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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 6.Juli 2020

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER

Von der Müdigkeit übermannt: Polizei weckt mutmaßliche Einbrecher in Apotheke in Hannover-Mitte

Zwei mutmaßliche Einbrecher in eine Apotheke in Hannover-Mitte haben es in der Nacht zum Sonntag, 05.07.20, der Polizei leicht gemacht: Die beiden Verdächtigen sind in der Apotheke beziehungsweise vor dieser eingeschlafen. Nach dem Wecken durch die Beamten sind die beiden Männer ins Gewahrsam gekommen. Ein Zeuge beobachtete, wie zwei Männer die Eingangstür zu der Apotheke an der Niki-Saint-Phalle-Promenade zusammen aufgedrückt haben und einer von ihnen anschließend das Geschäft betrat. Die andere Person setzte sich neben eine Rolltreppe vor dem Geschäft. Der Zeuge sprach daraufhin einen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma an, der wiederum die Polizei informierte. Als die Beamten gegen 2.20 Uhr die Apotheke durch die bereits aufgedrückte Glastür betraten, stießen sie dort auf einen schlafenden Tatverdächtigen.

Nachdem sie dem 32-Jährigen Handfesseln angelegt hatten, versuchten sie den Mann zu wecken, der zunächst jedoch nicht reagierte. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten bei dem Mann Bargeld, Mundschutzmasken sowie die geöffnete Registrierkasse. Auch der mutmaßliche zweite Täter ließ sich widerstandslos festnehmen. Denn auch dieser Verdächtige war auf seinem Platz an der Rolltreppe zwischenzeitlich eingeschlafen. Tests ergaben bei den Männern Atemalkoholwerte von 0,45 und 1,13 Promille. Beide Männer kamen ins Polizeigewahrsam. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Hannover kamen sie wieder auf freien Fuß

 

Jugendgruppe am Samstagabend im Hauptbahnhof in Gewahrsam genommen

Am Sonntag Abend haben Bundespolizisten eine Jugendgruppe im Hauptbahnhof in Schutzgewahrsam genommen. Die sechs jungen Leute trieben sich am späten Abend im Hauptbahnhof herum, ohne Reiseabsichten. Alle erhielten einen Platzverweis, den sie anschließend jedoch nicht beachteten. Daraufhin nahmen die Beamten die Jugendlichen mit zur Wache in Schutzgewahrsam. Bei einem 12-jährigen Mädchen aus Barsinghausen fanden die Beamten ein verbotenes Springmesser, eine gefälschte Fahrkarte und eine Bankkarte mit fremden Namen. Die Eltern wurden verständigt und mussten ihr Kind abholen. Auch die Eltern eines 17-Jährigen aus Hainholz holten ihren Sohn ab. Ein Mädchen (17) und drei Jungen (14, 16, 17) wurden nach Rücksprache mit dem Kinder- und Jugendheim in ein Taxi gesetzt und ins Heim gefahren. Gegen Mitternacht griffen die Beamten noch einen 16-jährigen Polen aus Seelze auf. Der Junge trug ein griffbereites Springmesser am Gürtel. Die Eltern wurden nicht erreicht. So wurde der Junge mit der Aufforderung entlassen, sich sofort nach Hause zu begeben. Zudem leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des verbotenen Springmessers ein.

 

Präsenzeinsatz des Polizeikommissariats (PK) Limmer am Wochenende

Beamte des PK Limmer haben mit Unterstützung der Polizeiinspektion (PI) Besondere Dienste sowie dem Ordnungsdienst der Landeshauptstadt Hannover am Wochenende, 03.07.20 bis 05.07.20, einen Sondereinsatz gefahren. Hintergrund sind vermehrt Beschwerden von Anwohnern gewesen, welche sich insbesondere auf lautstarke Gruppen im Bereich des Küchengartens sowie der Limmerstraße an den Wochenenden in den Abend- und Nachtstunden beziehen. Sowohl am Freitag- als auch am Samstagabend führten Polizeibeamte zusammen mit Mitarbeitern der Landeshauptstadt Hannover gemeinsame Ansprachen gegenüber größeren Personengruppen durch, welche sich zum Teil lautstark unterhielten, wodurch sich Anwohner gestört fühlten. Zudem legten die Beamten ein Augenmerk auf die Einhaltung der Corona-Regeln. Insbesondere am Pfarrlandplatz sowie dem Peter-Fechter-Ufer hielten sich in den Abendstunden größere Gruppen auf, welche nach erteilten Platzverweisen die Örtlichkeit verließen. Auch an der Limmerstraße hielten sich größere Personengruppen auf, zum Teil standen diese auch auf den Gleisanlagen. Deswegen entschlossen sich die Mitarbeiter der Landeshauptstadt Hannover am Freitagabend gegen 23:00 Uhr zur Schließung von sechs Kiosken, um zu verhindern, dass sich weiter größere Gruppen bilden und um den Straßenverkehr am Laufen zu halten. Auch am Samstag zeigten die Beamten mit dem Ordnungsdienst Präsenz an den Örtlichkeiten. Immer wieder konnten größere Personengruppen angetroffen werden.

Sowohl am Ihmeufer als auch am Küchengarten wurden die Personen gezielt angesprochen und in Einzelfällen auch Platzverweise ausgesprochen. Insgesamt wurden durch die Beamten mehrere hundert Gefährderansprachen durchgeführt. Auch 145 Platzverweise wurden gegen Personen ausgesprochen. Größtenteils zeigten sich die betroffenen Personen aber kooperativ und einsichtig. Sie zeigten Verständnis für die polizeilichen Maßnahmen.

