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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 22.April 2021

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Hauptbahnhof Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm Hauptbahnhof Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Ernst-August-Platz: Ausbau der Busspur

Nachdem die Stadtbahnlinien 10 und 17 über die neue Streckenführung zum ZOB geführt werden, wird die vorhandene Gleistrasse auf dem Ernst-August-Platz nicht mehr benötigt. Diese Fläche der Gleisanlage soll nun in die Gesamtgestaltung der Platzfläche integriert werden. Nach dem Umbau werden die Buslinien 121, 128, 134 und 900 wieder über den Ernst-August-Platz fahren und die dann barrierefrei ausgebauten Haltestellen bedienen.

Die hierfür notwendigen Bauarbeiten werden am Montag (26. April) beginnen und voraussichtlich bis Anfang November 2021 andauern. Währendessen ist das Befahren des Ernst-August-Platzes für die Busse nicht möglich. Diese werden daher über die Fernroderstraße umgeleitet. Eine Ersatzhaltestelle wird in der Joachimstraße eingerichtet. Die Erreichbarkeit der Taxenplätze auf der Ostseite des Ernst-August-Platzes wird zeitweise eingeschränkt sein. Die Arbeiten werden in mehreren Abschnitten durchgeführt, um die Beeinträchtigungen für den Fußgänger*innenverkehr und den montags und freitags stattfindenden Markt so gering wie möglich zu halten.

 

Erneuerung des Radwegs auf der Westseite des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers

Ab Montag (26. April) starten die Sanierungsarbeiten des bestehenden Zweirichtungsradwegs entlang der Veloroute 8 des Rudolf-von-Bennigsen-Ufers auf der Ostseite des Maschsees. Die Bauzeit beträgt etwa zweieinhalb Monate.

Die Oberfläche des Radweges weist derzeit eine Vielzahl von Schadstellen auf, die die Befahrbarkeit beeinträchtigen. Daher ist es vorgesehen, diese auf ganzer Länge (rund 2,4 km) vom Kurt-Schwitters-Platz bis zum Strandbad - ähnlich wie schon auf der Westseite des Maschsees in 2020 - zu erneuern. Die Arbeiten werden abschnittsweise unter weitestgehender Aufrechterhaltung des Radverkehrs durchgeführt. Umfahrungsmöglichkeiten wird es immer im nahen Umfeld geben.

 

Wasser marsch:Brunnensaison am Tierbrunnen in Linden eröffnet

Seit dem 21. April 2021 werden die städtischen Brunnen in Hannover nach der Winterpause in Betrieb genommen. Als ersten Brunnen in der diesjährigen Brunnensaison stellt die Landeshauptstadt Hannover zusammen mit Bezirksbürgermeister Rainer Grube den Tierbrunnen in Linden an. Für den Brunnenbetrieb investiert die Landeshauptstadt Hannover jährlich rund 160.000 Euro für Strom, Wasser und die bauliche Unterhaltung.

 

Weitere Brunnen werden in der Innenstadt  angestellt:

  • Klaus-Bahlsen-Brunnen auf dem Trammplatz
  • Duve-Brunnen am Leibnizufer
  • „Leute im Regen“ in der Großen Packhofstraße
  • Brunnen am Marstallplatz
  • Gänselieselbrunnen auf dem Steintorplatz
  • „Spielende Kinder“ in der Grupenstraße
  • Oskar-Winter-Brunnen am Holzmarkt
  • Hase-Brunnen am Alten Rathaus
  • Schlossbrunnen auf dem Hannah-Arendt-Platz

 

Geplant ist, dass bis Ende der Woche nahezu alle städtischen Brunnen in Betrieb genommen werden.

 

Folgende Brunnen werden zurzeit technisch saniert oder neu gebaut und bleiben vorerst abgeschaltet:

  • Ernst-Brunnen in der Posthornstraße (Sanierung)
  • Postbrunnen in der Rosenstraße(Sanierung)
  • Stöckener Marktbrunnen (Neubau)
  • Klagesmarkt-Brunnen (stillgelegt)

 

Die Trinkwasserbrunnen:

Die zwölf Trinkwasserbrunnen werden aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation vorerst nicht in Betrieb genommen, da nicht gewährleistet werden kann, dass die Trinkwasserbrunnen von allen Personen entsprechend der Hygieneempfehlungen zum Corona-Virus genutzt werden.

