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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 24.Mai 2022

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Schwimmbad - Symbolfoto © Ulrich Stamm Schwimmbad - Symbolfoto © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Raum für Menschen - mit mehr Freiflächen, Kultur und nachhaltiger Mobilität: Das sind die Eckpfeiler für die City von morgen

Verweilen und Flanieren unter einem Blätterdach. Im Kulturdreieck Kunst genießen. Mehr Grün und mehr Wasser. Mehr Inklusion und Miteinander. Mehr Aufenthaltsqualitäten und mehr Nutzungsmischung. Keine störenden Autos mehr am Straßenrand. Rückbau von Ampeln und mehrspurigen Straßen innerhalb des Cityrings. Das sind zentrale Leitgedanken zur zukünftigen Gestaltung der Innenstadt. Die wichtigsten Erkenntnisse des Innenstadtdialogs hat die Stadt nun vorgestellt – und buchstabiert diese Überlegungen mit zahlreichen Planungen und Illustrationen für Plätze und Straßen aus. Feedback ist erwünscht!

Hannovers Innenstadt wird sich verändern. Sie wird zu einem Verweilort. Die Georgstraße gegenüber der Oper wird ein einladender Boulevard, der in beide Richtungen mit dem Fahrrad befahrbar ist. Das Areal um die Marktkirche mit seinem Flohmarkt, der entstehenden Leinewelle und den Restaurants und kulturellen Angeboten rund um den Ballhof wird direkt an die Fußgängerzone angebunden. Dafür soll die Schmiedestraße so umgestaltet werden, dass sie nicht länger die Fußgängerzone von der Altstadt trennt. Auch das Areal um den Bahnhof – einer der Treffpunkte der Stadt – wird städtebaulich aufgewertet und verkehrlich neu organisiert. Dies sind nur einige Perspektiven für die City von Morgen.

Oberbürgermeister Belit Onay hebt die Bedeutung der Entwicklung der Innenstadt hervor: „Wir arbeiten an einer lebenswerten, menschengerechten und zukunftsfähigen Innenstadt. Der Innenstadtdialog „Hannover Mitt(e) gestalten“ hat in intensiven Debatten zahlreiche Erkenntnisse zu Tage gefördert, wie sich die Hannoveraner*innen die City von Morgen vorstellen.“ Onay dankt allen Bürger*innen, die sich beteiligt haben, die viele Rückmeldungen und Anregungen und emotionales Engagement eingebracht haben. Es sei, so der Oberbürgermeister, etwas Besonderes, während der Pandemie einen breit angelegten Beteiligungsprozess durchzuführen und in der Form einzigartig in Deutschland. „Heute“, so Onay, „können uns die Hannoveraner*innen über die Schulter schauen und einen Eindruck von unserer Arbeit gewinnen.“ Der Oberbürgermeister erwartet eine anregende Diskussion in der Stadtgesellschaft, bevor die Verwaltung der Ratspolitik ein Gesamtkonzept vorlegt.“

Intensive Beteiligung kommt auf die Zielgerade

In drei großen Beteiligungsschritten hat die Verwaltung Wünsche und Erwartungen der Hannoveraner*innen an die Innenstadt abgefragt: im Rahmen der Experimentierräume im vergangenen Sommer, in einer großen Repräsentativbefragung sowie in sogenannten Quartierswerkstätten, in denen mit Anlieger*innen ganz konkret die verschiedenen Funktionen, Chancen und Perspektiven der Innenstadt diskutiert worden sind.

Nach gut einem Jahr des Innenstadtdialogs entstehen die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung der Innenstadt. Die Ziele, Maßnahmen und Projekte, die von der Stadtverwaltung und den beteiligten Büros zusammengestellt und ausgearbeitet wurden, stehen für vielfältige Funktionen in den einzelnen Bereichen der Innenstadt und bündeln die verschiedenen Stimmen und Impulse. Stadtbaurat Thomas Vielhaber macht deutlich: „In der Altstadt und rund um die Marktkirche gibt es andere Anforderungen als am Kulturdreieck oder am Hauptbahnhof. Wir wollen Vielfalt und Qualität in der Innenstadt fördern, indem wir Stärken hervorheben und Schwächen beseitigen.“

Ausgehend von den Impulsen aus dem Innenstadtdialog entwickelt die Stadtverwaltung ein integriertes Gesamtkonzept für die Zukunft der City. In einem Schulterblick zeigt sie nun mit Fokus auf städtebauliche und verkehrliche Aspekte, wo sie steht, welche Erkenntnisse gewonnen werden konnten. Für zahlreiche Straßen und Plätze innerhalb des Cityrings wurden bereits Visualisierungen erarbeitet, um potenzielle Veränderungen zu veranschaulichen. Diese finden sich unter www.innenstadtdialog-hannover.de.