 

Mann in Unterhose behindert Bahnverkehr bei Baddeckenstedt

Gestern Abend hat ein unbekannter Mann in Baddeckenstedt für einen Einsatz der Bundes- und Landespolizei gesorgt. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei war beteiligt. Der Fahrdienstleiter der Bahn verständigte die Bundespolizei. Ein Mann, lediglich bekleidet mit einer knappen Unterhose, hielt sich im Gleisbereich auf und behinderte den Zugverkehr. Kurz bevor die Einsatzkräfte eintrafen, wurde der Mann noch auf dem Dach des Bahnhofsgebäudes gesehen. Dann verschwand er im gegenüberliegenden Wald Richtung Steinbruch. Bundes- und Landespolizei suchten anschließend vergeblich nach dem Mann. Er blieb verschwunden und die Suche wurde eingestellt. Auf der Bahnstrecke verkehren zwischen 1 Uhr und 6 Uhr keine Züge.

 

Diebstahl mit Messer und Bedrohung

Gestern Mittag wurden Bundespolizisten zu einem Diebstahl in einen Drogeriemarkt im Hauptbahnhof gerufen. Ein Mann (34) wurde vom Ladendieb beim Klauen erwischt. Anschließend drohte er dem Ladendetektiv, ihn zu töten, falls er die Polizei verständigen würde. Die Beamten durchsuchten den Türken und fanden in der Gesäßtasche ein zugriffsbereites Küchenmesser. Auf der Wache wurde eine leichte Alkoholisierung (0,16 Promille) des drogenabhängigen Mannes festgestellt. Außerdem lag eine Vermisstenmeldung vor. Der wohnsitzlose Mann war sehr aggressiv und zeigte starke psychische Auffälligkeiten. Der verständigte Amtsarzt entschied auf Einweisung in die psychiatrische Klinik. Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls mit Waffen und Bedrohung wurden eingeleitet.

 

Präsenzeinsätze des Polizeikommissariats Hannover-Mitte am Wochenende

Von Freitag, 03.07.20, bis Sonntag 05.07.20, haben Beamte des Polizeikommissariats Hannover-Mitte bei Kontrollen in der Innenstadt diverse Verstöße gegen Corona-Auflagen festgestellt. Bei Einsätzen im Rahmen der Kontrollen erfolgte zudem eine Ingewahrsamnahme, bei der erheblicher Widerstand gegen die Beamten geleistet wurde.

Aufgrund von diversen Beschwerden und den jüngsten Corona-Lockerungen standen seit Freitagabend insbesondere die Bereiche Steintor, Marstall und Stellwerk im Fokus der Einsatzkräfte. Im Rahmen eines Streifendienstes, aber auch aufgrund konkreter Hinweise wurden bis zum frühen Sonntagmorgen sogenannte Shisha-Bars und Kneipen auf die Einhaltung der geltenden Abstandsregelungen und andere Auflagen kontrolliert.

In der Nacht zum Samstag wurden in diesem Zusammenhang einzelne tanzende Gäste in zwei Lokalen am Raschplatz und in der Scholvinstraße festgestellt. Daraufhin wurden Gefährderansprachen durchgeführt. Im Zuge der Streifentätigkeit entdeckten Beamte bei der Kontrolle einer Frau im Bereich Marstall 47 Ecstasy-Tabletten sowie 0,76 Gramm Amphetamine.

Bei einer anschließend beantragten Durchsuchung ihres Pkw sowie ihrer Wohnung wurde zudem Marihuana gefunden. Zudem wurden im Bereich Marstall, Herschelstraße und Brüderstraße mehrere Prostituierte sowie mutmaßliche Freier kontrolliert.

Insgesamt wurden bis zum frühen Samstagmorgen 24 Platzverweise erteilt und 53 Gefährderansprachen registriert. In der Nacht von Samstag zu Sonntag wurden gegen 1:00 Uhr in einer Bar in der Heiligerstraße zahlreiche Verstöße gegen Abstandsregeln sowie die Masken- und Listenpflicht festgestellt.

Im Beisein der Polizeibeamten wurden daraufhin Tische gesperrt und so die Kapazitäten des Lokals begrenzt. Zudem wurde bei erneuten Verstößen die Schließung der Bar angedroht. Gegen 3:00 Uhr wurden die Beamten zu einer Ruhestörung in der Otto-Brenner-Straße gerufen. Vor Ort wurde eine hochgradig aggressive Person angetroffen.

Während des Gesprächs griff der 27-jährige Mann plötzlich in Richtung des Beamten und wurde zu Boden gebracht und leistete dabei erheblichen Widerstand. Er kam ins Gewahrsam. Ein Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert von 2,59 Promille. Bis zum Ende des Einsatzes am frühen Sonntagmorgen erfolgten 12 Gefährderansprachen sowie 17 Platzverweise.

 

Betrunkener Heranwachsender will an Endstation der S-Bahn nicht aussteigen

Ein junger Mann (20) fuhr am Freitag in den frühen Morgenstunden mit der S-Bahn bis zur Abstellposition im Hauptbahnhof. Dort wollte er nicht aussteigen Einen Fahrschein hatte er auch nicht. Das Personal rief die Bundespolizei. Die Beamten entdeckten frische Farbschmierereien am Sitzplatz des betrunkenen Mannes (1,6 Promille). Der wohnsitzlose 20-Jährige wurde aggressiv und wollte sich zunächst nicht ausweisen. Dann beleidigte er die Beamten und spuckte auch auf den Boden. Freiwillig zur Wache mitkommen wollte er auch nicht und leistete Widerstand bei der Zuführung. Nachdem der Mann sich beruhigt hatte, konnte er gehen. Ermittlungsverfahren wegen Widerstands, Beleidigung, Sachbeschädigung und Leistungserschleichung wurden eingeleitet.

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