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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 6.Februar 2020

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Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm Hannover - Aktuelle Nachrichten des Tages (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. 

Kulturhauptstadtbewerbung 2025: Bid Book mit iF Design Award 2020 ausgezeichnet

Bid Book (C) Julian Winkhaus Bid Book (C) Julian Winkhaus

 

Aufwendig und künstlerisch: Das hannoversche Bid Book sticht nicht nur mit seinem Inhalt, sondern besonders mit seinem einzigartigen Design hervor. Das hat jetzt auch eine internationale Expert*innenjury festgestellt und „Agora of Europe“ den iF Design Award 2020 verliehen. „Ich freue mich sehr. Der iF Design Award gehört zu den wichtigsten Designpreisen der Welt“, sagt Sebastian Peetz, der Designer und Typograph des Bid Books.

Und die Konkurrenz im Designwettbewerb war groß:  Die Jury musste unter knapp 7.300 Einreichungen aus 56 Ländern entscheiden. Das Bid Book Hannovers konnte die 78-köpfige unabhängige internationale Expert*innenjury durch seine innovative Gestaltung, detaillierte Typographie und Materialität überzeugen. Über „Agora of Europe“ heißt es in der Jury-Begründung außerdem: „Hannover positioniert sich als Ort, an dem die Probleme Europas angesprochen und diskutiert werden können. Im Titel, der an den Merzbau des hannoverschen DaDa-Künstlers Kurt Schwitters erinnert und in dessen Fragmenten ‚Hannover‘ zu lesen ist, werden sowohl der ‚Abgrund‘, vor dem die Staatengemeinschaft steht, als auch die moderne Agora sichtbar. Schon beim Betrachten des Titels wird die geballte Kraft der Bewerbung sichtbar."

„Der Preis zeigt, dass sich die Einbindung der kreativen Szene ausgezahlt hat. Ich gratuliere dem Designer Sebastian Peetz und freue mich sehr, dass die iF Design-Jury das Bid Book als Gesamtkunstwerk ausgezeichnet hat, in dem sich Form und Inhalt optimal ergänzen. Dieser Preis ist für das gesamte Team ein großer Erfolg und für die Bewerbung ein zusätzlicher Motivationsschub“, so Oberbürgermeister Belit Onay.

Mehr zum Bid Book findet sich unter folgendem Link: https://khh25.de/agoraofeurope

Gestaltungskonzept, Bebilderung und Design: Sebastian Peetz

Papier: Lessebo Bruk, Schweden

Laserarbeiten Cover: Marc Roth, Kremo, Flörsheim

Buchseitenschnitte: Matthias Hußmann, Ermonis, Ehlershausen

Buchbinderarbeiten: Hans-Jürgen Vehse, Vehse Feinbuchbinderei, Hannover

Produktionskoordination: Christian Lieb, Hannover

Druck: Gutenberg Beuys Feindruckerei, Hannover

Video: Stabil & Grazil

Fotos: Julian Winkhaus, Hannover

 

Kulturhauptstadt-Team stellt Verstärkung vor

v.l._Benjamin Förster-Baldenius_Robin Höning_Cagla Ilk_Thomas Posth_Lotte Lindner_Till Steinbrenner_Jean Peters_Aljoscha Begrich (C) LH Hannover v.l._Benjamin Förster-Baldenius_Robin Höning_Cagla Ilk_Thomas Posth_Lotte Lindner_Till Steinbrenner_Jean Peters_Aljoscha Begrich (C) LH Hannover

 

Die Jury-Begründung ist ausgewertet und nun holt sich das Kulturhauptstadt-Team um die Teamleiterinnen Inga Samii und Melanie Botzki weitere Verstärkung. Das laut Jury „starke Team“, das die Bewerbung erfolgreich durch die erste Runde geführt hat, wird ergänzt um zusätzliche Expertise. Zur Wissenschaftlerin, Kulturmanagerin, Historikerin, Künstlerin, Juristin, Verwaltungsfachfrau, Musikwissenschaftlerin, Pressesprecherin, zum Designer und Schriftsteller kommen jetzt acht neue Mitglieder aus den Bereichen Architektur, Literatur, Politikwissenschaft, Kunst, Performance, Musik und Dramaturgie. Damit wird die bewährte interdisziplinäre, kollektive Arbeit fortgesetzt.

