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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 8.August 2020

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Blick auf den Aegidientorplatz (C) Ulrich Stamm Blick auf den Aegidientorplatz (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

 

Stadtverwaltung: Keine Gesundheitsgefahr für Zuwanderer*innen in Unterkunft am Burgweg

Die Stadtverwaltung Hannover lässt die Gegebenheiten auf dem Gelände der ehemaligen Paul-Dohrmann-Schule am Burgweg von der Unteren Bodenschutzbehörde der Region bewerten. Damit reagiert die Stadt auf Medienberichte, denen zufolge für obdachlose Zuwander*innen, die eine Zeit lang in der Schule untergebracht worden waren, eine Gesundheitsgefährdung durch schadstoffbelasteten Boden bestanden haben könnte. Die Stadt stellt dazu fest, dass es eine solche Gesundheitsgefährdung nicht gegeben hat. Das belegt ein Gutachten.

 

„Wir nehmen die Sache ernst und wollen Transparenz schaffen“, erklärt Oberbürgermeister Belit Onay. Die Stadt wolle verdeutlichen, dass sie keinesfalls fahrlässig gehandelt habe, wie gemutmaßt worden war.   

Maßgabe für die Stadt ist die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV). Sie regelt, welcher Schadstoff-Gehalt für welche Nutzungen eine Gefahr darstellt. Kinderspielflächen werden am strengsten bewertet. Weitere Kategorien sind Wohnen, Park- und Freizeitflächen sowie Gewerbegebiete. Das Gelände der ehemaligen Schule war als Wohnfläche einzustufen – dazu gehören auch Hausgärten. Im Jahr 2014 stellte die Stadt bei einer Untersuchung fest, dass auf dem Gelände Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg abgelagert worden war. Deshalb war zu bewerten, ob durch die im Schutt enthaltenen Schadstoffe -  PAK sowie Blei - die Gesundheit der in der Unterkunft wohnenden Obdachlosen und Zuwanderer*innen gefährdet sein könnte. Ergebnis: Die Grenzwerte der BBodSchV für Wohnen waren nicht überschritten.

Nach der Verschärfung der PAK-Prüfwerte im Jahr 2016 waren die Grenzwerte auf wenigen Teilflächen überschritten. Da die Schadstoffe jedoch unter einer dichten Rasendecke liegen, konnten Kinder mit ihnen nicht in Kontakt kommen. Die Landeshauptstadt Hannover konnte zudem sicherstellen, dass die Versiegelungen mit Asphalt und Pflaster sowie die dichte Rasendecke bestehen blieben. Das Spielen auf dem gesamten Grundstück war jederzeit unbedenklich.

Über die Bundesbodenschutz-Verordnung hinaus hat sich die Landeshauptstadt Hannover im Jahre 2007 freiwillig per Ratsbeschluss eigene, noch strengere Grenzwerte gesetzt. Diese sogenannten „Bodenwerte für die Bauleitplanung“ wendet die Stadt bei der Aufstellung von Bebauungsplänen und Grundstücksverkäufen an. Der Grund: In diesen Fällen gibt die Stadt die Kontrolle über die Bodengegebenheiten aus der Hand. Das heißt, sie kann zum Beispiel nicht beeinflussen, wie Käufer die Freiflächen gestalten, Pflanzungen vornehmen, Leitungen verlegen oder anderweitig in den Boden eingreifen. Die LHH vereinbart deshalb in Kaufverträgen oft Maßnahmen für die Sanierung und Sicherung.  Die strengeren „Bodenwerte für die Bauleitplanung“ sind für das Areal der ehemaligen Schule am Burgweg 5 erst jetzt mit dem geplanten Verkauf zu berücksichtigen.

 

Verkehrsbehinderungen auf dem Friedrichswall

Der Friedrichswall ist von der Willy-Brandt-Allee kommend in Fahrtrichtung Aegidientorplatz von Montag (10. August) bis voraussichtlich 20. August nur einspurig befahrbar. Zwei Spuren müssen wegen Arbeiten am Gebäude der Nord/LB gesperrt werden. Mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen.

Radfahrende und zu Fuß Gehende können den Bereich passieren. Für diesen Zweck wird ein kombinierter Geh-/Radweg eingerichtet.

Es ist geplant, dass tagsüber so lange gearbeitet wird, wie es die Lichtverhältnisse zulassen. Auch am Wochenende wird gearbeitet, um die Einschränkungen zu minimieren. Außerhalb der Arbeitszeiten soll die Fahrbahn möglichst zweispurig nutzbar gemacht werden. Der für die Arbeiten aufgestellte Kran wird während der gesamten Baumaßnahme stehenbleiben müssen.

