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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 25.Februar 2020

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Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. 

Konzertreihe „Herrenhausen Barock“ blickt auf erfolgreiche Saison zurück

Mit dem ausverkauften Konzert „Israel in Egypt“ des Chors Capella St. Crucis, des Ensembles la festa musicale und internationalen Solist*innen endete am Sonntag die Konzertreihe „Herrenhausen Barock“. Die zwölf Konzerte der Reihe lockten insgesamt rund 5.000 Besucher*innen in den Festsaal der Galerie Herrenhausen. Damit lag die Auslastung bei 87 Prozent.

Die Veranstalter*innen, federführend das Kulturbüro und die Herrenhäuser Gärten, zeigen sich sehr zufrieden: „Die hannoverschen und internationalen Künstler*innen haben großartige Konzerterlebnisse geboten. Das Publikum war begeistert“, sagte Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten. „Nach diesem erfolgreichen Auftakt wird sich die Galerie wie geplant als Zentrum für Barockmusik etablieren“, ergänzte Dr. Benedikt Poensgen, Leiter des Kulturbüros. Für die nächste Saison im kommenden Winter sei wieder ein vielseitiges Programm mit Barock-Spezialist*innen aus Hannover und weltweit erfolgreichen Gast-Stars wie zum Beispiel dem niederländischen Dirigenten und Cembalisten Ton Kopmann geplant.

Die gleichnamige Konzertreihe „Herrenhausen Barock“ hatte bis 2009 schon einmal in den Herrenhäuser Gärten stattgefunden. Dank der Initiative des Kulturbüros und der Herrenhäuser Gärten ist sie nun wieder aufgelebt. Am Programm beteiligt waren als Veranstaltungspartner*innen das Staatsorchester Hannover, die NDR Radiophilharmonie, die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, der Knabenchor Hannover und die Capella St. Crucis Hannover. Neben ausverkauften Herrenhausen-Klassikern wie dem Weihnachtskonzert des Staatsorchesters, dem Silvesterkonzert der Hannoverschen Hofkapelle und dem Händel-Konzert des Knabenchors fanden auch neue Formate wie Donna Leons „Tiere und Töne“, „Neues aus Hannover“ mit la festa musicale, ein Hochschulkonzert und zwei Familien- bzw. Schulkonzerte ihr Publikum.

 

Bildungskonferenz: „Wer, wenn nicht wir?“ – Lern- und Lebenswelten in und um Schule gestalten

Wie können Lern- und Lebenswelten in und um Schule gestaltet werden? Um diese Frage dreht sich die Bildungskonferenz, die auf Einladung der Landeshauptstadt Hannover am 10. März 2020 von 14 bis 18.30 Uhr unter dem Titel „Wer, wenn nicht wir?“ zum Austausch bittet.

Veranstaltungsorte sind der Saal der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule Hannover (VHS), Burgstraße 14, sowie das Tagungshaus St. Clemens, Platz an der Basilika 3.

Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte, Hochschullehrende, Schüler*innen, Schulleitungen, Elternvertretungen, Vertreter*innen der Wirtschaft, Bildungsvereine und –verbände, Migrant*innenselbstorganisationen, Wohlfahrtsverbände und alle Menschen, die sich in Politik und Verwaltung oder ehrenamtlich um Bildung kümmern.

Verschiedene Schulen geben in Workshops Einblicke in ihre zum Teil preisgekrönte Arbeit; und Referate beleuchten neue Visionen von Schule und nehmen sich der Frage an, wie Schulen mit besonderen Herausforderungen erfolgreich arbeiten und sich fortentwickeln können.  

Wer teilnehmen möchte, meldet sich bis zum 1. März 2020 an:

Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Schule, Bildungsbüro, Brüderstraße 6, Telefon 0511 168-31648, Fax 168-44318 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Zum Ablauf:

13.30 UhrEintreffen der Gäste in der VHS

14 Uhr   Eröffnung und Begrüßung durch Rita Maria Rzyski, Dezernentin für Personal, Bildung, Jugend und Familie der Landeshauptstadt Hannover

14.30 UhrVortrag: „Worum es wirklich geht – Aufbruch für die Bildung der Zukunft“, Referentin: Jamila Tressel, Schule im Aufbruch  

15.15 UhrVortrag: „Schule (PLUS) und Schule mit besonderen Herausforderungen“, aktuelle Berichte aus den Vorhaben von Stadt und Land

15.45 UhrDiskussion im Plenum

16 UhrVorstellung der fünf Workshop-Themen

16.15 UhrWorkshop-Phase

Zur Auswahl stehen fünf Workshops:

  • „Neue Vision von Schule: Worum geht es wirklich?“, Moderation Jamila Tressel
  • „Der Weg zum Campus – Rütli CR²“, Entwicklung der Berliner Rütli-Schule zum Campus Rütli CR², Moderation Schulleiterin Cordula Heckmann
  • „Lachend Leistung lieben lernen“, Gebrüder-Grimm-Schule in Hamm, Trägerin des Deutschen Schulpreises 2019, Moderation Schulleiter Frank Wagner
  • „Schulentwicklung dauerhaft greifbar machen“, am Beispiel der Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim, Trägerin des Deutschen Schulpreises 2007, Moderation Schulleiter Dr. René Mounajed
  • „Haltung – Beziehung – Mitbestimmung“, gelingende Schulentwicklung an der Grundschule auf dem Süsteresch, Moderation Schulleiter Heinrich Brinker

18 UhrZusammenfassung der Workshop-Ergebnisse

18.15 UhrAusblick und Schlusswort, Personal-, Bildungs-, Jugend- und Familiendezernentin Rita Maria Rzyski

 

„Mahmoud Darwish – eine Spurensuche“ von und mit Noemi Schneider

Zehn Jahre nach dem Tod des Dichters Mahmoud Darwish, der lange als aussichtsreicher Kandidat für den Literaturnobelpreis galt, begibt sich die Autorin Noemi Schneider auf eine Spurensuche in Israel und Palästina. In ihrer Lesung mit Gespräch am Mittwoch (4. März) um 19.30 Uhr, Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str.12, kommen neben den Gedichten des Poeten auch zahlreiche Stimmen über sein Leben und Werk zu Wort. Der Eintritt (nur Abendkasse) kostet fünf, ermäßigt drei Euro. Schüler*innen freier Eintritt. Sprecher: arabisch: S. Aljaber, deutsch: D. Albrecht.

In Kooperation mit der Initiative Region Hannover, dem Kulturbüro und dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der evangelisch-lutherischen Landeskirchen in Braunschweig und Hannover (KED).

Zu Mahmoud Darwish

Er wurde geliebt und gehasst, besungen und mit Hitler verglichen. Das Werk des palästinensischen Dichters Mahmoud Darwish sorgt für Kontroversen. Auch Jahre nach seinem Tod. Eine Reise durch Israel und Palästina auf den Spuren des Dichters.

Am 9. August 2008 starb der Dichter Mahmoud Darwish. Seinen Tod kann man an seinem Grab in Ramallah beweinen, seinen Nachlass im nahe gelegenen Museum studieren, seine Gedichtbände in Buchhandlungen in Jerusalem, Jaffa oder Haifa erwerben. Und seine Anhänger und Gegner im ganzen Land antreffen. Seine Worte kann man im Radio hören, vertont von international bekannten Musikern wie der libanesischen Sängerin Yasmine Hamdan oder dem israelisch-arabischen Rapper Tamer Nafar. Worte, die bis heute für Kontroversen in Darwishs Heimat sorgen. Die Diskussion darüber, ob seine Gedichte in israelischen Schulbüchern abgedruckt werden sollen, dauert an.

Auf der politischen Bühne sorgte ein Darwish-Gedicht zuletzt 2016 für Furore. Nachdem das israelische Armeeradio das Gedicht „Schreib auf: Ich bin Araber“ sendete und darüber on air diskutieren ließ, erhielt der Senderverantwortliche eine Abmahnung und der israelische Verteidigungsminister Avigor Liebermann verglich Mahmoud Darwish mit Hitler und seine Gedichte mit „Mein Kampf“. Poetischer Sprengstoff: Zehn Jahre nach dem Tod des Dichters begab sich Noemi Schneider auf eine Reise in den Nahen Osten.

Zu Noemi Schneider

Sie wurde 1982 in München geboren, studierte Publizistik und Regie an der Hochschule Fernsehen und Film München. Darauf folgten die freie Mitarbeit als Redakteurin bei Deutschlandradio Kultur und der Dokumentarfilm Walaa! 2013 erschien das zugehörige Buch „Kick it, Walaa!“. Im gleichen Jahr erhielt sie den Edit Essaypreis für ihren Text „Oh Boy, ich hasse Rot“. Sie lebt in München und Tel Aviv.

 

Illustrierte Zeitreise „Wanderarbeiter im Osten Hannovers und deren Integration“

Zu einer illustrierten Zeitreise „Wanderarbeiter im Osten Hannovers und deren Integration“ mit Gisbert Selke, ehemaliger Leiter der Pestalozzischule II, lädt die Stadtbibliothek Misburg, Waldstraße 9, für Dienstag (3. März) von 17.30 bis 19 Uhr ein. Der Eintritt ist frei. Anmeldung in der Stadtbibliothek unter Telefon 168-32257 erwünscht.

Inhalt des Vortrags mit Bildern:

Die Industrialisierung des bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts im Osten Hannovers gelegenen ländlichen Raumes Misburg-Anderten gilt heute als Musterbeispiel für das schnelle Wachstum von Industrie und Gewerbe im 1871 gegründeten Zweiten deutschen Kaiserreich. Das soziale Elend und die damit verbundene Völkerwanderung der entwurzelten Arbeitsmigrant*innen werden dabei gern übersehen. Wie gelang Integration damals trotz aller Probleme? Was wurde aus den Nachfahren der Gebliebenen?