Onay betont: „Seitens der Stadtverwaltung wollen wir soziale, ökologische, städtebauliche und baukulturelle, verkehrliche, wirtschaftliche und kulturelle Aspekte berücksichtigen. Wir wollen, dass die Leute – von jung bis alt – gern in die Stadt kommen, weil Sie sich wohl fühlen und um eine gute Zeit zu verbringen. Der Innenstadtdialog liefert dazu alles, was wir brauchen.“ Stadtbaurat Vielhaber ergänzt: „Uns ist wichtig, dass die City langfristig ein starkes wirtschaftliches Zentrum in Norddeutschland bleibt, in dem Einzelhandel, Dienstleistungen und Gastronomie auch zukünftig florieren. Wir sind überzeugt, dass eine größere Nutzungsvielfalt auch zu einer neuen Strahlkraft führt und alle Seiten davon profitieren.“ Dass sich große Kaufhäuser heute aus Hannover zurückzögen, unterstreiche den Handlungsbedarf, biete aber auch Chancen an den jeweiligen Standorten.

Beteiligung und Austausch: Zukunft der Innenstadt hängt vom guten Miteinander aller Akteure ab

Der enge Austausch im Rahmen des Innenstadtdialogs hat gezeigt, dass auch zukünftig ein enger Draht zwischen allen Vertreter*innen der Stadtgesellschaft untereinander und mit der Stadtverwaltung geboten ist. „Die Wirtschaft, die Bildungsinstitutionen, die Sozialträger und Kulturinstitutionen: Alle mischen in der City mit. Und mit allen wollen und werden wir im engen und institutionalisierten Austausch bleiben“, so Onay. Der städtebauliche Umbau könne nur erfolgreich sein, wenn auch das Miteinander und die Beteiligung rund um die Innenstadtentwicklung neugestaltet wird. Hierzu würden notwendige Strukturen aufgebaut, so der Oberbürgermeister.

Freiraum, Spiel- und Ruhezonen und mehr Kultur: Mehr Raum zum Verweilen

Überall dort, wo Verkehrsflächen zu Stadtraum werden, entstehen auch neue Freiräume. „Unsere Innenstadt ist derzeit noch sehr sparsam mit Verweilorten ausgestattet. An den meisten Plätzen wird durchgehastet“, so Onay. Genau dies gelte es zu ändern. Hierzu würden dauerhafte Angebote geschaffen und Raum für temporäre Interventionen bereitgestellt.

Konkret heißt das: Attraktive Sitzmöglichkeiten werden installiert, prächtige Pflanzen aufgestellt. Perspektivisch setzt die Stadt auf mehr Grün und Wasserflächen. Zahlreiche Bäume werden gepflanzt - auch in der heute baumlosen Prinzenstraße. Zudem gibt es Raum für saisonal nutzbare Bewegungs-, Spiel-, Kunst- und Freizeitangebote. Einladende Orte hierfür können die Flächen auf dem Köbelinger Markt oder das Areal rund um die Marktkirche sein. „Im Kulturdreieck kommt die Kunst raus aus den Häusern, rein in den öffentlichen Raum und wird das gesamte Areal mit neuen Kooperationen in einen besonderen Verweilort verwandeln“, so der Oberbürgermeister. 

