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Marburger Bund Niedersachsen unterstützt Aufruf für mehr öffentliche Investitionen

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v.l. Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen und Andreas Hammerschmidt, Zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes © Marburger Bund v.l. Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen und Andreas Hammerschmidt, Zweiter Vorsitzender des Marburger Bundes © Marburger Bund

HANNOVER. Der Marburger Bund Niedersachsen fordert die niedersächsische Landesregierung dazu auf, mehr öffentliche Investitionen zu tätigen. Die Vorsitzenden des Marburger Bundes Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg und Andreas Hammerschmidt, gehören zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs „Die Zeit drängt – Initiative für mehr öffentliche Investitionen“. Der Aufruf wurde gestern auf einer digitalen Pressekonferenz vorgestellt. Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem Kommunalpolitiker, Vertreter von Gewerkschaften, Sozialverbänden, Hochschulen und der Wirtschaft.

„Gerade in einer Krise ist es wichtig, Impulse zu setzen und zu investieren. Niedersachsen muss seiner Rolle gerecht werden und mehr öffentliche Investitionen tätigen. Für uns zählen hierzu vor allem Investitionen in das Gesundheitswesen und die Hochschulen. Das sind Investitionen in die Zukunft“, erläutert Hans Martin Wollenberg, Erster Vorsitzender des Marburger Bundes Niedersachsen.

Der Marburger Bund Niedersachsen fordert daher eine bessere Investitionsfinanzierung und mehr Personal in den Krankenhäusern:„Wir haben nicht nur im Rahmen der Corona-Pandemie gemerkt, welche wichtige Rolle Krankenhäuser für unser Gemeinwesen spielen. Dennoch kommt Niedersachsen seinen Verpflichtungen in der Investitionsfinanzierung weiterhin nicht vollumfänglich nach, auch wenn es Verbesserungen gegeben hat“, betont Wollenberg. „Dazu gehört auch eine bessere personelle Ausstattung. Realität ist aber, dass Krankenhäuser immer wieder Stellen in ärztlichen und pflegerischen Bereichen streichen oder nicht neu besetzen. Eine gute Krankenhausversorgung kann aber nur mit einer vernünftigen Personalausstattung funktionieren. Die Pandemie hat hier vielerorts Schwächen offen gelegt.“

Weiterhin verlangt der Marburger Bund Niedersachsen weitere Investitionen in den öffentlichen Gesundheitsdienst in Niedersachsen: „Der öffentliche Gesundheitsdienst leistet bei der Bewältigung der Pandemie Herausragendes. Die Gesundheitsämter müssen nachhaltig leistungsfähig aufgestellt werden: mit dauerhaft mehr Personal und einer modernen digitalen Infrastruktur. Niedersachsen muss die Verbesserungen, die mit dem Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst auf den Weg gebracht wurden, ausbauen und dauerhaft sichern. Dazu gehört auch eine Verbesserung der Bezahlung der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst im Rahmen eines arztspezifischen Tarifvertrages. Sie verdienen noch immer deutlich weniger als die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern.“

Mehr Investitionen im Hochschulbereich sind eine weitere Forderung des Ärzteverbandes: „Wir haben nicht nur im Rahmen der Pandemie gesehen, welche wichtige Rolle Hochschulen für Bildung und Forschung spielen. Während andere Länder ihre Investitionen im Hochschulbereich ausweiten, kürzt Niedersachsen“, kritisiert Hammerschmidt. Der Marburger Bund Niedersachsen fordert insbesondere mehr Geld für die Medizinischen Fakultäten und einen Ausbau der Medizinstudienplätze in Niedersachsen.

Der Aufruf „Die Zeit drängt – nicht nur bei Corona. Initiative für mehr öffentliche Investitionen in Niedersachsen“: Initiative öffentliche Investitionen in Niedersachsen - Forum fuer Politik und Kultur (forum-fuer-politik-und-kultur.de)

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