Log in

Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 19.Oktober 2021

(0 Stimmen)
Leibniz Tempel im Georgengarten © Ulrich Stamm Leibniz Tempel im Georgengarten © Ulrich Stamm

HANNOVER.

 

Online-Festival zum Thema „Verbindet euch! - Demokratische Allianzen für eine plurale Gesellschaft“ vom 28. bis 31. Oktober

Nachrichten über rassistische und antisemitische Anschläge wie Halle und Hanau sind allgegenwärtig. Zunehmend sind auch sexistische und ableistische Anfeindungen öffentlich sicht- und diskutierbar. Hinzu kommen Deutungskämpfe um Geschichte und Erinnerung, wissenschaftliche Erkenntnisse und demokratische Werte werden in Frage gestellt. Um zu zeigen, dass Demokratie und Menschenrechte nicht selbstverständlich sind und sie gelebt und gegen Angriffe verteidigt werden müssen, will das Online-Festival vom 28. bis 31. Oktober helfen demokratische Allianzen zu bilden.

Dafür bringt das Online-Festival „Verbindet euch! - Demokratische Allianzen für eine plurale Gesellschaft” vom 28. bis 31. Oktober Bildungsprojekte, zivilgesellschaftliche Projekte, Wissenschaft und Kultur zusammen. Mit seinem Programm richtet es sich an Lehrer*innen, Multiplikator*innen, Pädagog*innen und interessierte Einzelpersonen. Ziel ist es, den Teilnehmenden inhaltliche Impulse und einen Überblick über ausgewählte Akteur*innen der historischen und politischen Bildung zu eröffnen, einen Austausch zu initiieren und Impulse für Projekte mit Kindern und Jugendlichen zu geben. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind möglich bis zum 28. Oktobbis unter www.spielfeld-gesellschaft.de/spielplan/2021/verbindet-euch-online-festival/

Das Festival ist eine Kooperation zwischen „Stories for Tomorrow - Ein Raum für Wandel und Lernen”, dem ZeitZentrum Zivilcourage der Landeshauptstadt Hannover und „Spielfeld Gesellschaft” der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung.

 

Das Online-Programm:

Zur Eröffnung am Donnerstagabend (28. Oktober) um 18.30 Uhr diskutieren Regine Kramarek, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Hannover, Dr. Elke Gryglewski, Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Tobi Kunze, Slam-Poet und Autor über zeitgemäße Vermittlungsangebote in der historisch-politischen Bildung. Am Freitagabend (29. Oktober) um 17 Uhr wird der Film „Masel tov Cocktail“ gezeigt und gemeinsam mit dem Regisseur Arkadij Khaet besprochen. Am Samstagabend (30. Oktober) um 19 Uhr liest der Autor Mati Shemoelof aus seinen Texten und dazu gibt es Musik von Joy Bogat. Während des Festivals von Freitag bis Sonntag stellen sich zudem verschiedene hannoversche und bundesweite Initiativen und Bildungsprojektes vor und diskutieren mit dem Publikum über „Demokratische Allianzen gestern – heute – morgen“. Dazu gehören Projekte aus dem Netzwerk Erinnerung & Zukunft Region Hannover, Amaro Drom e.V., die Villa ten Hompel, das Theaterprojekt „Mit den Augen eines zwölfjährigen Mädchens“ (Leila Semaan) und das Projekt Meet a Jew sowie die Bildungsstätte Anne Frank.

Verschiedene Workshops zu innovativen pädagogischen Konzepten in der historisch-politischen Bildung mit Jugendlichen und viele Möglichkeiten des Austauschs und der Vernetzung sind auch Teil des Programms.