Verbindungen schaffen: Erreichbarkeit der City sicherstellen und Barrieren reduzieren

Verkehrlich hat die Stadt eine Vision, ein Konzept mit zahlreichen strukturgebende Veränderungen entwickelt: Dabei steht die gute Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln oben an. Ausladende und mehrspurige Straßenräume gehören aber nicht mehr zum Zukunftsbild innerhalb des Cityrings und sollen deshalb umgestaltet werden. Laut Vielhaber gilt die Regel: „Mehr Raum für alle statt Mehrspurigkeit innerhalb des Cityrings“. Auch auf Ampeln soll innerhalb der Innenstadt möglichst verzichtet und stattdessen dem Fußverkehr Vorrang eingeräumt werden. Mit Blick auf die Erreichbarkeit und zur besseren Umfahrung der Einkaufscity soll der City-Radring rund um die Fußgängerzone für den Radverkehr gestärkt werden – optisch und baulich. Zudem soll er effektiv mit dem Veloroutennetz verknüpft werden. Wer notwendigerweise mit dem Auto in die City kommt, findet Parkraum in einem der vielen – derzeit nie vollständig ausgelasteten – Parkhäuser. Ebenerdig und im Straßenraum soll kaum mehr geparkt werden. Ausnahmen gibt es für Menschen mit Behinderung, für Taxen oder auch den Lieferverkehr. Rund um den Hauptbahnhof soll der Fernroder Tunnel künftig dem Fuß- und Radverkehr dienen und für den Kfz-Verkehr gesperrt werden. Zudem soll eine Reduzierung des Verkehrs im Posttunnel erzielt werden.

„Die Innenstadt wird zukünftig besser erreichbar sein: Mit dem Rad, dem leistungsstarken ÖPNV oder auch dem Auto. Dennoch wird das Auto mehr und mehr aus dem Erscheinungsbild der Innenstadt verschwinden. Die Menschen werden wieder sichtbarer im Lebensraum Innenstadt“, resümiert Belit Onay.

Die Nächsten Schritte: Feedback und politische Beschlussfassung

Die Hannoveraner*innen haben nun die Möglichkeit zu sehen, wie die Stadtverwaltung ihre Impulse für den öffentlichen Raum aus dem vergangenen Jahr aufgegriffen und verarbeitet hat. Der Schulterblick auf die verkehrlichen und städtebaulichen Optionen ermöglicht es den Hannoveraner*innen, sich noch einmal vor der politischen Befassung, einzubringen, bevor im Sommer eine umfängliche Gesamtkonzeption den Ratsgremien vorgelegt wird. Alle Illustrationen und Planungen sind im Internet unter www.innenstadtdialog-hannover.de oder als Ausstellung am Gebäude der Bauverwaltung, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, sichtbar.

 

 

Drei Beteiligungsschritte des Innenstadtdialogs wurden im vergangenen Jahr durchlaufen. Die Experimentierräume im zurückliegenden Sommer bildeten den öffentlich wahrnehmbaren Kern des Prozesses. Die Öffnung der Flächen für alternative Angebote rund um das Kulturdreieck, die Marktkirche und den Köbelinger Markt bildeten den Auftakt. Eine breit angelegte Repräsentativbefragung (Ergebnisse hier) der Hannover*innen zeigte, welche Veränderungsbedarfe in der Stadt als Ganzes vorhanden sind, diese umfassen alle Bereich des urbanen Zusammenlebens bis ins Detail. Im zurückliegenden Winter wurden in insgesamt sechs Quartierswerkstätten die lokalen Bedarfe und Wünsche an verschiedenen Orten innerhalb des Cityrings mit Akteur*innen und Interessenvertreter*innen diskutiert und verarbeitet – etwa rund um das Kulturdreieck, die Altstadt oder auch das Bahnhofsumfeld. Begleitet wird der Prozess von den Hamburger Agenturen TollerOrt und Elbberg sowie Prof. Thomas Krüger von der Hafenuniversität Hamburg.

In den zurückliegenden anderthalb Jahren hat sich die Stadtverwaltung intensiv dafür eingesetzt, Mittel für die Gestaltung der Innenstadt einzuwerben und Fördergelder akquiriert. Um Hannover als smarte City weiter zu entwickeln (weitere Informationen), erhält die Stadt seitens des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen über eine Laufzeit von fünf Jahren insgesamt 8,5 Mio. Euro. Seitens des Landes Niedersachsens fließen im Rahmen des im vergangenen September bewilligten Antrags der Landeshauptstadt zum Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt!“ insgesamt 1,9 Mio. Euro nach Hannover (weitere Informationen). Erst Ende April hat die Landeshauptstadt einen weiteren Antrag beim Land im Rahmen des Förderprogramms „Resiliente Innenstädte“ eingereicht und verspricht sich eine Förderung von Projekten in der City von mehr als vier Mio. Euro über eine Laufzeit bis Ende 2027. Über den Antrag entscheidet das Land voraussichtlich bis zum Sommer. 

