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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 5.Juli 2022

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Mayors for Peace - Oberbürgermeister Belit Onay und 1.Bürgermneister Thomas Hermann 2021 - Archivfoto © LHH Mayors for Peace - Oberbürgermeister Belit Onay und 1.Bürgermneister Thomas Hermann 2021 - Archivfoto © LHH

HANNOVER. 

Ruderregatten am 9. Juli auf dem Maschsee

Der Maschsee ist am Sonnabend (9. Juli), 8 bis 18 Uhr, Austragungsort von Ruderregatten. Hierfür ist der See im jeweiligen Veranstaltungsbereich gesperrt. Auch die Vorrangstrecke für Leistungssport steht während der Tage nicht zur Verfügung.

Ausrichter ist der Sport Club Hannover e. V. Während der Veranstaltungen wird besonders um gegenseitige Rücksichtnahme und Einhaltung der Maschsee-Ordnung gebeten.

 

Musikschule der Landeshauptstadt Hannover bietet „Das Kleine Konzert“ für Kinder von 0 bis 3 Jahren im Stadtteilzentrum KroKus

Die Musikschule der Landeshauptstadt Hannover setzt unter dem Titel „Vom Scheitel bis zum großen Zeh“ ihre Reihe „Das Kleine Konzert“ fort. Am 10. Juli gibt es das Konzert für Kinder von 0 bis 3 Jahren um 15 und 16.30 Uhr im Stadtteilzentrum KroKus, Thie 6.

Die Musikschule will damit den Kleinsten den Zugang zur Musik ungezwungen und emotional gestalten. Freude, Kreativität, Spiel- und Bewegungslust können sich so ganz natürlich entfalten. Karten gibt es im Vorverkauf im KroKus, der Eintritt kostet für Kinder einen und Erwachsene zwei Euro.

Infos zu „Das kleine Konzert“.

Die Rhythmikerin Sabine Kleinau-Michaelis und der Konzertpädagoge Martin Stegemeier haben gemeinsam mit erfahrenen Musiker*innen, die auch an der Musikschule unterrichten, ein interaktives Konzert für verschiedene Instrumente und Stimmen zusammengestellt. Die Profimusiker*innen spielen Klassik, Barock, Alte Musik, aber auch Klezmer, Weltmusik, Pop-Melodien und Jazz. Nichts muss, (fast) alles darf. So erleben die Kinder unterschiedliche Musikstile, Gesang und Improvisation in einer entspannten und magischen, in buntes Licht getauchten Atmosphäre.

 

Skateplatz im Georgengarten wird erneuert und zur "SkateKidsArea"

Der Skaterplatz im Georgengarten (Lodyweg / Ecke Jägerstraße) wird erneuert und künftig zur "SkateKidsArea".

Anfang Juli beginnen die Vorarbeiten durch den stadteigenen Ausbildungsbetrieb „Garten- und Landschaftsbau“ im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Zunächst wird der marode Asphaltbelag abgetragen und entsorgt und die neue Modellierung der Unterbauschichten hergestellt, bevor dann im August mit dem eigentlichen Bau des Skatebetonparks begonnen wird. Die Fertigstellung wird voraussichtlich im Oktober erfolgen.

Die Baukosten liegen insgesamt bei rund 230.000 Euro.

Die schon seit 1998 bestehende rund 450 Quadratmeter große Asphaltfläche ist im Laufe Zeit stark verwittert und der Fahrbelag wurde rauer. Die weitgehend ebene Fläche bietet nur geringe Anreize zum Fahren mit Skateboard, Roller oder Inlineskates.Seit 2018 hat sich eine Initiative aus Eltern und Aktiven der Rollsportszene in Hannover für eine Erneuerung der Anlage eingesetzt, um einen attraktiven Skateplatz in zentraler, geschützter Lage zu schaffen. Zielgruppe sind in erster Linie Kinder und Anfänger der Sportarten Skateboarding, Inline und Scooter.

In einem Planungsprozess über drei Jahre wurde in enger Kooperation mit der Initiative „ProSkateKidsArea“ ein Konzept für eine neue, kompakte Anlage entwickelt.  Mit einer Oberfläche aus Ortbeton werden abwechslungsreiche, organische Formen mit einfachen und konisch verlaufenden, niedrigen Böschungen ausgeformt. Sie sollen künftig eine fließende Fahrbewegung ermöglichen. Dabei sind nur geringe Höhenunterschiede von meist nicht mehr als 70 cm geplant. Neben einem zentralen Plateau entstehen drei seitlich erhöhte, kreisbogenförmige Podest-Ebenen, die von Rasenböschungen eingefasst werden.