„Mit unseren Neuzugängen erweitern wir unsere Bewerbung um neue Perspektiven. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit und sind uns sicher, dass wir ein überzeugendes Bid Book abgeben werden“, sagen Inga Samii und Melanie Botzki.

Intersektional und interdisziplinär wird das Team bis Ende April gemeinsam die künstlerischen Inhalte des zweiten Bid Books nach dem Agora-Prinzip vertiefen. Dabei wird es eng mit allen bisher Beteiligten, wie zum Beispiel den beratenden Gremien, Arbeitsgruppen innerhalb der Stadtverwaltung, den Think Tanks, den regionsübergreifenden Kommunen und der Kulturszene, zusammenarbeiten. Gemeinsam werden konkrete Projekte entwickelt, um ein lokales, nationales und europäisches Publikum anzusprechen.

Gemäß den Vorgaben der Jury werden für einige Projekte aus dem ersten Bid Book beispielhaft klare Konzepte zur Umsetzung vorgelegt. Das umfangreiche Programm für das Titeljahr mit circa 500 Projekten und zehn Großprojekten wird erst nach dem Titelgewinn entwickelt.

Abgabetermin für das zweite Bid Book ist der 31. Juli 2020 in Berlin. Zwischen dem 21. und 23. September 2020 entscheidet die Jury bei der Auswahlsitzung endgültig, welche Stadt Kulturhauptstadt Europas 2025 wird. Kurz zuvor wird eine Delegation der Jury die Bewerberstädte für jeweils einen Tag besuchen.

Die neuen Mitglieder im Team Kulturhauptstadtbewerbung 2025:

Aljoscha Begrich studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Kulturwissenschaft in Berlin, Buenos Aires und Mexiko City. Nach seiner Arbeit als Bühnenbildner war er ab 2009 als Dramaturg am Schauspiel Hannover sowie am Hebbel am Ufer in Berlin tätig und ist seit 2014 am Maxim Gorki Theater. Er entwickelte eine Vielzahl an Arbeiten, welche bereits in über 40 Städten realisiert und unter anderem zum Festival d‘Avignon und zur Bienale di Venezia eingeladen wurden. Begrich unterrichtete als Dozent an der Leibniz Universität Hannover, der Universität Hildesheim sowie der Bayrischen Theaterakademie Everding.

Genreübergreifend und interdisziplinär arbeitet das Kollektiv raumlaborberlin. Benjamin Förster-Baldenius ist einer von acht Architekten des Kollektivs und inzwischen seit mehr als 20 Jahren dabei. Zusammen entwickelt das raumlaborberlin weltweit interdisziplinäre Projekte im öffentlichen Raum und verbindet dabei Architektur, Kunst und Gesellschaft miteinander, wodurch es zu einem der bedeutendsten und innovativsten Architektenbüros Deutschlands geworden ist.

Robin Höning hat Architektur und Stadtplanung studiert und ist Geschäftsführer von endboss. Seit mittlerweile sieben Jahren entwickelt endboss von Hannover aus nicht nur Objekte, Architekturen und urbane Parallelwelten für unterschiedliche Stadträume in der ganzen Welt, sondern auch nachhaltige Gemeinschaften und Bewegungen. Dabei sind sie weder auf ein Themenfeld, noch auf eine bestimmte Zielgruppe festgelegt und haben sich bisher mit Kindern, Skater*innen, Rentner*innen, Geflüchteten, Politiker*innen, Studierenden und Bürokrat*innen gemeinsam die Hände schmutzig gemacht.

Çagla Ilk ist Kuratorin und Dramaturgin. Von 2013 bis 2020 war die studierte Architektin am Maxim Gorki Theater, unter anderem für die interdisziplinäre Kunstausstellung Berliner Herbstsalon zuständig, bei der sie mit zahlreichen internationalen Künstler*innen und Regisseur*innen zusammengearbeitet hat.Ihre Arbeiten verbinden Kunst, Urbanistik und Architektur miteinander. Ilk beschäftigt sich insbesondere mit der Interdisziplinarität zwischen den Darstellenden und Bildenden Künsten, Diversity-Themen, sowie der transkulturellen Öffnung von Kulturinstitutionen und der Förderung dieser.