 

Geänderte Öffnungszeiten rund um Himmelfahrt und Pfingsten

Aufgrund der Feiertage kommt es rund um Himmelfahrt und Pfingsten bei städtischen Einrichtungen und Dienststellen zu geänderten Öffnungszeiten.

Bürgeramt AegiSonnabend (28. Mai): geschlossen

 

Stadtbibliothek (Zentrale) und die StadtteilbibliothekenDie Stadtbibliothek Hannover am Aegi und die Stadtteilbibliotheken haben an den gesetzlichen Feiertagen Himmelfahrt (26. Mai), Pfingstsonntag und -montag (5. und 6. Juni) geschlossen.

MuseenMuseum August KestnerHimmelfahrt (26. Mai): geschlossenPfingstsonntag (5. Juni): von 11 bis 18 UhrPfingstmontag (6. Juni): geschlossenHistorisches Museum Hannover HMHHimmelfahrt (26. Mai): geschlossenPfingstsonntag (5. Juni): von 11 bis 18 UhrPfingstmontag (6. Juni): geschlossenSchloss Museum Herrenhausen MSHHimmelfahrt (26. Mai): geöffnet von 11 bis 18 UhrPfingstsonntag und –montag (5. und 6. Juni): geöffnet 10 bis 18 UhrSprengel Museum HannoverHimmelfahrt(26. Mai): geschlossenPfingstsonntag und -montag (5. und 6. Juni): von 10 bis 18 Uhr geöffnetGalerie KUBUSHimmelfahrt (26. Mai): geschlossenPfingstsonntag (5. Juni): von 11 bis 18 UhrPfingstmontag (6. Juni): geschlossenZeitzentrum ZivilCourageHimmelfahrt (26. Mai) geschlossenPfingstsonntag und –Montag (5. und 6. Juni): geschlossen

 

Bäder

Himmelfahrt (26. Mai):Lister Bad: 8 bis 20.30 Uhr geöffnetRicklinger Bad: 7 bis 20 Uhr geöffnetNaturbad Hainholz: 10 bis 19 Uhr geöffnet

 

Pfingstsonntag (5. Juni)Lister Bad: 8 bis 20.30 Uhr geöffnetRicklinger Bad: 7 bis 20 Uhr geöffnetNaturbad Hainholz: 10 bis 19 Uhr geöffnet 

Pfingstmontag (6. Juni)Lister Bad: 8 bis 20.30 Uhr geöffnetRicklinger Bad: 7 bis 20 Uhr geöffnetNaturbad Hainholz: 10 bis 19 Uhr geöffnet

 

Spielparks

Himmelfahrt (26. Mai): geschlossenPfingstmontag (6. Juni): geschlossenKinder- und Jugendhaus Hainholz Freitag (27. Mai): geschlossen

Fachbereich Planen und Stadtentwicklung

Bürgerservice BauenMittwoch (25. Mai): 8 bis 13 Uhr geöffnetFreitag (27. Mai): 8 bis 13 Uhr geöffnetStadterneuerung und WohnenFreitag (27. Mai): 9 bis 12 Uhr erreichbarDienstag (7. Juni): 15 bis 17.30 Uhr erreichbar

Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule

Donnerstag, Sonnabend und Sonntag (26., 28. und 29. Mai): geschlossenFreitag (27. Mai): Anmeldung und Programmbereiche geöffnetSonnabend bis Pfingstmontag (4. bis 6. Juni): geschlossen

 

Wochenmärkte

Wegen des Feiertags am kommenden Donnerstag (26. Mai, Himmelfahrt) kommt es zu Verschiebungen und Ausfällen bei Märkten. Die Wochenmärkte Schaperplatz (Kleefeld), Butjerbrunnenplatz (Oberricklingen) und Lister Meile (Oststadt) werden auf Mittwoch (25. Mai) vorverlegt. Die Wochenmärkte August-Holweg-Platz (Ricklingen) und Hägewiesen (Sahlkamp) sowie die Bauernmärkte Marktkirche (Mitte) und Lutherkirche (Nordstadt) fallen ersatzlos aus.

