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Aktuelle Nachrichten aus Hannover vom 9.März 2021

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HDI Arena in Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm HDI Arena in Hannover - Luftbild © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Hannover will wieder WM-Stadt werden

Hannover will 2023 internationale Handballstadt werden. Zusammen mit der music sports hall GmbH & Co. KG bewirbt sich die Stadt als Spielort für die 24. Junioren IHF Handball-Weltmeisterschaft vom 20. bis zum 29. Juni 2023. Die Austragungsorte gibt der Deutsche Handballbund im Spätsommer bekannt. 

Die hannoversche Sport- und Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf zeigt sich begeistert wie zuversichtlich: „Hannover ist als Gastgeberstadt der Handball-Weltmeisterschaft der Junioren 2023 die perfekte Wahl. Hannover kann Handball! Das zeigen nicht nur die stimmungsvollen Spiele des Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf. Gleichzeitig wollen wir mit dieser Bewerbung unterstreichen, dass die Landeshauptstadt auch für weitere internationale Ereignisse in dieser Traditionssportart geeignet ist.“ 

Als wirtschaftliches, kulturelles und sportliches Zentrum Niedersachsens besitzt Hannover viel Erfahrung bei der Organisation von nationalen und internationalen Großveranstaltungen und kooperiert dabei in den vergangenen beiden Jahrzehnten sehr eng mit dem Veranstaltungsunternehmen Hannover Concerts, zu dem indirekt die music sports hall GmbH & Co. KG gehört. Nico Röger, ihr Geschäftsführer, würde sich sehr über die Junioren-WM freuen: „Wir fühlen uns sehr geehrt, uns gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover als mögliche Spielstätte der Junioren Handball Weltmeisterschaft zu bewerben. Für unsere Halle und natürlich in erster Linie für Stadt und Region wäre es ein großartiges Event, mit dem Hannover erneut in den Fokus der internationalen Sportbühne rücken würde. Gerade in dieser schwierigen Corona-Zeit wäre dies ein Lichtblick am Ende eines langen Tunnels.“

Die Landeshauptstadt ist von der Wirkung und Strahlkraft eines solchen Turniers überzeugt und wird das Event finanziell, infrastrukturell und auch medial unterstützen. Die Stadtverwaltung stellt unter anderem den Austragungsort der Spiele, die Swiss Life Hall, sowie die Trainingshallen mietfrei zur Verfügung. Insgesamt beteiligt sich die Stadt Hannover mit 170.000 Euro an den Gesamtkosten der Junioren-WM 2023.

Die Stadt und die Region Hannover verfügen darüber hinaus über eine exzellente Infrastruktur, die sich nicht nur bei Großveranstaltungen wie dem Maschseefest und den Großkonzerten, sondern auch bei den internationalen Messen und Kongressen bewährt hat.

Auch der Handball-Verband Niedersachsen e. V. (HVN) sowie die TSV Hannover-Burgdorf GmbH sind erfreut über die Initiative der Landeshauptstadt und unterstützen die Bewerbung ausdrücklich.

 

Bürgerpanel zur Wohnungslosigkeit geplant: Stadt Hannover lädt erneut zum Runden Tisch Wohnungslosigkeit ein

Heute, am 8. März steht das Thema Wohnungslosigkeit wieder ganz oben auf der Tagesordnung: Die Landeshauptstadt Hannover hat soziale Träger*innen, Verbände, die Politik und Vertreter*innen der Wohnungslosgenhilfe sowie von Wohnungslosigkeit Betroffene zu einer digitalen Gesprächsrunde eingeladen. Konzepte zur Bürger*innenbeteiligung und zum Umgang mit Wohnungs- und Obdachlosigkeit aus sozialpolitischer Sicht sind u.a. Gegenstand des Austausches.

„Es ist der richtige Weg für Lösungen – wir holen alle Beteiligten an einen Tisch und hören besonders auch die Stimmen der Betroffenen selbst. Ich verspreche mir von den geplanten Online-Formaten zur Bürger*innenbeteiligung, die wir heute vorstellen, direkte Eindrücke, durch die wir die Bedürfnisse noch besser einschätzen und damit auch passgenauer helfen können. Ich freue mich auf konstruktive Gespräche“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay im Vorfeld des Runden Tisches.

