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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 30.Juli 2021

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An der Markthalle in Hannover © Ulrich Stamm An der Markthalle in Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Rund 1.700 Kandidat*innen treten für Stadtrat und Bezirksräte an

Insgesamt rund 1.700 Personen bewerben sich bei den Kommunalwahlen am 12. September in Hannover für den Rat der Landeshauptstadt und die 13 Stadtbezirksräte. 611 Bewerbungen gibt es für die 64 Mandate im Rat der Landeshauptstadt, 1.080 für die 259 Mandate in den Bezirken.

Das ist das Ergebnis des Wahlausschusses, der am heutigen Donnerstag (29. Juli) unter Vorsitz von Wahlleiter Carsten Köller über die Zulassung der Wahlvorschläge endgültig entschieden. Nur wenige Bewerber*innen wurden aus rechtlichen Gründen nicht zugelassen.

Die Bewerber*innen treten für 15 Parteien und Wählergemeinschaften an, zudem gibt es drei Einzelwahlvorschläge.

 

Zuvor hatten die Mitarbeitenden des städtischen „Wahlamtes“ in den vergangenen Wochen die Listen mit den Wahlvorschlägen in Kleinarbeit erstellt. „Nach der Eingabe von fast 1.700 Namen haben wir für jede Person einzeln geprüft, ob die von den Parteien übermittelten Daten korrekt sind und alle gesetzlich vorgeschrieben Erklärungen und Bescheinigungen vorliegen und ob alle Kandidat*innen wahlberechtigt sind“, erläutert Wahlleiter Köller. Die Listen der Kandidat*innen für den Rat und die Bezirksräte können in Kürze im Internet unter wahlen-hannover.de eingesehen werden.

Rat der Landeshauptstadt

Für die nächste fünfjährige Wahlperiode von 2021 bis 2026 stellen sich alle neun im Rat vertretenen Parteien und Wählergemeinschaften wieder zur Wahl: SPD, CDU, GRÜNE, AfD, DIE LINKE, FDP, Die HANNOVERANER, Piraten und Die PARTEI kandidieren in allen 14 Wahlbereichen des Rates.

Auch die Partei Volt ist in allen 14 Wahlbereichen für den Rat vertreten. Darüber hinaus bewerben sich in einigen Wahlbereichen: Klimabündnis Hannover, FREIE WÄHLER, dieBasis und die ASH.

13 Stadtbezirksräte

Für die Stadtbezirke treten alle im Rat vertretenen Parteien an, die meisten in allen Bezirken, die Piraten und Die PARTEI jeweils in zwölf, die AfD in neun und Die HANNOVERANER in drei. Für eine Reihe von Bezirksräten kandidieren auch die FREIEN WÄHLER und Volt. Das Klimabündnis Hannover tritt für zwei und die DKP sowie ASH und drei Einzelbewerber*innen treten jeweils für einen Stadtbezirk an.

Bis zu 400.000 Wahlberechtigte

Wahlberechtigt sind in der Landeshauptstadt am 12. September voraussichtlich knapp 400.000 Personen. Vor fünf Jahren waren es rund 407.000. Etwa 21.000 nehmen zum ersten Mal an einer Ratswahl teil und 7.500 überhaupt zum ersten Mal an einer Wahl. Insgesamt können diesmal fast 27.500 EU-Bürger*innen an den Wahlen teilnehmen. Anders als bei Bundestags- und Landtagswahlen in Niedersachsen sind bei den Kommunalwahlen bereits 16-Jährige wahlberechtigt.

Die Wahlbenachrichtigungen für die Kommunalwahlen werden voraussichtlich ab der ersten Augustwoche bis spätestens 22. August zugestellt. Anträge auf Briefwahl können ab Anfang August gestellt werden. Für jeden der 14 Wahlbereiche des Rates sowie für die 13 Stadtbezirksräte gibt es unterschiedliche Stimmzettel, die derzeit produziert werden.