Das Künstlerpaar Lotte Lindner & Till Steinbrenner lebt und arbeitet seit 2002 in Hannover. Studiert haben sie bei der Performancekünstlerin Marina Abramoviç, ausgestellt schon weltweit: im New Yorker MoMa PS 1, in der Londoner Tate Modern und vielen europäischen Metropolen. Für ihre Arbeit wurden sie unter anderem mit dem Kunstpreis der Sparkasse Hannover, dem Zeitsicht-Preis Augsburg und mit dem New York Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Landes Niedersachsen ausgezeichnet und lehrten als Gastprofessor*innen an der Akademie der Bildenden Künste München. In Hannover bespielten sie den Holländischen Pavillon auf dem Expogelände, den Hodlersaal und für Made in Germany Räume der Kestnergesellschaft. Damit sind sie laut HAZ „Hannovers aufregendstes Künstlerpaar“.

Jean Peters ist Politikwissenschaftler und Aktionskünstler und gründete 2013 das Peng!-Kollektiv. In seiner Arbeit verbindet er Mittel der Performance-Kunst und Medien-Inszenierung mit klassischer Kampagnenarbeit sowie investigativer Recherche. Mit Peng infiltrierte er etwa die Medienarbeit von Konzernen wie Shell, Google oder Vattenfall, rief zur innereuropäischen Fluchthilfe auf und gründete einen temporären Aussteiger*innenverein für Geheimdienstmitarbeiter*innen. Sollten irgendwann Faschist*innen an die Macht kommen, will er zumindest damit prahlen können, dass er alles dagegen tat, was ihm einfiel. Deshalb arbeitet er mittlerweile auch für das Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann.

Thomas Posth ist freiberuflicher Dirigent, Cellist und Konzertdesigner. 2006 gründete er das in Hannover beheimatete Orchester im Treppenhaus. Mit seinen Konzertprojekten hat sich das Orchester in den letzten Jahren zu einem der führenden Vertreter der innovativen Klassikszene in Deutschland und Europa entwickelt. Posth hat zudem eine nebenberufliche Professur als Akademischer Musikdirektor der Universität Hamburg inne, bekleidet einen Lehrauftrag an der Musikhochschule in Hannover und ist künstlerischer Leiter der Académie de Musique de Chambre de Bardou in Südfrankreich.

 

 

Stadt und Umland erwarten weiteres Bevölkerungswachstum bis 2030  - Landeshauptstadt und Region Hannover legen neue Prognose vor

Die positive Bevölkerungsentwicklung in der Region Hannover hält weiter an: In ihrer aktuellen Prognose gehen Landeshauptstadt Hannover (LHH) und Region Hannover von einem moderaten Wachstum aus. Der Betrachtungszeitraum reicht bis 2030. Die letzte Bevölkerungsprognose ist im Jahr 2014 erschienen.

Für die Region Hannover insgesamt wird für die nächsten zehn Jahre mit einem Bevölkerungszuwachs am Hauptwohnsitz um 2,5 Prozent (+29.100 Personen gegenüber der Bevölkerungsprognose 2014) und mit einem Anstieg der Einwohnerzahl von 1,18 auf 1,21 Millionen Menschen gerechnet. Für die Landeshauptstadt Hannover liegt der Zuwachs bei 2,8 Prozent, die Einwohnerzahl steigt von 543.300 auf 558.700 Personen um 15.400 Personen. Im Umland beträgt das Wachstum 2,2 Prozent (+13.700 Personen), die Bevölkerung wächst von 635.500 auf 649.200 Personen an.

Über den gesamten Prognosezeitraum wird für die Region Hannover mit Wanderungsgewinnen von ca. 52.000 Personen gerechnet. Gleichzeitig sterben in diesem Betrachtungszeitraum 22.900 mehr Menschen als geboren werden, so dass der Bevölkerungszuwachs insgesamt bei 29.100 Personen liegt. Die Entwicklung ist dabei in der Landeshauptstadt und dem Umland unterschiedlich: In Hannover ist die Lücke zwischen Sterbefällen und Geburten mit insgesamt 1.200 Personen gering, im Umland wird – insbesondere aufgrund der heute höheren Altersstruktur mit entsprechend mehr Todesfällen – in den nächsten zehn Jahren damit gerechnet, dass 21.700 Personen mehr sterben als geboren werden.

