbindung zwischen Dieter-Oesterlen-Weg und Bonatzweg - wird darüber hinaus eine neue Tischtennisplatte für alle Altersgruppen eingebaut. Die Treppenanlage am Bonatzweg wird erneuert und freigeschnitten.

Alle vorhandenen Natursteine, die sich auf dem Gelände befinden, werden versetzt, so dass sie sich an die neuen Nutzungen anpassen. Ein neuer Tisch und drei Bänke am Sandkastenbereich und nahe der Kletterkombination runden das Aufenthaltsangebot auch für Erwachsene ab.

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