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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 2.März 2021

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Investition in die Zukunft: Hannover plant den Aufbau einer regionalen Wasserstoffherstellung auf dem Klärwerk Herrenhausen © LHH Investition in die Zukunft: Hannover plant den Aufbau einer regionalen Wasserstoffherstellung auf dem Klärwerk Herrenhausen © LHH

HANNOVER.

Sprach- und Teilhabeprojekt „Deutsch 360 Grad“ startet in die dritte Runde

Für Oberbürgermeister Belit Onay ist das Projekt „ein Modell zum Weiterdenken und Nachmachen“: „Die Landeshauptstadt Hannover steht für Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit für alle Menschen. Unser Ziel ist es, Menschen nicht auszugrenzen oder in Schubladen zu stecken, sondern ihnen die Chance auf Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen. Dafür steht das erfolgreiche Projekt ‚Deutsch 360°‘. Seine große Stärke ist die schnittstellenübergreifende Zusammenarbeit von Akteur*innen aus der Wirtschaft, dem Bildungsbereich, den Innungen und der Stadtverwaltung. Es wurde vom Volkswagen Konzern und Volkswagen Nutzfahrzeuge initialisiert und wird mittlerweile im vierten Jahr in Folge erfolgreich umgesetzt. Ich freue mich besonders, dass trotz der schwierigen Corona-Situation auch im Jahr 2021 zwei weitere Projekte starten werden.“

 

Wie bereits in den ersten beiden Programmdurchläufen 2017/18 und 2019/20 engagiert sich Volkswagen Nutzfahrzeuge gemeinsam mit der Volkswagen Konzern Flüchtlingshilfe auch in der 3. Runde bei der Umsetzung des Projekts. Ziel ist es, Geflüchteten durch berufsbezogene Deutschprojekte in Verbindung mit der Vermittlung von Allgemeinwissen rund um Arbeit und Leben in Deutschland, den Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

 

Die Landeshauptstadt Hannover sorgt durch ihre Koordinationsstelle ALBuM für das übergreifende Projektmanagement.

 

 

Investition in die Zukunft: Hannover plant den Aufbau einer regionalen Wasserstoffherstellung auf dem Klärwerk Herrenhausen

Die Landeshauptstadt Hannover bringt ein innovatives Modellprojekt zur Herstellung und Nutzung von Wasserstoff auf den Weg. Die Stadtentwässerung soll Produzentin dieses als Energieträger der Zukunft bezeichneten Produktes werden. Im Rahmen eines geplanten Projekts mit einem Investitionsvolumen von rund elf Millionen Euro will der städtische Eigenbetrieb mittels des Wasserelektrolyse-Prozesses auf dem Großklärwerk im Stadtteil Herrenhausen Wasserstoff herstellen. Das Besondere und Zukunftsweisende an diesem Projekt ist, dass alle bei diesem Vorgang entstehenden Produkte genutzt werden sollen, um die die eingesetzte Energie optimal zu verwenden. Kernprinzip ist dabei die sogenannte Sektorenkopplung: Neben dem Wasserstoff, der unter anderem als Treibstoff für Busse im öffentlichen Personennahverkehr sowie für Logistik-Fahrzeuge genutzt werden kann, entstehen als Nebenprodukte Sauerstoff und Abwärme. Die entstehende Wärme will enercity durch Einspeisung ins Fernwärmenetz nutzen. Einen neuen Aspekt der Wasserstoffproduktion stellt dabei die Nutzung des Sauerstoffs sowie von gereinigtem Abwasser statt Trinkwasser dar. Den Sauerstoff will die Stadtentwässerung im Klärwerksprozess einsetzen. Hierfür sind weitere Forschungsarbeiten in Zusammenarbeit mit der Leibniz-Universität nötig, die Bestandteil des Projektes sind.