Wanderungsgewinne werden sowohl für die Stadt Hannover (+35.100) als auch für das Umland (+16.900) erwartet, weil die Zahl der Zuzüge in die Region die Zahl der Fortzüge übersteigt. Ein wichtiger Faktor sind die Binnenwanderungen zwischen der Landeshauptstadt und den umliegenden Städten und Gemeinden der Region Hannover. Hier wird von einer Abwanderung aus der Landeshauptstadt von per Saldo 18.600 Personen ausgegangen, die im Umland als Binnenwanderungsgewinn zu Buche schlagen.

Das stärkste relative Bevölkerungswachstum der 21 Kommunen in der Region Hannover wird bis 2030 in den Städten Gehrden (+4,9 %), Pattensen (+4,2 %) und Seelze (+4,1 %) erwartet. In absoluten Zahlen sind es die Landeshauptstadt Hannover (+15.400 Einwohner) sowie die Städte Langenhagen (+2.100), Seelze und Barsinghausen (jeweils +1.400). Die Stadt Neustadt am Rübenberge (-1,6 %) ist die einzige Kommune, für die eine leichte Bevölkerungsabnahme erwartet wird; dieses ist vor allem dem dortigen Altersaufbau geschuldet, der steigende Sterbe- und stagnierende Geburtenzahlen erwarten lässt.

Der Bevölkerungszuwachs um 15.400 Personen bis 2030 in der Landeshauptstadt Hannover verteilt sich nach Altersgruppen unterschiedlich: Für die Zahl der Kinder und Jugendlichen wird ein Anstieg um 4,6 Prozent (3.800 Personen) auf 87.500 erwartet. Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren bleibt konstant bei ca. 357.600 (-145 Personen, -0,04 Prozent): Bis 2030 verlassen ca. zwei Drittel der Jahrgänge der sogenannten Babyboomer diese Altersklasse der Unter-65-Jährigen; zeitgleich gibt es Zuwächse durch Zuwanderung von Personen im erwerbsfähigen Alter. Durch die älter werdenden Babyboomer steigt die Zahl der Menschen ab 65 Jahre bis 2030 deutlich um 11,4 Prozent auf 113.600 an (+11.700). Die Zahl der Hochaltrigen ab 85 Jahre nimmt um 35,6 Prozent (+5.200) auf 20.000 Personen spürbar zu. Das Durchschnittsalter der Landeshauptstadt erhöht sich von 42,5 auf 43,1 Jahre.

In den Städten und Gemeinden des Umlands verteilt sich der Bevölkerungszuwachs um 13.700 Personen bis 2030 nach Altersgruppen wie folgt: Für die Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren wird ein Anstieg um 5,9 Prozent (6.300 Personen) auf 113.500 erwartet. Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 64 Jahren nimmt um 3,2 Prozent ab auf 370.000 (-12.100 Personen). Die Zahl der älteren Menschen ab 65 Jahre steigt bis 2030 deutlich um 13,4 Prozent auf 165.700 an (+19.600). Dabei steigt die Zahl der Hochaltrigen ab 85 Jahre besonders stark an: Der Zuwachs um 13.100 Personen auf 31.500 Hochaltrige 2030 entspricht einem Wachstum um 71,1 Prozent. Das Durchschnittsalter im Umland erhöht sich von 45,3 auf 45,9 Jahre.

Auf Ebene der 13 Stadtbezirke der Landeshauptstadt Hannover wird das relativ stärkste Bevölkerungswachstum in den Stadtbezirken Kirchrode-Bemerode-Wülferode (+16,8 %) und Linden-Limmer (+5,1 %) erwartet. Dies liegt vor allem an den großen Wohnungsneubaugebieten Wasserstadt Limmer und Kronsrode in Bemerode. Die kleinräumigen Prognosebezirke Limmer (+34,1 %, +2.300 Personen) und

Bemerode (23,3 %, +4.700 Personen) haben hierdurch das größte relative und absolute Wachstum aller 30 Prognosebezirke der Landeshauptstadt.

