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Erlebnis-Zoo Hannover enttäuscht über Eingliederung in „3. Öffnungsschritt“

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Zoochef Andreas M. CAersdorff ist schwer enttäuscht über die "Öffnungspläne" der Regierung © Ulrich Stamm Zoochef Andreas M. CAersdorff ist schwer enttäuscht über die "Öffnungspläne" der Regierung © Ulrich Stamm

HANNOVER. Der Erlebnis-Zoo Hannover zeigt sich überrascht von den geplanten Pandemie-Regeln, die aus dem im Entwurf des Kanzleramts für die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am morgigen Mittwoch hervorgehen. Demnach wäre eine Öffnung von Tierparks und zoologischen Gärten erst im „Dritten Öffnungsschritt“ vorgesehen – und damit Indoor-Angeboten gleichgesetzt.

 

„Wir sind fassungslos – das ist einfach nicht mehr zu verstehen!“, bringt es Andreas M. Casdorff, Geschäftsführer des Erlebnis-Zoo Hannover, auf den Punkt. Im Vorfeld der für morgen geplanten Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder wurde bekannt, dass Zoos erst in einem dritten Öffnungsschritt, gemeinsam mit Indoor-Angeboten wie Museen und Galerien, wieder öffnen sollen. „Zoos sind sichere Open-Air-Ausflugs- und Bildungsorte mit erprobten Hygiene-Konzepten“, so Casdorff. „Wir bitten die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten inständig, diese Einstufung nicht zu beschließen, sondern Zoos jetzt im März wiederzueröffnen!“

 

Zoos sind als Ausflugs- und Bildungsort sicher

 

Der Erlebnis-Zoo Hannover hat die bisherigen Einschränkungen durch den Lockdown mit viel Verständnis mitgetragen. „Die Eingliederung in Stufe 3 ist nun jedoch für die Bevölkerung nicht mehr nachvollziehbar“, sagt Casdorff. In mehreren Bundesländern sind die Zoologischen Gärten bereits wieder geöffnet, bzw. waren nie geschlossen. „Die Zoologischen Gärten haben mit ihrenumfangreichen Hygienekonzepten, die auf einer wissenschaftlich fundierten Grundlage basieren und mit den lokalen Gesundheitsämtern abgestimmt wurden, im letzten Jahr Verantwortung bewiesen“, so Casdorff, „genauso umsichtig werden wir wieder handeln!“

 

Tatsächlich haben sich Zoologische Gärten laut Robert-Koch-Institut nicht als Infektionsherde des Coronavirus erwiesen. „Im Gegenteil können die Zoos mit ihrem großen Freizeitangebot Familien in der jetzigen Situation unterstützen und dazu beitragen, soziale Spannungen abzubauen.“

 

Der Erlebnis-Zoo appelliert eindringlich an den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil, der Wiedereröffnung der Zoos auch in seinem Bundesland im März zuzustimmen.

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