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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 19.Oktober 2020

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER. 

26-jähriger Randalierer beschädigt Autos und greift Polizeibeamte an - Am nächsten Tag kommt ein Entschuldigungsschreiben

 

Am Samstag, 17.10.2020, hat die Polizei einen 26 Jahre alten Randalierer im hannoverschen Stadtteil Vahrenwald festgenommen. Dieser stand unter Betäubungsmittel- und Alkoholeinfluss und beschädigte geparkte Autos. Bei der Festnahme leistete der junge Mann zudem erheblichen Widerstand und verletzte zwei Polizeibeamte leicht. Am nächsten Tag zeigte sich der 26-Jährige reumütig und entschuldigte sich in einem Brief bei den Beamten.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Nordstadt informierten mehrere Zeugen gegen 00:40 Uhr die Polizei über einen Randalierer, der sechs an der Franckestraße und Philipsbornstraße geparkte Autos beschädigte. Unter anderem trat er die Seitenspiegel ab.

Beim Eintreffen der Polizei zeigte sich der 26-Jährige sehr aggressiv. Aufforderungen, sich auszuweisen sowie stehen zu bleiben, kam der Schwarmstedter nicht nach. Dabei ging er mit geballten Fäusten immer weiter auf die eingesetzten Beamten (25, 41) zu und bespuckte sie.Die Polizisten brachten den 26-Jährigen zu Boden und fixierten ihn. Währenddessen leistete der junge Mann erheblichen Widerstand und sperrte sich gegen die Ingewahrsamnahme. Er trat mit dem Fuß gegen den Kopf des 41-jährigen Beamten und verletzte ihn leicht.

Die Polizisten brachten den Randalierer ins Polizeigewahrsam. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Beamten im Klemmbeutel ein weißliches Pulver (0,9 Gramm) auf und beschlagnahmten es. Ein Schnelltest auf Amphetamin verlief positiv. Einen freiwilligen Atemalkoholtest lehnte der 26-Jährige ab. Eine Blutentnahme wurde von der Staatsanwaltschaft Hannover angeordnet und durchgeführt. Die Ergebnisse liegen der Polizei noch nicht vor.

Die Polizei schätzt den Gesamtschaden, der an den Fahrzeugen entstand, auf circa 1.000 Euro. Am Sonntag, 18.10.2020, erhielten die Beamten ein Entschuldigungsschreiben von dem jungen Mann. Er erklärte sein Verhalten an dem Vorabend und zeigte sich reumütig. Die Polizei ermittelt wegen Widerstands und tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, gefährlicher und versuchter Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

 

Verkehrsunfall mit zwei schwer verletzten Personen

 

Am Freitag, 16.10.2020, ist es auf der Kreisstraße (K) 209 zu einer Kollision zwischen zwei Pkw gekommen. Ein 23 Jahre alter Fahrer von Ford Focus und eine 41-jährige Fahrerin von Volkswagen Golf wurden dabei schwer verletzt.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover fuhr der 23-Jährige gegen 13:40 Uhr auf der K 209 in Richtung Nordstemmen. Nach einer Linkskurve kam er aus bislang ungeklärter Ursache mit seinem Ford nach links von dem Fahrstreifen ab und kollidierte mit dem Fahrzeug der 41-Jährigen, die aus Richtung Nordstemmen entgegenkam.

 

Bei der Kollision wurden die Beteiligten schwer verletzt. Nach dem Zusammenstoß waren die Pkw erheblich deformiert und nicht mehr fahrbereit. Sie mussten abgeschleppt werden.

Ein Zeuge alarmierte umgehend den Rettungsdienst, der die Verletzten zur weiteren Behandlung in eine Klinik brachte. An den Autos entstand Schaden, der von der Polizei auf circa 7.500 Euro geschätzt wird. Für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme musste die K 209 zeitweise voll gesperrt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen.

 

 

Intensivierung der polizeilichen Präsenz im Bereich der Innenstadt

 

Aufgrund diverser Beschwerden aus der Bevölkerung hat das Polizeikommissariat Mitte auch vom Freitag, 16.10.2020, bis Sonntag, 18.10.2020, in der hannoverschen Innenstadt verstärkt Präsenz gezeigt. Die Beamten kontrollierten zahlreiche Bars und Gaststätten auf die Einhaltung der geltenden Abstandsregelungen und anderer Auflagen. Infolgedessen wurden Gefährderansprachen durchgeführt und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Auch an diesem Wochenende standen die Bereiche Steintor, Marstall und Stellwerk im Fokus der Einsatzkräfte. Im Rahmen eines Streifendienstes, aber auch aufgrund konkreter Hinweise wurden bis zum frühen Sonntagmorgen Gaststätten und Bars, darunter auch sogenannte Shisha-Bars auf die Einhaltung der geltenden Corona-Verordnung kontrolliert.

Am Freitag, 16.10.2020, kontrollierten die Beamten gegen 22:55 Uhr zwei Prostituierte in der Herschelstraße. Nach erfolgter Identitätsfeststellung wurden den Frauen Platzverweise ausgesprochen.

Gegen 23:50 Uhr stellten die Beamten fest, dass eine Bar in der Kramerstraße stark gefüllt war. Sie nahmen Kontakt zum Betreiber auf und führten eine Gefährderansprache durch.