Methodische Grundlage der Bevölkerungsprognose ist eine sogenannte Status-quo-Prognose: Für beide Komponenten der Bevölkerungsentwicklung – die natürliche Entwicklung und die Wanderungen – wird die tatsächliche Entwicklung der letzten Jahre als Basis genommen. Für Geburtenverhalten und Sterblichkeit sind dies die Jahre 2015 bis 2018, für die Wanderungsmuster die Jahre 2010 bis 2012 sowie 2016 bis 2018. Das Ausnahmejahr 2015 mit vielen Geflüchteten wurde nicht berücksichtigt, und das Hinzuziehen von drei früheren Jahren stellt die Struktur der Wanderungen auf eine breitere Basis.

 

Salto Wortale – Kinderliteraturfestival im Zirkuszelt geht in die dritte Runde und macht die Beziehung zwischen Mensch und Tier zum Thema

„Mensch, Tiere! Von Freunden, Helfern und Störenfrieden“ lautet das Motto des Kinderliteraturfestivals Salto Wortale, das vom 25. bis 28. Mai neben dem Neuen Rathaus seine Zelte aufschlägt. 1.200 Schulkinder der Klassenstufen eins bis fünf können sich an vier Festivaltagen über den Weg der Poesie und Literatur mit dem Thema auseinandersetzen. In mehr als 50 Workshops zahlreicher hannoverscher Partner-Institutionen begegnen sie Hunden, Wölfen, Eulen, Bibern, Füchsen, Bären und vielen anderen Tieren. Einigen davon im Festivalzentrum. Die Anmeldung für Schulklassen ist ab sofort unter www.saltowortale-hannover.de möglich.

Als interdisziplinäres, bundesweit einzigartiges Angebot der Leseförderung stellt Salto Wortale die Inhalte von Geschichten in den Mittelpunkt. Wie die aktuelle PISA-Studie zeigt, können 20 Prozent der Fünfzehnjährigen nicht sinnerfassend lesen. Dabei ist sinnerfassendes Lesen Schlüsselkompetenz und Grundvoraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe. Es fördert so wichtige Fähigkeiten wie Empathie, Vorstellungsvermögen und selbständiges Denken. „Mit unserem Angebot wollen wir jedes Kind individuell erreichen und über seine eigenen Interessen für die ausgewählten Geschichten und das Lesen begeistern. Tiere spielen im Leben aller Kinder eine Rolle und haben vielerlei Funktionen:Als Haustiere sind sie Alltagsbegleiter oder beste Freunde. Als Nutztiere erfüllen sie wichtige Aufgaben. Tiere in freier Wildbahn faszinieren, können aber auch Angst einflößen. Salto Wortale verbindet die Literatur mit der Alltagswelt der Kinder und macht sie über neue Zugänge lebendig und erfahrbar“, sagen die Festivalleiterinnen Nina Weger und Julia Kronberg.

Musikalische Lesung zum Festivalstart: Der Kuckuck schlägt die Trommel gutEröffnet wird das Festival am 25. Mai mit einer musikalischen Lesung von Studierenden der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in Kooperation mit der Chopin-Gesellschaft Hannover. Auf dem Programm stehen witzige Tiergedichte von Georg Christian Dieffenbach bis Joachim Ringelnatz und Der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns.Die drei Hauptfestivaltage für 3. bis 5. Klassen beginnen mit einer Lesung im Zirkuszelt für 270 Kinder. Im Anschluss schlagen knapp 20 Workshops eine Brücke von der ausgewählten Literatur zu Naturwissenschaft, Biologie, Umweltschutz, Tiermedizin, Kunst, Fotografie, Musik, Theater, Politik, Geschichte und vielem mehr. Jedes Kind wählt per Stimmabgabe selbst, in welchem Workshop es das Thema der vorgelesenen Geschichte vertiefen will.

