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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 7.Dezember 2019

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Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm Täglich aktuelle Polizei Nachrichten aus Hannover (C) Ulrich Stamm

HANNOVER.

Zeugenaufruf: Unbekannte stehlen Bronzefigur

Unbekannte haben in der Nacht von Freitag auf Samstag (01.12.2019) eine Bronzefigur des Künstlers Karl-August-Orth gestohlen. Diese hat sich auf einer Grünfläche an der Schwemannstraße in Kirchrode befunden. Polizei sucht Zeugen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen haben die Unbekannten die Bronzefigur zwischen 22:00 Uhr am Freitagabend und 12:00 Uhr am Samstag entwendet. Dies wurde erst jetzt bekannt. Das Kunstwerk befand sich auf einer Grünfläche und ist circa 50 cm bis 60 cm hoch, 1,00 Meter lang und etwa 100 kg schwer. Es handelt sich um das Kunstwerk "Liebespaar beim Geschlechtsakt" (1993) des Künstlers Karl-August Orth.

Spuren deuten darauf hin, dass die Kunstfigur von mindestens zwei Tätern mit einer Sack- oder Schubkarre abtransportiert wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die Hinweise auf die Tat oder den Verbleib des Kunstwerks geben können, sich bei der Polizeiinspektion Süd unter der Telefonnummer 0511 109-3615 zu melden.

 

Tödlicher Verkehrsunfall in Pattensen

Bei einem Verkehrsunfall ist am Freitagmorgen, 06.12.2019, ein 35 Jahre alter Mann tödlich verletzt worden. Er ist mit einem Auto auf der Landesstraße (L) 460 zwischen Schulenburg und Gestorf gegen einen Baum geprallt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover war der Mann gegen 10:10 Uhr mit seinem Golf auf der L 460 in Richtung Gestorf unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache verlor er auf gerader Strecke die Kontrolle über den Wagen und prallte links neben der Straße gegen einen Baum. Der 35-Jährige wurde in dem Fahrzeug eingeklemmt und musste von Rettungskräften befreit werden. Bei dem Verkehrsunfall wurde der Mann lebensgefährlich verletzt und verstarb noch an der Unfallstelle.

Während der Unfallaufnahme war die L 460 bis etwa 12:45 Uhr voll gesperrt. In der Folge kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Im Einsatz war auch der Rettungshubschrauber Christoph 4. Laut Schätzungen der Polizei ist ein Gesamtschaden von 6.000 Euro entstanden.

 

Zwei Männer in Hannover-Südstadt mit Waffe bedroht - Täter ermittelt

Ermittler der Polizeiinspektion Süd haben einen Raub aufgeklärt, der sich am frühen Sonntagmorgen (17.11.2019) an der Raimundstraße ereignet hat. Zwei Jugendliche (16, 17) haben die Tat begangen.

Intensive Ermittlungen hatten die Polizisten auf die Spur der beiden Tatverdächtigen gebracht. Nach derzeitigen Erkenntnissen waren die beiden späteren Opfer (29, 30) gegen 03:30 Uhr an der Raimundstraße unterwegs, als sie von dem 17-jährigen Täter mit einer Schusswaffe bedroht wurden. Er forderte sie auf, Geld, Smartphones und ihre hochwertigen Jacken herauszugeben.

Zunächst waren die Beamten davon ausgegangen, dass der Schwere Raub von einem Einzelnen begangen wurde. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass er einen 16-jährigen Komplizen hatte. Bei der von den Zeugen beschriebenen Schusswaffe handelte es sich um eine Softairwaffe.

 

Verdacht der gewerbsmäßigen Erpressungen - zwölf Objekte durchsucht

Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes haben am Freitag, 06.12.2019, von 06:00 Uhr an, mehrere Wohnungen und Grundstücke in Hannover, Langenhagen, Ronnenberg sowie in Braunschweig und Lemgo durchsucht. Beamte des Fachkommissariats für Raub- und Erpressungsdelikte ermitteln insgesamt gegen acht Verdächtige wegen gewerbsmäßiger Erpressungen im Zusammenhang mit Autoverkäufen in den südlichen und östlichen Bundesländern sowie Niedersachsen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand des Fachkommissariats waren rund 60 Fälle von gewerbsmäßiger Erpressung bekannt geworden. Die drei Hauptverdächtigen (21, 24 und 26 Jahre alt) gaben sich bei privaten Verkäufern, die ihre Autos auf Internetplattformen inseriert hatten, als vermeintliche Autohändler aus. Die anschließenden Verkaufsverhandlungen fanden wie folgt statt:

Die falschen Autohändler führten zunächst die Kaufs- und Preisverhandlungen via Telefon mit den späteren Geschädigten durch. Nachdem eine Einigkeit über einen Preis erzielt worden war, wurden die privaten Autoverkäufer zu einer Internetseite gelotst. Für diese hatten sie von den Tätern persönliche Zugangsdaten erhalten. Nachdem sich die Geschädigten angemeldet hatten, fanden sie ihre Fahrzeugdaten vor. Diese hatten die Täter von den Internetplattformen übernommen. Jedoch verfälschten die Täter das Fahrzeugbaujahr. Die Geschädigten bemerkten dies jedoch nicht und gingen in der Folge diesen Kaufvertrag via Internet ein.

