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Polizei Nachrichten aus Hannover vom 18.April 2023

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HANNOVER.

Zeugenaufruf: Betrüger ergaunern Schmuck und Bargeld mit Handwerkertrick in Hannover-Südstadt

In den letzten Wochen ist es vermehrt zu Trickdiebstählen in Wohnungen durch falsche Handwerker gekommen. Immer wieder versuchen Betrüger Bürgerinnen und Bürger an der Haustür um ihr Geld zu bringen. Aus diesem Grund warnt und sensibilisiert die Polizeidirektion Hannover zu diesem Thema. Zeitgleich werden Zeugen zu entsprechenden Sachverhalten gebeten sich bei der Polizei zu melden.

Ein aktueller Fall: Am Dienstag, 11.04.2023, klingelten ein falscher Handwerker bei einer 77-jährigen Frau aus dem Bereich Hannover-Südstadt. Unter dem Vorwand es gäbe Probleme mit der Wasserversorgung innerhalb des Mehrfamilienhauses erschlich sich ein Mann Zutritt zu der Wohnung der Seniorin. Durch gezielte Ablenkungen gelang es einem weiteren Täter die Wohnung zu betreten und zu durchsuchen. Auf diese Art und Weise brachten die Unbekannten die 77-Jährige um Schmuck und Bargeld im fünfstelligen Bereich.

Zu einem der beiden Täter liegt eine Beschreibung vor. Er ist circa 1,70 bis 1,75 Meter groß, schlank und in etwa 50 Jahre alt. Er trug sehr kurze dunkelblonde Haare. Zum Tatzeitpunkt war der Mann mit einer schwarz-blauen Handwerkerjacke oder einen Blouson und einer dunklen Hose bekleidet.

Der Zentrale Kriminaldienst Hannover hat Ermittlungen wegen Diebstahls eingeleitet.

Die Polizei rät:

   -	Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
   -	Fordern Sie von angeblichen Handwerkern einen Ausweis. Prüfen 
Sie diesen sorgfältig.
   -	Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der für das Anliegen 
zuständigen Stelle an. Ganz   wichtig: Lassen Sie den Besucher 
solange vor der abgesperrten Tür warten.
   -	Halten Sie die Bargeldbestände in ihrer Wohnung/ Haus gering.
   -	Übergeben oder überweisen Sie niemals Geld oder Wertsachen an 
unbekannte Personen.

Zeugen, die Hinweise zu den Tätern oder dem Tathergang machen können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-5555 zu melden.


Clankriminalität: Rundumschlag im Rahmen einer groß angelegten Gewerbekontrolle setzt kriminelle Banden unter Druck – Behörden setzen Zusammenarbeit fort

In der Nacht von Samstag zu Sonntag, 15.04.2023, kontrollierten Beamtinnen und Beamte die Polizeidirektion Hannover gemeinsam mit Netzwerkpartnern im Kontext der Bekämpfung von kriminellen Strukturen insgesamt 32 Gewerbeobjekte. Die Maßnahmen fanden im gesamten Stadt- und Regionsgebiet Hannovers statt.

Im besonderen Fokus der behördenübergreifenden Aktion standen hierbei steuerrechtliche, baurechtliche und arbeitsrechtliche Missstände. Ein weiteres Augenmerk wurde insbesondere auf strafrechtliche Verstöße im Kontext des illegalen Glücksspiels gelegt. Insgesamt konnten durch die beteiligten Institutionen dabei über 150 Verstöße festgestellt werden.

„Unser Konzept für solche Verbundkontrollen ist voll aufgegangen. Durch die Teamarbeit mit den anderen Behörden ist es uns gelungen, weitere Erkenntnisse und Ermittlungsansätze für Ermittlungsverfahren im Bereich der Organisierten Kriminalität zu gewinnen, um beispielsweise illegale Geldströme besser verfolgen zu können.

Zudem möchte ich betonen: Bei dieser Anzahl der Kontrollen keinen Widerstand verzeichnen zu können, ist ein toller Erfolg“, so Polizeioberkommissar Herrmann, welcher den Einsatz leitete.

Neben den Einsatzkräften der Polizeidirektion Hannover waren die Bundespolizei, das Landeskriminalamt Niedersachsen, die Abteilung des niedersächsischen Innenministeriums für illegales Glücksspiel, das Hauptzollamt, das Gewerbeaufsichtsamt sowie die Gewerbeprüfung, die Steuerfahndung und diverse Teams aus Ordnungsämtern und die Region Hannover an der groß angelegten Kontrollaktion beteiligt. Unter anderem war auch ein Drogenspürhund im Einsatz.

Über 150 Verstöße, darunter sowohl Straftaten als auch Ordnungswidrigkeiten, konnten die eingesetzten Kräfte feststellen. Bei Personenkontrollen konnten diverse Messer, Teleskopschlagstöcke, Pfeffersprays und Baseballschläger beschlagnahmt werden.

Der Drogenspürhund, ein deutscher Schäferhund, erschnüffelte zudem unter anderem Kokain und Marihuana. Weiterhin gelang es der Steuerfahndung, mehrere Unregelmäßigkeiten in Kassenführungen der Betriebe aufzudecken. Der Zoll beschlagnahmte unversteuerten Shishatabak im niedrigen dreistelligen Kilogramm-Bereich und deckte mehrere Fälle von Schwarzarbeit auf.

Zusätzlich beschlagnahmte die Polizei insgesamt 26 unzulässige Geldspielgeräte und ein verbotenes Sportwettenannahmegerät. Diese Geräte können in Teilen innerhalb weniger Monate mehr als 100.000 Euro Gewinn für die Aufsteller erzielen und sind aufgrund unbegrenzter Spielmöglichkeiten besonders gefährlich für Personen, die an einer Glücksspielsucht leiden.

Außerdem wurden Geldbeträge im mittleren fünfstelligen Bereich eingezogen. Auch wurden illegale Videoüberwachungsanlagen innerhalb mehrerer Gewerberäumlichkeiten festgestellt. Die hierzu eingeleiteten Verfahren richten sich unter anderem nach dem Waffengesetz, dem Betäubungsmittelgesetz und der Datenschutzgrundverordnung.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Zuwiderhandlungen gegen die Niedersächsische Bauordnung, das Gewerberecht und das Arbeitsrecht aufgedeckt. Es gelang jedoch auch eher ungewöhnliche Verstöße wie solche gegen das Lebensmittelrecht oder die Preisaushangsverordnung zu ahnden.

Besonders unklug stellte sich ein Gewerbetreibender in Garbsen an: Er legte eine Anleitung zur Manipulation an Glücksspielautomaten gut sichtbar für die Einsatzkräfte neben dem Gerät aus.

Den Betreibern der Lokalitäten drohen nun diverse Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren. Polizeioberkommissar Herrmann zieht nach Abschluss des Einsatzes folgendes Fazit: „Durch unser zielgerichtetes und differenziertes Vorgehen haben wir es geschafft, einerseits konsequent zu handeln, anderseits aber eine Stigmatisierung von unbeteiligten Gästen und den Eindruck, dass Shishabars per se gefährlich oder kriminell wären zu vermeiden“.


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