Aktuelle Informationen zum Programm gibt es unter: www.hannover.de/das-z

 

Aus der Reihe: Zeitreise: Gestern – Heute – Morgen - Erzählungen türkischer Senioren zum 60. Jahrestag des türkischen Anwerbeabkommens

Am 30. Oktober 2021 jährt sich die Unterzeichnung des Anwerbeabkommens mit der Türkei zum sechzigsten Mal. In der Reihe „Zeitreise: Gestern – Heute – Morgen“ des Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH) wird das Thema am 1. November um 15.00 Uhr beleuchtet. Zwei türkische Senioren, Hasan Y. und Ali S. informieren und blicken zurück. Sie berichten davon, wie sie als Arbeitskräfte angeworben wurden, ein Leben lang gearbeitet haben, geblieben sind und sich jetzt im Ruhestand befinden.

Der Vortrag basiert auf einem Projekt des Kulturzentrums FAUST mit dem Titel "Eski Ustalar - Alte Meister, Erzählungen türkischer Senioren vom Alltag im Alter.

Der Termin findet im Veranstaltungszentrum, Ihmepassage 5 (über Blumenauer Str.) unter Einhaltung der 3G-Regel statt. Eine Anmeldung ist vorab beim Kommunalen Seniorenservice Hannover erforderlich, Telefon 168-45195. Auch online wird diese Veranstaltung übertragen, dazu gibt es Informationen unter www.seniorenberatung-hannover.de. Gegen 16.30 Uhr ist die Veranstaltung beendet. Der Eintritt ist frei.

 

Schriftenreihe zur Stadtentwicklung – Band 140: „Wanderungen der Landeshauptstadt Hannover zwischen Wiedervereinigung und Corona-Pandemie“

Die Stadtverwaltung hat die Untersuchung „Wanderungen der Landeshauptstadt Hannover zwischen Wiedervereinigung und Corona-Pandemie“ veröffentlicht. Darin werden die Wanderungsbewegungen in der Stadt zwischen 1991 und 2019 mit verschiedenen Räumen untersucht.

Wanderungen sind der maßgebliche demografische Faktor für die Entwicklung der Einwohner*innenzahlen. In allen Großstädten überflügeln die Zahlen der Zu- und Fortzüge bei weitem die Geburten und Sterbefälle und werden dadurch zur bestimmenden Grundgröße bei der Infrastrukturplanung und für den Wohnungsbau. Für die allgemeine Abschätzung der zukünftigen Einwohner*innenentwicklung und damit auch der Infrastrukturbedarfe ergeben sich Perspektiven aus der Wanderungsanalyse durch die Betrachtung der Entwicklung der Zuzüge aus den wichtigen Quellgebieten. Auf nationaler Ebene ist der quasi Wegfall der neuen Bundesländer als Quellgebiet für Zuwanderung nach Hannover und die mit zunehmender Enge auf dem hiesigen Wohnungsmarkt seit 2008 wieder erstarkende Abwanderung in das direkte Umland der Stadt insbesondere durch abwandernde Familien mit Kindern bemerkenswert. Auch der deutliche Rückgang der Umzugsintensität als Indikator der innerstädtischen Wanderungen weist auf einen in den letzten Jahren enger werdenden Wohnungsmarkt hin.

Aufbau des Bandes

Der erste Teil gibt einen Überblick über die langfristige Entwicklung der Zuzüge nach Hannover und der Fortzüge aus Hannover. Dies umfasst sowohl das Volumen der Bewegungen über die Stadtgrenze als auch die Quell- und die Zielräume der Wanderungsbewegungen. Auch die demografischen Aspekte Geschlecht, Alter und Nationalität (deutsch/nicht deutsch) der wandernden Personen werden untersucht. Die Zahlen stammen vom Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN). Ergänzend werden auf dieser gesamtstädtischen Ebene Wanderungsdaten der Statistikstelle der Landeshauptstadt Hannover (LHH) der Jahre 2016 bis 2019 ausgewertet. Der letzte Teil befasst sich mit der räumlichen Mobilität von Personen in den vier Jahren auf der Stadtteilebene Hannovers. Datenquelle ist dabei ebenfalls die Statistikstelle.