In seinem bebilderten Vortrag beschreibt Gisbert Selke, selbst Nachfahre aus Westpreußen zugewanderter Großeltern, wie der Migrations-Prozess ohne ernsthafte Brüche gelang.

 

Gehölzschnitt auf der alten Kohlebahntrasse in Linden

Auf und an den Gleisen der ehemaligen Kohlebahn an der Rampenstraße in Linden werden am Dienstag (25. Februar) die Brombeeren und einige kleinere Sträucher zurückgeschnitten. Die Arbeiten sind vorbereitende Maßnahmen für eine öffentliche künstlerisch-musikalische Veranstaltung am 9. Mai rund um die Brücke an der Nieschlagstraße. Dafür müssen die Gleise von Höhe der Konkordiastraße bis zur Brücke auf rund 80 Metern freigeschnitten werden. Um Störungen für Flora und Fauna zu minimieren, werden die Schnittarbeiten noch im Februar abgeschlossen. Die Maßnahmen wurden vorab von der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover genehmigt.

Mit der neuen Veranstaltung „rollen_tollen“, die in Kooperation der Projekte „Städte wagen Wildnis“ vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt und „Hörregion“ der Region Hannover organisiert wird, soll der Ort an und unter der Brücke in seiner Besonderheit erkennbar und erlebbar gemacht werden. Zu der geplanten Veranstaltung wird es im Frühjahr detailliertere Informationen geben.

 

Das Projekt „Städte wagen Wildnis“ fügt sich in die kommunale Biodiversitätsstrategie ein, die die Landeshauptstadt Hannover seit Jahren erfolgreich verfolgt. Lebensräume sollen geschützt und Artenvielfalt in der Stadt gefördert werden. Weitere Informationen dazu bietet das Internet unter www.hannover.de/staedte-wagen-wildnis und www.staedte-wagen-wildnis.de.

Das Projekt „Hörregion“ setzt sich dafür ein, das Hörvermögen zu stärken, die akustische Wahrnehmung zu fördern und die Lebensqualität der Menschen in der Region zu erhöhen.

 

Umgestaltung des Steintorplatzes: Möglichkeit für Anregungen und Hinweise zur Umsetzung des Siegerentwurfs

Der Steintorwettbewerb wurde im Januar entschieden. Der Steintorplatz soll nach den Plänen des Landschaftsarchitekturbüros GRIEGER HARZER unter der Beteiligung der Künstlerin Ina Weise umgebaut werden. Am Montag, 2. März, wird der Siegerentwurf ab 18 Uhr in der Christuskirche, Conrad-Wilhelm-Haase-Platz 1, vorgestellt. Bürger*innen haben zudem die Gelegenheit, Anregungen und Hinweise für die sich jetzt anschließende Planung abzugeben. Die Moderation des Abends übernimmt das beauftragte Planungsbüro Urban Catalyst aus Berlin.

Die Christuskirche ist bereits ab 17 Uhr geöffnet. Die Pläne sind an Stelltafeln ausgestellt und können im Vorfeld selbständig betrachtet werden. Ab 18 Uhr werden die Planer von GRIEGER HARZER und Ina Weise das Entwurfskonzept anhand einer Präsentation detailliert erläutern und für Fragen zur Verfügung stehen. Im Anschluss ist eine moderierte Diskussion geplant, mit der Möglichkeit, direkt im Plenum Rückmeldungen zur Überarbeitung zu geben. Darüber hinaus stehen vorbereitete Feedbackkarten zur Verfügung. Mitarbeiter*innen von Urban Catalyst werden alle Bürger*innenbeiträge der Veranstaltung zusammenfassen und an das Team vom GRIEGER HARZER weiterleiten.

 

Der Bürgerbeteiligungsprozess zur Umgestaltung des Steintors startete im Juni 2018 mit Veranstaltungen auf dem Platz. Im Frühjahr 2019 wurden acht Landschaftsarchitekturbüros vorgestellt (davon zwei junge Büros unter 40 Jahre mit weniger als fünf Jahren Bürotätigkeit). Empfohlen war zudem die Kooperation mit Künstler*innen. Das Büro GRIEGER HARZER ist eines der jungen Büros aus dem Teilnehmerfeld. Es arbeitet mit der Künstlerin Ina Weise zusammen.

Aus Sicht des Preisgerichts, erfüllt dieser Entwurf, die Anforderungen, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung ermittelt wurden, am besten. Dazu zählen unter andrem ein höherer Anteil von Grün auf dem Platz und der Erhalt offener Platzflächen für Veranstaltungen. Ina Weise schlägt zentral auf dem Platz eine hohe Stele als digitales Lichtkunstwerk vor.

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