Geplant sind ein Bürgerpanel* zum Thema Wohnungslosigkeit und ein Online-Beteiligungs-Tool, das bereits erfolgreich im neuen LIP-Prozess (Lokaler Integrationsplan Wir 2.0) eingesetzt wurde. Das Online-Umfrage-Tool wird als ergänzendes Instrument genutzt, so dass auch Wohnungslose mitwirken können. Wo findet Wohnungslosigkeit im Stadtgebiet statt, auch außerhalb der Innenstadt? Bei Tag und bei Nacht? Das wird u.a. Gegenstand der Befragung sein. Voraussetzung sind ein Internet-Zugang, beispielsweise ein Smartphone. Die Stadt plant die Durchführung der beiden Beteiligungsangebote zeitnah in den nächsten Monaten. Für die offene Befragung wird ein Link veröffentlicht, mit dem die Menschen an der Umfrage teilnehmen können. Beim Bürgerpanel werden die Teilnehmer*innen persönlich per Email eingeladen.

Darüber hinaus werden Konzepte diskutiert, die aus sozialpolitischer Sicht auf das Thema Wohnungslosigkeit blicken. Die Stadt nimmt beim Thema Obdachlosigkeit zum einen die Rolle der Netzwerkerin ein, indem sie die Angebote der Obdachlosenszene koordiniert und kommuniziert. Zum anderen berät sie beim Zugang zu finanziellen Hilfen und Fachleistungen. Eine wesentliche Rolle spielt auch die Straßensozialarbeit, in der die Stadt direkte sozialpädagogische Beratung anbietet. Aus Sicht der Stadt braucht es eine weitere Verstetigung der niedrigschwelligen Basisangebote auf der Straße (z.B. ehrenamtliche Essensausgabe, Kältebusse). Von besonderer Bedeutung sind auch die ergänzende Gesundheitsversorgung (z.B. Straßenambulanz) und neue tagesstrukturierende Angebote. Im Fokus sollten eine verstärkte Netzwerkarbeit rund um den Bahnhof stehen, ein Schwerpunkt auf Housing-First-Projekte und auch der Ausbau von Straßensozialarbeit. Ein weiterer Fokus sollte neben dem Aufbau der Straßensozialarbeit für Frauen auf der Bildung eines Netzwerks „Frauen in Wohnungslosigkeit“ liegen.

„Wir denken heute am Weltfrauentag besonders an die obdachlosen Frauen. In Hannover sind das nach Studien 25 bis 30 Prozent. Sie sind häufig nicht sichtbar auf der Straße, viele sind verdeckt obdachlos. Wir werden zwei Sozialarbeiterinnen einstellen, die sich nur mit weiblicher Obdachlosigkeit beschäftigen. Sie benötigen eine besondere Ansprache“, so Sylvia Bruns, Dezernentin für Soziales und Integration der Landeshauptstadt Hannover.

Hintergrundinformation:

*Bürgerpanel: Das Bürgerpanel bezieht breite Bevölkerungsteile mit ein, ohne mit den herkömmlichen Instrumenten der Bürgerbeteiligung zu konkurrieren und hat zum Ziel ein schnelles Meinungsbild zu aktuellen stadtpolitischen Themen herzustellen. Im Panel sind 2800 durch eine Zufallsstichprobe ausgewählte Einwohner*innen vertreten, die einen nach Alter und Geschlecht repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung ab 18 Jahren darstellen. Erfahrungsgemäß nehmen 75 Prozent der Teilnehmer*innen online an den Befragungen teil.

 

Hannover stellt Förderantrag für Smart-City-Konzept „Restart: #HANnovativ“

Anforderungen an die Stadtentwicklungen mit den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökonomie, Ökologie und Soziales) und neuen Chancen durch Digitalisierung verbinden. Dieses Ziel verfolgen die Modellprojekte Smart Cities, die das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) initiiert und fördert. Die Landeshauptstadt Hannover (LHH) stellt nun einen entsprechenden Förderantrag mit dem Titel „Restart: #HANnovativ“ beim Bund.

Der aktuelle Aufruf des BMI steht unter dem Leitthema „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“. Die LHH stellt einen eigenständigen Förderantrag, der insbesondere einen Wissenstransfer, sowie Übertrag- und Skalierbarkeit auf andere Kommunen durch Kooperationen mit den Städten Oldenburg, Göttingen und Einbeck sicherstellt. Eine entsprechende Drucksache wurde heute (8. März) dem Rat der Stadt zur Beschlussfassung in der Ratssitzung am 18. März vorgelegt.

In einer zunehmend vernetzten Welt umfasst der Begriff „Smart City“ Strategien und Konzepte, um durch den Einsatz moderner Technologien urbane Räume effizienter, resilienter und klimaschonender zu gestalten. Smarte, digitale Anwendungen und Konzepte sollen entscheidend dazu beitragen, Hannover als lebenswerte und attraktive Stadt weiter auszubauen.