Da die Fläche im denkmalgeschützten Georgengarten der Herrenhäuser Gärten liegt, musste die Planung auf das sensible Gartenumfeld angepasst werden.

Ergebnis dieser Planungen, die mit der Initiative abgestimmt worden sind, wird eine moderne Skateanlage sein, die sich vornehmlich an den spezifischen Bedürfnissen von Kindern und Anfänger*innen orientiert und ihnen somit einen risikoarmen Einstieg ins Skateboarden, Inlinern oder Scootern ermöglicht. Durch die besondere Gestaltung wird die „SkateKidsArea“ ein Highlight im städtischen Angebot von Sport- und Bewegungsanlagen im öffentlichen Raum sein.

 

Projektdialog zum Neubau eines Gymnasiums in Bemerode

Stadt stellt Planung vor und sammelt Ideen und Anregungen

Die Vorbereitungen für den Bau des 18. Gymnasiums der Landeshauptstadt Han­nover nehmen Fahrt auf: Das städtische Gebäudemanagement lädt alle Interessierten zu einer digitalen Dialogveranstaltung ein, um den Stand der Planung vorzustellen und weitere Anregungen aus der Bevölkerung aufzunehmen. Die von der steg Hamburg mbH moderierte Zoom-Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 12. Juli, um 17 Uhr und dauert voraussichtlich zwei Stunden. Teilnehmende werden gebeten, sich unter der Internetadresse https://app.guestoo.de/public/event/266abbb0-f57f-498c-9307-9cf022d619d2 anzumelden. Sie erhalten die Zugangsdaten rechtzeitig vor Beginn per E-Mail. Die Teilnahme ist ohne Installation spezifischer Software per Internet-Browser möglich.

Das 18. Städtische Gymnasium soll in der Straße Am Sandberge im Stadtteil Bemerode entstehen. In diesem Juni haben Vertreter*innen aus der Schüler*innen-, Eltern- und Lehrer*innenschaft sowie Vertreter*innen der Stadtverwaltung im Rahmen eines Expert*innen-Workshops Ideen zu verschiedenen Aspekten des Neubauvorhabens entwickelt. Wichtige Themenfelder waren dabei unter anderem die Gestaltung der Gebäude und Freiflächen, die Verknüpfung mit dem Stadtteil sowie die Anforderung und Ausstattung der schulischen Funktionsbereiche; wie zum Beispiel Lernzonen, Aula und Mensa.

Ausgangspunkt: Steigende Bevölkerungszahlen erfordern Ausbau der schulischen Infrastruktur

Bemerode wächst – laut einer Prognose soll die Bevölkerungszahl bis 2030 auf rund 27.000 Einwohner*innen ansteigen. Das entspricht einem Wachstum von etwa 40 Prozent. Im Rahmen des Projekts „Mein Quartier 2030“ der Landeshauptstadt Hannover wurde im Jahr 2019 – mit dem Stadtbezirk Buchholz-Kleefeld als Pilotstadtbezirk – ein integriertes Entwicklungskonzept erarbeitet. Nun sind die Stadtteile Kirchrode, Bemerode und Wülferode an der Reihe. Das Konzept zeigt auf, wie die Stadtteile den im Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum, aber auch mit dem Klimawandel und dem wirtschaftlichen Strukturwandel einhergehenden Herausforderungen begegnen können.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist der Ausbau der schulischen Infrastruktur. Aus der Erkenntnis der stark wachsenden Einwohnerzahl und der Analyse der vorhandenen schulischen Infrastruktur wurde der Bedarf für neue Schulen im Quartier ermittelt, unter anderem für ein vierzügiges Gymnasium.

Schule entsteht am Schützenplatz in Bemerode                                         

Nach einer umfassenden Standortanalyse hat der Rat der Stadt für das Gymnasium ein rund 16.500 Quadratmeter großes Grundstück am Schützenplatz (Am Sandberge / Emslandstraße) in Bemerode festgelegt. Da sich das zentral im Bedarfsraum gelegene Grundstück bereits im Besitz der Stadt befindet, lässt sich die Entwicklung des Schulstandortes rasch vorantreiben, um dem Bedarf nach zusätzlichen Gymnasialplätzen möglichst schnell nachkommen zu können. Neben dem Schulgebäude soll auch eine Drei-Feld-Sporthalle mit Tribüne entstehen, die sowohl durch die Schule als auch durch Vereine genutzt werden kann.