26. Mai für 3. Klassen: Helfer auf vier Pfoten - Im Anschluss an eine Lesung aus 5 Hunde im Gepäck von Eva Ibbotson mit Autorin und Übersetzerin Sabine Ludwig erforschen Drittklässler*innen, wie Hund und Mensch zusammenleben und wo sie sogar zusammenarbeiten: Polizeihunde, die Leben retten, Blindenhunde als Alltagsbegleiter, Therapiehunde, die gesund machen, Huskies, Bernhardiner und Jagdhunde sind in ihrer Funktion als Helfer auf dem Festivalgelände im Einsatz. Die Kinder erforschen ihre Eigenschaften und entdecken Lern-, Trainings- und Arbeitsmethoden. Auch Tierschutz und Tiermedizin sind ein Thema.

27. Mai für 4. Klassen: Geheimnisse aus dem Wald - Ausgehend von der Geschichte Das Wunder der wilden Insel des amerikanischen Kinderbuchautors Peter Brown tauchen Viertklässler*innen mit den Stimmen der Schauspieler Philippe Goos und Lisa Spickschen in die Geheimnisse des Waldes ein und entdecken die Lebensweise von Füchsen, Bibern, Wildkatzen, Hasen, Rehen und Eulen. Sie erforschen, wie sich die Tiere den Lebensraum teilen, weshalb der Wald für unser Klima so wichtig ist und wie sich Förster*innen um seinen Erhalt kümmern.

28. Mai für 5. Klassen: Der Wolf – Rückkehr eines Raubtiers - Ob und für wen das Aufeinandertreffen von Mensch und Wolf gefährlich ist und wie wir mit dem neuen/alten Nachbarn umgehen, erkunden Fünftklässler*innen in Workshops zum Wolf und seiner Lebensweise. Andrea Paluch liest aus ihrem gemeinsam mit Robert Habeck veröffentlichten Kinderbuch Ruf der Wölfe. Die Schulkinder finden im Anschluss heraus, wo in Niedersachsen Wölfe leben und welche Schutzrechte sie haben. Es geht um den Wolf als beliebtes Markenzeichen und Logo, als Märchenfigur oder Mythos.

Nachhaltige Leseförderung über Zusammenarbeit mit Partnerschulen

Den Festivalbesuch für Schulkinder nachhaltig zu gestalten und die von ihnen aufgenommenen Impulse in den Unterricht zu integrieren, ist den Veranstalter*innen von Salto Wortale ein Hauptanliegen. Neu ist in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit den Partnerschulen Grundschule Wettbergen, Gymnasium Limmer und IGS Nienburg. Sie erhalten nach dem Festival nicht nur die Salto-Wortale-Bücherkisten mit Literatur zu den Workshops und dem jeweiligen Tagesthema. Salto Wortale unterstützt Lehrkräfte auch mit Material und Konzepten für die Nachbereitung des Festivals. Schulen, die am Festival teilnehmen und sich ebenfalls für das Angebot interessieren, erhalten über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! weitere Informationen.

Kooperationen und Workshop-Partner*innenNeben den hannoverschen Einrichtungen, die Salto Wortale auch in diesem Jahr mit Workshops unterstützen, sind der Friedrich-Bödecker-Kreis Niedersachsen und die Landeshauptstadt Hannover wichtige Kooperationspartner*innen. Franziska Schmidt, Fachleitung kulturelle Kinder- und Jugendbildung der Landeshauptstadt Hannover: „Kunst und Kultur erweitern den Horizont, bieten Orientierung und eröffnen Wege. Sie halten ein breites Spektrum an Herangehensweisen bei der Aneignung der Welt bereit und machen es möglich, das Leben auf vielfältige Weise zu gestalten. Kunst und Kultur werfen Fragen auf und bringen Ideen zu unserer Zukunft hervor. Die wichtigsten Partner*innen in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung sind deswegen Künstler*innen und Kulturschaffende. Salto Wortale schafft es, mit der Verknüpfung von Lesungen und interdisziplinären Workshops Kinder bei ihren Interessen abzuholen und Türen zur kulturellen Teilhabe zu öffnen.“