Am Samstag, 17.10.2020, setzten die Beamten ihre Kontrollen in der Innenstadt fort. Gegen 00:10 Uhr wurden von den Polizeikräften vier Personen in der Steintorstraße kontrolliert. Bei einem 27 Jahre alten Mann wurden Betäubungsmittel (1,40 Gramm Marihuana) und diverse Ausweise aufgefunden. Nach bisherigen Erkenntnissen stammen diese Ausweise aus Diebstahlsdelikten. Sowohl die Betäubungsmittel als auch die Ausweise wurden von der Polizei beschlagnahmt.

Die Beamten kontrollierten zudem zahlreiche Gaststätten auf die Einhaltung der Hygieneregeln. Die Betreiber der insgesamt 13 Gaststätten konnten dabei kein Hygienekonzept vorlegen. Sie wurden von der Polizei aufgefordert, dies zeitnah zu erledigen.

 

Die Beamten führten die Gefährderansprachen hinsichtlich der Hygieneregeln durch und leiteten jeweils ein Ordnungswidirgkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ein. Gegen 20:20 Uhr wurde die Polizei über einen Vorfall vor einer Gaststätte in der Steintorstraße informiert. Nach vorangegangenen Streitigkeiten mit den Mitarbeitern des Restaurants sprühte ein Besucher mit Reizgas in den Räumlichkeiten, sodass zwei Personen kurzzeitig Atemwegprobleme erlitten. Der bislang unbekannte Täter flüchtete mit einem Fahrrad in eine unbekannte Richtung. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Gegen 22:35 Uhr trafen die Beamten in der Brüderstraße eine Prostituierte an. Nach einer Identitätsfeststellung erteilten die Polizisten ihr einen Platzverweis. Am 18. Oktober, gegen 02:10 Uhr, kam es in der Augustenstraße zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach bisherigen Erkenntnissen schlugen sechs bis sieben Personen auf zwei Männer (20, 24) ein.

Im Nahbereich konnten zwei Tatverdächtige (17, 18) von den Einsatzkräften gestellt werden. Beide standen unter Alkoholeinfluss. Ein freiwilliger Atemalkoholtest zeige beim Jugendlichen 0,84 Promille und beim Heranwachsenden 0,75 Promille. Auch der 24-jährige Verletzte konsumierte Alkohol.

Sein freiwilliger Atemalkoholtest zeigte 1,13 Promille. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen. Gegen 02:50 Uhr gingen die Einsatzkräfte der Polizei bei einer verbalen Streitigkeit zwischen drei aggressiven jungen Männern (20, 21, 26) auf dem Kröpcke dazwischen.

Die Beamten führten die Identitätsfeststellungen durch und alle Beteiligten erhielten einen Platzverweis. Um 03:00 Uhr kam es in der Scholvinstraße vor einer Bar zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Türstehern und einem Gast.

Als die eingesetzten Polizeibeamten die streitenden Parteien trennen wollten, wurden diese von den beiden Männern (35 und 56) angegangen. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Es bestand der Verdacht der gefährlichen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Einsatzkräfte sprachen den beiden Männern einen Platzverweis aus. Da die Männer trotz weiterer Aufforderungen dem Platzverweis nicht nachkamen, wurden sie von den Beamten in Gewahrsam genommen und zur Durchsetzung der Platzverweise ins Polizeigewahrsam gebracht. Gegen 07:00 Uhr wurden sie aus der polizeilichen Maßnahme entlassen. Insgesamt wurden durch die Einsatzkräfte an diesem Wochenende 65 Identitätsfeststellungen, 45 Gefährderansprachen, 23 Personendurchsuchungen durchgeführt und 26 Platzverweise erteilt.

 

Gefährliche Körperverletzung durch Schläge mit einer Schusswaffe

 

Am Samstag, 17.10.2020, ist es in einem Fahrstuhl eines Mehrfamilienhauses im hannoverschen Stadtteil Sahlkamp zu einer gefährlichen Körperverletzung gekommen. Ein 45 Jahre alter Mann bedrohte einen 36-Jährigen mit einer Schusswaffe und schlug ihn damit mehrmals gegen den Kopf. Anschließend flüchtete der Angreifer. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich der 45 Jahre alte Mann und der 36-Jährige in Begleitung seiner sechsjährigen Tochter gegen 21:00 Uhr im Fahrstuhl eines Mehrfamilienhauses in der Straße Hägewiesen.

Unvermittelt zog der 45-Jährige eine Schusswaffe, bedrohte damit sein Gegenüber und schlug mit dem Griffstück gegen den Kopf. Anschließend flüchtete er, vermutlich mit einem Auto, in eine unbekannte Richtung. Offensichtlich führten die vorangegangenen Streitigkeiten in der jüngeren Vergangenheit zwischen den beiden Männern zu dieser Tat. Der 36-Jährige verständigte die Polizei. Er wurde von einem Rettungsdienst mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Bei der stationären Aufnahme stand der Mann unter Alkoholeinfluss. Ein freiwilliger Atemalkoholtest zeigte 1,33 Promille.

Aktuell besteht keine Lebensgefahr, der Verletzte bleibt jedoch zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus. Das Kind wurde bereits an die sorgeberechtigte Mutter übergeben. Sämtliche Fahndungsmaßnahmen nach dem mutmaßlichen Täter verliefen bislang negativ. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

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