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Es geht ums Überleben in der Veranstaltungswirtschaft

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Alarmstufe Rot - Die Veranstaltungsbranche demonstriert für mehr finanzielle Überstützung in der Corona-Krise © Bernd Günther Alarmstufe Rot - Die Veranstaltungsbranche demonstriert für mehr finanzielle Überstützung in der Corona-Krise © Bernd Günther

HANNOVER (bg). Die Veranstaltungswirtschaft hat es immer schwerer und ein Ende der Durststrecke ist absolut nicht in Sicht. Heute demonstrierten ca. 200 Betroffene aus unterschiedlichen Bereichen der Veranstaltungsbranche in Hannover, um sich bei der Politik Gehör zu verschaffen.

Mit dem Bündnis „Alarmstufe Rot“, ein Zusammenschluss von mehreren Verbänden und Initiativen aus der Veranstaltungsbranche versucht man seit mehreren Monaten auf die Lage der Branche aufmerksam zu machen.

So zogen sie im Korso mit lautstarker Musik, roten Plakaten und ihren Trucks vom Schützenplatz zum „Platz der Göttinger Sieben“ in der Nähe des Rathauses.

Felix Passow ist Geschäftsführer von Party Rent aus Hannover und gleichzeitig auch Sprecher von dem niedersächsischen Zweig der Aktion „Alarmstufe Rot“. Bislang hat die Veranstaltungsbranche alle Einschränkungen mitgemacht, so Passow, aber es fehlt an der dringend notwendigen weiteren Unterstützung durch die Politik. Die bisherigen Maßnahmen müssen alle Veranstalter teuer bezahlen. Seit über acht Monaten keine Einnahmen und die finanzielle Unterstützung der Politik reicht bei weitem nicht. Einige Unternehmen stehen vor dem Aus und durch den rasanten Anstieg der Neuinfektionen in den letzten Wochen keimt nicht gerade Hoffnung in der Veranstaltungswirtschaft auf. So manches Unternehmen muss auf Erspartes, welches eigentlich für die Altersvorsorge gedacht war, zurückgreifen. Man fordert bessere Entschädigung für die Branche und ihre große Anzahl an betroffenen Mitarbeitern.

Es geht so jedenfalls nicht weiter. Vereinzelt versucht man mit geeigneten Konzepten zumindest im kleineren Rahmen und unter den strengen Hygieneauflagen und im Rahmen der behördlichen Genehmigungen Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. Dieses gilt durchaus auch für Kleinkünstler oder Konzerte. Ein Beispiel ist die derzeit laufende infa 2020 auf dem Messegelände oder die heute der Presse im Erlebniszoo-Hannover vorgestellte Veranstaltung „Christmas Garden Hannover“, die zur Weihnachtszeit für die Hannoveraner stattfinden soll. Ob jedoch die sprunghaft ansteigenden Neuinfektionszahlen dieses zulassen werden, mag keiner voraussehen. Zu wünschen ist es aber der Branche und natürlich auch ihren Besuchern.

Am 28. Oktober haben sich Veranstalter und Veranstalterinnen in Berlin zur nächsten Großdemo verabredet.

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