Workshop-Partner*innen 2020Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover, B&B. Markenagentur, Deutscher Blindenführhundehalterverein, Diensthundeführerstaffel der Polizeidirektion Hannover, Erlebnis-Zoo Hannover, Haus der Jugend, Herrenhäuser Gärten, Thorsten Hirschfeld (Fotograf), Nikola Huppertz (Autorin), Huskyhof Ridderade, Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung – Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Jagdgebrauchshundeverein Hannover-Celle e. V., Mirjam Jasper (Amtstierärztin), Kinder- und Jugendchor der Marktkirche Hannover, Klosterkammerforstbetrieb, Steven Markusfeld (Theatermacher), Medizinische Hochschule Hannover, Mobile Kunstwerkstatt, Museum August Kestner, NABU Laatzen e. V., NABU Wedemark e. V., NAJUNiedersachsen e. V., Rettungshundestaffel Hannover – Die Johanniter, Schulbiologiezentrum Hannover, Sarah Schwarz(Artistin), Ingrid Sissung (Autorin und Illustratorin), Sprengel Museum Hannover, St. Bernhards-Klub e. V. von 1891, Alternativer Wolf- und Bärenpark, Villa Seligmann, Waldpädagogikzentrum Wisentgehege, Waldstation Eilenriede, Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

Anmeldung für SchulklassenLehrkräfte können sich mit ihren Schulklassen ab sofort bis zum 13. März unter folgendem Link anmelden: www.saltowortale-hannover.de/anmeldung. Bei Fragen zur Anmeldung erreichen sie Svenja Dunkel und Sophia Bizer über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0175 1507062.

Salto Wortale mit startsocial-Stipendium ausgezeichnet

Salto Wortale ist eine von 100 ausgewählten Initiativen in Deutschland, die für 2019/2020 das renommierte startsocial-Stipendium gewonnen haben. Der startsocial-Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel und hat das Ziel, soziales und ehrenamtliches Engagement in Deutschland zu stärken. Die Themen, denen sich die geförderten Initiativen widmen, reichen vom Einsatz für mehr soziale Gerechtigkeit bis zu Bildung, Inklusion und Integration.

Salto Wortale - Kinderliteraturfestival im Zirkuszelt wird vom Förderverein Kinderzirkus Giovanni e. V. und dem Kinderzirkus Giovanni in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover (Kulturelle Kinder- und Jugendbildung der Stadtteilkultur), dem Friedrich-Bödecker-Kreis und Bethel – Birkenhof Berufsbildungszentrum veranstaltet.

Mehr als 20 hannoversche Einrichtungen und Institutionen unterstützen das Projekt, darunter die Üstra, der Erlebnis-Zoo Hannover, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, der NABU, die Naturschutzjugend Niedersachsen, die Waldstation Eilenriede, das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der Landeshauptstadt Hannover, die Herrenhäuser Gärten, das Sprengel Museum Hannover, die Villa Seligmann, die Marktkirche Hannover und die Johanniter.

Gefördert durch: Landeshauptstadt Hannover, VHV Stiftung, VGH-Stiftung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Region Hannover, HannoverStiftung, CULT Stiftung, Rotary Club Hannover Leineschloss.

 

Bernadotteallee am Sonntag gesperrt

Die Bernadotteallee (Stadtteil Zoo) ist am kommenden Sonntag (9. Februar) von 7 bis circa 17 Uhr gesperrt. Das betrifft auch die Parkmöglichkeiten in der Bernadotteallee. Grund sind notwendige Baumpflegearbeiten des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün in der Vorderen Eilenriede. Eine Umleitung für Zoobesucher*innen – über Hohenzollernstraße und Fritz-Behrens-Allee (und entsprechend umgekehrt) – ist ausgeschildert. Fußgänger*innen und Radfahrende können die Wege benutzen, die westlich der Bernadotteallee parallel verlaufen. Sollten die Baumpflegearbeiten vor 17 Uhr beendet sein, wird die Bernadotteallee entsprechend früher wieder für den kompletten Verkehr freigegeben.

Die Arbeiten sind im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht erforderlich. An einigen Bäumen wird Totholz entfernt. Zudem müssen drei bis fünf Bäume (Eichen, Buchen) gefällt werden, weil die Stand- beziehungsweise Bruchsicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann (etwa wegen Sturmschäden, nicht mehr im Boden verankerten Wurzelwerks oder Fäulnis).

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