Mit Blick auf Pfingsten gibt es keine Verlegungen. Die Märkte finden wie gewohnt statt.

 

Organisations- und Personalausschuss tagt öffentlich

Der Organisations- und Personalausschuss tagt am kommenden Mittwoch (25. Mai) um 14 Uhr in öffentlicher Sitzung im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Alle Teilnehmenden und Besucher*innen sind aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen einer FFP2-Maske ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Maske auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Schul- und Bildungsausschuss tagt öffentlich

Der Schul- und Bildungsausschuss tagt am kommenden Mittwoch (25. Mai) um 16.15 Uhr in öffentlicher Sitzung im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind alle Teilnehmenden und Besucher*innen aufgefordert, die notwendigen Abstände von mindestens anderthalb Metern einzuhalten. Das Tragen einer FFP2-Maske ist auf den Wegen im Gebäude erforderlich. Besucher*innen werden zudem gebeten, die Maske auch während der Sitzung aufzubehalten. Hinweise der Mitarbeiter*innen beim Zugang der Gebäude und Räume sowie bei eventuell ausgeschöpften Platzkapazitäten sind zu beachten.

 

Stadttafel für Werner Blumenberg an der Spilckerstraße 2 enthüllt

Werner Blumenberg wird vom heutigen Montag (23. Mai) an mit einer Stadttafel geehrt. Die Tafel an seinem ehemaligen Wohnhaus wurde von Dr. Jens Binner, Direktor des ZeitZentrums Zivilcourage, Bezirksbürgermeisterin Belgin Zaman und Ruth Schwake, einer ausgewiesenen Kennerin der Biografie Blumenbergs, enthüllt.

 

Zu Werner Blumenberg

Der Geisteswissenschaftler und Publizist Werner Blumenberg war Gründer und Leiter der sozialdemokratischen Widerstandsorganisation „Sozialistische Front“, die zwischen 1933 und 1936 im Raum Hannover aktiv war. Sie gilt heute als eine der größten und bedeutendsten Widerstandsgruppen gegen das NS-Regime.

Werner Blumenberg wurde 1900 als Sohn des Pastors Wilhelm Blumenberg in Hülsede geboren und wuchs ab 1904 im Pfarrhaus an der Aegidienkirche in Hannover auf. Ab 1919 studierte er Theologie, Religionsgeschichte und orientalische Sprachen in Marburg, wechselte 1920 an die Universität Göttingen. Zur gleichen Zeit trat er in die SPD ein. 1922 brach er sein Studium aus finanziellen Gründen ab. Ab 1925 war er Redakteur beim Göttinger „Volksblatt“, ab 1928 Lokalredakteur der sozialdemokratischen Tageszeitung „Volkswille“ in Hannover.

Nach der Besetzung des Gewerkschaftshauses am 1. April 1933, in dem auch der „Volkswille“ seinen Sitz hatte, musste Blumenberg untertauchen. Unterstützt durch weitere Mitglieder hatte er die Widerstandsgruppe bereits vor der nationalsozialistischen Machtübernahme nach konspirativen Regeln aufgebaut. Sie verteilte die illegale mehrseitige Flugschrift „Sozialistische Blätter“, die nahezu ausschließlich aus den Texten Blumenbergs bestand.

Im Sommer 1936 gelang es der Gestapo, einen Spitzel in die Organisation einzuschleusen. Blumenberg konnte unmittelbar vor der Verhaftung in die Niederlande fliehen.

Nach 1945 kehrte er nicht nach Deutschland zurück. Er arbeitete als Leiter der Deutschland-Abteilung des Internationalen Instituts für Sozialgeschichte in Amsterdam.

Als Experte in Bezug auf das Leben und Werk von Karl Marx hat er mit seinen Publikationen in der Zeit des Kalten Krieges zu einer unvoreingenommenen Sicht auf das Marx’sche Erbe beigetragen.