 

Für die Umsetzung dieses Vorhabens sollen Fördermittel aus der Wasserstoffförderung des Landes bziehungsweise der Technologieoffensive Wasserstoff des Bundes beantragt und eingesetzt werden. Darüber hinaus ist das Projekt so angelegt, dass sich die Zukunftsinvestitionen wirtschaftlich selbsttragen sollen. Im Falle einer Zuwendung ist geplant, die Produktionsstätte bis 2024 aufzubauen und spätestens im Jahr 2025 den Regelbetrieb zu starten. Das Vorhaben ist ein Verbundprojekt der Stadtentwässerung Hannover gemeinsam mit dem Elektrolyseanlagenhersteller Aspens, dem Institut für Elektrische Energiesysteme (IfES), dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Leibniz Universität Hannover (ISAH) sowie dem Institut IWAR der Technischen Universität Darmstadt und enercity. Unterstützt wurden die Projektpartner durch die gemeinsame Wirtschaftsförderungsgesellschaft hannoverimpuls von Landeshauptstadt und Region Hannover sowie die EMCEL GmbH, Ingenieurbüro für Brennstoffzelle, Wasserstofftechnologie und Elektromobilität. Daneben kooperiert die Stadt mit der Region Hannover, Üstra und Regiobus. Die IHK Hannover und der Unternehmerverband Niedersachsen unterstützen das Zukunftsprojekt ebenfalls.

 

Wasserstoff als Perspektive für zukunftsorientierte Großstädte

„Wasserstofftechnologie und optimierte Energieeffizienz sind wichtige Bausteine klimaneutraler Mobilität und eines besseren Umgangs mit den Ressourcen. Die Nutzung von gereinigten Abwasser sowie den Einsatz des entstehenden Sauerstoffs in den Klärprozess sind wirklich innovative Ansätze, mit denen Hannover einen guten Schritt in die Zukunft macht“, lobt Oberbürgermeister Belit Onay und ergänzt: „Die innerstädtische Produktion von Wasserstoff bietet den großen Vorteil, dass der Energieträger auf kurzem Wege hier eingesetzt werden kann. Damit können wir eine regionale Energiewende vorantreiben.“

 

Niedersachsens Umwelt- und Energieminister Olaf Lies zeigt sich begeistert von dem Projekt: „Niedersachsen hat ein hohes Interesse, dass wir die Wasserstoffwirtschaft voranbringen. Das Vorhaben zeigt ideal, wie neben Wasserstoff auch der anfallende Sauerstoff genutzt werden kann. Solch eine sinnvolle Sauerstoffnutzung gibt es bisher nur in wenigen Vorhaben. Als Umweltminister freut mich, dass so auch eine bessere Abwasserreinigung ermöglicht wird. Mit dem Vorhaben kann in idealer Weise demonstriert werden, welche Chancen auch jenseits der Wasserstoffmobilität in der Technologie liegen.“

 

Innovatives Verbundprojekt mit bundesweitem Modellcharakter

„Besonders bemerkenswert an dem Projekt ist der Verbund aus Kommune, Forschung, Industrie und Wirtschaftsförderung“, sagt Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin Wirtschafts- und Umweltdezernentin. „So stärkt der Technologietransfer von leistungsfähigen Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Partner*innen aus verschiedenen Branchen der Wirtschaft den Wirtschaftsstandort Hannover.“

 

Wasserstoff zur Nutzung in Bussen des ÖPNV und in der Logistik

Das Konzept sieht in einem ersten Schritt die Nutzung des Wasserstoffs für klimaneutrale Mobilität im öffentlichen Nahverkehr und in der Logistik vor. Daher sind die die Region Hannover sowie die Verkehrsunternehmen Üstra und Regiobus an dem Projekt beteiligt. Aktuelle Planungen der beiden Verkehrsunternehmen zur Beschaffung von Brennstoff-zellen-Bussen werden durch die geplante lokale Produktion von Wasserstoff vorangetrieben, weil die Produktion des Wasserstoffs die notwendige Versorgungssicherheit bietet.

 

Klärwerk der Zukunft – vom Stromfresser zum Energieproduzenten

Die Reinigung von kommunalem Abwasser in konventionellen Kläranlagen verbraucht erhebliche Mengen an Energie, hauptsächlich für den elektrischen Antrieb von Gebläsen für die großen Belüfter, die Mikroorganismen mit Sauerstoff versorgen. Damit sind die Kläranlagen mit über 20 Prozent des Gesamtverbrauchs einer städtischen Kommune der größte einzelne Stromverbraucher. „Allein in Deutschland werden jährlich insgesamt rund 4.400 Gigawattstunden Strom für die Abwasserreinigung verwendet. Das ist immerhin die Hälfte der Jahresproduktion eines großen Kraftwerks“, erläutert Matthias Görn, Leiter der Stadtentwässerung Hannover. „Wir sehen die Abwasserwirtschaft vor einem grundlegenden Wandel und wollen die Energieeffizienz deutlich steigern. Klärwerke der Zukunft können somit wichtige Impulse für die Energiewende in Deutschland leisten. Sauberes Wasser und zukunftsfähige klimaneutrale Energie können so gelingen.“

