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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 25.November 2022

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Täglich aktuelle Polizei-Nachrichten aus Hannover © Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei-Nachrichten aus Hannover © Ulrich Stamm

HANNOVER.

Zooviertel: Vier Motorräder aus Tiefgarage entwendet - Wer kann Hinweise geben?

Am 20.11.2022, haben Unbekannte vier Motorräder aus einer Tiefgarage am Theodor-Heuss-Platz im hannoverschen Zooviertel entwendet. Zum Abtransport verwendeten die Täter vermutlich ein Transportfahrzeug. Die Polizei bittet Zeugen um Mithilfe.

Nach bisherigen Erkenntnissen der "Zentralen Ermittlungsgruppe Kfz" des Zentralen Kriminaldienstes Hannover wurden zwischen dem 20.11.2022 um 21:00 Uhr und dem 21.11.2022 um 09:00 Uhr vier Motorräder gestohlen. Täter unbekannter Anzahl und Identität gelangten auf bislang ungeklärte Weise in die Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses am Theodor-Heuss-Platz und stahlen die vier Fahrzeuge. Nach Annahmen der Ermittler wurde zum Abtransport des Diebesguts ein größeres Fahrzeug, beispielsweise ein Transporter, genutzt. Dieser könnte vor der Tiefgarage Nähe des Kreisels am Hannover Congress Centrum geparkt und die Zweiräder darin verladen worden sein. Der Gesamtschaden der entwendeten Motorräder beläuft sich auf geschätzte 50.000 Euro.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen besonders schweren Falles des Diebstahls in vier Fällen eingeleitet. Zeugen, die den mutmaßlichen Transporter und/oder verdächtige Personen beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

 

Zeugen gesucht: 29-Jähriger wird bei Gefahrenbremsung einer Stadtbahn in Hannover-Linden leicht verletzt

Am Donnerstag, 17.11.2022, musste der Fahrer einer Stadtbahn in der Spinnereistraße eine Gefahrenbremsung einlegen, da ein Kleinwagenfahrer die Vorfahrtsregelung missachtet und die Stadtbahn geschnitten hatte. Ein 29-jähriger Fahrgast stürzte und wurde leicht verletzt. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zum Kleinwagen geben können.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover befuhr die Stadtbahn der Linie 10 die Spinnereistraße von der Limmerstraße kommend in Richtung Braunstraße. In diesem Bereich ist derzeit eine Baustelle eingerichtet, sodass der Verkehr in Fahrtrichtung stadteinwärts über die Gleise auf die Fahrbahnseite der Gegenrichtung geleitet wird. Anhand der Verkehrszeichen hat der Fahrzeugverkehr dem Stadtbahnverkehr Vorfahrt zu gewähren.

Gegen 18:00 Uhr befuhr parallel zur Stadtbahn ein weißer Pkw, vermutlich das Modell VW Polo, die Spinnereistraße in gleicher Fahrtrichtung. Der noch unbekannte Fahrer hielt zunächst an der eingerichteten Haltelinie, weshalb die Stadtbahn ihre Fahrt mit verringerter Geschwindigkeit fortsetzte. Plötzlich rollte der weiße Wagen los und überquerte unmittelbar vor der Stadtbahn die Gleise. Eine sofort eingeleitete Gefahrenbremsung durch den Fahrer der Linie 10 konnte eine Kollision verhindern.

Ein 29-jähriger Fahrgast verlor durch die starke Bremsung das Gleichgewicht und wurde leicht verletzt. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Der unbekannte Fahrer setzte mit seinem Kleinwagen, vermutlich ein VW Polo, seine Fahrt, ohne anzuhalten, fort. Der Mann wurde als etwa 30 bis 35 Jahre alt, mit kurzen schwarzen Haaren und einem Vollbart beschrieben.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung in Folge eines Verkehrsunfalls eingeleitet. Zeugen, die ebenfalls Fahrgäste in der Stadtbahn waren und Hinweise zum Kennzeichen des Kleinwagens geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst unter der Rufnummer 0511 109-1888 zu melden. 

 

Weihnachtsmärkte: Hochsaison für Taschendiebe - Die Polizei verrät die häufigsten Tricks der Täter und gibt praktische Tipps zum Schutz vor dem blitzschnellen Griff in Taschen und Mäntel.

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt ist alle Jahre wieder ein Adventsritual für viele Bürgerinnen und Bürger. Allerdings fühlen sich in der Menschenmenge auch Taschendiebe wohl. Gerade weil es im gesamten Jahr 2021 in Hannover und Region 269 Taschendiebstähle mehr gab als 2020, sollte man immer besonders aufmerksam sein. Die Aufklärungsquote lag für 2020 bei 9,4 und für 2021 bei 12,7 Prozent. Aber wer die Tricks der Täter kennt, kann sich schützen.

Endlich ist sie da, die Zeit der Weihnachtsmärkte. Leider fühlen sich im Gedränge vor Glühwein- und Würstchenständen auch Taschendiebe wohl. Nach ihren Übergriffen verschwinden sie mit der Beute blitzschnell im unübersichtlichen Gedränge. Im gesamten Jahr 2020 wurden in Hannover und Region insgesamt 1.305 Taschendiebstähle angezeigt, 2021 dann 1.574.