 

 

„Verlässliche Anlaufstellen“ in Corona-Zeiten: Oberbürgermeister Onay besucht Spielpark Holzwiesen

Familien und Kinder waren und sind durch die Corona-bedingten Einschränkungen besonders belastet. Auch die städtische Kinder- und Jugendarbeit wurde vor besondere Herausforderungen gestellt. Vor diesem Hintergrund hat Oberbürgermeister Belit Onay heute (29. Juli) den Spielpark Holzwiesen besucht, um vor Ort mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

„Kinder hatten lange Zeit wenig Möglichkeiten, ihr Sozialleben aufrechtzuhalten, Freund*innen zu treffen oder ihren Hobbys nachzugehen. In dieser Situation waren die Spielparks wichtige und vor allem verlässliche Anlaufstellen. Es ist wichtig, diese Unterstützung für Familien durchgängig anzubieten und den sich verändernden Umständen anzupassen. Dass dies gelungen ist, dafür danke ich den Mitarbeiter*innen der Spielparks ausdrücklich“, betonte Onay bei seinem Besuch.

 

Entlastung durch Notbetreuung und offene Angebote – mit zusätzlichen Zeiten vormittags und abends

Eine Notbetreuung der Horte wurde während der gesamten Zeit aufrechterhalten. Bis zu zehn Kindern pro Einrichtung stand so die Möglichkeit offen, weiterhin in den Spielpark zu kommen und unter besonderen Hygienebedingungen Betreuung in Anspruch zu nehmen.

Durch die Hygieneregelungen für Kitas und Horte mussten die Hortkinder und Spielparkbesucher*innen strikt getrennt gehalten werden. Damit war der Betrieb der offenen Tür in Spielparks mit Hort nur eingeschränkt außerhalb der Betreuungszeiten möglich. Hierfür wurden zusätzliche Zeiten am Vormittag und in den Abendstunden zur Verfügung gestellt, um allen Kindern in den Stadtteilen die Möglichkeit zu bieten, ihre Spielparks besuchen und zumindest im kleinen Rahmen Kontakte zu Gleichaltrigen wahrnehmen zu können. Dabei war die Zahl der Besucher*innen beschränkt.

Die Spielparks ohne Hort haben ihre Tür unter geltenden Hygienebestimmungen durchgehend offengehalten. In einigen Spielparks wurde dieses Angebot sehr gut genutzt, zum Teil mussten aufgrund der Personenobergrenzen regelmäßig Kinder abgewiesen werden.

 

Basteltüten und Beratungsspaziergänge

Es wurden verstärkt verschiedene Angebote auf den Außengeländen angeboten, um möglichst vielen Kindern die Spielparknutzung zu ermöglichen. In einigen Einrichtungen wurden Rätsel über die Schaukästen zur Verfügung gestellt oder Basteltüten zusammengestellt, die Kinder sich abholen konnten.

Mit den „Stammkindern“ und Hortkindern, die nicht in der Betreuung waren, wurde regelmäßig telefonisch Kontakt gehalten. Kindern wurden Spaziergänge mit den Erzieher*innen für Beratungssituationen angeboten.

 

Aktuell

Zurzeit können sich bis zu 20 Kinder gleichzeitig in den Spielhäusern aufhalten und die Angebote nutzen. Diese Möglichkeit wurde zunächst vorsichtig angenommen, jedoch steigt die Inanspruchnahme stetig. Im Juni wurde ein Paddelwochenende für Eltern und Kinder angeboten, das sehr gut nachgefragt war, und zurzeit sind gerade rund 70 Kinder aus fünf Spielparks auf Ferienfreizeit in Otterndorf. Angebote wie Lagerfeuer und Stockbrot, Ausflüge und Übernachtungsmöglichkeiten in den Spielparks sind unter Hygienemaßnahmen in einzelnen Spielparks möglich und werden weiter ausgebaut. Auch die regulären Angebote der Spielparks (Krökeln, Mädchenarbeit, Gartenprojekte unter Beteiligung der Kinder) finden im Rahmen der Vorgaben wieder statt.

 

Ausblick

Die Attraktivität der Spielparks und der Bekanntheitsgrad im Stadtteil soll weiter erhöht werden. Dazu gehört die Planung weiterer Freizeiten, Übernachtungsveranstaltungen und Ausflüge, zum Beispiel in die Finnhütten in Wennigsen oder auf einen Reiterhof. Die Kooperationen mit Ganztagsschulen soll weiter ausgebaut werden, um Kinder neu anzusprechen und auf die Spielparks aufmerksam zu machen. Gleichzeitig werden die Spielparks sich weiter in Stadtteilaktionen für Kinder einbringen und nehmen zum Beispiel am KinderKulturSommer oder am Weltkindertag teil. In Beteiligungsrunden, die in vielen Spielparks aktuell neu strukturiert werden, können Kinder die Angebote der Spielparks mitgestalten.

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