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Zum Neujahrsstart zahlreiche Unfälle wegen dichten Nebels

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Nichts geht mehr auf dem Messeschnellweg hinter dem Weidetorkreisel kurz nach Neujahr © Bernd Günther Nichts geht mehr auf dem Messeschnellweg hinter dem Weidetorkreisel kurz nach Neujahr © Bernd Günther

HANNOVER. Zu mehreren Verletzten und hohem Sachschaden kam es in den frühen Morgenstunden am 1. Januar des neuen Jahres. Allein auf dem Messeschnellweg zwischen Weidetorkreisel und der Ausfahrt Misburg fuhren 6 Fahrzeuge ineinander. Dabei war auch ein Rettungswagen beteiligt. Bei diesem Unfall verletzten sich 8 Beteiligte. Drei Fahrzeuginsassen darunter schwer.

Schon kurz nach 0:00 Uhr setzte im Stadtgebiet Hannover durch das Feuerwerk und die kalte Wetterlage dichter Bodennebel ein. Zeitweise konnte man nicht einmal mehr 1 Meter weit sehen. Zahlreiche Autos standen auf den Straßen, vor allem im Bereich Bothfeld, ohne zu wissen, ob sie überhaupt noch in der richtigen Fahrspur waren. Zum Teil standen sogar Polizeifahrzeuge mit Blaulichtern auf Kreuzungen und versuchten sich in dem dichten Nebel einen Überblick zu beschaffen.

Vorbildlich funktionierte dann allerdings die Bildung der Rettungsgasse auf dem Schnellweg, so das sich die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst an die Einsatzstelle langsam nähern konnten. Für alle Rettungskräfte waren es anstrengende Anfahrten auf Grund der schlechten Sicht.

Aber auch an weiteren Stellen kam es zu zahlreichen Unfällen wegen des einsetzenden Nebels bei Minusgraden um -1 Grad Celsius. Besonders betroffen waren die Autofahrer anscheinend im Norden der Stadt und in den Bereichen Isernhagen, Langenhagen und Burgdorf. Dort war an eine Weiterfahrt teilweise nicht zu denken. Bei heruntergekurbelter Fahrerscheibe, eingeschaltetem Warnlicht und Tempo unter Schrittgeschwindigkeiten versuchten die Autofahrer ihren Weg durch das gerade gestartete Neue Jahr nach Hause zu finden.

Alleine bei dem Unfall auf dem Schnellweg mussten die Autofahrer, teilweise mit Kleinkindern, über 4 Stunden am Rand der Rettungsgasse bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf die Räumung der Unfallstelle im Stau warten.

Die Ursache für den extremen Nebel: Durch die bodennahe Kaltluft und die Windstille konnte sich der Rauch der Silvesterböller und Raketen als Aerosole mit der Feuchtigkeit der Luft verbinden. Ergebnis: Innerhalb von Minuten reduzierte sich die Sichtweite auf teilweise unter 1 Meter. Durch die fehlende Verteilung durch den Wind können solche Situationen durchaus gesundheitsschädlich sein. Die Feinstaubkonzentration wird so in vielen Orten den höchsten Wert des ganzen Jahres erreicht haben. Der so erzeugte Smog hielt sich bis in die Morgenstunden.

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