Log in

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 20. September 2019

Gelesen 232
(0 Stimmen)
Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Polizei kontrolliert Grünanlage in Linden-Süd zu möglichen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz

Heute Mittag (19.09.2019) haben Einsatzkräfte der Polizeiinspektion West und der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen eine auf Betäubungsmittel ausgelegte Razzia in den Grünanlagen an der Auestraße (Linden-Süd) durchgeführt. In den vergangenen Wochen hat die Polizei vereinzelt Beschwerden von Anwohnern und Passanten an der Auestraße erhalten. Hierbei ging es vorrangig um den teilweise offenen Konsum von Betäubungsmitteln sowie eine Verunreinigung - insbesondere durch benutzte Spritzen und Müll - der dortigen Grünanlage. Durch verdeckte Maßnahmen erlangte die Polizei zusätzlich Hinweise auf den Bereich als möglichen Verkaufsort für harte Drogen. Im Zuge dessen führten zivile Beamte bereits seit mehreren Wochen Überprüfungen im Nahbereich durch, aus denen am Montag, 16.09.2019, die Festnahme von zwei mutmaßlichen Drogenhändlern resultierte. Die Einsatzkräfte beobachteten die beiden 22 und 24 Jahre alten Männer beim Verkauf von Kokain und nahmen sie fest. Bei den anschließenden Durchsuchungen einer Wohnung und des ebenfalls ermittelten Drogenverstecks der beiden Tatverdächtigen beschlagnahmten die Fahnder 145 Gramm Kokain (zu insgesamt 330 verkaufsfertigen Konsumeinheiten verpackt) und fast 600 Euro Dealgeld. Die beiden Männer wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hannover am 17.09.2019 einem Richter vorgeführt, der sie in Untersuchungshaft schickte. Aus diesen Gründen wurde heute Mittag mit mehreren Einsatzkräften eine Razzia in der Grünanlage an der Auestraße - nahe des Skaterparks - durchgeführt. Hierbei konnten die Fahnder insgesamt 22 Personen kontrollieren.

Die Ermittler leiteten sieben Strafverfahren - darunter unter anderem Verstöße gegen das Arzneimittel-, das Betäubungsmittel- sowie das Waffengesetz - ein. Der Fahrer eines in der Kontrolle angetroffenen BMW muss sich wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten - ob er zusätzlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, muss nun eine Blutprobe klären. Insgesamt beschlagnahmten die Ermittler gut 25 Gramm Marihuana, über 250 Tabletten, die offenbar für den illegalen Handel bestimmt waren, ein Spring- sowie ein Butterflymesser. Ein kontrollierter 21-Jähriger hielt sich illegal in Deutschland auf und wird nun zum Zwecke der Abschiebehaft einem Richter vorgeführt. Einen 31 Jahre alten Mann, der mittels Untersuchungshaftbefehl gesucht wurde, nahmen die Einsatzkräfte ebenfalls fest. Alle Kontrollierten erhielten einen Platzverweis nach dem Gefahrenabwehrrecht für die dortige Grünanlage.

 