Wenige Tage später wollten Mittäter (Alter von 22 bis 31 Jahre) die Fahrzeuge bei den Geschädigten abholen. Dabei führten sie zunächst Pkw-Überprüfungen (u. a. Lackmessungen) durch. Im weiteren Verlauf überprüften die Kfz-Abholer zudem auch die Zulassungsdaten des Fahrzeugs mit den im Kaufvertrag erfassten Daten.

Dabei wiesen die Täter die Geschädigten drauf hin, dass die Daten vom Verkäufer angeblich falsch angegeben worden seien. Zudem erfanden die Abholer Mängel an den Autos.

Sich daran anschließend kam es zu Telefonaten zwischen den Hauptverdächtigen und den Geschädigten. Dabei gaben die Täter an, dass ihnen durch die falsche Angabe der Pkw-Daten und vermeintliche Fahrzeugmängel nun ein finanzieller Schaden entstanden sei. Nun wurden die Geschädigten unter Druck gesetzt. Ihnen wurden falsche Rechnungen im Zusammenhang mit bereits beauftragten Kfz-Überführung vorgelegt. Zudem wurde mit potentiellen Gerichtskosten sowie Schadensersatzforderungen gedroht.

Als Alternative wurde den Autoverkäufern angeboten, dass man das Auto übernehmen könne, wenn der Fahrzeugpreis erheblich gesenkt würde. In den rund 60 bekannten Fällen gaben die Geschädigten nach und senkten die Verkaufspreise teilweise erheblich.

Nachdem der neue Preis vereinbart worden war, fertigten die Abholer einen Blankokaufvertrag und übernahmen die Autos.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizei Hannover gelang es, zwölf richterliche Durchsuchungsbeschlüsse für Objekte in Hannover, Langenhagen, Ronnenberg sowie Braunschweig und Lemgo zu erwirken. Ermittler schlugen am heutigen Freitag zu und beschlagnahmten umfangreiches Beweismittel (u. a. gefälschte Dokumente, Mobiltelefone, Computer und Bargeld).

Zudem konnten zwei Männer (21 und 25 Jahre) aufgrund von Untersuchungshaftbefehlen festgenommen werden. Die Ermittler schätzen den Schaden in den bisher bekannten Fällen auf rund 80.000 Euro. Die Beamte des Fachkommissariats für Raub- und Erpressungsdelikte gehen aktuell davon aus, dass es in diesem Deliktsbereich ein erhebliches Dunkelfeld gibt.

Die Auswertung der beschlagnahmten Beweismittel dauert derzeit an.

Die Polizei Hannover weist ausdrücklich drauf hin: Führen Sie beim Verkauf detaillierte Überprüfungen ihrer angegebenen Fahrzeugdaten durch und lassen Sie sich bei Verkaufsgesprächen nicht unter Druck setzen!

 

 

Nach Diebstahl im Bio-Markt festgenommen

Salami, Schinken, Mortadella und zwei Flaschen Wein steckte sich ein Tscheche (59) im Bioladen im Hauptbahnhof in die Tasche. Dann verließ er das Geschäft - allerdings ohne zu bezahlen. Ein Mitarbeiter stellte ihn und rief die Bundespolizei. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann zur Aufenthaltsermittlung gesucht wurde. Einen Ausweis führte der Tscheche nicht mit. Wegen gleichgelagerter und laufender Ermittlungen konnte seine Identität aber schnell festgestellt werden. Außerdem wurde er erst wenige Stunden zuvor aus dem InterCity aus Dortmund geholt und zur Wache mitgenommen. Er hatte weder Fahrschein noch Geld dabei und kassierte eine Anzeige wegen Leistungserschleichung. Der gebürtige Pilsener hatte eine Atemalkoholkonzentration von 2,98 Promille. Nach der Überprüfung durch einen Amtsarzt brachten die Beamten den Tschechen ins Zentrale Polizeigewahrsam zur Durchführung eines Beschleunigten Verfahrens.

 

Gesuchten Türken verhaftet

Zivilfahnder der Bundespolizei haben gestern Nachmittag einen gesuchten Türken (46) am Hauptbahnhof verhaftet. Der drogensüchtige Mann aus Vahrenwald hatte im Juni gemeinschaftlich mit Komplizen ein hochwertiges Mountainbike am Klagesmarkt gestohlen und wurde erwischt. Zur Hauptverhandlung im vergangenen Monat war der mehrfach vorbestrafte Türke nicht erschienen. Daraufhin wurde er mit Untersuchungshaftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Insgesamt 33 Ermittlungsverfahren wurden seit 2012 gegen den Mann geführt. Die Fahnder erkannten den Mann am Nord-Ost-Ausgang. Nach Abschluss der Maßnahmen erfolgte die Überstellung ins Polizeigewahrsam zur heutigen Richtervorführung.

 

Bundespolizei vollstreckt Untersuchungshaftbefehl

Am 05.12.2019 wurde ein 49-jähriger Deutscher bei der grenzpolizeilichen Einreisekontrolle eines Fluges aus Antalya durch die Bundespolizei festgenommen.

Der Betroffene ist der gefährlichen Körperverletzung verdächtig. Trotz ordnungsgemäßer Ladung erschien er nicht zur anberaumten Hauptverhandlung. Daher erfolgte die Ausstellung eines Untersuchungshaftbefehls, um die gerichtliche Anwesenheit sicherzustellen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erfolgte die Überstellung in die Justizvollzugsanstalt Celle.

 

 

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