 

Sperrung der Hohenzollernstraße verlängert sich

Die Sperrung der Hohenzollernstraße und der Heinrichstraße verlängert sich bis voraussichtlich Dienstag (11. August), 6 Uhr. Die Kreuzung der Böderkerstraße bleibt bis Montag (10. August), 8 Uhr, bestehen. Der Linienbusverkehr der üstra wird den Bereich ab Montag um 5 Uhr wieder passieren können. Die Umleitungen sind örtlich ausgeschildert. Es wird empfohlen, großräumiger über den Cityring auszuweichen.

Die Hohenzollernstraße ist seit vergangenem Montag (3. August) zwischen Wedekindstraße und Bödekerstraße gesperrt. Ab Freitagabend (7. August), 22 Uhr, wird wie gemeldet zusätzlich die Kreuzung der Bödekerstraße gesperrt. Die Heinrichstraße wird zur Sackgasse, weil eine Zu- und Abfahrt in Richtung Bödekerstraße nicht möglich ist

Grund der Verlängerung ist die Witterung: Wegen der hohen Temperaturen benötigt der Asphalt länger zum Auskühlen und erhält erst später die erforderliche Festigkeit.

 

Personal in belasteten Service-Bereichen wird aufgestockt

Zusätzliche Stellen für die Ausländerbehörde, das Standesamt, die Kfz-Zulassungsstelle und die Bürgerämter sowie kurzfristige Unterstützung durch Abordnungen

Oberbürgermeister Belit Onay verschafft sich im HannoverServiceCenter ein Bild 

Derzeit gibt es erhebliche Probleme bei der Erbringung verschiedener Dienstleistungen, namentlich in den Bürgerämtern, dem Standesamt, der Kfz-Zulassung und der Ausländerbehörde.

Trotz erzielter Fortschritte ist absehbar, dass die Abarbeitung der entstandenen Rückstände mit den vorhandenen personellen Ressourcen nur langsam erfolgen kann. Die Verwaltung hat sich deshalb entschieden, zusätzliche personelle Unterstützung für die betroffenen Bereiche zu organisieren. Befristet für ein Jahr werden bis zu zehn zusätzliche Mitarbeiterinnen für die betroffenen Bereiche eingestellt. Die hierfür erforderlichen Auswahlgespräche finden in der kommenden Woche statt. Als Sofortmaßnahme erfolgt zudem eine Unterstützung durch Personal aus anderen Fachbereichen der Stadtverwaltung. Hier werden kurzfristig weitere zehn Mitarbeiter*innen in den Fachbereich öffentliche Ordnung abgeordnet.

Oberbürgermeister Belit Onay hat sich heute gemeinsam mit dem zuständigen Dezernenten für Finanzen und Öffentliche Ordnung, Dr. Axel von der Ohe, ein Bild von der Arbeit im HannoverServiceCenter verschafft. Bei einem Rundgang im Rahmen seiner Sommertour zeigte er sich beeindruckt, von der Vielfältigkeit und dem Umfang der hier erbrachten Leistungen. „Ich bin sicher, dass die getroffenen Personalentscheidungen eine kurzfristige Verbesserung für die Kund*innen bedeutet, aber auch die Mitarbeitenden entlastet."

Durch die Corona bedingte Schließung städtischer Dienststellen für den Kund*innenverkehr sind Schwierigkeiten in der Bearbeitung entstanden oder wurden verstärkt. Während der knapp zweimonatigen Schließung mussten rund 15.000 Termine in den Bürgerämtern, 7.000 Termine in der Kfz-Zulassungsstelle, 3.600 Termine in der Ausländerbehörde und rund 2.000 Termine im Standesamt entfallen und im Nachgang neu vereinbart werden. Obwohl die Landeshauptstadt bemüht war, die Schließzeit in diesen Bereichen nicht länger als unbedingt nötig ausfallen zu lassen und dort als erste städtische Dienststellen den Terminkundenverkehr wieder ermöglichte, sind in der Zeit des Lockdowns massive Rückstände entstanden, die nun neben dem laufenden Tagesgeschäft abgearbeitet werden müssen.

Schon während der Schließung ist versucht worden, die für die Bürger*innen entstandenen Einschränkungen möglichst gering zu halten, indem überall dort, wo dies möglich war, die Vorgangsbearbeitung auf postalische oder elektronische Verfahren umgestellt worden ist. So sind in dieser Zeit beispielsweise circa 3000 Aufenthaltstitel durch die Ausländerbehörde ausgestellt und den Kund*innen übermittelt worden, die mindestens bis zum neu vereinbarten Termin als Übergangsbescheinigung dienen.