Ausgewählte Ergebnisse

  • In den 29 Jahren von 1991 bis 2019 sind 926.300 Menschen nach Hannover gezogen und gleichzeitig 868.400 Personen aus Hannover fortgezogen. Hieraus resultiert ein Wanderungsgewinn von insgesamt 57.800 Personen.
  • Wanderungsgewinne erzielte die LHH von 1991 bis 2019 insbesondere aus dem übrigen Niedersachsen (ohne das Umland von Hannover) (67.100 Personen per Saldo) und dem Ausland (41.200), aber auch aus den neuen Bundesländern, aus denen per Saldo 25.000 Menschen mehr nach Hannover zogen als fortzogen.
  • Wanderungsverluste erlitt Hannover in allererster Linie gegenüber seinem Umland (-64.200). Räumlich unterteilt nach Inland (Deutschland) und Ausland stammen mit 41.200 Personen und damit 71 Prozent des Wanderungsgewinns Hannovers von per Saldo 57.800 Personen aus dem Ausland, 29 Prozent aus dem Inland.
  • Die Wanderungsgewinne aus dem Ausland sind seit knapp zehn Jahren höher als zuvor. Die Gewinne aus den neuen Bundesländern gehen dagegen seit der Jahrtausendwende kontinuierlich zurück und liegen heute fast bei null. Die Wanderungsverluste gegenüber dem Umland steigen seit gut zehn Jahren an und haben zuletzt 2019 mit einem Verlust von gut 2.800 Personen fast wieder das Höchstniveau von Mitte der 1990er Jahre erreicht.
  • Männer wandern etwas häufiger als Frauen: Ihr Anteil im Gesamtzeitraum liegt mit 53 Prozent sowohl an den Zuzügen nach Hannover und auch an den Fortzügen aus der Stadt über ihrem hannoverschen Bevölkerungsanteil von 49 Prozent Ende 2019.
  • Zu den Wanderungsgewinnen Hannovers seit 1991 trägt ausschließlich die Altersgruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren bei. Jedes Jahr ist der Saldo deutlich positiv gewesen und lag im Schnitt bei einem kräftigen Gewinn von knapp 4.800 jungen Erwachsenen jährlich. In den übrigen Altersgruppen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren (minus 390 pro Jahr), 30- bis 49-Jährige (minus 1.600 pro Jahr) sowie Personen ab 50 Jahre (minus 790 pro Jahr) gab es im Schnitt von 1991 bis 2019 mehr Fortzüge als Zuzüge und damit Wanderungsverluste.
  • 1991 bis 2019 entfiel ein Drittel aller Zuzüge nach Hannover (33 Prozent) auf ausländische Personen und 26 Prozent aller Fortzüge. Seit 1991 sind 20.600 Deutsche mehr aus Hannover fortgezogen als zugezogen, der Wanderungssaldo ist damit insgesamt negativ. Bei ausländischen Personen gab es hingegen einen hohen Wanderungsgewinn um 78.400 Menschen. In der Summe ergibt dies den Wanderungsgewinn Hannovers von 57.800 Personen zwischen 1991 und 2019. Ohne den Zuzug ausländischer Personen hätte Hannover damit insgesamt keine Wanderungsgewinne, sondern Bevölkerungsverluste erfahren.
  • Die hohen Wanderungsverluste Hannovers dem Umland gegenüber betreffen schwerpunktmäßig deutsche Familien.
  • Per Saldo war der Wanderungsgewinn 2016 bis 2019 nach Ländern betrachtet aus Rumänien am höchsten (+2.200), gefolgt von Bulgarien (+1.900) und Polen (+1.400). Nach Staatsangehörigkeit betrachtet gab es in den letzten vier Jahren die meisten Wanderungsgewinne bei Personen syrischer Nationalität (+3.700), gefolgt von irakisch (2.100) und iranisch (+1.300).
  • Auf Ebene der Stadtteile waren im Jahresdurchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 sowohl bei den Zu- als auch bei den Fortzügen über die Stadtgrenze die zentralen Stadtteile Mitte (15,0 Zuzüge und 13,2 Fortzüge je 100 Ew.), Calenberger Neustadt (11,4 Zuzüge und 9,2 Fortzüge je 100 Ew.) und Nordstadt (10,5 Zuzüge und 9,0 Fortzüge je 100 Ew.) die wanderungsintensivsten.
  • Die Umzugsintensität (prozentualer Anteil der Bevölkerung, die in einem Jahr innerhalb Hannovers umgezogen ist) lag 2019 nur noch bei 6,4 Prozent der Bevölkerung. Das ist deutlich weniger als in früheren Jahren und ein Indikator für die zunehmend angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt.
  • Im Schnitt der vier Jahre 2016 bis 2019 zog jede*r vierte Hannoveraner*in (25,3 Prozent), der*die innerhalb der LHH umzog, innerhalb des eigenen Stadtteils um. Auf der innerstädtischen Ebene nimmt die Zahl der Zuzüge und Fortzüge mit steigender Entfernung tendenziell ab: Ziehen Menschen innerhalb der Stadt um, bleiben sie relativ häufig im eigenen Stadtteil oder ziehen in einen nahegelegenen Stadtteil um. Ein knappes Viertel der Umzüge (24,5 Prozent) erfolgte in einen räumlich direkt angrenzenden Stadtteil, die übrige Hälfte in andere Stadtteile.