Werner Blumenberg gehört zu den 45 Menschen, deren Biografie mit historischem Kontext im ZeitZentrum Zivilcourage vertiefend erkundet werden können.

 

Die hannoverschen Stadttafeln

Die hannoverschen Stadttafeln gibt es auf Initiative von Rudolf Hillebrecht seit den 1960er Jahren in Hannover. Sie kennzeichnen stadthistorische Sehenswürdigkeiten, weisen auf bedeutende Architektur hin und machen Orte erfahrbar, an denen bekannte Persönlichkeiten lebten.

Auch um ihre touristische Attraktivität zu erhöhen, werden die ursprünglich 134 Tafeln nach und nach erneuert, indem sie um historische Bilder und englische Kurztexte ergänzt werden.

Zusätzlich wird ihre Anzahl sukzessive erhöht. Insgesamt soll eine Anzahl von rund 200 Tafeln erreicht werden. Dadurch werden in der Vergangenheit diagnostizierte Lücken gefüllt. So fehlen beispielsweise Hinweise auf bekannte Persönlichkeiten, die in Hannover gelebt haben, hier soll insbesondere ein Fokus auf die bisher unterrepräsentierte Gruppe der Frauen gelegt werden. Anders als beim „Roten Faden“ sind die Stadttafeln nicht allein im Zentrum Hannovers, sondern auch in den Stadtteilen vertreten.

Jeder Tafelhängung geht eine historisch-fachliche Überprüfung voraus, um die aktuell historischen Einordnungen zu berücksichtigen. Zusätzlich werden die Gebäudeeigentümer*innen und gegebenenfalls vorhandene Initiativen und Fachleute für Personen, Orte oder Themen beteiligt. Insgesamt wird durch diese Bearbeitung ein Fundus an historischem Wissen zusammengetragen, der zu einem späteren Zeitpunkt auch digital als vertiefendes Material zugänglich gemacht werden soll.

 

Themenspektrum der Stadttafeln

Das Themenspektrum der Stadttafeln reicht weit zurück bis ins Spätmittelalter, besonders jedoch in die Frühe Neuzeit und beinhaltet sowohl Persönlichkeiten, wie zum Beispiel August Wilhelm Iffland, Georg Friedrich Händel oder Jeremias Sutel, als auch die historische Stadtbefestigung mit Stadtmauer, Stadtmauerturm und Stadttoren, die Marktkirche sowie die Neustädter Hof- und Stadtkirche oder Fachwerkhäuser in der Altstadt.

Aber auch die Neuere Geschichte Hannovers – besonders des 19. und 20. Jahrhunderts – soll sich in den Stadttafeln widerspiegeln. Auch hier bilden historische Persönlichkeiten einen Schwerpunkt, nicht zuletzt namhafte Frauen wie zum Beispiel Grethe Jürgens, Yvonne Georgi, Niki de St. Phalle oder bekannte Paare wie Ada und Theodor Lessing oder Käte und Ernst Steinitz.

Außerdem wird es auch zusätzliche und erneuerte Stadttafeln zu bedeutenden historischen Bauten, wie dem Anzeiger-Hochhaus und den Höger-Bauten in der Südstadt, dem Neuen Rathaus, dem Künstlerhaus oder der Stadtbibliothek geben.

 

Anreiseinformation: Internationaler Feuerwerkswettbewerb und Punk in Drublic Festival

In diesem Jahr ist Hannover erneut Gastgeberstadt des Internationalen Feuerwerkswettbewerbs in den Herrenhäuser Gärten. Am kommenden Sonntag (28. Mai) tritt Australien an. Zeitgleich findet im Bereich der Faustwiese das Punk in Drublic Festival 2022 statt. Die Veranstalter (Hannover Veranstaltungs GmbH und Kulturzentrum Faust e. V.), die Polizeidirektion Hannover und die Landeshauptstadt Hannover raten den Besucher*innen bei der An- und Abreise unbedingt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. In unmittelbarer Nähe zu den Veranstaltungsorten stehen nur in begrenztem Rahmen Parkplätze zur Verfügung und speziell bei der Abreise mit dem PKW kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Eintrittskarte für den Internationalen Feuerwerkswettbewerb gilt auch als kostenfreies Kombi-Ticket in allen Bussen und Bahnen des Großraumverkehrs Hannover (GVH) am Veranstaltungstag ab 15 bis 5 Uhr des Folgetags (Betriebsschluss).