Allerdings ist in einer Vielzahl von Fällen die persönliche Vorsprache der Kund*innen zwingende rechtliche Voraussetzung für die Erledigung des jeweiligen Anliegens. Nach der Wiedereröffnung der Dienststellen sind daher sämtliche verfügbaren personellen Ressourcen für die Bearbeitung der Anliegen eingesetzt worden. Die betroffenen Bereiche sind zudem durch zusätzliche Mitarbeitende, Zeitarbeitskräfte, Praktikant*innen und Nachwuchskräfte unterstützt worden.

Durch die Bündelung der Ressourcen ist es gelungen, trotz zum Teil fortbestehender Corona bedingter Restriktionen die Anzahl der täglich bearbeiteten Fälle auf ein Niveau zu steigern, das über den Fallzahlen vor dem Lockdown liegt. Konkret werden aktuell täglich 800 bis 1000 Termine in den Bürgerämtern wahrgenommen, circa 70 bis 150 davon können jeweils tagesaktuell freigegeben werden. In der Ausländerbehörde werden derzeit täglich rund 400 Kund*innenanliegen bearbeitet und dabei etwa 80 Spontankund*innen bedient. Vom Standesamt werden täglich rund 50 Termine wahrgenommen und von der Zulassungsstelle etwa 430 Zulassungen am Tag erledigt.

 

Koki Hannover präsentiert Sommerkino im Hof draußen und Meilensteine der Filmgeschichte drinnen

Film ab! Das Kommunale Kino (Koki) Hannover meldet sich mit dem beliebten Sommerkino auf dem Hof des Künstlerhauses und drinnen mit Meilensteinen der Filmgeschichte zurück.

Draußen:

In Hannovers schönstem Open Air Kino geht es am Donnerstag (13. August) mit dem musikalischen Biopic über Elton John „Rocketman“ los. Es folgen zahlreiche Highlights der Kinosaison wie der starbesetzte Krimispaß „Knives Out – Mord ist Familiensache“ (15. August) oder die OSCAR-reife Renée Zellweger als Judy Garland in „Judy“ (21. August). Hochkarätigen schwedischen Horror gibt es mit „Midsommar“ (27. August) und mit Quentin Tarantinos „Hateful 8“ (22. August) widmet sich das Kino dem im Juli verstorbenen Komponisten Ennio Morricone, der für die Musik dieses Films einen OSCAR bekam. Alle Veranstaltungen beginnen um 21.30 Uhr.

Absolutes Open Air Highlight sind zwei Abende (28. und 29. August, jeweils 20.30 Uhr) mit einer szenischen musik-literarischen Aufführung des Ensemble Megaphon mit Gedichten von Mascha Kaléko und Musik aus mehreren Jahrhunderten unter der Überschrift „Seiltänzerin ohne Netz“ – und gleich im Anschluss der Filmklassiker „Menschen am Sonntag“, der wie kaum ein anderer Film Mascha Kalékos Zeit Ende der 20er, Anfang der 30er Jahre widerspiegelt.

Drinnen:

Und das Kommunale Kino ist auch „indoor“ wieder dabei. Die Fellini-Hommage und Feier des Kinos wird mit einem der Meilensteine der Filmgeschichte, mit „La Dolce Vita“ (16. und 17. August); fortgesetzt. Weiter geht es mit „Die Kordillere der Träume“ (16. und 17. sowie 23. und 24. August), dem letzten Teil von Patricio Guzmans poetisch-analytischer Trilogie über sein Heimatland Chile. Und mit „Der See der wilden Gänse“ (30. August bis 2. September) präsentiert der chinesische Regisseur Diao Yinan, der 2014 mit „Feuerwerk am helllichten Tage“ den Goldenen Bären gewann, seinen neuesten Film: ein fulminantes, gewaltvolles, aber dennoch höchst poetisches und visuell beeindruckendes Genrestück, das gleichzeitig alle Genreregeln unterläuft. Und zu guter Letzt zeigt das Kino drei Filme zum Thema Black Lives Matter.

Weil nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen, wird um Platzreservierung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 168-45522 gebeten.

Die Karten kosten 6,50 Euro, 4,50 Euro ermäßigt, HannoverAktivPass frei.

Sonderpreis SoundTRAX Open Air mit Live-Musik: 12 Euro, beziehungsweise 10 Euro ermäßigt.

Alle Veranstaltungen finden unter Berücksichtigung der zurzeit notwendigen Vorsichts-, Abstands- und Hygienemaßnahmen statt.

 

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