 

Modularer Ausbau

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren. Ab 2025 ist der Regelbetrieb geplant. Zu Beginn sollen täglich circa 400 Kilogramm Wasserstoff produziert werden. Zur Einordnung: Damit könnten etwa 20 Busse am Tag befüllt werden. Das entspricht 150 Tonnen Wasserstoff im Jahr bei einer Elektrolyseleistung von einem Megawatt zu Beginn des Projektes. Im Falle positiver Ergebnisse plant die Stadtentwässerung Hannover die sukzessive Erweiterung. auf bis zu 17 Megawatt und somit bis zu etwa 2.500 Tonnen Wasserstoff im Jahr. Damit soll langfristig ein dezentraler Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in der Region vorangetrieben und zeitgleich die Energieeffizienz der Kläranlage erhöht werden. Neben Bussen sollen Nutzfahrzeuge vor allem aus dem Bereich Logistik den Wasserstoff nutzen können.

 

Forschungs- und Technologieprojekt mit Potenzial

Bei einer erfolgreichen Einbindung des Sauerstoffs in die Klärprozesse stellt das erarbeitete Konzept eine Blaupause für alle Kläranlagen mit gleichem Betriebsaufbau dar. Mit deutschlandweit mehr als 9.000 Klärwerken ist das potenziell erschließbare Geschäftsfeld enorm. Die Stadtentwässerung Hannover sowie die beteiligten Forschungsinstitute unterstützen einen Wissenstransfer an andere Entwässerungsbetriebe, Politik sowie Städte und Kommunen. Die Ergebnisse sollen dokumentiert und in Forschungsarbeiten veröffentlicht werden. Die gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse sollen als Wegweiser zu einer effektiven Sektorenkopplung an Klärwerken dienen.

 

Wirtschaftsförderung durch Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft

Der im Rahmen des Projektes erfolgte Wissensaufbau kann einen wichtigen Beitrag für die Dekarbonisierung und den Klimaschutz, für die regionale Wasserstoffwirtschaft und die lokale Wertschöpfungskette in Hannover und Umgebung leisten.

Der Aufbau einer dezentralen Wasserstoffwirtschaft bietet beachtliche Potenziale für den Klimaschutz, die Versorgungssicherheit mit Energie, einen selbstbestimmten Strukturwandel sowie für die Schaffung einer verantwortungsvollen regionalen Wertschöpfung. Wasserstoff ist die Grundlage für den Transformationsprozess in ein postfossiles Zeitalter.

Kläranlagen bilden ein flächendeckendes Netz, verfügen über qualifiziertes Personal und eignen sich als wichtiger erster Baustein für den Aufbau und die Dezentralisierung der zukünftig erforderlichen Wasserstoffinfrastruktur. Durch die geplante Wasserstoff-Abnahme durch Regiobus und Üstra leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des regionalen Verkehres.

Im Allgemeinen soll durch dieses Projekt und mit der anschließend geplanten Hochskalierung die Motivation weiterer Mobilitätsakteure in der Region ihre mittelfristige Investitionspolitik auf alternative Energieressourcen umzustellen. Somit unterstützt das Projekt auch auf dem Weg zum emissionsfreien Verkehr durch die Einführung der Brennstoffzellentechnologie.  

Die Sektorenkopplung an der Kläranlage durch die Abnahme des Wasserstoffs, des Sauerstoffs und der Abwärme der Elektrolyse ermöglicht die Transformation vom größten kommunalen Energieverbraucher zu einem zukunftsorientierten Umweltbetrieb.

 

Hintergrundinformationen: Stadtentwässerung Hannover

Das Wasserstoffprojekt ist Bestandteil der langfristigen Ausrichtung des hannoverschen Umweltbetriebes. Bis 2035 sollen rund zwei Milliarden Euro in Themenfelder wie Energieeffizienz, Digitalisierung, modernes Prozessmanagement und den Ausbau und die Modernisierung des Kanalnetzes, Erneuerungen der Pumpwerke sowie umfassende Baumaßnahmen an den Klärwerksstandorten Herrenhausen und Gümmerwald umgesetzt werden.