Die Untersuchung erscheint als Band 140 der Schriften zur Stadtentwicklung und ist bei hannover.de unter dem Stichwort „Bevölkerungsentwicklung und demografischer Wandel“ abrufbar.“

 

Reformationstag: Nur das Nord-Ost-Bad ist geöffnet

Am Sonntag, den 31.Oktober (Reformationstag) ist nur das Nord-Ost-Bad von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Alle anderen städtischen Bäder bleiben an diesem Tag geschlossen.

 

Neu-Start der Kintopp60plus-Gruppe des Kommunalen Seniorenservice Hannover

Gemeinsam einen Film anschauen in lockerer Runde - das ist nach längerer Pause wieder möglich. Am Samstag, 23. Oktober 2021 trifft sich die Kintopp60plus-Gruppe des Kommunalen Seniorenservice Hannover (KSH) in der Begegnungsstätte Plauener Str. 23 A. Der Eintritt ist kostenlos. Einlass ist ab 14 Uhr, Beginn des Films um 14.30 Uhr. Die Teilnahme ist nur mit 3G-Nachweis und nach telefonischer Anmeldung unter der Rufnummer 0511 / 6405244 möglich.

 

Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen tagt öffentlich

Der Ausschuss für Umweltschutz und Grünflächen tagt in öffentlicher Sitzung am kommenden Montag, 25. Oktober, um 14 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2. Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Betriebsausschuss für Stadtentwässerung tagt öffentlich

Der Betriebsausschuss für Stadtentwässerung tagt in öffentlicher Sitzung am kommenden Montag, 25.Oktober, um 13 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2. Die vollständige Tagesordnung  steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen von medizinischen Mund-Nase-Bedeckungen oder FFP2-Masken ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Mund-Nase-Bedeckung auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Sprechstunde mit der Bezirksbürgermeisterin

Für Mittwoch, 27. Oktober, 17 bis 18 Uhr, lädt Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner im Stadtbezirk Döhren-Wülfel zur Bürger*innensprechstunde ein. Interessierte Einwohner*innen des Bezirks können Wünsche und Anregungen äußern oder Probleme besprechen. Treffpunkt für die Sprechstunde ist im neuen Quartierstreff Döhren, Borgentrickstraße 13.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind Besucher*innen aufgefordert, die Mindestabstände einzuhalten. Das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen wird empfohlen.

 

 

Schreibe einen Kommentar