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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 2.April 2020

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Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. 

Pragmatischer Umgang mit Zuwendungen

Die Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf praktisch alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Gerade aus dem Kreis der Vereine, Initiativen und freien Träger*innen, die Zuwendungen von der Landeshauptstadt Hannover erhalten, werden viele Sorgen und damit zusammenhängende Fragen an die Stadtverwaltung herangetragen. Um die Auswirkungen der Pandemie auch für diese Akteur*innen abzumildern, hat sich die Verwaltung zu einem pragmatischen Vorgehen im Interesse der Zuwendungsempfänger*innen entschieden. Sechs Leitlinien beschreiben das Verfahren der Fortsetzung und Auszahlung von Zuwendungen. In direkten Anschreiben informiert die Verwaltung zurzeit die Adressat*innen aus Kultur-, Sozial-, Jugend- und Sportbereichen.

„Die vielfältigen Initiativen und freien Träger*innen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Zusammenleben in unserer Stadt. Für uns steht außer Frage, dass wir einen Beitrag dazu leisten wollen, die funktionierenden Strukturen zu sichern und gemeinsam mit den Zuwendungsempfänger*innen diese Krise zu meistern“, erklärt Oberbürgermeister Belit Onay.

„Mit den Leitlinien bekommen unsere Partner*innen Sicherheit und müssen sich nicht auch noch um die städtische Unterstützung sorgen. Uns ist sehr wichtig, dass all die, die mit ihrer Arbeit das vielfältige Spektrum der städtischen Gemeinschaft gestalten und das auch in dieser Zeit mit viel Engagement und Fantasie und zum Teil ganz neuen digitalen Präsentationsformen fortsetzen wollen, Klarheit haben, wie es in der Krise für sie weitergeht – von Kulturschaffenden über den Sozial-, Senioren- oder Sportbereich bis zu den freien Träger*innen der Jugendhilfe, den Jugendverbänden und den vielen anderen Kooperationspartner*innen“, unterstreichen Kultur-, Sozial und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf und Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski.

„Wir stecken einen Rahmen ab, der es den Zuwendungsempfänger*innen ermöglicht, besser mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie fertig zu werden. Das ist nicht zuletzt Ausdruck unserer Wertschätzung für diese Akteur*innen“, so Stadtkämmerer Axel von der Ohe. „In dieser für alle Seiten sehr herausfordernden Situation, erwarten wir allerdings gleichzeitig von den Zuwendungsempfänger*innen, dass sie beeinflussbare Kosten soweit als möglich senken und damit einen Beitrag dazu leisten, die Belastungen für den städtischen Haushalt in Grenzen zu halten.“

Konkret hat die Stadtverwaltung folgende Leitlinien zum Umgang mit den Zuwendungen entwickelt:

  1. Bereits ausgezahlte Zuwendungen für institutionelle Zwecke verbleiben bei den Zuwendungsempfänger*innen.

  2. Noch auszuzahlende Zuwendungen für institutionelle Zwecke werden an die Zuwendungsempfänger*innen ausgezahlt.

  3. Zuwendungen für Projekte oder Maßnahmen, die wie ursprünglich vorgesehen durchgeführt werden, können ausgezahlt werden beziehungsweise bei den Zuwendungsempfänger*innen verbleiben.

  4. Zuwendungen für Projekte oder Maßnahmen, die abweichend von der bisherigen zeitlichen Planung bis Ende 2021 in modifizierter Form (zum Beispiel als digitale Präsentation) oder zeitlich verschoben durchgeführt werden, können ausgezahlt werden beziehungsweise bei den Zuwendungsempfänger*innen verbleiben.

  5. Bereits ausgezahlte Zuwendungen für Projekte oder Maßnahmen, die bis Ende 2021 nicht durchführbar sind, und auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt für eine modifizierte Maßnahmendurchführung benötigt werden, können in Höhe der für die Projektanbahnung verbrauchten Aufwendungen (wie Einladungen, Honorarvorauszahlungen, Kosten für Raumreservierungen, Kosten für erforderliche Absagen oder Stornierungen) bei den Zuwendungsempfänger*innen verbleiben.

  6. Zuwendungen für Projekte oder Maßnahmen, die bis Ende 2021 nicht und auch nicht modifiziert durchführbar sind, werden nicht ausgezahlt.