Verkehrsverstöße mit E-Scootern

Die Polizeidirektion Hannover hat nach drei Monaten die Verkehrsverstöße mit E-Scootern ausgewertet. In den ersten Monaten wurden 15 Verkehrsunfälle und 71 Verstöße wegen einer fehlenden Pflichtversicherung registriert. Am 15.06.2019 war die Elektrokleinstfahrzeug-Verordnung (eKFV) in Kraft getreten. Nachdem zunächst vereinzelt Privatfahrzeuge im Stadtgebiet unterwegs waren, sind seit Anfang August 2019 vermehrt Leihfahrzeuge von zwei Unternehmen im hannoverschen Stadtkern anzutreffen. Die Polizeidirektion Hannover hatte zunächst Verkehrsteilnehmer nach Verstößen im Verwarngeldbereich (bis 55 Euro) mündlich verwarnt und in einem sogenannten ganzheitlichen Ansatz über die Verkehrsregeln und rechtlichen Gegebenheiten aufgeklärt. Seit dem sprunghaften Anstieg der Nutzung von E-Scootern und der damit einhergehenden Steigerung von Verstößen, wurden mehrere Schwerpunktkontrollen initiiert. Überwiegend wurden Verstöße im Zusammenhang mit dem Befahren von Fußgängerzonen oder der Nutzung eines E-Scooters mit zwei Personen festgestellt. Die Polizeidirektion Hannover zählt aktuell 15 Unfälle mit E-Scootern. Bei diesen Unfällen sind 13 Personen verletzt worden. Von den 15 Unfällen wurden 13 durch den E-Scooter-Fahrer verursacht. Einsatzkräfte stellten bei ihren Kontrollen fest, dass 38 E-Scooter-Fahrer unter dem Einfluss alkoholischer Getränke standen. Darüber hinaus hatten fünf Nutzer vor Fahrtantritt Betäubungsmittel konsumiert. Eine erhebliche Anzahl an Verstößen registrierten die Beamten im Bereich des Pflichtversicherungsgesetzes. 71 Fahrzeuge fielen auf, da sie nicht über den erforderlichen Versicherungsschutz verfügten. Die Polizeidirektion Hannover wird weiterhin Schwerpunktkontrollen im Zusammenhang mit E-Scootern durchführen.

 

Kinder von Mann in der Südstadt angesprochen - 57-Jähriger in Klinik eingewiesen

Ein 57 Jahre alter Mann, der am vergangenen Freitag (13.09.2019) sowie am Montag (16.09.2019) mehrere Kinder in der hannoverschen Südstadt angesprochen hat, ist heute Morgen von Polizisten erneut im Umfeld von Schulen am Altenbekener Damm angetroffen worden. Der 57-Jährige ist daraufhin in Gewahrsam genommen und anschließend in eine psychatrische Klinik eingewiesen worden. Der 57-Jährige hatte am vergangenen Freitag sowie am Montag mehrere Schülerinnen im unmittelbaren Umfeld von Schulen am Altenbekener Damm angesprochen, ihnen teilweise Geld für die Hilfe beim Babysitten angeboten und sie gebeten, ihn zu begleiten. In allen Fällen kam es zu keinen weiteren Handlungen, nachdem entweder die Schülerinnen weggelaufen waren oder sich der Verdächtige entfernte, nachdem die Mädchen sich auf das Gelände ihrer jeweiligen Schule begeben hatten. Durch intensive Ermittlungen kamen alarmierte Beamte des Polizeikommissariats Südstadt am Dienstag (17.09.2019) auf die Spur des 57 Jahre alten Mannes. Erkenntnissen zufolge hatte dieser bereits am 21.07.2019 in der Südstadt versucht, eine 16-Jährige in sein Auto zu ziehen. Ein Strafverfahren wegen des Verdachts der versuchten Freiheitsberaubung war die Folge. Polizeibeamte trafen den Verdächtigen am Mittwochmorgen (18.09.2019) im Bereich des Altenbekener Damms an und nahmen ihn in Gewahrsam. Im Rahmen einer Befragung gab er zu, in den letzten Tagen mehrere Mädchen angesprochen zu haben. Nach Prüfung der aktuell vorgefallenen Sachverhalte hatten sich für die Ermittler keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten des 57-Jährigen ergeben. Er wurde aus diesem Grund am Mittwoch nach Durchführung einer Gefährderansprache wieder entlassen . Nachdem die Polizei heute Morgen (19.09.2019) ihre Präsenz im Bereich der Schulen in der Südstadt erhöht hatte, trafen sie den 57-Jährigen abermals im dortigen Umfeld an. Zum Ansprechen von Kindern war es offenbar noch nicht gekommen. Der 57-Jährige wurde daraufhin erneut in Gewahrsam genommen und anschließend durch eine Amtsärztin in eine psychatrische Klinik eingewiesen.