Wer dennoch auf die Anreise mit dem PKW nicht verzichten kann, hat die Möglichkeit, die zahlreichen Park & Ride-Angebote von den Endhaltestellen der ÜSTRA und von den Haltestellen der S-Bahnen der Region zu nutzen.

Eine weitere Alternative, speziell für die Besucher*innen aus der Stadt, ist die Anreise mit dem Fahrrad. Im Bereich rund um die Faustwiese werden Fahrradstellplätze eingerichtet. Einer befindet sich am Ende der Salzmannstraße, ein weiterer am Ende der Stärkestraße und der letzte auf dem Hochplateau am Strandleben.

Beim Internationalen Feuerwerkswettbewerb stehen ebenfalls zusätzliche Fahrradstellplätze zur Verfügung.

 

Stadt weitet Schwimmunterricht aus

Seit Januar gut 300 Seepferdchen-Abzeichen und rund 120 Bronze-Prüfungen – Kurse jetzt auch in Freibädern

Die Landeshauptstadt Hannover intensiviert die städtische Schwimmausbildung, damit möglichst viele Kinder schwimmen lernen. So bietet die Sportverwaltung erstmals in Freibädern Unterrichtskurse an und nutzt das für die Öffentlichkeit seit April gesperrte Stadionbad verstärkt für die Schwimmkurse. Seit Januar haben städtische Schwimmlehrer*innen mehr als 300 Seepferdchen-Abzeichen ausgegeben und rund 120 Bronze-Prüfungen abgenommen. In den kommenden Wochen bietet die Stadt weitere 130 Kursplätze an. Bis zum Ende der Sommerferien werden damit mehr als 550 Kinder eine Schwimmausbildung durch städtische Bädern erhalten haben.

„Das Erteilen von Schwimmunterricht durch eigenes Personal ist ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt in den städtischen Bädern. Das Erfordernis auf diesem Feld die Kräfte zu bündeln hat in der Corona-Pandemie deutlich zugenommen. Deshalb haben wir die im vergangenen Jahr begonnene Schwimmunterrichtsoffensive weiter verstärkt. Denn es ist wichtig, dass jedes Kind schwimmen lernt“, unterstreicht Sportdezernentin Konstanze Beckedorf die Bedeutung der Ausweitung der städtischen Schwimmausbildung.

Um die Kinder frühzeitig mit dem Thema Wasser vertraut zu machen und ihnen das Schwimmen beizubringen, kooperiert der Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement mit verschiedenen Einrichtungen. So gibt es beispielsweise seit zwölf Jahren eine Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Beckstraße (Stadtteil Mühlenberg), das einen pädagogischen Schwerpunkt auf Bewegung setzt.

Noch Plätze in den Sommerferien frei

Am Montag vergangener Woche (16. Mai) sind die ersten Kurse im Lister Bad gestartet. Für die Sommerferien sind noch Plätze frei weitere Plätze vorgesehen, die im Juni und Juli über die Internetseite www.reservierung-baeder-hannover.de gebucht werden können.

Ferienschwimmkurse:

  • 18. bis 29. Juli (buchbar ab 13. Juni, 16 Uhr): Ferienschwimmkurs „Anfängerschwimmkurs Seepferdchen“ für Kinder von 7 bis 10 Jahren im Vahrenwalder Bad (2 Kurse) und im Lister Bad (1 Kurs)
  • 18. bis 29. Juli (buchbar ab 13. Juni, 16 Uhr): Ferienschwimmkurs „Anfängerschwimmkurs Seepferdchen“ für Kinder von 10 bis 14 Jahren im Vahrenwalder Bad (2 Kurse) und im Lister Bad (1 Kurs)
  • 1. bis 15. August (buchbar ab 27. Juni, 16 Uhr): Ferienschwimmkurs „Anfängerschwimmkurs Seepferdchen“ für Kinder von 7 bis 10 Jahren im Vahrenwalder Bad (1 Kurs)
  • 1. bis 15. August (buchbar ab 27. Juni, 16 Uhr): Ferienschwimmkurs „Anfängerschwimmkurs Seepferdchen“ für Kinder von 10 bis 14 Jahren im Vahrenwalder Bad (1 Kurs)
  • 8. bis 19. August (buchbar ab 4. Juli, 16 Uhr): Ferienschwimmkurs „Bronze für Kinder mit Seepferdchen“ für Kinder von 7 bis 10 Jahren im Ricklinger Bad (1 Kurs)
  • 8. bis 19. August (buchbar ab 4. Juli, 16 Uhr): Ferienschwimmkurs „Bronze für Kinder mit Seepferdchen“ für Kinder von 10 bis 14 Jahren Ricklinger Bad (1 Kurs)
  • 10. bis 24. August (buchbar ab 6. Juli, 16 Uhr): Ferienschwimmkurs „Anfängerschwimmkurs Seepferdchen“ für Kinder von 7 – 10 Jahren im Vahrenwalder Bad (2 Kurse)