Oberbürgermeister Belit Onay ist die Bewerbung ein wichtiges Anliegen: „Nachhaltigkeit, Effizienz und mehr soziales Miteinander: Diese Aspekte stehen für die Idee der Smart Cities, der intelligenten Städte der Zukunft. Mit unserem Förderantrag ‚Restart: #HANnovativ‘ möchten wir das übergreifende Handlungsfeld ‚Smart Cities‘ intensiveren, beschleunigen und ausweiten.“

„Unser Ziel ist es, die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Hannover weiter zu erhöhen und zu einer vitalen, vielfältigen, integrativen und inklusiven Stadt beizutragen. Für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung setzen wir daher auf kluge Strategien und innovative Maßnahmen in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz, Mobilität und Logistik, aber auch in Wirtschaft und Kultur. Dabei soll der Mensch und nicht die Technik im Mittelpunkt stehen“, so Stadtbaurat Thomas Vielhaber.

Der räumliche Fokus liegt zunächst auf dem hannoverschen Zentrum. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie ist der Handlungsdruck hoch, aber auch langfristig gilt es, Herausforderungen wie das Erreichen der Klimaziele und die Zukunftsfähigkeit der Innenstädte mit anderen Kommunen gemeinsam zu denken.

Weiterentwicklung bereits bestehender Ansätze als Grundlage

Auf bereits bestehende smarte Projekte wie die Verwaltungsstrategie zur Digitalisierung, das 3-D-Modell der Stadt als “digitaler Zwilling“, das Verkehrsmanagementsystem „HannoVerKehr“ oder die Initiativen „Urbane Logistik Hannover“ und „Lust auf Fahrrad“ kann aufgebaut werden. Diese Ansätze gilt es weiterzuentwickeln und zu erweitern.

Die Smart-City-Strategie soll gemeinsam mit der Stadtgesellschaft partizipativ entwickelt und umgesetzt werden. Der geplante Innenstadtdialog spielt hierbei eine zentrale Rolle. Es konnten bereits zahlreiche Kooperationspartner*innen unter anderem aus Wissenschaft und Wirtschaft gewonnen werden.

Hintergrundinformationen zum Verfahren

Die LHH ist im Januar 2021 den Aufrufen des Niedersächsischen Städtetags und des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz gefolgt. Mit einem dezernatsübergreifenden Konzeptpapier wurde das Interesse an einer gemeinschaftlichen Bewerbung niedersächsischer Kommunen auf den Förderaufruf „Smart Cities Made in Germany“ des BMI bekundet.

Die Bundesregierung fördert die digitale Modernisierung der Kommunen durch Smart-City-Modellprojekte. Ziel ist es, integrierte Smart-City-Ansätze zu erproben, um die Handlungsfähigkeit von Städten, Kreisen und Gemeinden insgesamt zu stärken. Im kommunalen Verbund können über eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren insgesamt bis zu 17,5 Mio. Euro Fördermittel des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) eingeworben werden.

Die Antragsfrist für die „Modellprojekte Smart Cities“ endet am 14. März. Ratsbeschlüsse können bis zum 14. April nachgereicht werden. Bei einem positiven Bescheid kann im ersten Schritt mit der Erarbeitung einer gesamtstädtischen SmartCity-Strategie begonnen werden. Die Förderquote beläuft sich auf 65 Prozent der Kosten über einen Förderzeitraum von fünf Jahren.

 

Bürgeramt Bemerode geschlossen

Das Bürgeramt Bemerode ist bis auf Weiteres geschlossen. Kund*innen, die ihren Termin unter Angabe von Kontaktdaten vereinbart haben, werden von den Bürgerämtern kontaktiert. Alle anderen Kund*innen werden gebeten, online einen neuen Termin zu vereinbaren. In dringenden Fällen stehen die anderen Bürgerämter telefonisch unter (05 11) 1 68 – 3 20 00 oder per E-Mail zur Verfügung.

Grund der vorsorglichen Schließung ist ein Corona-Fall unter den Mitarbeitenden. Aufgrund der sorgfältigen Hygienemaßnahmen im Bürgeramt wird derzeit davon ausgegangen, dass sich Kund*innen nicht infizieren konnten. Die Länge der Schließung ist noch unklar und abhängig von einer eventuellen, noch ausstehenden Quarantäneanordnung durch das Gesundheitsamt.

Alle Kund*innen, die für die kommenden Tage einen Termin haben, werden gebeten, sich vorher auf www.bürgeramt-hannover.de zu informieren. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für in diesem Zusammenhang entstehende Verzögerungen oder Unannehmlichkeiten.

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