 

Seit mehr als 125 Jahren sorgt die Stadtentwässerung Hannover, als Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Hannover, auf hohem Niveau für Wasserqualität für derzeit rund 750.000 Menschen im Stadtgebiet und den Umlandgemeinden. Nach Hamburg und Berlin verfügt Hannover mit 2.548 Kilometern Länge über das drittlängste Kanalnetz in Deutschland sowie zwei Großklärwerke mit einer Ausbaugröße von 1.250.000 Einwohnergleichwerten (EW), in denen jedes Jahr rund 60 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt werden. Mit einem Anlagenwert von 812 Millionen Euro gehören die Entwässerungsanlagen zu den größten Vermögenspositionen der Landeshauptstadt Hannover.

 

Die Stadtentwässerung schafft damit eine wesentliche Voraussetzung für gesundes und umweltbewusstes Leben in der Stadt. Nachhaltigkeit, Arbeitssicherheit, Umwelt- und Gewässerschutz sowie Gebührenstabilität und beste Beratung bei allen Abwasserfragen sind dabei selbstverständlich. Seit 1996 ist die Stadtentwässerung Hannover ein kommunaler Eigenbetrieb, der mit seiner Arbeit viel für die Bürger*innen der Landeshauptstadt Hannover und der Region leistet.

 

„Hannoversche Pflanzentage“ fallen aus

Die für den 8. und 9. Mai geplanten „Hannoverschen Pflanzentage“ finden in diesem Jahr nicht statt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie sowie der bestehenden Infektionsgefahr ist die Wahrscheinlichkeit, die Veranstaltung uneingeschränkt durchführen zu können, sehr gering. Weil alle Beteiligten einen Planungsvorlauf benötigen, musste die Veranstaltung deshalb jetzt abgesagt werden.

 

Die „22. Hannoverschen Pflanzentage“ im Stadtpark finden nun erst im kommenden Jahr statt. Sie sind für den 7. und 8. Mai 2022 geplant. Die Veranstaltung, die seit zwei Jahrzehnten ein fester Termin vieler Pflanzenliebhaber*innen ist, hat im Jahr 2019 an den zwei Tagen insgesamt etwa 13.000 Besucher*innen angelockt. Bereits im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung Corona-bedingt ausfallen.

 

Bei den Pflanzentagen bieten jährlich rund 100 Gärtnereien und Fachbetriebe aus ganz Deutschland ihre Raritäten und Spezialitäten zum Kauf an. Darüber hinaus können die Besucher*innen auf dieser vom städtischen Fachbereich Umwelt und Stadtgrün organisierten Veranstaltung auch fachkundigen Rat durch die Aussteller*innen sowie Fachvereine und -verbände, Pflanzenliebhaber*innen-Gesellschaften und Freundeskreise bekommen.

 

Gospelkirchentag wird noch einmal verlegt - Festival mit 5.000 Sänger*innen findet erst 2022 in Hannover statt

Der Internationale Gospelkirchentag wird aufgrund der Pandemie ein weiteres Mal verschoben. Das größte europäische Festival für Gospelmusik wird nun vom 16. bis 18. September 2022 in Hannover stattfinden. Dies haben Vertreter*innen der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, des Stadtkirchenverbandes, des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover sowie der Stiftung Creative Kirche einstimmig beschlossen. Das Festival war ursprünglich für den September 2020 geplant. Wegen der Pandemie wurde es zunächst in das Jahr 2021 verlegt. Die bisherigen Anmeldungen und Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit.

 

Nach den derzeitigen Plänen für die Corona-Impfungen steht den rund 150 Chören keine ausreichende Vorbereitungszeit zur Verfügung. Auch ist die Teilnahme ausländischer Chöre und Referent*innen ebenso fraglich wie die Durchführung wichtiger Programmpunkte. Unter anderem sind eine gemeinsame Probe der 5.000 Sänger*innen und Konzerte in Kirchen und auf Plätzen geplant. Da dies alles für den September 2021 nicht sicher ist, findet das Festival ein Jahr später statt. Hannover kann sich dann auf ein dreitätiges Chorfestival mit rund 50 Veranstaltungsorten freuen. 

