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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 30.Juni 2020

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Twister (C) Ulrich Stamm Twister (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

23. ZINNOBER-Programm für den 5. und 6. September liegt vor

Das Programm für den 23. ZINNOBER liegt vor: Am 5. und 6. September laden 65 Ateliers, Galerien, und Kunstvereine zum Auftakt in die diesjährige Kunstsaison ein. Die bisher geplanten Aktionen, Führungen und Kunstvermittlungsangebote für das ZINNOBER-Wochenende sind schon jetzt im Programm aufgelistet. Aktuelles und alle Änderungen werden immer zeitnah abhängig von den geltenden Abstandsregeln und Hygienekonzepten in den sozialen Medien veröffentlicht.

 

 

Online-Vortrag: „Schlaganfall“ kann jeden treffen

Es gibt kaum eine Familie, in der nicht Angehörige betroffen sind. Auch im Freundeskreis ist der Schlaganfall und dessen Umgang damit immer wieder Thema. Deshalb bietet der Kommunale Seniorenservice Hannover (KSH) in der Reihe "Informationen am Mittwoch" am 15. Juli 2020 um 15.00 Uhr einen Online-Vortrag von Chefarzt Prof. Dr. med. Andreas Schwartz (KRH) dazu an. Wie kann man vorbeugen, welche neuen Erkenntnisse und Therapiemöglichkeiten gibt es? Diese Fragen werden erörtert.

Wegen der aktuellen, corona-bedingten Lage findet der Vortrag nicht wie üblich im Veranstaltungszentrum statt, sondern per Video am Computer oder Tablet sowie auch über Telefon. Nähere Informationen sind unter www.seniorenberatung-hannover.de oder unter der Tel: 0511-168-45195 zu finden. Für technische Fragen zur Veranstaltung gibt es dort, vor und während des Vortrages, Unterstützung vom KSH-Expert*innen. Die Online-Veranstaltung ist um ca. 17.00 Uhr beendet und kostenfrei.

 

Wege auf dem Stadtfriedhof Seelhorst werden saniert

Auf dem Stadtfriedhof Seelhorst werden die Wege saniert. Seit vergangener Woche wird die 12.855 Quadratmeter große Abteilung U4 (im Südosten des Friedhofs) bearbeitet. Dort sind in den kommenden drei Wochen 282,50 Quadratmeter Wegflächen zu sanieren. Die Kosten dafür betragen rund 40.000 Euro. In der ersten Junihälfte wurden bereits in der Abteilung U2 (6.670 Quadratmeter) Wegeflächen von 325 Quadratmetern für rund 28.000 Euro instandgesetzt. Der Friedhof in Seelhorst ist der flächenmäßig größte Stadtfriedhof Hannovers und feiert im Herbst sein 100-jähriges Bestehen.

Der seit den 1960er-Jahren liegende Plattenbelag wird durch einen modernen, robusteren Pflasterbelag ersetzt. Konnten die Plattenwege damals noch ohne Bord und Unterbau auskommen, ist beides heute für die immer schwerer werdenden Fahrzeuge zwingend erforderlich. Der neue Plattenweg wird an die historische Wegeführung wieder angeglichen und soll die kommenden 50 Jahre weitgehend ohne Reparaturaufwand halten.

Wegenetz für Friedhöfe bedeutsam

Jährlich werden die Wege aller städtischen Friedhöfe im Rahmen von Begehungen auf notwendige Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen überprüft und in der Folge baulich betrachtet, um nötige Sanierungsmaßnahmen einzuleiten. Die Wege gliedern die Friedhöfe und erschließen die einzelnen Abteilungen. Auf vielen Friedhöfen ist das Wegenetz ein Teil der gestalterischen Gesamtkonzeption. Auf dem Stadtfriedhof Seelhorst etwa ergibt sich aus dem Wegenetz der Grundriss einer gothischen Kirche mit Lang- und Querhaus einschließlich Chor beziehungsweise Apsis.

Etwa ein Siebtel der Gesamt-Friedhofsfläche entfällt auf Wegeflächen (circa 39 von 266 Hektar). Je nach Gestaltungs- und Nutzungsanforderungen variiert die Oberfläche dieser Wege und muss entsprechend unterschiedlich auch in der Unterhaltung und Sanierung betrachtet werden. Auf den großen Stadtfriedhöfen sind die Hauptwege oft mit Asphalt belegt und damit auch für schwere Fahrzeuge befahrbar. Wege innerhalb der Abteilungen sind sehr unterschiedlich gestaltet, teils als schlichter Rasenweg, als Weg mit pflegeintensiver „wassergebundener Decke“ oder als Platten- beziehungsweise Pflasterweg. Auf den jährlichen Begehungen wird vor allem überprüft, ob die Wege verkehrssicher sind und beim Benutzen von ihnen folglich keine Unfallgefahr ausgeht. Bei den wassergebundenen Wegen spielt neben der Verkehrssicherheit auch der Grad der Verkrautung eine Rolle. Da Herbizide zur Unkrautvernichtung nicht eingesetzt werden dürfen, werden beispielsweise mechanische Methoden eingesetzt, um dem Weg wieder zu einem gepflegten Anblick zu verhelfen.

Jährlich 300.000 Euro für Wegesanierungen auf Friedhöfen

Nach Dringlichkeit des Sanierungsbedarfs werden die baulichen Maßnahmen priorisiert, ausgeschrieben, vergeben und umgesetzt. Mehr als 300.000 Euro werden jedes Jahr für Wegereparaturen nur auf den Friedhöfen investiert, um die Substanz zu erhalten oder im Sinne des Denkmalschutzes auch historische Strukturen wiederherzustellen.

Bei der Sanierung von Wegen werden auch immer die historischen Planunterlagen studiert. Im Einzelfall wird entschieden, welche Wegeführung umgesetzt werden soll, sei es, um den historischen Zustand wiederherzustellen oder praktischen Aspekten der Benutzbarkeit des Weges den Vorzug zu geben. Oberstes Gebot bleibt bei den unter Denkmalschutz stehenden Friedhöfen in jedem Fall die Beibehaltung des historischen Wegenetzes.

Die städtischen Friedhöfe erfüllen im Grünsystem der Landeshauptstadt Hannover bedeutende stadtökologische und Erholungsfunktionen und sind für die Geschichte der Stadt, als Refugium für Tiere und Pflanzen und als Ort für die ruhige Erholung genauso wichtig wie für die bestmögliche Verarbeitung von Abschieds- und Trauerprozessen.

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