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„Herzlich Willkommen an der MHH!“

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Begrüßung der Erstsemester durch den Studiendekan für Humanmedizin Professor Dr. Ingo Just im Hörsaal F der MHH. © Karin Kaiser / MHH Begrüßung der Erstsemester durch den Studiendekan für Humanmedizin Professor Dr. Ingo Just im Hörsaal F der MHH.

Hannover (pm).  Die MHH hat gestern ihre Erstsemester in den beiden zulassungsbeschränkten medizinischen Studiengängen begrüßt. Im Studiengang Zahnmedizin haben 79 Erstsemester ihr Studium aufgenommen. Im Modellstudiengang HannibaL sind es mit 360 statt bisher 270 Studienanfängerinnen und Studienanfängern deutlich mehr Studierende als bisher. „Damit lösen wir unser Versprechen gegenüber der Politik ein, in Zukunft mehr Ärztinnen und Ärzte auszubilden. Allerdings musste die Hochschule dafür in kürzester Zeit und vor dem Hintergrund immer knapper werdender räumlicher und finanzieller Ressourcen den Modellstudiengang HannibaL so umstrukturieren, dass auch weiterhin Kleingruppenarbeit stattfinden kann und die Studierenden möglichst praxisnah ausgebildet werden können“, erklärt MHH-Präsident Professor Dr. Michael P. Manns. „Mein besonderer Dank gilt daher allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Studiendekanats sowie allen Lehrenden und Studierenden der Hochschule, die diese Umstrukturierung möglich gemacht haben.“

Um die COVID-19 Hygienebestimmungen einzuhalten, wurden die Erstsemester in mehrere Gruppen aufgeteilt und im größten Hörsaal der Hochschule der Reihe nach von den beiden Studiendekanen der Hochschule Professor Dr. Ingo Just (Humanmedizin) und Professor Dr. Harald Tschernitschek (Zahnmedizin) dem AStA der MHH persönlich begrüßt. Die Präsidentin  der Ärztekammer Niedersachsen Dr. Martina Wenker und ihre Stellvertreterin Marion Charlotte Renneberg richteten sich in einer Videobotschaft an die Erstsemester der MHH und wünschten ihnen auf diesem Weg viel Erfolg für ihr Studium. Die höheren Jahrgänge der beiden medizinischen Studiengänge haben bereits Anfang Oktober ihr Hybrid-Studium aufgenommen: Vorlesungen finden überwiegend online statt, kleine Seminare, Praktika sowie der Unterricht am Patienten werden in Präsenz durchgeführt.

Modellstudiengang HannibaL bleibt auch mit mehr Studierenden nah am Patienten

Seit mehr als fünfzehn Jahren bietet die MHH im Fach Humanmedizin den Modellstudiengang HannibaL (Hannoversche, integrierte, berufsorientierte und adaptive Lehre) an. Er wurde vor kurzem bis zum Jahr 2026 verlängert und wird ab sofort deutlich mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden. Ein wesentlicher Aspekt der medizinischen Ausbildung in HannibaL ist der frühe Praxisbezug. Von der ersten Woche an findet die Ausbildung am Patienten statt. Um den Kleingruppenunterricht trotz steigender Studierendenzahl zu erhalten, startet der Modellstudiengang im neuen Studienjahr mit einer neuen Studiengangstruktur, die für alle Studienjahre gilt: Die Unterrichtszeit erhöht sich von 30 auf 35 Wochen Unterricht pro Jahr. Die Studentinnen und Studenten rotieren nicht mehr in Tertialen, also in drei Gruppen, sondern in vier Gruppen mit jeweils 80 bis 90 Studierenden durch das Studienjahr. Dazu sind die Studienjahre ab dem dritten Studienjahr in fünf siebenwöchige Wochenblöcke unterteilt, Quintile genannt: Die Studierenden rotieren durch vier Lehrblöcke, in einem weiteren Lehrblock werden sie gemeinsam unterrichtet. Alle Prüfungen werden nach der neuen Studiengangstruktur in Prüfungswochen zusammengefasst und finden überwiegend in elektronischer Form statt.

Neuorganisation des Studiengangs Humanmedizin

Diese Neuorganisation des Studiengangs Humanmedizin war nötig geworden, da die Hochschule die zusätzlichen Kleingruppen, die sich aus der erhöhten Zulassungszahl ergeben, nicht in den bisherigen Zeitfenstern unterrichten kann. Darüber hinaus verfügt sie nicht über ausreichend große Hörsäle, um die größer gewordene Kohorte weiterhin zu dritteln. „Wir haben nur drei große Hörsäle, in denen mehr als 300 Studierende Platz haben und nur neun Hörsäle mit mehr als 100 Sitzplätzen“, erklärt MHH-Studiendekan Professor Dr. Ingo Just. „Uns war es wichtig, die Kleingruppenarbeit und den Unterricht am Patienten auch mit mehr Studierenden umsetzen zu können und damit die Besonderheiten des Modellstudiengangs zu erhalten.“

Zahnmedizin startet mit 79 Studierenden und strengem Hygienekonzept

Keine neue Studiengangstruktur, aber ein besonderes Hygienekonzept war nötig, um den Studiengang Zahnmedizin im neuen Studienjahr unter den derzeit geltenden besonderen COVID-19 Hygienebestimmungen mit möglichst viel Präsenzlehre starten zu können. „Die Studentinnen und Studenten erlernen im Studiengang Zahnmedizin wichtige Fertigkeiten für ihren späteren Beruf. Da auf praktische Übungen nicht verzichtet werden kann, haben wir ein strenges Hygienekonzept erarbeitet, das neben der Beachtung der Abstands- und Hygieneregelungen auch die Einteilung der Studierenden sowie der betreuenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in festen Kleingruppen vorsieht“, erklärt Professor Dr. Harald Tschernitschek, MHH-Studiendekan für Zahnmedizin.

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