Doch es gibt Wege sich vor den Tätern und Täterinnen zu schützen. Es wird empfohlen sich über die vielen Tricks der Diebe zu informieren. Sie tarnen sich vor allem als "Anrempler", "Beschmutzer" oder falsche Touristen. Falsche Touristen bitten mit Stadtplan in der Hand um eine Wegbeschreibung. Während das Opfer Auskunft gibt, drängt sich zumeist ein Komplize des Täters - vorgeblich, um besser auf die Karte sehen zu können - nah an das Opfer heran. Da es während seiner Erklärung abgelenkt ist, kann der Dieb unbemerkt in dessen Tasche fassen. Beschmutzer hingegen lassen "versehentlich" ein Getränk auf das Opfer fallen oder beflecken es mit Ketchup oder Senf. Dann bieten die Täter freundlich an, die dreckige Jacke zu säubern - nebenbei geschieht der heimliche Griff in die Tasche.

Wie die oben genannten und weitere Tricks funktionieren, sehen Sie in diesen kurzen Filmen der Bundespolizei: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/diebstahl/taschendiebstahl/videospots/

Taschendiebe und -diebinnen arbeiten meistens in Gruppen, häufig zu viert: Der erste beobachtet die Umgebung, die zweite lenkt das Opfer ab, der dritte stiehlt, die vierte schließlich nimmt die Beute an sich und verschwindet auf Nimmerwiedersehen in der Menschenmenge. Die Kriminellen werden selten auf frischer Tat erwischt. Denn der ganze Vorgang dauert nur Sekunden - jedenfalls bei geübten Kriminellen. Bei Taschendieben handelt es sich häufig um professionelle Täter, die in ganz Europa agieren.

Die Erfahrung der Polizei zeigt, dass einige Eltern nicht davor zurückscheuen, ihre Kinder als Diebe loszuschicken - denn in Jungen und Mädchen sehen die Menschen keine Gefahr. 2021 waren 6,7 Prozent (8 Personen) der Tatverdächtigen unter 18 Jahre alt.

Bestohlene, die ihren Verlust erst später bemerken, können normalerweise keine Täterbeschreibung mehr abgeben. So bleiben die meisten Fälle ungelöst. Wird der Dieb hingegen ertappt, aber konnte entkommen, sollte man Folgendes tun: Sich Tätermerkmale einprägen, den Notruf 110 wählen, sich um die Bestohlenen kümmern und als Zeuge zur Verfügung stehen. Falls der Dieb nicht rechtzeitig flüchten konnte, dürfen Bürger und Bürgerinnen ihn im Rahmen der sogenannten "Jedermann-Festnahme" aufhalten und später der Polizei übergeben.

Diese Tipps der Polizei schützen vor Dieben: - Nehmen Sie nur so viel Geld und Zahlungskarten mit wie nötig. - Verwahren Sie Ihre Wertsachen in verschiedenen Innentaschen, die verschlossen sind. - Tragen Sie Taschen mit der verschlossenen Seite zum Körper. - Achten Sie besonders im Gedränge auf Tasche und Wertsachen. - Vorsicht, wenn jemand nahe an Sie heranrückt oder Sie anrempelt. Bestehen Sie darauf, dass der für Fremde übliche Abstand eingehalten wird. - Taschendiebe erkennt man oft an ihrem suchenden Blick. Sie sehen den Menschen nicht in die Augen, sondern spähen nach Beute.

Wurde Ihnen eine Zahlungskarte gestohlen? Dann handeln Sie bitte umgehend: - Lassen Sie die Karte unbedingt sofort sperren. Dies ist unter dem bundesweiten Sperrnotruf 116 116 für alle Girocards und die meisten Kreditkarten möglich. - Zeigen Sie den Diebstahl bei der Polizei an. Diese kann die Sperrung des elektronischen Lastschriftverfahrens per Unterschrift (SEPA-Lastschriften) veranlassen. - Prüfen Sie Ihre Kontobewegungen und melden Sie unbefugte Abbuchungen bei Ihrer Bank oder Sparkasse.

Hier können Sie das Faltblatt "Schlauer gegen Klauer" mit weiteren Tipps herunterladen: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/23-schlauer-gegen-klauer/

Das Faltblatt "Vorsicht, Karten-Tricks" verrät Sicherheitstipps zum Umgang mit Zahlungskarten oder zum Bezahlen per Smartphone: https://www.polizei-beratung.de/medienangebot/detail/21-vorsicht-karten-tricks

 

Zeugenaufruf: Muslimische Gräber auf dem Stadtfriedhof Stöcken beschädigt

In der Dienstagnacht, 22.11.2022, sind Beschädigungen an muslimischen Gräbern auf dem Stadtfriedhof Stöcken angezeigt worden. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen und sucht Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen des polizeilichen Staatsschutzes meldete eine Hinweisgeberin eine Beschädigung von Gräbern auf dem Stadtfriedhof Stöcken. Polizeikräfte stellten mehrere zerbrochene Grabestafeln unterschiedlicher Materialien, die im Bereich der Gräber umherlagen, fest. Die betroffenen Grabstätten liegen im Bereich des Friedhofs, welcher für muslimische Begräbnisse von Kindern vorgesehen ist.

Der Kriminaldauerdienst Hannover hatte am Dienstag die Ermittlungen am Tatort aufgenommen. Der Staatsschutz ermittelt nun wegen Störung der Totenruhe. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen. Von menschlicher oder tierischer Beteiligung bis hin zu natürlichen Ursachen wird alles als mögliche Ursache einbezogen. Auch ein islamfeindliches Motiv kann nicht ausgeschlossen werden. Bislang sind keine Täterhinweise vorhanden.

Die Polizei sucht dringend Zeugen zur Tat. Personen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.

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