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Beteiligung im Prozess der Betreuungsausweitung in Kitas gefordert

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Symbolbild Quelle: Esi Grünhagen / Pixabay Symbolbild

BERLIN. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Beschlüsse der Jugend - und Familienkonferenz der Bundesländer und des Bundesfamilienministeriums zur schrittweisen Öffnung der Kindertageseinrichtungen. Die Beschlüsse decken sich in weiten Teilen mit den ver.di-Forderungen.

"Die Kitas langsam wieder zu öffnen, ist der richtige Schritt", betont der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke. "Kinder und Eltern brauchen eine Perspektive."

Doch die Kindertageseinrichtungen seien nicht nur pädagogische Orte für Kinder, sondern auch Arbeitsstätten für Hunderttausende von Menschen. Es gelte daher die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und dazu gehöre auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dieser wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter der Überschrift "SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard" für die Pandemie konkretisiert, gilt bundesweit für alle Arbeitsstätten und damit auch für die Kindertageseinrichtungen.

Das heißt die Perspektive der Beschäftigten ist in den politischen Überlegungen und den Regelungen vor Ort zwingend zu berücksichtigen.

"Wie in unserem Kita-Positionspapier, das wir Anfang der Woche vorgelegt haben, bereits deutlich gemacht, fordern wir als Beschäftigtenvertretung eine Beteiligung an diesen Prozessen", so Frank Werneke, "genauso wie auch eine Beteiligung der Elternvertretungen. Nur so kann es gelingen, die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen und miteinander zu vereinbaren."

In einem Offenen Brief an die politischen Entscheidungsträger - https://mehr-braucht-mehr.verdi.de/offener-brief - macht ver.di gemeinsam mit Beschäftigten, Elternvertreterinnen und -vertreter sowie Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen auf die zum Teil prekäre Situation der Sozialen Arbeit aufmerksam. Hier müsse dringend Abhilfe geschaffen werden, so ver.di.

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