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Kieferfehlstellung - welche Korrekturen sind möglich?

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Kieferfehlstellungen - mögliche Behandlungen  -Symbolfoto © MEISTERvideo /Pixabay Kieferfehlstellungen - mögliche Behandlungen  -Symbolfoto © MEISTERvideo /Pixabay

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HANNOVER. Menschen, die unter einer Anomalie im Bereich des Kiefers leiden, haben kein leichtes Leben. Wir klären Sie auf: verschiedene Arten ✅ Behandlungen ✅ Kosten✅

 

Kieferfehlstellungen - mögliche Behandlungen 

Der Kiefer macht einen großen Teil des Gesichts aus. Er trägt seinen Teil zur Symmetrie und Ästhetik des Gesichts bei und ist auch für das körperliche Wohlbefinden sehr wichtig. Denn sitzen Ober- und Unterkiefer nicht perfekt aufeinander, können gesundheitliche Schäden auftreten. Wenn auch Sie Probleme mit der beschriebenen Körperstelle haben, können Sie im folgenden Text hilfreiche Auskünfte und passende Behandlungsmöglichkeiten finden. 

 

Häufige Fehlstellungen 

Die Fehlstellungen im Kieferbereich nehmen viele verschiedene Formen an. Die Zähne spielen bei der missratenen Entwicklung eine große Rolle.  

 

Überbiss

Der Überbiss ist die wohl bekannteste Fehlstellung des Kiefers. Er trägt viele Namen, die von Scherenbiss bis zu Hasenzähne reichen. Die Bezeichnungen sind inspiriert von der außergewöhnlichen Positionierung der Zähne. Das Gebiss des Oberkiefers ragt nämlich deutlich über den Unterkiefer hinaus, wodurch sich der Mund nicht mehr problemlos schließen lässt. Infolgedessen tritt die Oberlippe optisch hervor und das Kauen wird beeinträchtigt. 

 

Kreuzbiss

Auch der Kreuzbiss ist ein regelmäßiger Gast. Bei dieser Fehlstellung wachsen die Zähne nicht senkrecht, sondern nehmen eine gewisse Schieflage ein. Demzufolge kreuzen sich die einzelnen Zähne der oberen und unteren Zahnreihe miteinander und erschweren die Nahrungsaufnahme. In der Umgangssprache und Zeitungen spricht man auch gerne vom  “schiefen Biss”. 

 

Unterbiss

Eine weitere Anomalie des Kiefers stellt der Unterbiss dar. Im Gegensatz zu den vorherigen Fehlstellungen lässt sich der Unterbiss nur selten sehen. Im Vergleich zum Oberkiefer ragt der Unterkiefer bei dieser Haltung unverhältnismäßig stark hervor. Als Folge dessen weisen Betroffene eine Ähnlichkeit mit unseren tierischen Vorfahren auf. Der Unterbiss wirkt sich dementsprechend nicht nur negativ auf die Funktionsweise des Gebisses aus, sondern hinterlässt auch große seelische Folgen. 

 

Nachteile einer Kieferfehlbildung

Eine Fehlstellung des Kiefers kann das Leben des Betroffenen stark erschweren. Da sich die Muskeln, Knochen, Sehnen und Gelenke nicht mehr an ihren üblichen Platz befinden, stehen sie unter ständiger Spannung. Dies kann sich als beständiges Druckgefühl bemerkbar machen und auch zu langfristigen Konsequenzen führen. So klagen Betroffene häufig über Kopf-, Nacken- und Kieferschmerzen, da diese Körperpartien eine hohe Belastung ertragen müssen. Weiterhin kann auch Alltägliches zur Tortur werden. So wird aus dem genießerischen Essen eine Nahrungsaufnahme und aus dem Einkaufsbummel oder dem Sonntagsausflug der “Walk of Shame”.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Die Medizin konnte sich in den letzten Jahren beständig weiterentwickeln. Dadurch gibt es nun die Möglichkeit, verschiedene Behandlungsmethoden in Anspruch zu nehmen, die der Kieferfehlstellung den Garaus machen. 

 

Korrektur ohne OP

Vor allem im Kinder- und Jugendalter greifen Ärzte gerne auf lockere und feste Zahnspangen zu, um die Anomalien zu beseitigen. Durch das Wachsen der Kinder und Jugendlichen wird der Kiefer automatisch in die gewünschte Form gedrückt. 

 

Die Zahnspange ist jedoch nicht immer die beste Option. Vor allem Erwachsene sehnen sich nicht danach, den medizinischen Helfer über Monate oder sogar Jahre im Mund zu haben. Zudem können Probleme, welche auf die Form oder Struktur der Kieferknochen zurückzuführen sind, mit der Zahnspange nicht behoben werden. 

 

Stattdessen bietet sich Unterkiefertraining an. Eine moderne und zurzeit sehr beliebte Methode ist beispielsweise das Mewing. Menschen mit Kieferproblemen können demnach die Zunge regelmäßig an die Gaumenplatte drücken, bis der Kiefer auf natürliche Art und Weise die richtige Position einnimmt. 

 

Korrektur mit OP

In manchen Fällen sind die Fehlstellungen jedoch so gravierend, das weder die Zahnschienen noch das Unterkiefertraining Effekte zeigt. Eine Operation stellt dann häufig die einzige Möglichkeit dar, die Beschwerden in der Gesichtspartie loszuwerden. In der 

Regel wird der Kiefer durch eine Verlängerung oder Verkürzung angepasst. Leider ergeben sich durch diese Operation häufig Zahnlücken oder Platzmangel im Mund, was wiederum durch das Tragen einer Zahnspange behoben werden muss. 

 

Kosten einer Behandlung

Sollte die Operation nicht im Kindes- oder Jugendalter durchgeführt worden sein, lassen sich die Krankenkassen nur in besonders schweren Fällen zur Kostenübernahme überreden. Da die OP oftmals mit Zahnspangen und Therapien Hand in Hand geht, variieren die anfallenden Kosten für die Kieferkorrektur zwischen 1.500 und 10.000 Euro.

 

 

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