„Neben den eigenen Schwimmkursen durch die städtischen Mitarbeitenden bieten auch die Sportvereine und die DLRG in den städtischen Bädern im Regelbetrieb ein umfangreiches Angebot an Schwimmunterricht“, erläutert Konstanze Beckedorf ergänzend. „Darüber hinaus bilden auch die hannoverschen Schulen in großem Umfang im Rahmen des Sportunterrichts in städtischen Bädern aus. Zudem sind wir mit Vereinen und dem Stadtsportbund in Kontakt, um zusätzliche Wasserzeiten kurzfristig für Schwimmkurse anzubieten.“

Seepferdchen und Bronze: unterschiedliche Anforderungen

Beim Seepferdchen-Kurs werden den Kindern folgende Fähigkeiten beigebracht: Herausholen eines Gegenstandes aus schultertiefen Wasser, 25 Meter schwimmen in einer Bauch- oder Rückenlage (Grobform, während des Schwimmens in Bauchlage erkennbar ins Wasser ausatmen) im tiefen Wasser, Sprung vom Beckenrand und Kenntnis der Baderegeln. Beim Bronze-Abzeichen wird die im Seepferdchen-Kurs erlernte Technik vertieft und erweitert. Im Einzelnen müssen die Kinder dafür folgende Leistungen erfüllen: Sprung kopfwärts vom Beckenrand, 200 Meter Schwimmen (davon 150 Meter in Bauch- oder Rückenlage in einer erkennbaren Schwimmart und 50 Meter in der anderen Körperlage) in 15 Minuten, 2 Meter Tieftauchen von der Wasseroberfläche mit dem Heraufholen eines Gegenstandes.

Bisher 308 Seepferdchen- und 119 Bronze-Abzeichen

Seit Januar bis April haben 308 Kinder ihr Seepferdchen-Abzeichen im Empfang genommen und 119 Kinder die Bronze-Prüfung abgelegt. Das Stadionbad bietet für die Kurse die größten Kapazitäten, weil dort mehr Kinder das Schwimmen erlernen, ohne dass sich andere Nutzer*innengruppen einschränken müssen. Die bisherige Jahresbilanz unterteilt nach Bädern:

  • Stadionbad: 170 Anfänger*innen (Seepferdchen), 56 Bronze
  • Vahrenwalder Bad: 48 Anfänger*innen, 16 Bronze
  • Nord-Ost-Bad: 50 Anfänger*innen, 37 Bronze
  • Stöckener Bad: 40 Anfänger*innen, 10 Bronze

Seit dem 25. April und noch bis zum 26. Juni ist das Stadionbad für den öffentlichen Badebetrieb geschlossen und nur für Schulen, Schwimmkurse, Vereine und Veranstaltungen nutzbar.

 

Am Lindener Berg: Instandsetzung einer Stützwand

Ab Dienstag, 7. Juni, bis voraussichtlich Ende September dieses Jahres wird die östliche - an das Tunnelbauwerk „Am Lindener Berg“ anschließende - Stützwand am Westschnellweg saniert.Hierzu muss ab Montag, 30. Mai, der Hauptfahrstreifen (die rechte Fahrspur) des Westschnellweges B6 ab Deisterplatz in Fahrtrichtung Norden gesperrt werden. Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Die Baukosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 190.000 Euro. 

 

 

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