 

„2022 werden wir den Gospelkirchentag in Hannover feiern - endlich. Nachdem so viele Veranstaltungen ausfallen mussten, freuen wir uns sehr auf wunderbare Tage mit mitreißender Musik und Gemeinschaft in der ganzen Stadt“, sagt Dr. Ralph Charbonnier, Theologischer Vizepräsident des Landeskirchenamtes der Landeskirche Hannovers und Mitglied der Steuerungsgruppe des Gospelkirchentags.

 

Auch Konstanze Beckedorf, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt, unterstützt die Verschiebung: „Wir begrüßen sehr, dass der Gospelkirchentag trotz der erneut notwendigen Verschiebung dennoch in Hannover stattfinden wird. Als Chorstadt und UNESCO City of Music freuen wir uns schon jetzt auf begeisternde Konzerte und ein mitreißendes Festival.“

 

Bewerbungsschluss für die 3. Hannoversche Autor*innenkonferenz – „KURT 2021“ ist der 21. März

Am 9. und 10. Juli findet die 3. Hannoversche Autor*innenkonferenz statt, veranstaltet vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit dem Verband Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller/VS Niedersachsen/Bremen. Namensgeber ist der hannoversche Künstler, Dichter und Dadaist Kurt Schwitters, Autor des berühmten „Anna Blume“-Gedichts. Bewerben können sich Autor*innen, die in Hannover und in der Region leben oder hier geboren sind. Zehn von ihnen werden von einer Fachjury ausgewählt und zur Textwerkstatt eingeladen. Die Teilnahme für die zur Konferenz eingeladenen Autor*innen ist kostenfrei. Die Teilnahme und Preisvergabe ist verbunden mit einer späteren Gemeinschaftslesung aller teilnehmenden Autor*innen.

 

Bewerbungsschluss ist der 21. März:

Bewerben können sich Autor*innen, die mit festem Wohnsitz in Hannover und in der Region um Hannover (einschließlich Hildesheim) leben oder hier geboren sind. Auch Wiederbewerbungen früherer Teilnehmer*innen sind möglich.

 

Wer dabei sein möchte, muss literarische Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, Anthologien oder als eigenständige Buchtitel vorweisen können und sollte zur Bewerbung eine kurze Bio-Bibliografie sowie bis zu fünf Manuskriptseiten (1,5-zeilig, Schriftgröße 12, max. 12.000 Zeichen inkl. Leerzeichen) eines bisher unveröffentlichten literarischen Textes oder bis zu zehn unveröffentlichte Gedichte einreichen: Von Prosa aller Genres über Lyrik bis zu Drehbuch oder Drama sind die verschiedensten literarischen Gattungen willkommen.

 

Die Bewerbung ist als angehängte docx-Datei sowie als PDF-Datei per E-Mail bis zum 21. März einzusenden an das Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Zur Autor*innenkonferenz:

Mit der Autor*innenkonferenz erhalten die teilnehmenden Autor*innen die Möglichkeit, miteinander in einen produktiven Austausch zu treten, mit Kolleg*innen über die eigenen Schreibweisen zu diskutieren und ganz konkret an noch unveröffentlichten Texten zu arbeiten.

 

Die Leitung der Textwerkstatt, während der die zur Bewerbung eingereichten Texte kritisch besprochen werden, übernehmen wieder zwei prominente Kritiker*innen: Dr. Gabriela Jaskulla, Schriftstellerin und Professorin für Kulturjournalismus (FHM), sowie der Fernseh- und Radiojournalist Martin Reckweg (NDR). Zum Auftakt der Fachkonferenz wird es zudem einen impulsgebenden Kurzvortrag von Leander Fischer geben; der mehrfach preisgekrönte und inzwischen in Wien lebende Schriftsteller war Teilnehmer der 1. Hannoverschen Autor*innenkonferenz.

 

Als besonderes Extra wählen alle Teilnehmenden am Ende der 3. Hannoverschen Autor*innenkonferenz eine Preisträgerin oder einen Preisträger: Als Hommage an Kurt Schwitters wird 10. Juli der mit 500 Euro dotierte „KURT 2021“ verliehen. Zusätzlich werden auch ein zweiter und dritter Preis vergeben, die mit 300 und 200 Euro dotiert sind.

 

Die Fachkonferenz ist eine Kooperation der Literaturförderung des Kulturbüros Hannover und des VS Niedersachsen/Bremen. Die VGH-Stiftung unterstützt die Hannoversche Autor*innenkonferenz 2021.

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