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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 7.Juli 2020

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Haltestelle Noltemeyerbrücke in Hannover-Bothfeld (C) Ulrich Stamm Haltestelle Noltemeyerbrücke in Hannover-Bothfeld (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Manele-Süss-Weg jetzt beleuchtet und asphaltiert

Der Manele-Süss-Weg in Wettbergen ist in den vergangenen zwei Monaten mit einer Beleuchtung und einer festen, asphaltierten Wegedecke ausgestattet worden. Insgesamt neun neue LED-Mastleuchten wurden zwischen Aufhäuserstraße und Ossietzkyring im Rahmen des vom Rat beschlossenen Programms zur „Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum“ aufgestellt. In Verbindung mit einem neuen Asphaltbelag ermöglichen die Leuchten nun eine ganzjährige und sichere Nutzung dieses stark frequentierten Schulweges. Die Maßnahme kostete rund 95.000 Euro.

Weitere Wegebeleuchtungen im Rahmen des noch bis Ende 2022 dauernden „Beleuchtungsprogramms“ der Landeshauptstadt Hannover sind derzeit in Arbeit oder in Planung. Dazu zählen der Dieter-Oesterlen-Weg (Bemerode), der voraussichtlich Ende August fertiggestellt wird, der Almstadtweg (Linden-Nord) und die Grünverbindung Neue-Land-Straße/Nobelring (Groß-Buchholz). Sofern nicht schon vorhanden, erhalten diese Wege ebenfalls gleichzeitig einen Asphaltbelag zur ganzjährigen Nutzbarkeit.

Unabhängig von dem Programm „Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum“ haben in den vergangenen zwölf Monaten die Wegeverbindungen „Im Krummen Sieke“ (Vinnhorst) und „Franz-Mock-Weg“ (Calenberger Neustadt) ebenfalls zusätzliche Leuchten erhalten.

 

Kinderwald als UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Der Kinderwald Hannover wurde als UN-Dekade-Projekt „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Hannovers Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette als Schirmherrin des Kinderwaldes hat heute (5. Juli) die Urkunde und Auszeichnungstrophäe (eine Art Pokal aus Holz) dem Vorsitzenden des Fördervereins Kinderwald Hannover e.V., Unmada Manfred Kindel, überreicht. „Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für ein herausragendes, seit mehr als 20 Jahren sehr gut funktionierendes Projekt“, betonte Tegtmeyer-Dette. „Der Kinderwald bringt seinen Besucher*innen die Natur auf seine ganz eigene Weise näher. Er fördert Kreativität und die eigene Entwicklung, lehrt Verantwortung, lebt Beteiligung und ein offenes Miteinander. Damit leistet er seit vielen Jahren einen wertvollen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im Stadtgebiet.“

Mit dem Sonderthema „Soziale Natur – Natur für alle“ wird im Rahmen der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ in Deutschland der Blick verstärkt auf die Chancen gelenkt, die die Natur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration darstellt. Die UN-Dekade möchte bewusstmachen, dass Naturvielfalt auch Raum für Begegnung, Erholung und Erlebnis bietet.

Im Kinderwald Hannover wird Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft in einem offenen Miteinander ein besonderes Naturerlebnis geboten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem gesamten Stadtgebiet erleben eine einmalige biologische Vielfalt und Atmosphäre, die ihnen Achtsamkeit gegenüber der Natur und gegenüber einander vermittelt. Sie lernen sich aktiv einzubringen und kreative Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.

Die UN-Dekade „Biologische Vielfalt 2011–2020“ ist eine Initiative der Vereinten Nationenzum nachdrücklichen weltweiten Erhalt der Biodiversität. Herzstück der Aktivitäten in Deutschland ist der UN-Dekade-Projektwettbewerb. Jede Woche wird ein Projekt ausgezeichnet, das sich in besonderer Weise für die Erhaltung, nachhaltige Nutzung oder Vermittlung der biologischen Vielfalt einsetzt. Die Auszeichnung soll auf vorbildliche Aktivitäten aufmerksam machen, Interesse für die biologische Vielfalt wecken und Dritte motivieren, ebenfalls aktiv zu werden. Die Auszeichnung „Soziale Natur – Natur für alle“ wird für zwei Jahre verliehen. Danach können sich Projekte erneut bewerben, wenn sie sich positiv weiterentwickelt haben.

Der Kinderwald wurde bereits zweimal im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als offizielles Dekadeprojekt ausgezeichnet:

  • 2006/2007 aufgrund des großen Engagements für erlebnisorientiere Naturerfahrung, intensive und dauerhafte Beteiligung der Kinder als wichtigste Akteur*innen und der Vernetzung von pädagogischen, soziokulturellen und ökologischen Initiativen.

  • 2008/2009 insbesondere für die Einbindung älterer Jugendlicher durch die Übertragung von mehr Verantwortung durch die Kinderwald-Leiter*innen-Ausbildung und das selbstständige Anleiten von Gruppen; außerdem für die Integration strukturell benachteiligter Kinder und Jugendlicher und die daraus erwachsene Möglichkeit, berufsqualifizierende Kompetenzen zu erlangen.

 

Der „Kurt 2020“ geht an Alexa Dietrich

Der „Kurt 2020“ geht an Alexa Dietrich. Das ist das Ergebnis der Wahl der Teilnehmer*innen der „2. Hannoverschen Autor*innenkonferenz“, die unter sich die diesjährige Preisträgerin ausgewählt haben. Hinter ihnen lagen zwei Tage (3. und 4. Juli) in einer arbeitsreichen Schreibwerkstatt, in der sie sich über die eigenen Schreibweisen ausgetauscht und ganz konkret an noch unveröffentlichten Texten gearbeitet haben.

Alexa Dietrich erhält mit dem mit 1.000 Euro dotierten „Kurt 2020“ auch erstmals ein Kunstobjekt der hannoverschen Audiokünstlerin Natalie Deseke. Der Pokal „Kurt“ deklamiert Kurt Schwitters´ „Anna Blume“-Gedicht und wird im nächsten Jahr an die/den diesjährigen Preisträger*in 2021 weitergereicht.

Zur „2. Hannoverschen Autor*innenkonferenz“

Für die Textwerkstatt bewerben konnten sich professionell arbeitende Autor*innen aus Hannover und Umgebung mit unveröffentlichten Texten. Aus diesen Bewerbungen hat die Jury – bestehend aus Alexander Rudolfi, Autor und letztjähriger Preisträger des „Kurt 2019“, Achim Engstler, Vorsitzender des Verbands Deutscher Schriftsteller – VS Niedersachsen/Bremen, und Annette Hagemann, Kulturbüro Hannover, Literaturförderung - die diesjährigen Teilnehmer*innen ausgewählt: Dorit David, Alexa Dietrich, Christine Kappe, Selene Mariani, Marco Sagurna, Theresa Sigusch, Martin Spieß, Klaus Urban, Wolfgang Uster und Burkhard Wetekam.

Geleitet wurde die diesjährige Schreibwerkstatt erneut von Prof. Dr. Gabriela Jaskulla, FHM, und Martin Reckweg, NDR Niedersachsen. Annette Pehnt, Autorin und Professorin am Literaturinstitut Hildesheim, hat mit einem Impulsreferat in die Schreibwerkstatt eingeführt.

Eine Veranstaltung vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover in Kooperation mit dem Verband Deutscher Schriftsteller – VS Niedersachsen/Bremen. Die Autor*innenkonferenz wird zusätzlich gefördert durch die VGH-Stiftung.

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