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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 30.April 2021

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Ilse Schulz erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland © LHH Ilse Schulz erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland © LHH

HANNOVER. 

Verwechslungen im Impfzentrum: Klarstellung

Aufgrund eines heutigen Presseberichtes zu Verwechslungen im Impfzentrum Hannover teilen wir mit, dass im Rahmen einer weitergehenden Recherche aufgeklärt werden konnte, dass in einem konkreten Vorgang der Verdacht auf die Verimpfung eines nicht vorgesehenen Vakzins ausgeräumt werden konnte. Hier wurde versehentlich ein falscher Impfstoffaufkleber des Vakzins AstraZeneca im Impfpass der betroffenen Person eingeklebt. Nachdem sich die Person im Impfzentrum gemeldet hatte, wurde umgehend die Dokumentation im Impfpass bezüglich des verwendeten Vakzins BioNTech korrigiert.

Lediglich in einem weiteren Fall konnte bei einer Impfung einer männlichen Person nicht ausgeschlossen werden, dass bei der Zweitimpfung nicht der gleiche Impfstoff verwendet wurde wie bei der Erstimpfung. Der ärztliche Leiter des Impfzentrums bewertet den Fall als medizinisch unbedenklich: „Ich gehe davon aus, dass bei der Gabe von verschiedenen Impfstoffen für Erst- und Zweitimpfung keine Gesundheitsgefahr besteht und die Schutzimpfung wirksam ist.“

Im Impfzentrum Hannover wurden bisher mehr als 300.000 Impfungen durchgeführt, derzeit werden täglich mehr als 4.500 Personen geimpft. Durch die im Impfzentrum eingeführten Handlungsanweisungen und Impfprozessbeschreibungen sollen Impfstoffverwechslungen ausgeschlossen werden. Dazu zählen beispielsweise Farbbänder je Impfstoff, vorgeschriebene verbale Kommunikationsvorgänge sowie auch das Vier-Augen-Prinzip. In jedem Fall erfolgte bei Hinweisen auf mögliche Nicht-Beachtung die erneute Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen sowie des medizinischen Personals. Die Prozessabläufe werden regelmäßig geschult.

 

Ilse Schulz erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Ilse Schulz erhält das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland © LHH

 

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hat am Donnerstag (29. April 2021) das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ilse Schulz ausgehändigt. Die Zeremonie fand im Lister Senior*innen-Wohnstift Albertinum im kleinsten Kreise statt.

Die 92-jährige Hannoveranerin engagiert sich seit gut 40 Jahren ehrenamtlich im sozialen Bereich und im Sport. Seit 1968 ist sie Mitglied des Hannoverschen Sportclubs von 1893 e. V. (HCS). 1995 ernannte der HCS Ilse Schulz zum Ehrenmitglied. Sie war dort nicht nur als Frauenwartin und Berichterstatterin tätig, sondern leistete auch Pionierarbeit, indem sie Sportangebote für infarktgeschädigte Menschen etabliert hat.

Darüber hinaus war Ilse Schulz von 1982 bis 2019 beim Kommunalen Senior*innen-Service der Landeshauptstadt Hannover (KSH) ehrenamtlich tätig. Sie hat den Mittwochklub in Vahrenheide geleitet, an dem durchschnittlich 100 Senior*innen teilnahmen. An diesen Nachmittagen haben die Senior*innen miteinander bei einem Kaffee gesprochen, abwechslungsreichen Vorträgen zugehört und gemeinsam Gymnastikübungen gemacht.

1991 hat die Hannoveranerin in Österreich ihre Ausbildung zur Gedächtnistrainerin absolviert, noch im gleichen Jahr zwei Gedächtnistrainingsgruppen in Vahrenheide gegründet und diese bis 2019 geleitet. Schulz war eine Vorreiterin des Ganzheitlichen Gedächtnistrainings in Deutschland: Sie war Mentorin für junge Kolleg*innen, sie war eine der Gründer*innen des Bundesverbandes Gedächtnistraining e. V. und wirkte dort mehrere Jahre als Vorstandsmitglied mit.

Bildunterschrift für das Foto im Anhang: Belit Onay hat das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ilse Schulz ausgehändigt. Bei der Zeremonie waren ihre Söhne anwesend.

 

Stadt startet Schwimmkursoffensive

Die Schwimmfähigkeit unter Kindern geht bundesweit immer deutlicher zurück. Diese Situation wird durch die Schließung der Bäder aufgrund der Corona-Pandemie noch verschärft. Ein Entgegenwirken durch das Angebot von möglichst zahlreichen Schwimmkursen war der Stadt schon immer ein wichtiges Anliegen.

Pandemiebedingt mussten laufende Schwimmkurse im vergangenen Oktober abgebrochen werden, betroffen davon waren rund 100 Kinder. Um diesen Kindern nun die Fortsetzung der Kurse zu ermöglichen hat der Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement ein Konzept unter Einhaltung der Bestimmungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung erstellt, dass im ersten Schritt eine 1:1-Betreuung der Kinder vorsieht. Der Fachbereich Gesundheit der Region, der für den Infektionsschutz zuständig ist, hat das Konzept genehmigt. Drei Schwimmlehrer*innen werden in Einzelkursen unterrichten, damit können zunächst 40 Kinder ihre abgebrochenen Schwimmkurse fortsetzen. Sollte sich das Konzept bewähren, ist es jederzeit ausbaubar.

Geplant ist, den ganzen Sommer über Schwimmkurse im Vahrenwalder Bad anzubieten. Sollten Lockerungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung beschlossen werden, kann die Zahl der Teilnehmenden entsprechend erhöht werden. Es können derzeit jedoch keine neuen Anmeldungen entgegengenommen werden, zunächst werden die bestehenden Wartelisten abgearbeitet. Über zusätzliche Angebote und Möglichkeiten wird rechtzeitig informiert.

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