 

Flucht vor der Polizei - 21-Jähriger schwer verletzt

Beamte des Polizeikommissariats Lehrte haben im Stadtgebiet Lehrte die Wohnanschrift eines 21-Jährigen aufgesucht, um einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Hildesheim zu vollstrecken. Beim Versuch vor den Einsatzkräften zu fliehen, hat sich der junge Mann beim Sprung aus einem Fenster schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatten die Fahnder gegen 15:00 Uhr an dem Mehrparteienhaus geklingelt und ihnen wurde zunächst die Eingangstür zum Haus geöffnet. Im weiteren Verlauf suchten sie die Wohnung des Gesuchten im zweiten Obergeschoss auf. Dort öffnete jedoch nach mehrfachem Klingeln und Ansprache niemand die Wohnungstür. Zeitgleich erschien eine Familienangehörige und schloss den Einsatzkräften die Tür auf. Der 21-Jährige hatte sich bereits in einem Zimmer eingeschlossen und das Fenster geöffnet. Aus einem benachbarten Fenster sahen die Fahnder, dass der Gesuchte bereits am Fenstersims hing. Sie forderten ihn auf, zurück in den Raum zu klettern.

Allerdings stieß sich der Mann kurz darauf von der Hauswand ab und sprang in den Innenhof. Beim Aufprall auf dem Schotterplatz wurde der 21-Jährige schwer verletzt. Er kam mit einem Rettungswagen in eine Klinik. Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Der Gesuchte befindet sich aktuell in stationärer Behandlung, sodass die Vollstreckung seines Haftbefehls für eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Diebstahls und Handels mit Betäubungsmitteln nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hildesheim aktuell nicht weiter betrieben wird

 

Unfall auf dem Südschnellweg sorgt für Behinderungen im Berufsverkehr - Verkehrsunfalldienst sucht Zeugen

Eine 27 Jahre alte Geisterfahrerin ist Donnerstagmorgen, 19.09.2019, mit ihrem Peugeot gegen einen Lkw geprallt und dabei leicht verletzt worden. Aufgrund von Bergungsarbeiten ist der Südschnellweg in Richtung Sehnde derzeit voll gesperrt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand des Verkehrsunfalldienstes war ein 62-Jähriger gegen 03:00 Uhr mit seinem MAN-Lkw mit Anhänger auf dem Südschnellweg in Richtung Sehnde unterwegs. Nachdem er die derzeit einspurige Brücke über die Hildesheimer Straße überquert hatte, kam ihm der Peugeot 206 der 27 Jahre alten Fahrerin entgegen.

Trotz einer unmittelbar eingeleiteten Gefahrenbremsung des Lkw-Fahrers prallten beide Fahrzeuge zusammen. Dadurch schleuderte der Kleinwagen nach links gegen die Schutzplanke und im Anschluss nach rechts gegen die Mittelschutzplanke, wo er zum Stehen kam. Der MAN-Lkw rollte nach rechts und auf dem Seitenstreifen aus. Während der Unfallaufnahme stellten die alarmierten Polizeibeamten eine Alkoholisierung bei der 27-jährigen Geisterfahrerin fest. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihr einen Wert von 1,6 Promille.

Daher wurde der Frau eine Blutprobe entnommen und noch vor Ort ihr Führerschein beschlagnahmt. Ein Rettungswagen brachte sie mit leichten Verletzungen in eine Klinik. Der Lkw-Fahrer blieb bei dem Unfall unverletzt. Der Südschnellweg ist aufgrund von Bergungsarbeiten aktuell voll gesperrt, es kommt zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr. Laut Schätzungen der Polizei ist ein Gesamtschaden von 30.000 Euro entstanden. Nun suchen die Beamten des Verkehrsunfalldienstes dringend Zeugen, die ggf. die Geisterfahrt der 27-Jährigen auf dem Südschnellweg beobachtet haben. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.

 

 

Schreibe einen Kommentar