 

 

Vortragsabend: „Verbrennt nicht, was ihr kennt“

„Verbrennt nicht, was ihr nicht kennt!“: Das ist der Titel eines Vortragsabends mit Musik des Bibliotheksverbundes Babylon Hannover am 5. Juli um 19:30 Uhr in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12.

Der Abend befasst sich mit dem Thema der Unterdrückung literarischer Werke von Minderheiten.  Schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts forderten christliche Eiferer die Beschlagnahmung und Zerstörung der hebräischen Literatur im christlichen Abendland. Juden sollten in ihrem religiösen Leben geschwächt werden und zum christlichen Glauben konvertieren.

Wie diese Barbarei verhindert werden konnte und was ein gewisser Johannes Reuchlin damit zu tun hatte, erfahren die Hörer bei dem Vortrag. Frank Hörtreiter, Altphilologe und Pfarrer i.R. der Christengemeinschaft Hannover, Yoed Sorek, Kantor der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, und Dr. Kay Schweigmann-Greve geben Einblicke in die Persönlichkeit Johannes Reuchlins, die zentralen Teile mittelalterlicher hebräischer Liturgie und in die Rechtsstellung der Juden zu Beginn der NS-Zeit in Europa.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist unter (0511) 168 4 21 69 möglich.

 

 

Hannover zeigt wieder Flagge gegen Atomwaffen

Am 8. Juli weht vor dem Neuen Rathaus wieder die Flagge des weltweiten Bündnisses der Mayors for Peace. Mehr als 500 Städte in Deutschland zeigen mit der Aktion in diesem Jahr ihre Solidarität mit der Ukraine und setzen sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen ein. Hannover als Lead City des Bündnisses und Partnerstadt Hiroshimas steht dabei in einer besonderen Friedensverantwortung.

Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar dieses Jahres ist die europäische Sicherheitsordnung zerstört worden. Die nuklearen Drohgebärden Russlands sind ein Tabubruch. Die atomare Bedrohung ist so präsent wie lange nicht mehr.

Vor diesem Hintergrund fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertrags­staatenkonferenz des Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag war am 22. Januar 2021 in Kraft getreten. Deutschland hat an der UNO-Konferenz als Beobachter teilgenommen. Die Mayors for Peace waren mit zahlreichen Delegierten ebenfalls vertreten. Hibakusha – Überlebende der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki – berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen verursachte.

Oberbürgermeister Belit Onay:

„Atomwaffen sind neben dem Klimawandel die größte Bedrohung der Menschheit. Die vorhandenen rund 12.700 Nuklearwaffen sind in der Lage, alles Leben auf dieser Erde zu zerstören. Friedensforscher warnen derzeit, dass ein neuer nuklearer Rüstungswettlauf droht. Dagegen setzen wir mit dem Flaggentag ein deutliches Signal. Wir als Mayors for Peace unterstützen den Atomwaffenverbotsvertrag als einen Weg, um Global Zero – eine Welt ohne Atomwaffen – zu erreichen. Der Albtraum der nuklearen Bedrohung muss ein Ende haben!“

In diesem Zusammenhang findet am 7. Juli um 19 Uhr, am Vorabend zum Flaggentag, eine Veranstaltung im Neuen Rathaus unter der Fragestellung statt: „Fünf Jahre Atomwaffenverbotsvertrag: Wie weiter auf dem Weg zu Global Zero?“

Auf den Tag genau fünf Jahre nach Verabschiedung des AVV hält Dr. Oliver Meier vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg/Berlin zu diesem Thema einen Vortrag und diskutiert im Anschluss mit der Abrüstungsexpertin Xanthe Hall von IPPNW/ICAN, Berlin.

Anmeldung per E-Mail erforderlich unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Am Flaggentag erinnern die Mayors for Peace an ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag vom 8. Juli 1996. Der Gerichtshof stellte fest, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstoßen. Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass eine völkerrechtliche Verpflichtung besteht, „in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die zu nuklearer Abrüstung in allen ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle führen.“ 

Wer sind die Mayors for Peace:

Die Organisation Mayors for Peace wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. Mehr als 8.170 Städte gehören dem Netzwerk an, darunter mehr als 830 Städte in Deutschland. Rund 500 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.

 

 

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