Für Fragen wenden sich Zuwendungsempfänger*innen aus den einzelnen Bereichen bitte an:

Kulturschaffende (auch mit Fragen Bundes-Soforthilfen und die Hilfen für Künstler*innen des Landes Niedersachsen):

Kulturbüro: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Telefon 168 44411 (Montag bis Freitag 9 bis 13 Uhr)Zentrale Angelegenheiten Kultur: Telefon 168-45244 (Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr)

Träger*innen, die über den Fachbereich Jugend und Familie gefördert werden:

Fachbereich Jugend und Familie: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Träger*innen, die über den Fachbereich Schule gefördert werden:

Fachbereich Schule: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Träger*innen, die über den Fachbereich Sport gefördert werden:

Sachgebiet Sportförderung: Telefon 168-34161

Träger*innen, die über den Fachbereich Senioren gefördert werden:

Fachbereich Senioren: E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Telefon 168-40725

Träger*innen, die über den Fachbereich Soziales gefördert werden:

Fachbereich Soziales:Zentrale Angelegenheiten: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zuwendungen Jugendberufshilfe: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zuwendungen aus dem Integrationsfonds und Gesellschaftsfonds Zusammenleben (GFZ): E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Zehn Millionen für Selbständige und Betriebe bis 250 Mitarbeiter*innen - Sofortprogramm für die lokale Wirtschaft gestartet

Das städtische Soforthilfeprogramm für die hannoversche Wirtschaft ist heute (Mittwoch, 1. April 2020) online gegangen. Ab sofort können elektronische Anträge unter https://www.corona-soforthilfe-hannover.de gestellt werden. Für die Bearbeitung der Anträge hat die Verwaltung eine eigene „Task Force“ eingerichtet.

 

„In der Corona-Krise muss gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen schnell und unbürokratisch geholfen werden. Dafür haben wir das Zehn-Millionen-Euro-Programm aufgelegt. Die bereit gestellten Fördermittel sollen für möglichst viele Selbständige und kleinere Betriebe in Hannover einen Beitrag leisten, diese Krise zu überstehen“, betont Oberbürgermeister Belit Onay.

Wirtschafts- und Umweltdezernentin, Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette, hebt neben der finanziellen Hilfestellung der Landeshauptstadt die Notwendigkeit einer adressatengenauen Beratung gerade kleiner und mittlerer Unternehmen hervor: „Wir wollen vermeiden, dass sich die Betriebe jetzt in einem Dschungel der unterschiedlichen Förderungen verirren. Deshalb unterstützen wir über das finanzielle Förderprogramm hinaus auch weiterhin mit individuellen Beratungsangeboten. Interessierte Unternehmen melden sich bitte per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und werden kurzfristig zurückgerufen.“

Das Sofortprogramm der Landeshauptstadt richtet sich an Selbstständige und Gewerbebetriebe mit bis zu 250 Mitarbeiter*innen mit Sitz in Hannover, die aufgrund der Corona-Pandemie in eine existenzgefährdende wirtschaftliche Schieflage oder massive Liquiditätsengpässe geraten sind. Abhängig von der Größe des Betriebes werden Förderungen von 3.000 bis 30.000 Euro als nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss gewährt. Die Antragsbearbeitung und – bewilligung erfolgt nach dem „Windhund-Prinzip“.

Stadtkämmerer Axel von der Ohe unterstreicht: „Rat und Verwaltung wollen mit dem Soforthilfeprogramm eine Liquiditätsbrücke schlagen, die es hoffentlich vielen Unternehmen erleichtert, für sich und ihre Beschäftigten eine Perspektive zu behalten. Dabei wissen wir, dass neben dem Geld der Faktor Zeit die entscheidende Währung in der aktuellen Situation ist. Umso mehr freuen wir uns, dass es nach der verwaltungsinternen Entscheidung, ein solches Programm zu initiieren, gerade einmal eine gute Woche gedauert hat, bis es an den Start gehen konnte.“

 

Badestelle am Dreiecksteich wird nutzungsfreundlicher

Am Südostufer des Dreiecksteichs (Ricklinger Kiesteiche) wird ab heute (1. April) eine beliebte Badestelle auf rund 700 Quadratmetern naturnah umgestaltet. Dabei wird das Ufer flacher angelegt und mit Kiessand versehen. Die Maßnahme kostet rund 42.000 Euro und soll voraussichtlich bis Ostern fertiggestellt werden.

Durch die langjährige intensive Nutzung als Badestelle ist in den vergangenen Jahren im Badebereich ein etwa 80 Zentimeter hoher Absatz entstanden, der den Einstieg in das Gewässer erschwert. Zudem treten an einigen Stellen etwa Reste von Baumwurzeln zutage, die eine Verletzungsgefahr darstellen können. Deshalb soll die obere Bodenschicht im Gewässer- und im Uferbereich entnommen und durch Kiessand ersetzt werden. Dabei wird der gesamte, zum Gewässer hin leicht abschüssige Bereich mit einer durchgehend flachen Neigung gestaltet, die künftig einen barrierefreien Einstieg in das Gewässer ermöglicht. Die Ufergestaltung richtet sich nach naturnahen Vorbildern, dafür wird Kiessand aus der Leineaue und somit aus dem unmittelbaren Einzugsbereich verwendet.

Die Zufahrt für Baufahrzeuge und Bodentransporte erfolgt über Düsternstraße, Horst-Schweimler-Weg und die Asphaltwege am Dreiecksteich. Die im Baustellenbereich beanspruchten Grünflächen werden neu angesät und sollen zur Bildung einer geschlossenen Grasnarbe zunächst nicht betreten werden.

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