 

Bei dem Tierbrunnen handelt es sich um eine Tiertränke, die Vögel, Hunde und Pferde mit frischem Trinkwasser versorgt hat. Schon 1913 wurden durch eine Initiative des Tierschutz-Vereins Hannover und Linden 14 solcher Tiertränken aus Gusseisen in Hannover aufgestellt und die hannoversche Stadtverwaltung übernahm die laufende Unterhaltung. Die Tiertränken wurden nach einem Entwurf durch den Bremer Goldschmied Gerhard Lange im neugotischen Stil durch die Aerzener Maschinenfabrik in Serie angefertigt. Die Tiertränke ist dreigeteilt - das oberste Becken dient als Vogeltränke, das mittlere Becken wird durch Löwenköpfe gespeist und versorgte die Kutsch- und Reitpferde und an dem untersten Becken können Hunde ihren Durst stillen. Zu Beginn der 30er Jahre waren an insgesamt 19 Standorten verschiedene Tiertränken zu finden, doch nur wenige überlebten den Zweiten Weltkrieg.

Bei der Tiertränke in Linden handelt es sich um einen Nachguss der in Serie angefertigten Tiertränken, der durch Spenden von Bürger*innen finanziert und 1982 aufgestellt wurde. Inzwischen wurde das Pferd als Arbeitskraft längst durch Autos und andere Maschinen abgelöst und so wird die Tiertränke in Linden nur noch von Vögeln und Hunden genutzt und trägt ansonsten als Zierbrunnen zur Belebung des Straßenbildes bei.

Nachdem der Brunnenfuß aufgrund von Korrosionsschäden umknickte, wurde die gesamte Konstruktion kostenfrei durch die Aerzener Maschinenfabrk und das Tochterunterhmen Emmerthaler Apparatebau saniert und konnte im November 2020 wieder aufgestellt werden. Nun geht der Brunnen nach der Sanierung und der Winterpause erstmalig wieder in Betrieb.

 

Neues Insektenparadies am Lichtenbergplatz 

 

Der Lichtenbergplatz in Linden wird derzeit in ein Insektenparadies verwandelt: Auf einem vier Meter breiten Streifen am Zaun wurde seit gestern (19. April) der Boden aufgelockert und mit Sand abgemagert. Voraussichtlich morgen (21. April) wird ein Saatgut eingesät mit mehr als 50 verschiedenen Sorten an Wildblumen wie zum Beispiel Akelei, Ackerglockenblume, Johanniskraut, Ringelblume, Wegwarte und wilde Möhre. In den kommenden Wochen werden als weitere bienenliebende- und Vogelnährgehölze auf der Fläche Sorbaria (Federspieren) und entlang des Zauns Lonicera (Geißblatt) gepflanzt.

Die seit vielen Jahren entlang des Zaunes stehenden Strauchrosen wurden entfernt, weil sie im Laufe der Jahre immer mehr abgestorben sind. Gut erhaltene Exemplare werden an anderen Orten wieder eingepflanzt. Die Stadt Hannover möchte mit dieser Maßnahme die biologische Vielfalt auf öffentlichen Grünflächen erhöhen und den Lichtenbergplatz mit der Blütenvielfalt gestalterisch aufwerten.

Die Idee zu einer ökologischen Aufwertung für den Lichtenbergplatz ist im vergangenen Jahr vor Ort bei einem nachbarschaftlichen Ideen-Picknick mehrerer Gruppen (Kdw, Ökostadt und Hannover VOIDS) entstanden. Der Künstler Joy Lohmann (Kultur des Wandels, Kdw) hat sie im März an den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün herangetragen, der nun mit der Umsetzung begonnen hat.

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